Band 
Erster Theil.
Seite
226
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rr6 Falcine.

1702.73. I. alt, und hinterließ seinen Erben eingroßes Vermögen. 104.

* .falcine (Dominicus), Kupferstecher undFormschneider im Helldunkel, arbeitete nach Rarphael, A. delSarto, P.Capitelli, I Ligozzi u.s. f.Die Beschreibung von dem Lhale Vernia, welchesder H. Franciscus von Assis mit seiner Gesellschaftbewohnte, ist von Ferelino Moroni von Florenz verfertigt, und von D. Falcine, mit 22. Blätterngeziert, 1612. zu Florenz in Folio gedruckt; einBuch, welches sehr selten geworden ist. Lauck/ü-ri.

* (Peter del), Kupferstecher, arbeitetenach Hannibal Carraccio u. s. f. Man hat von ihmdie Bilder der Apostes mit ihren Lebensgeschichtenumgeben, auf 16. Blattern. (?a-rcie/L-rr.

Falck (Jcremias). S. Falk.

Falckenburg. S. valkenburg.

Falco (Paul di), Priester und Maler zu Nea-pel, lernte bey Franz Solimena . Er arbeitete um1740. für Kirchen und Privatpersonen. L>o»rc-ricrIII. 671.

Falcon (Bernhard), Ritter und Bildhauervon Lugano, arbeitete im XVII. Jahrh, zu Vene-dig , wo er die Statuen des H. Thcodorus und vierEngel an der Vorderseite der Schule dieses Namens,verfertigte.

Falcone (Andreas), des Angelus Neffe,genannt d'Andrea vaccaro , lernte bey CosmusFonsaga, und ward einer der beßten Bildhauersei-ner Zeit; aber sein allzufrühzeitiger Tod verhinderteseinen noch hohem Ruhm. Er verfertigte die Sta-tuen der H Maria und zweyer anderer Heiligen,welche die Werke der Barmherzigkeit abbilden, ausMarmor, nebst zwo andern Figuren von gleicherMaterie für die St. Panlskirchc nächst der KapelleEt. Maria della Purita. Er lebte um 1680. Dome-»rcr III. 186.

* (Aniello, d. i. Angelus), genanntdas Orakel der Bataillon, Maler zu Neapel ,lernte bey Joseph Ribera. Er begab sich auf dieFeldschlachtengattung, und ward darin so vortref-lich, daß seine Arbeit dem Joseph Cesari gefiel,der einige Stücke für sich verfertigen ließ. Viele an-dere verkaufte Angelus an einen reichen niederlän-dischen Kaufmann, Namens Caspar Römer, derzu Neapel seßhaft war, durch welchen einige in seinVaterland gesandt wurden. Jacob Courtvis, dergrößte Bataillenmaler seiner Zeit, bewunderte die-ses Künstlers Arbeit, wegen der charakteristischenVorstellung verschiedener Nationen, und des beson-dern Geschmacks, die Fechtenden zu zeichnen. Ermachte mit Courtvis Freundschaft, und vertauschtezwey Gemälde von seiner Arbeit gegen zwey anderevon diesem Meister. Dann hielt er sich einige Zeitin Frankreich auf, wo er für den König und verschie-dene Vornehme seines Hofs arbeitete, Falcone starbin seinem Vaterlande 1666. ungefähr 65 . I. alt.

Dome-rici III. 70.

(Joh. Angelus), Baumeister aus derLombardie, wurde mehr wegen seinen geistreichenErfindungen als wegen seiner Erfahrenheit in derBaukunst gelobt. Er arbeitete zu Genua , und bautemit Peter Franz Cantone den Pallast von Balbi,welcher wegen seiner Weitläustigkeit und Schönheitberühmt ist. Dieser Künstler st. 1667. an der Pest.ä'opr 'am p. Z26.

* Falconee (Stephan), Bildhauer zu Paris ,lernte bey I. Baptist lc Moine. Von seinen öffent-lichen Werken find bekannt: Die Statüen der Floraund der Pomona in Stein für den Marschall vonNoailles; der Musik für den königl. Pallast von Bel-levue; der Flora und einer Melkerin für das Lust-haus Crecy; vier Basreliefs von Genien, welchedie Jahrszeiten abbilden, für den Prinzen von Sou-bize; das Grabmal der Frauen Lalive u. s. w. DieKaiserin Catharina II ließ ihn 1766. nach Peters-burg berufen, um die Ritterstatüe Peter des Großenzu verfertigen. Falconer schrieb Anmerkungen über

Fali.

die Bildhauerkunst, die 176t. (Paris I2°.) und eineAbhandlung von der antiken Ritterstatüe des Kai-sers Marc Aurel, die in 1771. zu Amsterdam er-schien. Obgemeldte Statüe Peter des Großenward den 4. Sept. 1775. gegossen, und, ungeaach-tet ihrer Höhe von 20. Fußen, soll das Metall nichtmehr als drey Linien dick seyn. Ü-Vance /rtte^aiee.

