Maler wurde. Er arbeitete zu Rom mit TaddäüsAncchero. Das Gewölb der Kirche St. Dualis zuFaenza wird für sein Werk gehalten. Er lebte umi 5 Zo. Avttarü III. is6.
Faenza (Octavian da), Schüler desGiotto,arbeitete Vieles in dein Olivetanerkloster St. Geor-gius zu Ferrara und in seiner Geburksstadt, wo erdie meiste Zeit seines Lebens zubrachte und daselbststarb. Man sieht daselbst ob dem Portale der Kir-che St. Franciscus die Bilder der H. H. Maria,Petrus und Paulus , von seiner Hand. Dieser Künst-ler arbeitete auch zu Bologna und an vielen andernOrten. Er blühete um 1020. ^a5a,i I. iZr.
— — (Paul da), malte für die Kapelle U. L.F. der Kirche St. Maria maggiore zu Rom das vorder H. Jungfrau Maria knieenve Bild Pabst Pau-lus V. in Oel auf Lasst. Diki.
— — (da ); Beyname von Ankon Genrile,Marc Marcherri, und paccio.
Faernus (Gabriel), Borchr, HermannHugo, drey alte Formschneider, werden von pa-pillon (I. iö6.) angeführt!
Fass od.F aas ; Familienname von PeterLely:
Fage (Niclaus la). S- Faxe.
* — — (Remond ia), vortrefiicher Zeichnervon Toulouse , begab sich ohne einige Anweisung,und wider den Willen seiner Eltern, aus eigenemTrieb und Neigung auf diese Kunst; aber seine Na-tiirgaben ersetzten allen diesen Mangel; er ward inkurzer Zeit einer der beßten Zeichner. Seine Rissesind mit der Feder verfertigt oder getuscht, von wel-chen die erstere Gattung für die beßre gehalten wird.Man findet in denselben einen Geschmack und Ver-stand , der alle Kenner in Erstaunen fetzt. Das Zeich-nen war ihm so geläufig, daß er Alles, was seineEinbildung gefaßt hatte, auf der Stelle zu Papierbringen konnte. Das Schenkhaus war seine gewöhn-lichste Werkstatt«:; in einem derselben hielt er sicheimnal etliche Tage auf, und machte einen größer»Aufwand als seine Umstände, dem Anschein nach,ertragen mochten. Der Wirth übergab ihm hievonein umständliches Verzeichnis'; laFage aber wandtedas Blatt um, und machte darauf eine Zeichnung,die er einem Liebhaber zusandte, mit Bitte, die aufder Gegenseite stehenden Forderungen zn bezahlen;dieser fand dieselbe von weit höherm Werthe, be-zahlte also nicht allein den Wirth, sondern gab demKünstler noch etwas zur Belohnung. Er st. -690.92. I. alt. Seine Werke enthalten meist Skizzen;so wenig ausgeführt dieselben aber auch sind, sosieht man doch überall seine große Kenntniß in derAnatomie und Proportion des menschlichen Kör-pers. Sonst hat er nicht viele Vorzüge. Grazie undAusdruck findet man zuweilen bey ihm; hingegeneine gute Zusammensetzung selten, weil er die Figu-ren entweder zu sehr hauste oder zu unordentlich untereinander setzte. Von Licht und Schatten scheint etgar nichts gewußt zu haben. Sein Genie zeigt sichinsonderheit in Tanren, Lustbarkeiten und Schwär-Mereyen von Nymphen und Satyren; es findet sichaber so viel Unanständiges bey diesen Vorstellungen,daß man sie jungen Leuten nicht ohne Gefahr zuihren Studien vorlegen kann. In den Blattern, woer erhabene Charakter auszudrücken gesucht, hat erden Figuren oft ein vortrefliches Ansehen gegeben.Einige seiner Figuren von Christus wären auch einesRaphaels nicht unwürdig. In einer leichten Skizzevon der Berufung Mosis hat er der Gottheit einevcrehrenswürdige Majestät gegeben. Die^Blatternach la Fage werden auf 60. bis 70 geschätzt; an-dere behaupten, er selbst habe nichts gcetzt. Diebeßten sind von Ertinger. Der Verfasser der Lebens-beschreibung vor dem Kupferwerke dieses Künstlers,welches JohannvanderBruggen herausgegeben,sagt, er seye zu Jsic in Languedoc r(>b 4 . geb. undgest. d'Argensville zählt ihn unter I. P.Rivalz Schüler, /.acomüe.
