Band 
Erster Theil.
Seite
218
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218 Enden.

Er arbeitete nach seinen Eigenen Zeichnungen, nachPh. Vandyck u. s. f.

Enden (Hubert van den). S. Epnden.

Endius, antiker Bildschnitzler, von dessen Ar-beit man zu Rom auf dem Marktplatze eine ausElfenbein verfertigte Slatüe der Minerva aufgerich-tet sahe. I.. VIII.

Endocus, antiker Bildhauer zu Athen , lerntebey Daedalus , und begleitete ihn auf seiner Fluchtnach Creta . Hier schnitzte er das Bild einer sehrgroßen sitzenden Minerva aus Holz. ll. I.

* Endtermin (Caspar) von Basel , seinesHandwerks ein Kannengießer, machte sich aberdurch Pofsiren, Steinschneiden und Gießen vonallerhand Figuren berühmt. Er arbeitete zu Nürn-berg , und starb daselbst 1622. Doppelmayr S. 297.

* Enfanr (Johann!'), Kupferstecher vonAbbeville , lernte bey Claudius Mellan, dessen Ma-nier er wohl nachahmte; sein Grabstichel ist reinlich,aber etwas frostig. Er arbeitete nach Raphael,H. Carraccio, G. Reni, le Fenre, Mignard u.s-f.Der AbtvonMarolles hatvon seinem Werke 118.Stücke gesammelt. Enfanr malte auch Figuren undBildnisse in Pastel. ^ Er starb zu Paris 16/4. Or-landi nennt ihn, lächerlich, Infame Gallo. letomte III, 296.

* — — (Peter l'), Maler von Anet bey Dreuxgebürtig, lernte bey Carl Parrocel. Er arbeitete zuParis in der Tapetenmanusactur aux Gobelins, undmalte Feldschlachtcn und Landschaften. DieserKünstler war um 1760. Mitglied der königl. Aka-demie. I. Beauvarlet hat nach ihm gestochen.

Engelberger (Burkhard), geschickter Bau-meister und Steinmetz von Augspurg, baute daselbstdie St. Ulrichskirche. Er ward um 1492. nach Ulm berufen, um den dasigen schadhaften Münsterthurmauszubessern, und starb daselbst 1212. Frick.

* Engelbrecht (Christian), Kupferstechervon Augspurg, lernte bey J.Georg Bodenehr undbey Jacob von Sandrart , nach dessen Zeichnungener einen Theil der Ovidianischen Verwandlungengestochen. Hernach arbeitete er mit Pfeffeln zuWienm Gesellschaft. Nach seiner Zurückkunft trat er mitseinem jünger« Bruder, Martin Engelbrecht ,der auch ein guter Kupferstecher war, in Gesell-schaft. Sie vermehrten ihren Verlag theils miteignen, theils mit anderer Künstler Arbeiten der-gestalt, daß er zu Augsburg einer der berühm-testen wurde. Christian st. I7ä5 62. I. alt, undMartin 1766. 72. I. alt. — Johann Engel-brecht verfertigte viele große und kleine Servicesvon Gold und Silber, wovon eines, welches ihmviele Ehre gebracht und massiv Gold gewesen, nachDänemark gekommen; er machte auch zu dieser Be-stellung viele schöne Wandleuchter. Johann starb1748. 70. 1 . alt. von Sterren Br. IX. — PaulFriedrich Engelbrecht, Maler und Kunsthändlerzu Augspurg, war um 1770. Mitglied der kaiserl.Künstlcracademie dieser Stadt. SchwäbischeSchriftsteller.

----- (Cornelius), Maler von Leyden, stu-dirte nach Johann van Epcks Werken, und warder erste, welcher in seiner Geburtsstadt in Oelmalte.Er war ein guter Zeichner, und arbeitete mit glei-cher Stärke und Fertigkeit auch in Wasserfarbe.Zwey von seinen Bildern, welche man wahrend denbürgerlichen Unruhen gerettet hatte, werden mitgroßer Sorgfalt auf dem Rathhause zu Leyden ver-wahrt. Sein Genie gab ihm Anleitung, die Ge-müthsbewegungen genau auszuforschen und in sei-nen Köpfen anzubringen; überhaupt ward er füreinen der großen Maler seiner Zeit gehalten. Erst. i 553 . 65 . I. alt. 1. 22.

