2Z6 Ferrucci.
* Ferrucci (Nicodemus ), Maler zu Floren;,ein geliebter Schüler des Dominicus Passignano,welchem er nach Rom folgte, und bey verschiedenenWerken diente. Er arbeitete beherzt und hurtig meistauffrischenMörtel; auch ließ er sich seine Werke sehrwohl bezahlen. Dieser Künstler st. i 65 o. 6rmrierrtr.
— — (Pompejus), Bildhauer zu Florenz ,ergänzte antike Statuen, und verfertigte Grabmä-ler, Basreliefs auf Altäre, und öffentlich ausge-setzte Bildsäulen. Dompejus war Directorder Aka-demie St. Lucas zu Rom , und starb daselbst umi 636 . 60. I. alt. LuF/rom p. 233 .
Ferruzzi (Franz), Baumeister zu Rom um1745. wird in Beschreibung der dasigen Kirche St.Franciscus a Ripa angeführt, /kaum a»t. e mach» na.
* Ferre (M, Papillon de la), Intendant desmenus Plaisirs, ein französischer Kunstliebhaber,lebte um die Mitte des XVIII. Jahrh. Er radirtenach Bouchcr u. a. verschiedene kleine Landschaften.LaMN.
Ferth (I. A. de), Kupferstecher zu Paris um172». Man hat von ihm einige Blätter nach van denBosch,Eisen,Oudry,Doms,Fontaine , u. s.s. Lara».
Fesele (Martin), ein vermuthlich deutscherMaler, lebte um i 53 c>. In der Galerie zn Schleis-heim sieht man von ihm zwo auf Holz gemalte antikeBelagerungen. NR 967. u. 970.
* Fessard (Claudius'», Kupferstecher zu Pa-
ris , lernte bey Longueil. Man hat von ihm eineSammlung von Thieren u. s. w. 8uppl.
— — (Marin'», französischer Kupferstecher,gieng nm 1762 in England. r(I. Libliorh. schön.Wifsensch. XVIII. 2^6.
" — — (Stephan), geschickter Künstler zuParis , geb. i/n. lernte bey Edmuü Ieaurat. Erwar königl. Cabinets-Kupserstecher, und arbeitetenach den Gemälden des Königs, der ihm für jedePlatte nebst Ooo. Abdrücken 2000. Livres bezahlenließ. Biblisch, schön. lDissensch. XI. 358 .
Fesulanus. S. Fiesole.
^ Fer» (Dominicus), genannt Manruano,Maler von Rom , lernte bey Ludwig Cardi. DerCardinal Ferdinand, nachherigcr Herzog von Man-tua, nahm ihn mit sich dahin; dort studirte Ferinach des Julius Nomanus Werken, und ahmte nach-her dessen Manier glücklich nach. In dem Vorneh-men , seine Kunst zn erweitern, und sich in dem Co-lorit zu stärken, gieng er nach Venedig , verkürzteaber seine Tage durch ein unordentliches Leben, undstarb daselbst 162/,. 35 I. I alt. Feri besaß einegroße Manier und ein starkes Colorit, welches er mitfeinen Gedanken, lebhaften Ausdrücken, auch einergeistreichen und reizenden Ausarbeitung zu verbindenwußte. In einigen von seinen Gemälden vermißtman eine genaue Richtigkeit in der Zeichnung, undzuweilen fallt seine Färbung ins Schwarze. DieZeichnungen dieses Meisters sind von großem Ge-schmack und sehr selten. Einige Kupferstecher habenungefähr 24. Blätter nach ihm geliefert. — Gedach-ter Herzog Ferdinand ließ auch dieses KünstlersSchwester, Lucrina, eine geschickte Malerin, nachMantua kommen, wo sie in ein Kloster gieng, sol-ches mit Gemälden zierte, und auch für andere Klö-ster dieser Stadt arbeitete. — Man kennt auch s^asrianFeri, einen Maler; es ist aber ungewiß, ober der Obigen Verwandter gewesen sey. Sa§/rom
Ferri (Johann), Bildhauer zu Florenz um1867. verfertigte die Statüen der Starke und derMäßigkeit für die dasige Kirche St. Reparata. Lai-ck'imccr 8ec. II. p. 80.
Feure (Carl le), Goldschmied zu Paris , wirdunter denjenigen Personen angeführt, die ein unge-wöhnlich hohes Alter, 102. 1 . alt, erreicht haben.Er st. 1696.
* — — (Claudius le), Maler von Fontaine-bleau, lernte bey Eustachius le Surur und Carl le
Feure.
