Band 
Erster Theil.
Seite
228
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22Z Fano.

Fano (Hieronymus da), römischer Maler,und Dominicus ssarnovale, wurden nach desDaniel Ricciarelti Tode befelchnct. die allzuentblöß-ten Figuren des von M. Angelo gemalten letzten Ge-richtes in der Sixtinischen Kapelle mit Gewändernzu übermalen und einige schadhafte Stücke des Pla-fonds auszubessern. Fano starb um 1670. über die-ser Arbeit, welche von Larnovale vollendet wurde.LottariIli. 36 o i^o. 10. — *s)ompejusdaFano,ein mittelmäßiger Maler, war einer von des Tad-däus Zuccheri ersten Lehrmeistern.

Fansago oder Fanzaga. S. Fonsaga.

Fanraccini (Carl), Maler zu Rom , lerntebey Anton Amorosi und Bonaventura Lamberti . Ermalte verschiedene Altarblatter für einige Kirchen inden Gegenden von Rom , und blühete um 1730./(rMÜ II. 338 .

Fanras,a (Anton). S. den Art. Anton

AilgNlNl.

Fanrästici (Joseph), Maler, von welchemman einige Tafeln in den Kirchen zu Sieua siehet,/'eccr p. 43 . etc.

* Fanrerri (Cesar), Knpftretzer zu Rom ,arbeitete nach A. Sacchi, N. Pousiin, C. Maratki,C Ferri u. s f. Auch etzte er 37. Blätter von Ra-phaels Bibel, welche an der Decke einer von denossenen Galerien des vatikanischen Pallastes gemaltzu sehen ist. Peter Aquila hat die übrigen Blättergeetzt. LnLan.

* Fanti (Hercules Cajetan), Baumeister undPerspectivmalcr von Bologna , lernte bey seinemSchwiegervater Marc Anton Chiarini. Er maltein den Jahren 1712. 1713. und 1714. die Schau-bühne, genannt Porchekta. Um diese Zeit ließ ihnder Prinz Eugen von Savoyen nach Wien kommen,wo er auch für Kaiser Carl VI. und für andere Für-sten arbeitete. Endlich vertraute ihm der Fürst vonLichtenstein die Aufsicht und Besorgung seiner präch-tigen Bildergalerie. Er war ein Ehrenmitglied derAkademien zu Bologna und Florenz , und starb zuWien 72. 1 . all — Sein Sohn vincenz, Maler,folgte ihm in bcmeldter Stelle, und war Zeichen-meister der kaiserl. Familie. Er gab 1769. eine ita-lienische Beschreibung 4°. von gedachter Galerie,und zeichnete dazu zierliche Vignetten, die von Ja-cob Echmuzergestochen sind. FÄLMKxüttricelll. 255.

Fanroni (Andreas), geschickter Bildhauer vonRvvetta bey Bergamo , lernte daselbst bey PeterRaines, den er übertraf. Man bewundert seineWerke in der Hauptkirche dieser Stadt auf dem Al-tar der H. Maria, und an den vier vortrcflichcn Sta-tuen, welche das Pult der St. Martinskirche zu Al-zano, vier Meilen von Bergamo , unterstützen, undvon allen Reisenden als eines der schönsten von die-ser Art, in ganzItalien, besichtiget werden. Eben sodie Basreliefs in der Sakristei) dieser Kirche, inHolz geschnitzt; diese stellen einige Geschichten desA. und N. Testaments vor, und sind bewunderns-würdig gearbeitet Andreas starb um 1735. — Erhatte Brüder, die ihm halfen, und nach seinen Mo-dellen arbeiteten, /.stiere Ltt'iaxüttnra IV. 5 i. undV. 233 .

— — (Francisca), Malerin zu Bologna ,lernte bey ihrem Großvater, I. Joseph dal Sole,bey Franz Merighi und bey Angelus Michel Cavaz-zoni. Sie copirte viele Gemälde ihres Großvaters,des I. A. Sirani und einiger anderer Meister, malteauch viele historische Stücke aus eigener Erfindung,und lebte noch 1769. p/ttrice III. 27.

* Fantose od. Fanruzzi (Anton), MichelAocherer, Johann Ganson und Gerard Michel,Maler und Bildhauer in Frankreich unter der Regie-rung Franz I . .Sie waren in Grotesken, die sie inden königl. Pallasten malten, vortreflich. DieseKünstl e, welche um i 53 o. blüheten, zeichnetenauch s-ielcs für die Glasmaler. Fanruzzi etzteeinige Blätter nach Primaticcio und andern. /Är-

bre» III. 119.

