Band 
Erster Theil.
Seite
231
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Feldhausen.

FeIdhausen (Johann). S. den Art. Franzperrini.

Feldmann (ChristianFriedrich), geb. zuBer-lin 1706. legte sich auf die Baukunst. Er führte denGau des Schlosses Nbcinsberg nach WangenheimsRissen, und der Garnisonskirche zu Berlin nach Ger-lachs Entwürfe. Auch baute er einige Palläste undPrivathänser nach seinen eigenen Erfindungen. Erhatte vielerlei) Bedienstungen, und war neben Andermerster Director der königl. Gebäude. Dieser Künst-ler st. i? 65 . Beschreib, von Berlin S. 611.

Feigem ( ), geschickter Maler und Pcrspcc-

tivist zu Dresden , lebte um das Ende des XVII.Jahrhunderts, und wird von Marperger S- 464 -angeführt.

* Felibien (Andreas), Herr von Avaux undJavercy, geb. zu Chartres 1619. begleitetet alsSecretair den französischen Gesandten nach Rom .Er machte daselbst Bekanntschaft mit Poussin , wo-durch er seinen Geschmack für die Malerei) u. s f.vervollkommnete. Man hat von ihm verschiedeneschätzbare Schriften über diese Künste, worunter dievornehmsten sind : Lntretisns sur les Vies etles Ouvra^es des plus excellens ?6intre5 , undPrincipes <le l'/Zrcliitscture, peinture et 8culp-ture. Er st. i 6 g 5 . — Seine Söhne JohannFranz und Dom Michel fuhren fort, Werke vongleichem Geschmacke bekannt zu machen. Der ersteward 1699. Secretair der königl. Baumeisteracade-mie von der ersten Ordnung. äNrtionaire

Feilte (Ferdinand Sän), ein edler Neapoli-taner, ward 1672 anfseinem herrschaftlichenSchlosseEeggio di Montagna geboren. Er malte anfangsohne Unterweisung Früchte, Blume», Fische, Land-schaften und Architektur. Nachher bekam er Lust sichan Höheres zu wagen, welches er bey Franz Soli-mena erlernte, worauf er historische Bilder für ver-schiedene Kirchen seines Vaterlandes verfertigte.Er zeichnete auch Risse zu Gebäuden. Dieser Herrlebte noch 1740. Ein Gatyriker, Namens Capasso,als er einen nach des S. Felice's Angabe erbautenPallast sahe, sagie, er verdiene die Uebcrschrift:»Fliehet, er fällt zu Haufe." Llaureuici III. 63 g.

— — (Peter Sau), Baumeister von Perugia ,lernte bey Loren; Berniui, und führte unter seinerAufsicht verschiedene Gebäude auf. Er arbeitete invielen Städten Italiens , und starb zu Piaceuza 1675.Brrco/i p. 21«.

— — (Simon), Kupferetzer zu Rom , arbei-tete mit I. B- Falta an den Vorstellungen der vor-nehmsten Gebäude dieser Hauptstadt, welche I. Ja-cob Roff! 1680. in 21. Blättern gab.

Felice (Vincenz), Bildhauer zu Rom , lerntebey seinem Schwiegervater Dominicus Guidi. Erverfertigte die Statüe St- Agnes für die Kirche St.Maria rotonda, und einen H. Franciscus für S. Sil-vester in Capite. Felice blühe« um 1700. S- denArt. A. Alignini. /'asco/r I. 255 .

Feliciari ( ), ein Künstler von Siena ,

malte das Bildniß der H. Maria auf frischen Mör-tel an die Vorderseite des Oratoriums St. Mariadel Rosario in dieser Stadt. /'rcci.

* Felix, ein Freygelassener des Calpurnius,grub in einen Sardonier die Geschichte von Diomerdes und Ulysses, nebst seinem Namen. Stosch lie-fert davon eine Abbildung N°. 35 .

Fellini (Julius Cesar und Marc Anton), Ge-brüder, Maler zu Bologna , lernten bey GabrielFerrantini und bey den Carrachen. Sie waren ge-schickte Künstler in Schilden und Verzierungen. Ju-lius Cesar malte auch Figuren, mit welchen er vieleFriesen in Sälen u. s. f. zierte. Diese Künstler biü-heten um 1600. Der Formschneider I. B. Corio-laiiö hat nach ihnen gearbeitet- Ma/vnria 1. 357.