Brun. Derselbe erwarb sich einen großen Ruhmdurch Bildnißmalcn > welche Gattung er nach leBruns Rath wählte. In dieser hatte er ungemeineTalente, die Aehnlichkeit und gewiffermaaßen denCharakter auszudrücken. Seine Pinselstriche warenwohl angebracht und geistreich, seine Färbung frischund reizend. Er malte auch mit gutem Erfolge einigehistorische Bilder, le Feure ward r 663 . Mitgliedder königl. Academie zu Paris und nachher Professor.Er arbeitete zu Venedig , wo er sich so lange aufhielt,daß er bey seiner Zurückkauft den Zunamen vene-rianer bekam. Man sieht von ihm Altarblätter inzweyen Kirchen zu Padua . Endlich gieng er in Eng-land, und starb daselbst 1672. 7,2. I. alt. Er hatvier Bildnisse, nämlich seiner Mutter, des Roger dePiles , Carl Patin's, und des Alexander Boudaneigenhändig geetzt; die übrigen Blatter nach ihmwerden auf 55 . geschätzt — Sein Bruder Jacob,le Bnms Schüler, malte gute Bildnisse und Ge-schichte, und etzte auch zu seinem Zeitverlricbe. Die-ser Künstler starb zu Paris 1(198.
Feure (Dominicus le), Bildhauer von Gent oder von Antwerpen, arbeitete um 1680. zn Paris .Neben Andern, verfertigte er für den kvnigi.Garten zuVersailles die Statüe der Treue.
— — (Joh. Baptist le), Maler von Valen-
ciennes, gewann 1770. den ersten Preis in der Zeirchenschule zu Paris . In seinem Gemälde, welchesdas Opfer Noe vorstellte, bemerkte man große Leich-tigkeit , einen freyen Pinsel, guten Ton in der Fär-bung, und eine verständige Austheilung von Lichtund Schatten. Er hatte in dem Jahre vorher auchden zweyten Preis erhalten. 1771.
Aairrir'r»"p. 175.
— — (Marcus le), geschickter Goldschmied
von Tournay , verfertigte die mit gutem Geschmackangebrachten Zierathen und die Basreliefs von Sil-ber in dem Chor der prächtigen Frauenkirche zu Cour-tray. Auch hatte er die dortige gut ins Auge fallendeArchitektur angegeben. Dieser Künstler blühete umdie Mitte des XVIII. Jahrhunderts. ckr
— — (Niclaus le), ein Geschichtsr und Bild-nißmaler zu Paris um den Anfang desXVIll. Jahr-hunderts. Man hat nach ihm gestochen. Bibl.schön. N?lssensch. XVIII. 2ij5.
— — (Roland le , genannt der venerianer, einMaler aus A»jou gebürtig. Er malte Bildnisse, undfand sein Vergnügen, in vielen derselben denCharakterund das Temperament durch Carrikaturen, mit Bey-hehaltung der Aehnlichkeit, auszudrücken. Rolandarbeitete zu Venedig, Paris und London , und starbin letzterer Stadt 1677. ungefähr 69. I. alt. aü^r-
— — (Valentin le) oder le Febre, wie ersich selbst in seinen Blättern nennt, war Maler undKupferetzer, von Brüssel gebürtig. Er begab sichnach Venedig, wo er nach Paul Caliari studirte, sobaß man von ihm verschiedene schöne Copien nachdiesem Meister findet; man sieht auch in seinen eige-nen-Gemälden Spuren von dieser Manier, va.lenrin malte in das Gewölb der Haupttreppe desKlosters St. Giorgio maggiore den Traum des Erz-vaters Jacob, und eine Heilige in der Kirche St.Maria dell' Orto. Um Mo. etzte er die vornehmste»öffentlichen Gemälde dieser Stadt nach Titian, PaulVeronese , Tintoret u. s. f. Aber seine Manier istelend, die Zeichnung schlecht, und die Gewändersind nicht wohl gegeben. ,Er versteht nichts vomHelldunkel, und die Ausführung fallt schlecht insÄuge. Dem ungeachtet trift man sein Werk in denbeßten Sammlungen an. Guarienri schreibt dieseArbeit fälschlich dem Claudius le Feure zu. S. denArt. I. B. Brostolon.
* — — (le), Baumeister von Orleans , arbei-tete um den Anfang des XVlII. Jahrh, zu Paris ,wo er die Vorderseite des Hotels von Sennectereaufführte, wovon man eine Abbildung in MarotsWerke findet.