Band 
Erster Theil.
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242
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»42 Fioriti.

Florier; Beyname von Bernhard Focoss.

Fiquer. S- Ficquer.

* Firens (Caspar und Peter)/ vermuthlich nie-derländische Kupferstecher; arbeiteten um 1640. zuParis . Der letztere war in seiner Kunst mittel-mäßig ; er kopirte mit einem trocknen und hartenGrabstichel der Sadeler Einsiedler, arbeitete auchverschiedene Blatter nach S. Vouet, Cl. Vignonu. s. f. Man hat von ihm ein Blumenbuch in 117Blättern. Caspar arbeitete auch nach Vignonu. a. Fa-a«.

Firenzuola (Pater); Beyname von vin-cenz iMaculano.

Fischer (Anna Catharina), Johann ThomasTochter; malte Blumen mit Gummifarben. Sieward 1660. nach Halle in Sachsen berufen, wosie die Gemahlin und Prinzeßinnen des Herzog Au-gusts unterwies. Hier heiratheke sie BenjaminBlock , von welchem sie kleine Bildnisse in Oelund Pastel zu malen lernte. Sie arbeitete langeZeit zu Regenspnrg und starb daselbst 1719. 77.I. a. Doppelmayr S. 272,

— — (Carl), Geschichtsmaler; verfertigtefür die Domkirche zu Magdeburg die Paßionsge-schichten, welche von Uffenbach I. i 5 g. gerühmtwerden.

— — (Hermann). Diesen Namen giebt v.Fanri dem H. Schrvanevelr.

— —7 (Johann), geb. zu Augsspurg i 58 o.war anfänglich ein berühmter Goldschmied; aberseine Neigung zog ihn auf die Malerei, die er zuPrag erlernte. Als er sich in Italien in dieserKunst festgesetzt hatte, kam er in sein Vaterlandzurück, malte daselbst auf nassen Mörtel mit einerrichtigen Zeichnung, auch einer dauerhaften undgefälligen Manier. Er st. i 6 /,Z. Sandrarr I. 322.

— — (Johann), Formschneider aus Sachsen ;verfertigte Figuren zu einer Bibel die 1606 zuStraßburg gedruckt ist. Vermuthlich ist «r der indem Artikel L. Groschupp angeführte I. Fischer./Äpr/icm. I. 271.

* — — (Joh. Bernhard), Baron von Er-lachen, war Hofbaumeister der Kaiser Joseph I.und Carl Vl. Unter seine vornehmsten Gebäudezählt man das Kaiserliche Lustschloß Schönbrunn ;den Kaiserlichen Marstall; die Böhmische Canzley;den Pallast des Fürsten Trauthson, und die KircheSt. Carolus Borromäus, alle zu Wien . Manfindet auch unter seinem Namen: Entwurf einerhistorischen Architektur» in Abbildung be-rühmter Gebäude des Alterthums, Folio von171b.—172t. Gebäude der Stadt Wien in kleinenMediancharten; verschiedene egyptische, griechischerömische, antike und moderne Vasen. Er st. zuWien 1724. — Sein Sohn, Esajas Emanuel,vollendete verschiedene von seinem Vater angelegteGebäude. Neben der Baukunst war er in mecha-nischen Wissenschaften sehr geschickt. Die in demGarten des Fürsten von Schwarzenberg angebrachteWassermaschine ist betrachtenswürdig, so wie auchdiejenigen, welche in den Bergwerken zu Kremnitz und Cchemnitz zu Ausschöpfung des Wassers ge-braucht werden. Durch diese und andere Werkeerwarb er sich einen großen Ruhm und ansehnlicheReichthümer. Er st. 1708. Mona/cimi 40Z.

— — (Joh Emanuel und Joh. Friederich),Maler; arbeiteten zu Wien .

— — (Joh. Tomas), Maler von Nürnberg ;arbeitete in Wasserfarben und malte schöne Blu-men; er übte sich auch in dem zu seiner Zeit starkim Schwang gehenden Jlluminircn der Kupfer-stiche. Fischer st. i 685 . 82. I. a. DoppelmaprS. 240.

