Band 
Erster Theil.
Seite
217
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Ellis.

schaften nach Ph Roos, I. van Goyen u- s. f.Än 5 a,r.

Ellis (I ), Bildnißmalerzu London » lebte um1720. G. White »nd John Faber haben nach ihmi» Schwarzkunst geschabt»

Ellrich. S. den Art. Heinrich Eichler.

* EUving ( ), ftanzösischer Kupferstecher,

arbeitete um 1770. nach Carrsme, Schenau, Marcret u. s. w.

* Elmer ( ), englischer Maler, von Färn-

haM gebürtig, war einer der größten Coloristen,sein Helldunkel jedoch fehlerhaft. Sein Pinsel istleicht, aber etwas nachläßig. Alle Gattungen Ar-beit glückten ihm, insonderheit Früchte, todtesWildpret und leblose Gegenstände. Er war um 1770»Mitglied der königl. Academiezu London . A Bibl.schän. Wissensch. XIV. 61.

EIotas. S. den Art. Ludius.

* Eloy (der Heilige), geb. in dem Dorfe Cha-telat, zwo Meilen von Limoges im 1 . 588 . war einvortresticher Goldarbeiter, von welchem man in derAbteykirche zu St. Denis ein goldenes Kruzifixzeigt. Man kann aus der Arbeit, die er für denKönig verfertigte, auf den Pracht seiner Zeitenschließen. Clotar ließ von ihm einen masslvgolde-nen Stuhl, und Dagobert einen Thron von glei-chem Metalle machen. Gt. Eloy ward Schatz-meister unter diesem letztem König, Bischof zuNoyon , und baute die St. Paulskirche, außer derStadt Paris um 640.

Elseimerod. Elsheimer. S.Elzheimer.

Elsner (Jacob), ein zu seiner Feit berühmterJlluminist zu Nürnberg , zierte viele Bücher undWappenbriefe mit schönen Bildern, und starb nach» 5 ^ 6 . Doppellnazw S. 192.

Elst (Peter van), ein unbekannter Künstler,von welchem man in der churfürstl. Galerie zu Dres-den zwey Gemälde zeigt, die einzelne halbe Figu-ren beym Licht vorstellen. Sonst hat dieser Nameeinige Aehnlichkeit mit s). Roeck, genannt vonAelst. Es ist auch ein perer vereist, SimonsBruder, der vielleicht obbemeldte Bilder könnte ge-macht haben.

Eist. S. Heist und Vereist.

* Elrester (Christian), erster Hofbaumeistekund Ingenieur am preussischen Hofe, welchen derKönig auf seine Kosten reisen ließ, und der seineZeit ungemein wohl anwendete, wovon die mitge-brachten architektonischen Risse von berühmten Ge-bäuden , und Zeichnungen von einigen kostbare»Schildereyen, die er dem König vorlegte, genug-sam zeugten. Er baute das königliche LustschloßGrünhof, starb aber 1700. bloß 28 I. alt. Nachr.von Künstlern I. 40.

Elzevir (Arnold), malte Landschaften, Feuers-brünste u. f f. zu Dortrecht. Er war um 1646.Mitglied der dafigcn Kunstiergesellschaft. weyer-mann III. §8.

* Elzheimer oder Elsheimer <Adam),genannt Adam von T'rankforr, lernte bey PhilippUffenbach. Er begab sich gen Rom , wo er mit einigenniederländischen Malern Bekanntschaft machte, undeine Manier im Kleinen zu malen annahm, die ihmso wohl geriekh, daß er in dieser Art für den beß-rcn Künstler seiner Zeit gehalten wurde. Er malleAlles nach der Natur, und hatte dabey ein so sel-tenes Gedächtniß, daß er die sogenannte VignaMadama aus sich selbst mit ihren Bäumen, derenGestalten, Partheyen, Schatten u. f. f. sehr ähn-lich nachbildete. Die mittelmäßige Bezahlung sei-ner viel Zeit und Mühe erfordernden Arbeit setzteihn aber in nothdürftige Umstände; er machte Schul-den, und ward deswegen ins Gefängniß gesetzt,wo er von Unmuth überhäuft 1620 /,6' I alt starb.Der Werth seiner Arbeit besteht vornehmlich in demguten Geschmacke der Zeichnung, in einer vortref-lichen Zusammensetzung feiner Gegenstände, und

