Band 
Erster Theil.
Seite
227
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Falk.

Falk (Jeremias), Kupferstecher aus Polen ,lebte um 1620. Er arbeitete in Frankreich, Schwe-den und Dänemark ; die Könige dieser beyden letz-tem Reiche beruften ihn an ihre Höfe, und ließenihre Bildnisse von ihm in Kupfer bringen. Endlichsetzte er steh zu Danzig , wo er viele Arbeit verfer-tigte. Der Abt von Marokkos hakte 92. Blatter von ihm, nach I. von Eandrart, Vandyck. G.Rcni, I. Egmont, I. Stella, van Mol, S. Bour-don ». s. w. LaE.

Falke nburZ (Heinrich van). S. valkem-buiI.

Fallaro (Jacob) malte an die Flügel derOrgel in der alten Kirche der Jefuiter zu Venedig denH. Johannes Colomboni wie er in dem päbstlichenEonsistorio, in Gegenwart des Pabsts und vielerEardinaie den Habit dieses Ordens annimmt. Ei»Bild, welches von vasan (III. 829 ) sehr gerühmtwird.

Falocco (Niclaus), Maler von Ortina, inder Gegend Molisi, lernte bey Franz Solimena,dessen Gemälde er sehr wohl copirte. Er verfer-tigte aber auch einige Stücke aus eigener Erfindung,und lebte um 1740- DoMmcr III. 712.

* Falra (Joh. Baptist), geschickter Kupfcr-etzer von Valduggia im Mailändischen, arbeitetezu Rom . Seine Blätter, welche Kirchen, Palläste,Gärten, Straßen, Brunnen u. s. f. dieser Stadtund ihrer Gegenden vorstellen, sind in großer Ach-tung , weil man darin die Regeln der Baukunst undPerspectiv genau beobachtet findet, und seine Ma-nier zu radiren sehr angenehm ist Erbrachte 1876.die Stadt Rom auszwvlfBogen in Kupfer,

* Falz (Raimund), einer der größten Medail-leurs seiner Zeit, war von Stockholm gebürtig. Er ar-beitete einige Jahre zu Paris unter Chcron, wo ereine königl, Pension von 1200. Pfunden genoß. Falzward 1888. nach Berlin berufen, wo er 1708. 45 . I.alt starb. Der Bildhauer Pcrmoser verfertigte ihmein schönes Grabmal in der St. Petcrskirche, wel-ches aber i/Z». durch den Brand verwüstet worden.Man hat nach demselben ein Blatt von Blesendorf.Falz war in der Aehnlichkcit seiner Bildnisse und inder Zeichnung unvergleichlich. Seine geprägtenMcdaittcs scheinen zwar etwas hart, die gegossenenaber sind desto vortrcflicher. Lochner giebt (D. I.in der Vorrede) ein Vcrzeichniß von seinen Werken.

Fambrini (Ferdinand), Kupferstecher vonLucca , arbeitete um 178). an den beyden Encyclo-pedien, die in seiner Geburtsstadt und zu Livorno gedruckt wurden. II. 3 ) 3 .

Fa nachen. S- Achen.

Fancellr (Anton), csarls Sohn, Bild-hauerund Baumeister von Siena , verfertigte aufBefehl und große Unkosten des Cardinals Franz Cen-nini den aus feinem Marmor zusammengesetztenHauptaltar samt dem Ciborio der Kirche St. Fran-ciscus zu Siena . p. iZ 5 .

— — (Clarissimus), Bildhauer von Settig-Nano, arbeitete zu Florenz . Er sollte für die Köni-gin Maria von Mcdicis 18. Statuen verfertigen,von welchen er aber nur viere zu Ende brachte. Ersi. 1822. La/är'mrccl 8eo. 5 . tS. iZ6.

— — (Cosmus), Bildhauer zu Rom , lerntebey I.LorenzDernini. Man sieht verschiedene Werkevon Gyps und Marmor, die er für die Kirchen die-ser Hauptstadt verfertigte Er starb daselbst 1688.68. I. alt. A- Westerhout hat die von ihm für dieEngelsbrücke verfertigte Statüe des Engels, derdas Schweißtuch hält, gestochen. /ħco/l II. 472.