Fanzone. S. Ferau.

Farinaio.

Fa presto; Beyname von Lucas Giordans.

Farck (Sebastian). S. Furck.

* Farelli (Jacob), Maler von Neapel , lerntebey Andreas Vaccaro, und arbeitete in der Mino-riterkirche u. s. f. Er war in den Malteser-Ritter-orden aufgenommen und st. 1706. 82. I alt. Einesvon seinen Gemälden, welches den BethlehemitischenKindermord vorstellt, ist von einer so zierlichen Har-monie in dem Colorit, nach des Guido Reni Ma-nier, daß man dem Besitzer dieses Stücks den Rathgab, des Farelli Namen in demselben auszulöschen,weil seine übrige Arbeit dieser nicht entspricht. /)o-Em'cr III. 407.

Farfanic 0 ( ) malte einen Theil einer Ka-pelle zu Varallo , wovon der andere von I. Baptistssrespl, genanntEerano, verfertigtist. t/arto/ill.

Farfuzola (Albert), von Dcrona gebürtig,lernte bey Guido Reni . Er brachte es aber bey die-sem Meister in der Kunst nicht weiter, als daß ersich bey jedermann mit seinen Bildern lächerlichmachte. BoLLw 96.

— — (Bartholome), Maler zu Verona , lerntebey Felix Ricci. Er hinterließ Beweise seiner Ge-schicklichkeit in den Kirchen St. Euphemia und Sr.Ursula. Dieser Künstler blühete um i 63 o. /'0LL0.

* Fargues (I. Elias und P. C-), zwey Land-schafts- und Perspectivmaler in Holland um 1760.Ihre Bilder, in welchen man des van der HeydenManier bemerkt, stellen öfters Aussichten von Delft und von Haag vor. Das Colorit ist in ihren Werkenvon vorzüglicher Wärme, die Perspecriv gut,und das Helldunkel voll Wahrheit. Charpentieeund Tardieu haben nach P. C. Aussichten von Haaggestochen. Oesterreich Lab. v. Srein N°. 55 .

* Fariar (Benedict), geschickter Kupferstechervon Lyon , lernte bey Wilhelm Chatea». Er arbei-tete seine meiste Lebenszeit zu Rom , wo er eine Toch-ter des berühmten Landschaftenmalcrs Joh. FranzGrimaldi heyrathete. Fariar brachte viele Gemäldenach H. Carraccio, G. Reni , H. Brandi, I. A.Barigioni, C- Ferri, F. Albani, C. Maratti , I.B. Gauli und vielen andern berühmten Meisternmit einer lieblichen Manier in Kupfer. Er blüheteum das Ende des X VII. Jahrh, ie CoMte III. 287.

Farina (Peter Anton), Architektur- und Or-namentmaler von Bologna , lernte bey Anton Roli.Er arbeitete mit Joseph Roli und dessen SchülerJoseph Anton Caccioli, zweyen Figurenmalcrn zuFlorenz, Bologna , Rastadt u. s. s. in Kirchen undPallasten. 6rtarie«tr.

Farinaro (Baptist), Maler von Verona ,ward mit Joseph Salviati, Andreas Palladio undandern Künstlern in die Academie zu Florenz auf-genommen. Er arbeitete mit Bazacco in dem Saaleder Zehn des Marcuspallastes zu Venedig , vasarrführt denselben in der Lebensbeschreibung des Ja-cob Sansovino an.

* — — (Paul), genannt degll Uberri, Ma-ler von Verona , lernte bey Niclaus Giolfino undAnton Badile. Er zeigte von früher Jugend an einegroße Lebhaftigkeit in Erfindungen, Fertigkeit imZeichnen, Herzhaftigkeit im Colorit, Erfahrung imBildformiren, Verstand in der bürgerlichen undKriegsbaukunst u. s. f. Mit diesen vorzüglichenEigenschaften erwarb er sich die Gunst auswärtigerFürsten und seiner Mitbürger. In seinem Vater-lande sieht man einige, eines solchen Künstlers wür-dige Gemälde; sonst aber ist seine Arbeit in Italien sehr selten, weil er die meiste Zeit seines Lebens indem spanischen berühmten Escurial gearbeitet hat.Der Prinz von Meist hielt viel auf die Arbeit unddie Person dieses Künstlers. Farinaro verharrte ineinem unermüdeten Fleiße bis an sein Lebensende,welches ibo6. im 84. I. seines Alters erfolgte, undward mit seiner Ehefrau, welche mit ihm an glei-chem Tage starb, in der Kirche Sr. Fermo zu Ve-rona begraben. Sein Eemäld von der Speisung