Fels (Elias), von St. Gallen in der Schweiz gebürtig, arbeitete als Hofmaler in Diensten desChurfürsten von der Pfalz, und starb zu Heidelberg

Fe rau.

i 655 . j i. I alt. Ein von ihm 16-jZ. verfertigtesBild von lebensgroßen allegorischen Figuren, wel-ches inZürch bey einem Liebhabet zu sehen ist, zeigt,daß Fels schon bey jungen Jahren die beträchtlich-sten Theile seiner Kunst in einem vorzüglichen Gradebesessen habe. M-c.

* Felttino (Andreas), genannt di CosrmoBosselli, welches sein Lehrmeister war, lernte auchbey Morto da Feltro. Andreas malte mit neuenund zierlichen Erfindungen Figuren und Grotesken,von denen man Diele Grau in Grau gemalt zu Flo-renz siehet. Er fieng an das Auswendige der Häu-ser und Palläste mit einer Art Malerey oder Zeich-nung zu zieren, welche die ItalienerSgraffittvnen-nen ; auch arbeitete er Vieles bey fürstlichen Einzü-gen und Leichenbegängnissen. Es wird von ihni ange-merkt, daß er sehr schöne und geistreiche Zeichnun-gen zu geblümten Brokarden, Goldstücken und an-dern kostbaren Stoffen verfertigt habe. Felrrinoheyrathete die Schwester des Bildhauers JacobTatti, genannt Sansovino, und blühe« um i 54 o.Er war sehr furchtsam, übernahm daher keine Ar-beit für sich selbst, weil er das Herz nicht hatte, sichnach Gebühr bezahlen zu lassen, und wollte lieberunter der Aufsicht anderer arbeiten. Er war auchsehr zur Schwermuth geneigt, und wohnte deswe-gen mehr anf dem Lande als in der Stadt. Er starb8/;. I. alt. Vottmi II. Z20.

Feltro (Morto da). S. L. Morto.

* Fendr (Tobias), Maler und Kupferstechervon Breslau, ließ sich zu Frankfurt am Mayn haus-hablich nieder. Er verfertigte Blätter zu: Nonrr-menta 8epulcrorum, cum epi§ritpl>ls, ln^enic»et üoctnng excellentium Virorum, welches i 574 -in Folio erschien. Christ zeigt sein Zeichen S. 368 . an.

Fensterer (Christoph), Maler zu Magde-burg 1669. Man sieht von seiner Arbeit drey histo-rische Bilder an einem Altare der St- Johanniskir-che, welche das Abendmal, die Kreuzigung undAuferstehung Christi vorstellen. Uffenbach 1 . 166.

Feo (Paul Johann di) malte 1891. eine Altar-tafel für die Kirche St. Mauritius zu Siena , dieum den Anfang des XVIII. Jahrhunderts durcheine andere von dem Ritter Joseph Nasini ersetztwurde. Decci.

Fera (Bernhard!»), Maler zu Neapel , lerntebey Franz Solimena . Er that sich mit Frescoge-mälden und großen Werken in Wasserfarben hervor,und st. 1714. — Sein Bruder Matthäus, einKarthäuser, lernte ebenfalls bey Solimena . Erzeichnete und malte auch vortrefliche Figuren. Dieserlebte noch )7jo. Domemci III. 672.

* Ferajuolo (Nuntius), genannt degli Af-sttti, vonNocera dePagani, lernte bey Lucas Gior-dano und Franz Solimena . Er malte Landschaftenin Ocl und Fresco mit einer schönen und fertigenManier, in welchen er den größten Meistern gleichgeachtet wurde. Ferajuolo machte aus den Wer-ken dieser Künstler einen Auszug des Schönsten,Angenehmsten und Lieblichsten in der Zärtlichkeit,Stärke, Abstuffung der Farben, Fernungen, Lüf-ten, Bewegung der Baumblatker und Wasser, Ver-schiedenheit der Gründe , Arten der Lagen u. s. f.Dann richtete er auch seine Figuren darnach ein, undbesaß in diesem Allem eine »»gemeine Gelchicklichkeit.Viele von seinen Landschaften sind von Franz Monrimit Figuren ausstaffirt. Ferajuolo arbeitete zu Bo-logna , und starb daselbst i 735. 75 -I- alt. Fe/rma

xüttrice III. 194.Feramola.

S- Ferramola.

Ferando (Bernhardin), Bildhauer von Ber-gamo, arbeitete zu Venedig an den Basreliefs wel-che die Schränke der Sakristei) in der St. Marcus-kirche zieren. Er verfertig« diese Arbeit mit Bey-hilfe Sebastians Esclavon, eines Mönchen desKlosters St. Helena , sansovino x. 68. a.

* Ferau, Maler von Faenza , lernte bey I-Franz Vannj. Mit Andreas Mio, Ventura Sn

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