Band 
Erster Theil.
Seite
241
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Fiorentino.

Blumen, Kräutern, Baum - und Erdfrüchten be-sieht, welche er sehr natürlich und lebhaft mit einersiarken Färbung und meisterhaften Pinselzügen vor-stellte. Man findet zwey von seinen Bildern in derFürstlich-Lichtensteinischen Galerie N°. 109. u. 110./^arrti p. r/,o.

Fiorentino (Albert), geschickter Bildhauer,arbeitete um i 36 o. in Diensten des Galeatius Vis-conti zu Mailand . La/cir»uccr IVotrsie I. 261.

— (Anton), DildhauerzuFlorenz, lerntebey Philipp Bruneleschi. Er verfertigte i/,6i. mitNiclaus Fiorentino die metallne Rittcrstatüe desHerzogs Borso von Ferrara und viele andere Arbeit./Ä-S,/1. p. 326. — Ein anderer Anton Fioren-tino, von Cava gebürtig, studirte zu Rom , undward ein sehr geschickter Baumeister. Er arbeitetezu Neapel , wo er i 5 s 5 . die Kirche St.Catharina aFormello neu aufführte, an welcher man eine sehrschöne Kuppel siehet. D-Enicr II. g 5 . S. auchden Art. Ancon veneziano.

— — (David). S. Ghirlandajo»

-- — (DominicusdePhilipps), Bildhauer,verfertigte 1573 . mit M. Benedict de Johannes daMonte pulciano das Pult und die Stühle des Chorsin der Cathedralkirche zu Siena nach den Zeichnun-gen des Bartholome Neroni. Dann das prächtigeGrabmal des berühmten Cardiuals Timcnez in derKirche des Collegiums St. Jldefonse zu Alcala inSpanien Es kostete sioo. Zechincn. — Einanderer Dominicus Fiorentino, Kupferstecher,arbeitete nach M. A. Duonaroti, Primaticcio , M.Nosso u. s. f. Einige halten ihn für den D- delLarbiere oder Barriera. Christ führt sein ZeichenE. 162. an.

— — (Franz), lernte bey Don Lorenzo, malteum i§ 3 o. nach seines Lehrmeisters Tode den Taber-nakel der Kirche St. Maria novella zu Florenz , /^r-LM t l. 2Z1.

— — (Franz), Priester zu Forli um 1720.lernte die Malerey bey Carl Cignani.

— — (Horaz ). S. vajani.

*(Jacob), Maler, welcher in derKünstlergeschichte ganz unbekannt ist, außer daßJulius Buonasone zwey von seine» historischen Bil-dern in Kupfer brachte. Man vermuthet, wiewohlmit vieler Ungewißheit, daß es den I. da ponror-mo bedeute. Aber vasari gedenkt in des LorenzSciarpelloni Lebensbeschreibung eines seiner Schü-ler, den er Joh JacobFiorenrino nennt, und derein Zeitgenosse des Buonasone senn kann, welchemfolglich die Erfindung obiger historischer Stücke mitmehrerer Gewißheit als dem ponrorino zugehört.

— — (Johann) baute mit Ristoro da Camptdie Kirche St. Maria novella zuFlorenz, zu welcher1278. der Grundstein gelegt wurde. Beyde warenLaybrüder des Dominicanerordens, dem diese Kir-che zugehört Sie bauten auch die Brücken Car-rajaund Sr. Trinira, welche die Ueberschwemmungdes Flusses Arno 126j. zu Grunde gerichtet hatte,wieder auf. Einige Schriftsteller nennen ihn Sipr.Dieser Johann oder Sipr baute auch mit besagtemFra Rlstoro die untern Gewölber des päbstlichenPallastes in dem Vatican zu Rom u. s. f. Beydewerden für Schüler des Arnolph da Lapo gehalten.Sie starben in dieser Stadt; der erstere 128g. Hi-storo aber 1280. Lottarr I. 3 i 8 .

— — (Joh. Franz), Goldschmied und Kupfer-stecher zu Florenz . Man zeigt von ihm Vertumnusund Pomona; ein Blatt, welches 1542 datirt ist.

— — (Lorenz) ist unter dem bloßen NamenDon Lorenzo bekannt. Er war ein Camaldulen-scrmönch in dem Kloster degli Angeli zu Florenz , undfolgte in der Kunst der Schule des Taddäus Gaddi.D- Lorenzo malte vortreflich in Miniatur und Grauin Grau; er war ein geschickter Colorist, richtigerZeichner und geübter Erfinder. Dieser Künstler un-terhielt i» seinem Kloster eine zahlreiche Schule,welche um i si». blühete, und st. üb. I. alt. Fai-a»n<ccr Lisa. II. p. g ,.

