2Z2 Ferdinand.
limbene, Balthasar Croce u. a. Malte er in der KircheSt. Johann von LareraN, an der H. Treppe und inSt. Maria maggiore zu Rom verschiedene Historienmit schöner Färbung, Zierlichkeit und fertiger Handauffrischen Mörtel . Er blühete um 1600. PH.THo-maffin, F- Villamena, I. F. Greuther u. s. f. ha-ben nach ihm gearbeitet. Snarienti.
* Ferdinand (Ludwig und Peter) nahmenihres Vaters Ferdinand Elle Taufnamen zu ihremGeschlechtsnamen an. Ludwig ward Professor derkönigl. Academie 165g. und st. 1689. 77. I. alt.Neben dem Bildnißmalen, worin er sich berühmtmachte, eyke er mit gutem Geschmacke, wie mansolches aus seinen zwey Zeichenbüchern, einigenGruppen von spielenden Kindern, und verschiedenenLiebesgeschichten nach Gerard Obsials Erfindungund nach L. Testelins Zeichnungen verfertigt, sehenkann. perer hat nach seinen eigenen Erfindungen,dann nach Correggio u. s. f. geetzt.
— (M ), eines der Obigen Sohn, war«in berühmter Bildnißmaler. Nanteuil, Edelinck,Dermeulen u. s. f. haben nach ihm gearbeitet.6uerm p. 26.
Fereol, Bischof zu Limoges , ließ unter seinerAufsicht etliche Kirchen seines Dischthums ausbes-sern. Er lebte im VI. Jahrhundert.
* Ferer (Jvh. Baptist), Maler von Dreux inder Grafschaft Evreux. arbeitete zu Paris , wo er1709. Mitglied der köuigl, Academie wurde. Einesseiner öffentlichen Gemälde findet man in der Kircheder P. P. de S. Lazare, welches den H. Vincenzvorstellt, wie er Gott die Priester dieses Ordensempfiehlt. Dieses, nebst noch zehn andern Gemäl-den , welche die Geschichte dieses Heiligen abbilden,sind in Kupfer gestochen. F. de Trotz, I. Restout,Frere Andre und L. Galloche haben die übrigenStücke gemalt. Frerer malte auch Landschaften.
ür p. 249.
Ferettr ( Anton ). S. Ferretti.
* Ferg (Franz de Paula), Maler von Wien ,
lernte bey seinem Vater pancranus, bey Baschue-ber, Hans Graf und Joseph Orient. Er malte Ze-chen und lustige Gesellschaften mit wohl gezeichnetenund gemalten kleinen Figuren. Ferner Landschaften,Dorfmärkte, Fischereyen, Thiere u.s.f. mit solcherZierlichkeit und guter Erfindung, daß Wenige esihm gleich thun, keiner aber ihn leicht übertreffenkonnte. Seine Gemälde sind sehr selten, weil erwegen unglücklichen und verdrießlichen häuslichenUmstanden wenig, und sehr langsam arbeitete. Erhielt sich lauge Zeit zu London auf, wo er 1740. plötz-lich, fii. I. alt, starb. Man hat einige kleine sehr wohlgezeichnete und geetzte Blatter von seiner Hand.Wagner, Vivares, Th Major, Geyser, Keil! u. s. f.haben nach ihm gearbeitet. Guarienti nennt ihnFergeam. p. 180.
* Fergl 0 nl (Bernhard,,,), römischer Maler,verfertigte anfänglich viele vortrefliche Viehstücke,hernach unternahm er in seinen Gemälden Seestücke vorzustellen; in diesen glückte es ihm, daß er sehrschöne und angenehme Tafeln von Meerporten malte,die ihm vielen Ruhm erwarben, da er solche mit zier-lichen, lebhaften und schicklichen Figuren ausstaf-firte. Seine Arbeit kam in unzählige fürstliche Pal-laste, und wurde von Fremden begierig aufgekauft.Er lebte in seiner Geburtsstadt um 17,0. Lr«arre«tr.
^Ferguson (Wilhelm), ein geborner Schott-lander, lernte die Anfänge der Kunst in seinem Va-terland , und hielt sich hernach einige Jahre in Ita-lien und in Frankreich auf. Seine Gegenstände sindmeistens todtes Geflügel, insonderheit Lauben undRebhüner; oft malte er auch andere todte Thiere,z. B- Haasen und Kaninchen; dann auch lebloseDinge. Kein Maler hatte in diesem S,yl einen fei-nern Pinsel; keiner arbeitete seine Gemälde zierlicheraus. Seine Gegenstände, von was Art sie auch sind,haben ungemein viel Wahrheit und Stärke, unddie Natur war immer sein Muster; sie sind mit un-gemeine, Leichtigkeit und Kunst gruppirt, und da er
Ferracina.
die wahren Grundsätze des Helldunkels sehr gut innehatte, so vertheilte er sein Licht auf eine nachdrück-liche und oft in Erstaunen setzende Manier. Erstarb um 1690. /MMcfton,
Feriat. S. Fariar.