* Fischer oder vischer (Peter), von Nürn-berg gebürtig, war einer der berühmtesten Kunst-gießer. Von seiner Arbeit stehet man in der St.Sebaldskirche das Grabmal dieses Heiligen- wel,

F l a in a e l.

ches einen kurzen Begriff von seiner Kunst abge-ben kann. In einer metallenen Tafel von ihm,welche das Grabmal Friedrich des Weisen, Chur-fürsten von Sachsen , in der Schloßkirche zu Wit-tenberg zieret / bewundert man besonders die Schön-heit der Gewänder. Dieser Künstler sandte Vie-les von seiner Arbeit in Polen, Böhmen, Ungarn und Italien . Er st. i 5 Zo. — Seine Söhne Her-mann, Joh. Paul, Jacob und perer warenseine Mitarbeiter. Doppelmapr S. 285 .

Fischer (Stephan). S. Fisher.

— — (Susanna), Johanns Tochter; ver-fertigte mit der Nadel und der Scheere wunder-schöne Stücke. Sie schnitt aus Pergament sehrgut Bäume, Figuren und ganze Geschichten. Die-ses geschickte Frauenzimmer, Joh. Ulrich Mayrs,eines'geschickten Malers Mutter, st. 1674. 74. I.alt. Sandrarr l. Z28.

— — (Vincenz), Baumeister zu Wien , war1764. Professor der kaiserl. Academie.

-- — — — Maler zu Düsseldorf um 1700.und noch einer dieses Namens zu München , der meistnach Albrecht Dürer copjrte.

* Fisches (Jsaac) der Vater, Geschichtsma-ler zu Augspurg. Man siehet verschiedene schöneProben seiner Talente in den Kirchen St. Annaund der Baarfüßcr; auch hat man in Familien guteBildnisse von ihm. Er malte vornehmlich einensehr schönen Kopf. Fisches st. 1706. 68- I. alt. —Sein Sohn * Jsaac würde in dieser Kunst nochstarker geworden seyn, wenn er ein höheres Altererreicht hatte; dieses beweisen seine sehr schönenBildnisse und einige mythologische Gemälde. Inobgemeldter St. Annakirche siehet man von ihmein Ecce Homo, welches, obwohl es nur eineCopie nach Christoph Schwarz ist, dennoch sehrhoch geschätzt wird. Er starb vor dem Vater 1705.28. I. a. B. und Ph. Kilian, Wolfgang, Tbour-neiser, Heckcnaner, u. s. f. haben nach ihren Wer-ken in Kupfer gestochen, von Sterten Brief VIll.

Fischler. S. Tischler.

Fisere (Engelbrecht), niederländischer Maler,wird von d'Argensville für das Bartholet Fla-maels Schüler gehalten.

* Fisher (Stephan), geschickter englischerSchwarzkunststecher; blühete um 1760. Man hatvon ihm viel sehr schöne Blätter nach Reynolds,Cores, Hoare, u. s. f.

Fistularer (Wilhelm). S. Ampringer.

Firra (Madonna), von Mailand . Diesen Na-men findet man in dem Catalog von Künstlern,den D. Tenier in seinem Vksatro pictorio giebt.Er bedeutet ohne Zweifel Fides Gallizia.

Fivizano, alter italienischer Maler, vonwelchem ein lateinisches Sinngedicht meldet: Ersey ob der Arbeit eines Gemäldes des Todes ver-schieden. Vasari gedenkt dieses sonst unbekann-ten Künstlers am Ende der Lebensbeschreibung desFranz Francia.

Fivizzani (DonAnton), Kupferetzer; unterseinen Werken findet man das Absterben des H Pfle-gevaters Joseph nach einem Gemälde von M. A.Franceschini in der Kirche Corpus Domini zu Bolog-na . Seine übrigen Blatter find meistens Theses, Hei-ligenbilder und andre Devotionsstücke. 6a»äe/iim.

F iu mLna (Franz), Maler zu Bologna . Manstehet von ihm in der Kirche St. Giovanni in Monteverschiedene Bilder der Heiligen.

Fizonio (Baptist) ein Venetianer; baute 1 588 .das eine Kloster St. Justin» zu Padua . K'orretti.

Flacco. S. Fiacco.

* Flamael od Flameel (Verkoket), geb.zu Lüttich 1614. Trippes und Gerard Duffeit,zwey fast unbekannte Maler, waren nach DescampsBericht seine Lehrmeister; die meisten übrigen Schrift-steller geben Jacob Jordaens dafür an. Er studirtezu Rom, und arbeitete zu Florenz . Auf seiner