Fiorini. . 24t

Fiorentino (Lucas), lernte die Baukunstbey Leo Baptista Alberri, welchem er um 14L0. zuMaukua in seinen Werken an die Hand gieng, und sienach dessen Zeichnungen besorgte, /^m-r II. Z69.

— — (Niclaus), Bildhauer, lernte bey Phi-lipp Bruneleschi und bey Anton Filarete. Er ver-fertigte mit Varone die Stalüe Pabst Pius II. wel-che bey Ponte inole aufgerichtet ist. Beyde bautendie Stadt Tivoli von Grund wieder auf, undMachten einige Verzierungen in der Kapelle St An-dreas der St Peterskirche zu Rom. S. den Art.Amon Fiorentino. Harr II. Z/,9.

— — (Peter) malte die Emporkirche des Spi-thals St. Maria della Scala zu Siena ; aber dieseArbeit ward wegen Alters schadhaft und mußte end-lich ausgelöscht werden: Diese Stelle wurde durchein vortrefliches Werk von Sebastian Conca ersetzt.

B'rcri.

(Simon di Bctto Bardi genannt), Bru-der des Donatello, und Schüler von Philipp Bru-neleschi. verfertigte die Starüe der H. Maria fürdie Kirche Orsanmichele zu Florenz , und das Grab-mal Pabst Martin V. welches in der Kirche St. Jo-hann von Lateran zu Nom aufgerichtet zu sehen ist.Dieser Künstler arbeitete auch zu Siena , Prato,Rimino, Arezzo, und endlich zu Vicovaro , wo erfür den Grafen Tagliacozza verschiedene Werke ver-fertigte. Simon st. 55 . I. alt. S. den Art. An-ton Filarere. /Harr 11 .347.

— (Stephan). S. Lapo»

— — (Vincenz), Bildhauer, von dessen Ar-beit man in der Kapelle Et Josephus der KircheSt. Maria della Rotonda zu Rom die Statüe die-ses Heiligen siehet. T'iti.

* Fiori (Cesar), Maler zu Mailand , lerntebey Carl Cane und bey Peter Paul Carravaggio. Erward in Geschichte und Bildnissen wie auch in derBaukunst berühmt. Cesar erfand allerley Maschi-nen zu Leichenbegängnissen, öffentlichen Einzügen,Sacramentsgehausen, Kapellen u. s. f. Er gabGrundrisse und Zeichnungen, von welchen einige inKupfer gestochen sind. Rossetti, Bonaccina , Du,rello, Laurentio u. s. f. haben nach ihm geetzt. Fioristarb zu Mailand 1702. 66 .1 alt, und ward in derKirche St. Johann in Conca begraben. ieutr.

— — Beyname des Manns tJuzzi undCarls voglar.

Fiorillo (Dominicus oder Franz), Geschichts-maler zu Neapel um i 5 (,o. wird von Domenici un-ter die Schüler von Andreas Sabbatini gezahlt.

* Fi 0 rini ( Joh. Baptist), Maler zu Bolog-na , studirte die Werke des I B. Ramenghi und dervornehmsten Maler zu Venedig. Er arbeitete zu Rom in dem sogenannten königl. Saale des vaticanischenPallastes, wo er das liebliche Colorit des Zuccherinachahmte. Zu Hause vergesellschaftete er sich mitCesar Arerusi, welcher die Erfindungen der Fio-rini mit einer natürlichen Färbung malte. Auf sol-che Weise arbeiteten sie an dem Gewölbe der St. Pe-terskirche zu Bologna . Fiorini ward wegen seinerWissenschaft in der Zeichnung und Baukunst um1670. zum Stadtbaumeistcr bestellt. — Sein SohnGabriel that sich in der Bildhauerkunst hervor. Mansieht verschiedene schöne Stücke von seiner Arbeit inden Kirchen seines Vaterlandes. Mr/vana I. 335 .

— — (Peter), NaphaelsSohn, Baumeisterzu Bologna , zeichnete die vornehmsten Gebäude die-ser Stadt, welche zu seiner Zeit und unter seiner (alsbestellten Baumeisters) Aufsicht daselbst aufgeführtwurden. Er besaß von seinen Voreltern her ein be-rühmtes Kunstcabinet. Man zahlt unter seine deß,ten Werke die Spithalkirche della Carita, welche derPater Borgonzoni mit vier zierlichen Kapellen ver-mehrte. — Sein Sohn Sebastian baute 1624. dieKirche St. Esajas. Mi/Era I. 336 .

— — (Stephan), Bildnißinaler zuFlorenz umröoo.wird im Mus. Fiorentino II. 162. angeführt.

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