* Ferkanach (Jacob und Thomas). S. denArt. perer Loskpergenn.
Ferlaro (J>). S. den Art. HZ. Laron.
Fermandeau oder Fermandou. S<Fremendeau.
Forme ( ), französischer Stahlschneider,
arbeitete um den Anfang des XVIII. Jahrh, miteinigen andern Künstlern an der Histoire metalli-gue äe I^onis XIV.
Fermin. S. Freinin.
* Fermo (Lorenz da), berühmter Maler undTonkünstler, erwarb sich durch seine hin und wiederin der Mark Ancona verfertigten Gemälde einengroßen Namen. Lr-arre-rti.
Fernande; (Anton de AriasV S. Arias.
— — (Franz), Maler zu Madrid , war einervon des Bartholoniö Carducho beßten Schülern, undüberdies in allen Absichten ein gelehrter Mann. Erstarb aber ,6j6. nur §2. I- alt. Man sieht von ihmin der Sakristei) der Klosterkirche Victoria ein vor-trefliches Gemälde, welches das Leichenbegängnißdes H.Franciscus de Paula vorstellt. / V/-,5co Ho §2.
— — (Ludwig), geb. zu Madrid 1694. lernte
bey Eugenius Caxes, und malte mit unqemeincMFleiß in Oel und auf srischen Mörtel. Dieser Künst-ler arbeitete für öffentliche und Privatgebäudc; be-sonders rühmt man eine von ihm gemalte Kapelle zuMadrid , in welcher er die Geschichten der H. Ma-ria vorstellte. Erst. i 654 > Ho 59.
* Fernand, (Franz) , genannt Jinperial,,weil er von dem Cardinal Joseph Renat Imperialibeschützt wurde. Man sieht von diesem Künstlerhistorische Gemälde in den Kirchen St. Gregoriusund Gt. Enchstachius zu Rom . A. Baillic, einenglischer Kupferstecher, hat nach ihm gearbeitet.Der berühmte Pompejus Battoni war des Fer-nands Schüler. 7'r'ti.
Ferogeziö (Vencdick) von Turin baute um denAnfang des X VI ll. Jahrh, die dasige H. Gcistskirchenach einer Zeichnung des Grafen Alfieri. Sartolr I.
Ferrabosco oder Foi°abosco (Hicro-nyinus), Maler von Padua, arbeitet« zu Venedig um 1620. Er war in Geschichten und Bildnissenberühmt. Dieser Künstler hatte ein edles und durch-dringendes Genie, welches zu den gründlichsten ma-lerischen Studien tüchtig war, so daß er eine fleis -fige Ausarbeitung mit dem Angenehmen, und die-ses mit dem Kräftigen zu verbinden wußte. In sei-nen Werken fand der Kunstkenner vielen Verstand,und der Liebhaber ein sattsames Vergnügen. Erliebte das Wahre, und bemühete sich, dasselbe starkund fühlbar auszudrücken; aber sein meistes Be-mühen gieng auf Bildnisse. Für diese besaß er einsfo lebhafte Einbildungskraft, daß er allein mit vierStrichen einen Kopf zeichnete, sodann die Personendes verdrießlichen Sitzens entließ, und sie aus blos-sem Gedächtniß sehr natürlich und kenntlich heraus-brachte. Man sieht Verschiedenes von seiner Arbeitzu Padua. /-w7-e»tr»o III. 227.
* — — (Martin), Baumeister, ctzte i68j.
die prächtige St. Peterskirche zu Rom auf verschie-dene Blätter, die in des s). Bemann, Historie Dem-xli Vsticani zu finden sind.
— — (Michel), Maler zu Venedig um 164.0.Er war der Lehrmeister des -Peter Bcllokti.
— — (Peter), Maler von Lucca , war um1616. Mitglied der Academie St. Lucas zu Rom .Er arbeitete nach Titians vorrreflichcr Manier.Lnarre-rtr.
* Ferracina (Bartholome), von Solagnabey Bassano gebürtig, machte sich durch sein sonder-