Band 
Erster Theil.
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234
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2 Z 4 Ferrari.

* Ferrari (Horaz de) v^nVoltri, lernte beyseinem Vctcr I. Andreas Ansaldi. Er arbeitete andem Hofe des Fürsten von Monaco , welcher ihnzum Ritter schuf. Nach seiner Zurückkunft starbHoraz 1657 mit seinerganzen Familie ander Pest/welche in diesem Jahre so stark zu Genua wüthete,daß sie 7«,ooo. Menschen wegrafte. — Unter dieserwar auch ein Sohn, * Johann Andreas, der inseinem Zwölften ein sehr lebhaftes Dildniß malte;wegen dieses seltenen Unistandes wird es in der Apro-sianischen Bibliothek zu Mntimiglia aufbehalten.M- l'Asne hat nach ihm gestochen, Ko/)ra,ri p. 21g.

* — — (Joh. Andreas), Maler zu Genua ,lernte bey Bernhard Castelli und bey BernhardGtrozzi. Er wurde so berühmt, daß fast keine Kir-che, Pallast u. s. f. in und um Genua zu finden ist,die nicht etwas von der Hand dieses erfahrnen Künst-lers besitze. Er war in allen Gattungen geübt, in-dem er Geschichte, Landschaft, Blumen, Früchte,Thiere, kleine und große Figuren in größter Vollkom-menheit malte. Ferrari st. 1669. 70. I. alt. ä'o-xram'p. 25 h. — Ein anderer I. Andreas Ferrariist in dem Art. seines Vaters'Horazen zu suchen.

— — (Joh- Franz), Schüler der Carracci ,ward durch Schnitzen von Figuren und Zicrathcn inHolz berühmt. Er blühete zu Bologna um 1690.Tl-a/uan'a I. 58 i. — * Ein anderer Johann FranzFerrari. geb. zu Ferrara 1602- studirte nach denbesten Meistern zu Bologna , und erlangte eine guteManier auffrischen Mörtel zu malen, wie man sol-ches an beyden Seiten des Altars von St. Mariadel Carmine, in der Kirche St. Paulus, auch inder Kirche St. Georgiuü, beyden zu Ferrara u s.f.sehen kann.

— — (Lcviihard), genannt Leonardi oder

Lonardino, Maler zu Bologna , lernte bey LuciusMassari. Er war in Vorstellung allerhand spaßhaf-ter Figuren sehr geschickt; man siebt aber auch vonihm historische Gemälde in den Kirchen seiner Va-terstadt. — Sein Bruder, der wegen seiner schlech-te» Gestalt den Deynamen ssulepiedi bekam, copirte-die Gemälde der beßkcn Meister vortrefiich. Beydelebten um 16Z0. I. 56 v.

* — -7 (Lorenz de), geb. zu Genua um 1710.lernte bey seinem Barer Georg, einem ziemlich gu-ten Maler. Dann studirte er zu Rom , und malteden seiner Heimkunft in der Jesuiterkirche zu Carig-nauo zwey Altartase!» mit einer vortreflichen Ma-nier und gutem Verstände. Eine andere sieht manvon seiner Hand in der Augustiuerbaarfüßer.Kirche,und inFem Pallaste des Prinzen Doria die Deckeeines Saals, welche wegen ihrer seltsame» Erfin-dung und guten Färbung sehr gerühmt wird. Erwar ein >0 vortreflicher Zeichner, und in Erfindun-gen lo fruchtbar, daß er von dem ganzen Adel inAnordnung der Verzierungen und Gebäude zu Rathgezogen wurde. Guarienri giebt ihm den Titeleines Abts.

" — — ( kucas), Maler von Genua , vonwelchem man in der größten Kapelle der Kirche Ma-donna di Srrada maggiore zu Bologna eine Tafelsiehet, welche die H. H. Johann Baptista und Ellasvorstellt. S. den Art. perer Armani. ^5cü5o.

— — — — S. Reggio .

' — — ( ) Maler, der um 1760. zu Mai-

land blühete. Man sieht von ihm in der Kirche St.Grata zu Bergamo zwey auffrischen Mörtel gemaltePlafonds, von einer schönen Imagination, aberhartem Eolorik.

Ferrari no; Beyname von Franz perezzoli.

Ferraro (Augustin), Bildhauer zu Neapel ,lernte bey Pecer Eeraso, und half ihm in der vielenArbeit, welche dieser für Spanien zu verfertigenhalte. Er selbst arbeitete für die Vicekönige zu Nea-pel , und verfertigte einige Grabmäler u. s. w. Fer-raro lebte um 1680. Do,»e«ici III. Z89.