Fagivoli (Hieronymus ), Kupferstecher zuBologna , arbeitete nm k 56 o. mit dem Punzen und
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dem Grabstichel nach den Zeichnungen des Correg-gio, des Parmesans, und des Ceccino del Salviati.Er ist der erste, welcher Kupferstiche mit dem Pun-zen verfertigte. Vasari gedenkt seiner an verschie-denen Orten. Eine gleiche Ansprache an die Erfin-dung dieser Kunst macht auch Hieronymus Bang,ein deutscher Goldschmied. QrmrieM.
Faidherbe (Lucas), berühmter Maler undBildhauer zu Mecheln, lernte bey P. P. Rubens .Ed arbeitete mit vieler Geschicklichkeit, Fleiß undGenie in Marmor, Elfenbein und Holz um die Mittedes XVII. Jahrhunderts. Sandrarc I. ö 5 i.
Fair am (I.), Bildnißmaler , arbeitete um1710. zu London . I. Simon, I. Faber u. s. f.haben nach ihm in Echwarzkunst gearbeitet.
Faisteilberger. S- Feiftenberger.
* Fairhorne (Wilhelm), Pastelmaler undKupferetzer in England, lernte beyde Künste zu Pa-ris . Er arbeitete mit vieler Geschicklichkeit mit demGrabstichel und in Schwarzkunst nach W- Dopsom,P. Lely , I. Greenfil, I. Klosterman, I. Kneller,I. KersebooM, A. Parmenkier u. s. w. Unter vie-len historischen Blättern und Bildnissen gedenkt mandeb Prinzessin Maria von Oranien und Marga-rethe! Smith- beyde nach Vandyck. Elder, A. deBloss u. a. haben nach ihm gestochen. — SeinSohn * Lvilbelm übte gleiche Künste. Bei) "ver-tue findet man ein vollständiges Lerzcichniß ihrerbeyder Werke. Der alie Fairhorne st. 1641. DerSohn schon vor dein Vater, 3 o. I. alt.
Fakel, der Maler; ein Ehrenname von Jo-hann Scoorel.
Fa lange (Heinrich), malte zu Venedig in derSpitalkirche, i Mendicati genanmit, das großeAltarblatt, welches die H Maria mit dem Christ-kinde in den Wolken, und verschiedene Heiligeauf der Erde stehend, abbildet.
* Falbe (Joachim Martin), geb. zu Berlin 1709. lernte bey Johann Harper und Anton Pesne .Unter diesem studirte er i 5 . Jahre, worauf ihnPesne als einen geschickten Bildnißmaler an denPrinzen August Ludwig vonAnhalt-Cvthen empfahl,welcher ihn zu seinem Hofmaler annahm. FalbekaM 17)9. nach Berlin zurück, wo er 1764. zumMitgliede der königl Akademie aufgenommen wurde.Er hat einige artige Blatter in Kupfer geetzt, wo-von man ein Verzeichniß in den rssachrichren vonKünstlern (I. 42.) findet. Falbe setzte die vonAbraham Huniberr verfertigte Beschreibung derKünstler, welche seit der Regierung Churfürst Fried-rich Wilhelm des Großen zu Berlin gearbeitet haben,bis auf seine Zeiten fort. G. F. Smith hat ein PaarBildnisse nach ihm gestochen.
Falcerra. S den Art. Augustin Merelli,seines Schülers.
* Falch (Johann), Maler zuAugspurg, ahmteden C- W. Hamilton in Abbildung der Disteln, Ge-sträuche u s. f. nach, und wiewohl er seine Stärkenicht erreichte, verdienen seine Gemälde doch einigeAchtung. Er st. 1727 - 4 «. I. alt. v. Sterken Dr. IX.
Falciarore (Philipp), Maler zu Neapel ,lernte bey Paul de Marteis und bey Loren; Vaccaro.Er malte aus frischen Mörtel und in Oel; in dieserletztem Gattung verfertigte er sehr schöne Stücke,welche Räubereyen, Gefechte, Feuersbrünste». s. f.in kleinen Figuren vorstellen. Dieser Künstler blü-hete um 1740. OcEmcl I. /jg/j.
* Falcieri (Btasius), Maler von St. Am-brosia , in dem Gebiete von Verona , lernte beyJacob Locatelli und bey Peter Liberi, dessen Manierer anfänglich nachahmte Er malte zu Verona Stücke von außerordentlicher, andre aber von etwaskleinerm Format. Seine Zeichnung ist nicht immercorrect, aber sein Colvrii meistens stark. Von diesemEharacter sind einige von seinen Gemälden in derKapelle St. Nicolaus, und die Thüren an der Or-gel in der Cathcdraikirche zu Verona . Falcieri starb
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