— — (Cornelius), des obigen Sohn, wurdeCornelp oder Runst genannt. Er zeigte von seinerKindheit an eine große Neigung zur Malerey, undkein Schüler machte seinem Lehrmeister so viel Ehre.als er. Wie sein Vater, ward er zu seiner Zeit für

Ens.

einen der größten Künstler seines Vaterlands gehal-ten. Man rühmt den schönen Ausdruck und das glü-hende Colorit in seinen Gemälden. Engelbrechtarbeitete zu Leyden und zu Brügge , und st. 1244.5i. I. alt. HeLcnmxn I. 40.

Engelbrechr (Johann). S. die Art. Theo-dor de Bruyn und Christian Engelbrechr.

— — (Lucas), des altern Cornelius Sohn,

genannt Roch, geb. zu Leyden 1492. Er arbeitetein England unter der Regierung Heinrich VIII. Lucas malte in Oel und Wasserfarben. Seine Arbeitward von den Engländern hochgeschätzt und begie-rig aufgekauft. Der neue Herausgeber von ver-,«ander eignet diesem Künstler fälschlich des L.Rrugers Monogramm« ju. I. 41.

* — — (Paul Friedrich), Maler und Kunst-verleger zu Augspurg, war um 177». Mitglied derkaiserl. Künstlcracademie dieser Stadt- Schwä-bische Schriftsteller.

Engelharr (Daniel), ein zu seiner Feit be-rühmter Wappen- und Siegelgraber in Edelstein,arbeitete zu Nürnberg , und starb daselbst i 552 . —Sandrart führt 1 . S. 2Z1. diesen Daniel undS. 245. mit gleichen Umständen einen HeinrichEngelharr an. Doppelniapr S. 198. hält beydenur für Eine Person.

* — — (David), Kupferstecher, wird vonChrist S. 172. angeführt.

— — ( ) Maler zu München . Seine Ar-

beit besteht meist in Kruzifixen, wobey er sich einesschwärzlichten Colorits bediente.

Engels (Bartholomö). S. den Art. FranzDekker, seines Schülers.

— — (G.), geschickter Perspectivmaler, vonwelchem M. Oesterreich in Beschreibung des Steng-leschen Cabinets drey Gemälde, N". 146. bis 148.anführt, und hält ihn für einen Deutschen . En-gels arbeitete um 1760. zu Hamburg .

Engel ; (Cornelius), HeinrichGerrez, einIndianer, Jacob Mochero und Fr. venanr,werden von Houbraken I. 262. unter die Schülerdes ältern Carl van Mander gezählt.

Enghelrams (Cornelius) geschickter Ma-ler von Mecheln , arbeitete in Wasserfarben. Seinevornehmsten Werke sind in der Kirche St. Rombout ,wo er auf ein großes Tuch die Werke der Barmher-zigkeit gemalt. Eine große Menge wohlgezeichne-ter Figuren machen die Composition dieses Bildesaus, worin er mit großem Verstände die würdigenArmen von den unwürdigen unterscheidet. SeineArbeit ist in den vornehmsten Städten Deutschlands anzutreffen. Er st. 1282. 56 . I. alt. DncaMULI. 1Z7.

Enos, der Sohn Sechs, wird für den Erfin-der der Bilder und der Gezelten gehalten. Er starbim Jahr der Welt n jo. und ward 905. Jahre alt.6rmrr'e»rtr.

Enrico (Anton d'), genannt Tantl'o, Malervon Alagna, arbeitete zu Mailand nach Paul Ca-liari's Manier. Seine Bilder werden von töiru-peno S. 145 sekw gerühmt.

— — (Johann d'), Bildhauer von Valse-

sina, lernte bey I. Baptist Tabacchctti. Er arbei-tete zu Mailand , vornehmlich aber findet man vielevon seinen Werken in einigen Kapellen zu Varallo .Er formte Bilder von gebackner Erde, welche we-gen ihrer guten Zeichnung und ungezwüngenen Stel-lungen vor vielen andern bewundert werden. —Sein Bruder Melchior, ein Maler, arbeitete ingleichen Kapellen. p. 145.

Ens (Daniel), malte für die Kirche St. So-phia zu Venedig eine Tafel, welche die Taufe Christivorstellt. Dieser ist D- Heinz.

* — (Johann) von Mailand , malte in demgroßen Rathssaale des Pallasies dieser Stadt inzwey Ovalstücken die H. H. Ambrosius und Carolus