Ferrara (Cajpar), Civil- und Kriegsbau-meister von Eapua, diente um 1496. Alphons II.Kvnig zu Neapel , als Hauptmann. Äomemcr 1.208.

Ferrerio.

* Ferrara (Hercules), Bildhauer, von Pel-sotto di Como, lernte bey Thomas Orsolino undbey Alexander Algardi. Man sieht von seiner schö-nen Arbeit in Marmor und Stucco in den vornehm-sten Kirchen zu Rom , von welchen man zu Ehrendieses Künstlers folgende anführt: Die StatüePabsi Clemens X. auf dessen Grabmal in der St.Petcrskirche; die H. Agnes in Basrelief auf demAltare dieser Heiligen, und in ihrer Kirche auf demPlatze Navona ; die Statuen des Apostels Andreasund des sel. Andreas Avellino an der Vorderseiteder Kirche St- Andreas della Valle; einige Bilderan de» Grabmälern der Cardinäle Pimenrelli undBonclli in der Kirche Minerva ; die Statüe der Ge-rechtigkeit an dem Grabmale Pabst Clemens XI. inder Kirche St. Maria maggiore u s. f. Ferrarahielt eine zahlreiche Schule, welche besonders vonden Florentinern stark besucht wurde. Er starb zuRom 1686. 76. I. alt. H. Frezza und A. Wester-hout haben in Bonanm's Umrorig 9 'empli Vati-cani drey Blatter nach dieses Meisters Arbeit gesto-chen. /Ä5co/r I. 287.

Ferrari (Vincenz), Architecturmaler, arbei-tete mit Franz Fcanci an dem Gewölbe des Orato-riums Madonna del Rosario zu Siena . Er hatVerschiedenes von seinen Erfindungen geetzt; nebenAnderm das Leichengerüst der Großherzogin vonToscana , Victoria von Novere, welches 169.4. >nder Hauptkirche zu Siena aufgerichtet wurde,

Ferrarrini (Cajetan), Geschichtsmaler zu Bo-logna um 17H0. Man steht von seiner Arbeit in etli-chen Kirchen dieser Stadt. ^§co§o.

— — (Gabriel). S. Ferranrini.

Ferrer (Anton), niederlandischerMaler, vonwelchem man in der Pfarrkirche zu Nieuwpöort eineAltarkafel siehet: In dieser wird die Herodias mitdem Kopf Johannes des Täufers vorgestellt, wel-chem sie die Zunge mit einer Nadel durchsticht. Aufdem einen Thürfiugel dieses Gemäldes sieht man denH. Sebastian mit Pfeilen durchschossen, und aufdem andern diesen sterbenden Heiligen. Das Ge-mäld ist gut, aber durch die Lange der Zeit und durchNachlaßigkcit verdorben.

Ferreri (Andreas), Maler, Bildhauer undBaumeister von Ferrara, lernte zu Bologna bey Jo-seph Mazza, und studirte die Baukunst aus des Se-bastian Eerlio Büchern. Er arbeitete zu Bologna und Recanati, vornehmlich aber zu Ferrara , in Mar-mor, Stein, Stucco und gebackner Erde, auch inder Perspectivmalerey und Baukunst. Ferreri warein Mitglied der Akademia Clementina zu Bologna ,und lebte noch daselbst 17Z9. 66. I. alt. Ernstem.E/em. II. iZg.

— — (Anton), ein edler Römer, verfertigtedie Zeichnung zu einer Kapelle bey der Eakristey derKirche St. Maria della Consolazione. Dtr.

— — oder Ferrerio (Dominicus), Bild-hauer zu Rom , lernte bey Sebastian Torregiani,genannt da Bologna . Er bemühere sich, mit einergründlichen Zeichnung in Marmor und Erzt so wohlzu arbeiten, daß er von Pabst Paul V. den Befehlerhielt, nebst Pompejuü Largone, Wilhelm 'Ber-thelot, Stephan Maderni, Egidius Morelti, Her-cules Curtis und Horaz Cenlore an der PaulinischenKapelle in der Kirche St. Maria maggiore zu arbei-ten. Er st. i6Zo. La§/iotte p. 212.

— — (Joh. Baptist), Schüler des RittersMaratti, malte die Thaten einiger Heiligen auffri-schen Mörtel in einer Kapelle der H. Dreyfaltigkeits-kirche zu Rom . D'ti.

— — (Philipp)/ein Römer, goß 1692. diecolossalische Statüe Pabst Pius V. welche auf demPlatze des Collegiums Ghisilieri zu Pavia aufgerich-tet ist, nach dem Modelle von Franz Nuvolone, einemitalienischen Schweizer , von Riva St. Vitale ge-bürtig.

Ferrerio (Marcus), genannt Agraro, Bild-hauer zu Mailand , machte sich durch die Statüe