* (P.), Bildnißmaler , arbeitete um1760. zu London . Dixon, Green, Parizet, Wat-son u. s w. haben in Schwarzkunst und aufCrajon-manier nach ihm gearbeitet. S- den Art. p.Falcourt.

Falconerro; Beyname Joh. Anrons undJoh. Maria da Zevio.

Falconi (Bernhard Nello di Giovanni), Ma-ler zu Pisa , lernte bey Andreas Orgagna. Er ver-fertigte viele Bilder für die Domkirche seiner Ge-burtsstadt. vasari führt ihn in der Lebensbeschrei-bung seines Lehrmeisters an.

(Bernhard), Ritterund Bildhauer vonLugano , verfertigte mit Giro Zanelli die riescnför-mige in Erzt gegossene Statüe des H. Carolus Bor-romaus, die man bey dem Capuzincrkloster zu Aronaaufgerichtet findet. Sie ward nach des Cerano Ent-würfe verfertigt, aber erst -694. mehr als ein hal-bes Jahrhundert nach dieses letzter» Absterben, ge-endigt. Varto/r II.

* Falconieri (Paul), großherzoglicher Kam-merjunker zu Florenz , war in der Baukunst sehr er-fahren. Er gab die Zeichnungen zu dem vortrefli-chen Pallaste Pucci. Er lebte um 1674. VincenzDandini pflegte seine Zeichnungen: Ohne End-schafr zu nennen, weilen sie selten zu Gebäuden gesgebraucht wurden. S. den Art. s)aul Schor.

Falcourt (Peter), englischer Geschichts- undBildnißmaler, war 1770. Mitglied der königl. Aka-demie zu London . Bibl. schön. LVissensch.XI V. 61. Dieser Maler hat viele Aehnlichkeit mitp. Falconer.

Falda. S. Fält».

* Fald oni (Anton), von Ascolo in der Mat-che von Larviso gebürtig, lernte Anfangs das Land-schastsmalen bey Anton Luciani, bcrnach legte ersich auf das Kupferstechen und copirte nach EgidiusSadeler; auch arbeitete er einige Zeit zu Paris . Fal-doni ahmte Melans Manier nach; er radiere nachM. A Franceschini, B. Nazari, S. Ricci, R. Car-riera, P Longhi u. s. w. und nahm auch Theil andem Museo Fiorentino. Seine beßten Blätter sinddie Bildnisse der Herzogen und Procuratoren von St.Marco zu Venedig . Dieser Künstler gieng 1765. !m78. Jahre seines Alters nach Rom . Gandellinisagt (II. 353 .), Faldoni sey 1770. 45 . Jahre alt ge-wesen, welches in Ansehung Anrons offenbar falschist, weil man von ihm Blatter ausweisen kann, dievon 1724. datirt sind; vielleicht redet Gandellinivon einem * Sohne. Lass».

* Falens (Carl van), Maler von Antwerpen ,lernte bey Franz Frank. Er kam 170Z. nach Paris ,und hielt sich einige Zeit bey Vandine, einem hol-ländischen Maler, auf. Seine Liebe zu Wouwer-mans Werken bewog ihn, dessen Manier zu fol-gen, welches er auch mit gutem Erfolge that. Fa-lens ward 1714- Mitglied der Academie von St.Luc, welcher er die Vogelbeize, eines seiner beßtenGemälde, schenkte; die königl. Academie nahm ihn1724. zu ihrem Mitgliede an. Er st. 1/33. I. Moy-reau, Basan u. s. f. haben nach ihm gestochen, /öcmz,k- ög.

Fali (Joseph), Maler von Brescia , lernte zuBologna bey I. Joseph dal Sole. Er verfertigtemit Beyhilfe seines Lehrmeisters ein Gemäld für dieKirche delli Miracoli zu Brescia , welches die Er-scheinung des auferstandenen Heilandes vor St Ma-ria Magdalena in dem Garten Gethsemanc vorstellt,und für die Jesuiterkirche St- Antonius eine Abneh-mung vom Kreuze. / 4 'ttr^e etc. ch L-ncia.