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iu geistreicher Ausarbeitung. Er verstand das Hell-dunkel sehr gründlich. Insonderheit sind seine Nacht-stücke und Mondscheine bewundernswürdig. Aisein vortresticher Colorist, dessen Farben überall köst-lich sind, ward seine Manier von vielen nachgeahmt,und seine Gemälde, obwohl sie klein sind, werdenseit seinem Tode sehr rheuer bezahlt. Er etzte selbsteinige von seinen Erfindungen in Kupfer. Die Sasdeler, H. Goudt, M. de Paas, P Soutmann undandre haben ungefähren. Blätter nach ihm gestochen.Christ führt sein Zeichen S. 72. und 84 an — Erhatte einen Bruder, der ein vortresticher GlasmalerWar. DMM-M I. 283.

* Embriacö (Wilhelm), ein großer ZeichnerUnd Kriegsbaumeister von Genua , ward in 109g.zum Obersten der Hülfsvölker, welche dem Gott-fried von Bouillon zu Eroberung der Stadt Jerusa-lem zugeführt wurden, erwählt; diese half Em-briaco, vermittelst hölzerner Thürme, Mauerbre-chern und andern Kriegsmaschinen, die er dazu an-gab, bewerkstelligen. In dem zweyten Kreuzzuge,den er in Palestina vornahm, eroberte er die StadtCesatea, Und begnügte sich bey Anstheilung derBeute an dem König der Edelsteine, dem berühm-ten Smaragde, weichen er der Hauptkirche zu Ge-nua schenkte, wo er bis jcht verwahrt liegt. Erward 1102. znm Consul erwählt, in welcher Würdeer sein Leben beschloß. äo/>,-am p. i.

Emelraer ( ), geb. zu Brüssel um 1612.

war ein Freund und Zeitgenoß des Johann Meis-tens. Er hielt sich lange zu Rom auf, setzte sich,als er in Niederlanden zurückkam, zu Antwerpen ,und arbeitete Vieles für die dasigen Kirchen. Emel-raer war vornehmlich in großen Landschaften oor-trestich; die schönsten davon sind von ErasmusQuellinus mit Figuren gezielt. l>. 197.

Emilus, Bildhauer von Aeqino, verfertigtedie Statüen der auf Stühlen fitzenden Stunden.

I.. V.

EmmanueHo, deutscher Maler, wird vonR'dolfi I. 2 » 4 - unter die vielen Schüler TitianSgezählt. Man kann unter diesem Namen auch denzJiclaus Manuel verstehen.

Em 0 nr (Adrian). S den Art. Johann Offer,mans, seines Schülers.

* Empereur (Joh Diönyfius l'), alt Eche-vln zu Paris , Kunstliebhaber, hat einige Blätternach P. von Cortouna, B. Castiglione, Dandycku. s. f. radirt. --- Sein Sohn, * Joh. BaptistDiönyfius, arbeitete in dieser Kunst nach Boncher,Pierre u s. f. Er etzte auch Landschaften von seinereigenen Erfindung.

* — — (Ludwig l'), französischer Kupfcrste-stecher und Mitglied der königl. Academie zu Paris um 1750. Er arbeitete nach Rubens , E. Dan.oo,Pierre, Cazes, Mettay u. s. f. — Dieser Künst-ler heyrachete * Elisabeth Coufiner, welche diegleiche Kunst üble. Lara».

. * Empoli (JacobdaChimenti genannt)/ einerStadt in dem Florenkinischen, lernte bey Thomasda St. Friano. Er zeichnete und kopine die Ge-mälde des Andreas del Sarto vollkommen nach,und hatte hierin keinen Seinesgleichen Empoli zeigte seine Geschicklichkeic in Erfindung einiger Eh-renpforten bey Anlaß eines fürstl- Beylagers. Manfindet in seinenWerken eine gründliche und geschmack-volle Manier, eine untabliche Zeichnung, zierlicheGewänder, schöne Mienen und ein gutes Colorit.Er st 1640. 86. I. alt, und ward in der Kirche St.Laurentius zu Florenz begraben. A. Scaccinti hateinige historische Blätter nach ihm gestochen.reo FroErtino I. 221,

Emschercho, van Emskerken oderEmskyer (Martin va). S. Hemskerken.

Emsen (Johann van). S. Hemsen.

* Endelich (Philipp), Zeichner und Kupfer-stecher ju Amsterdam , lernte bey Bernhard Picart.

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