— — (Franz ^, Edelsteinschneider und Bild-hauer zu Rom , kernte bey seinem Vater Carl Ver-schiedene Kirchen und Palläste zu Rom besitzen vonseiner Arbeit. Er st. »881. 5 g. I. alt, und ward inder Kirche St. NicolauS in Arcione begraben, woman seinen Leichenstein mit einer Aufschrift findet,den ihm seine Söhne Carl und Jac-b, die er in sei-

Faitelli. 22^

neu Künsten unterwiesen hatte, setzen ließen, /ä»-colr l l 4 ? 5 . Dieser Franz Fancelll ist ohne Zwei-fel eben der, den Sandrarr (I. 35 o.) unter demNamen Fanellr anführt, und ihn für einen Floren-rincr hält. Der König in England berief ihn anseinen Hof, wo er Statuen, Vasen, Grotesken u s f.aus Elfenbein und Stein bildete. Er verstand beson-ders die Kunst in Erzt zugießen so vollkommen, daßseine Arbeit keines Vcrsäuberns, weder mit demPunzen noch mit der Frrle nöthig hatte.

Fancelli (Jacob Anton), Schüler des Rit-ters Bernini - verfertigte mit andern Bildhauerneinige Statüen für die St. Peterskirche zu Rom ;so z. B- die riesenförmige Säule des Nilstroms aufdem Platze Navona , nebst einigen Grabmälern undBrustbildern. Er starb zu Rom 1671. 22. I. alt.

I I. 467.

— — (Lucas), Baumeister zu Florenz , wardvon Philipp Bruneleschi und Leo Baptist Alberti viel-fältig zu Ausführung ihrer Entwürfe gebraucht. Die-ser letztere ließ ihn nach seinen Zeichnungen die Ka-pelle der Familie Gonzaga in der Kirche della Nun-ziata errichten. Er baute auch nach des BruneleschiAngaben den prächtigen pittischcn Pallast. DerMarkgraf Ludwig Gonzaga berief ihn nach Mantua ,wo er viele Arbeit verfertigte, sich verheyrathekeund daselbst starb. Seine Nachkommenschaft ver-änderte dieses ihres Stammvaters Familiennamen,und wurden unter demNamen Luca berühmte Leute.S-Dafür» in des Bruneleschi Lebensbeschreibung.

— — (Nanni, d. j. Johann), genannt dl

Atocco, Bildhauer zu Florenz , lernte bey BaccioBaudinelli- Er verfertigte »ach dessen Zeichnungeneinen großen Pfeiler und einige lebensgroße Ziegen,welche Wasser spritzen, für den Garten des pitti-sehen Pallastes. Aus eigener Erfindung verfertigteer für einen Fischteich das Bild eines Bauern, deraus einem Gefässe Wasser gießt Dieser Künstlerlebte um i 565 . III. 448.

— — (Petronius), Architectnrmaler zu Bo-

logna , lernte bey Maurus Tefi, der ihn zärtlichliebte, weil er an ihm viele Talente und Bereitwil-ligkeit bemerkte. Er ahmte die Manier seines Lehr-meisters so genau nach, daß man seine Zeichnungenund Gemälde nicht leicht von des Tefi unterscheidenkann. Fancelli arbeitete um 1769, mit allgemei-nem Beyfall. III. 228.

— — (Sylvester), Baumeister und Bildhauer

zu Florenz , lernte bey Leo Baptist Alberti. Er ar-beitete um 1460. mit großem Verstand und nnge-meinem Fleiße nach seines Lehrmeisters Zeichnungenan allen Werken, welche demselben zu verfertigenaufgetragen waren, r I. 269.

Fauchen (Anz, d. i. Hans). S. Achen.

Fanden (Halvor), ein Bauer aus Norwegen ,verfertigte aus eigenem Genie und ohne einigen Un-terricht Trinkgefasse , Schaalen, Büchsen u. s. f.aus Ahornholz, an welchen er mit seinem Tischmes-ser ungemein schöne Figuren schnitzte. Man findetVerschiedenes von seiner Arbeit in dem köuigl, däni-schen Kunstcabinctte zu Kopenhagen . - Er hatteetliche Söhne, welche in eben dieser und andern Kün-sten sinnreich arbeiteten. Büschrng bemerkt in sei-ner Beschreibung von Norwegen , daß fast kein Bauerin diesem Königreich sey, der nicht aus eigenemKopfallcrhaiid künstliche und zierliche Sachen mache.Iacobaus S. 46 -

Fanelli (Franz). S. Fancelli.

— — (Jacob K S. Farelli.

— — (Virgilius ) verfertigte den großen Thronvon Silber, auf welchem das Bild U. L. Fr. delGagrario in der Calhcdralkitche zu Toledo sitzt, und5 c>. Arrobas dieses Metalls enthält. Man hakteviele Jahre daran gearbeitet, und er war erst 1874.fertig geworden. Auch machte er den großen Leuch-ter von Bronze in dem Pantheon des Escurials, dermit einer Menge Figuren und ander» Ornamentengeziert ist. P. A. de la puenre I. 85 .

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