Flaman.
Heimreise arbeitete er zu Paris für die Carmeliter«und Augustinerkirchen. Man siehet auch von ihmein Deckengcmäld in dem königlichen Zimmer desPallastes in den Tuilleries- Flamael kehrte sodann,ungeachtet der Vortheilhaftesten Bedingnissen, mitwelchen man in Frankreich ihn behalten wollte,in sein Vaterland zurück. Er malte für »erschiendene niederländische Kirchen, die Bildnisse derKönige in Frankreich und Schweden , den Prinz,statthalter und den Bischof von Lüttich . Flamaelstarb als Chorherr des paulinischen Collegiums i 6 ? 5 .und ward in der Dominicanerkirche zu Lüttich , dieer zu seinen Erben eingesetzt hatte, begraben. Erhatte ein treffliches Genie, viel Feuer, und Ge-nauigkeit; er verstand die Gewohnheiten, Gebräucheund Antiquitäten, auch die Baukunst aus demGrunde. Seine richtige Zeichnung ist der größtenitalienischen Meister würdig und seine Färbungvortrefflich. Nach seinen Rissen wurden die Do-minicaner - und Cartheuserkirchen zu Lüttich aufge-führt; die erste hat die Gestalt der Rotunda zuRoim M. Natalis, P. van Schuppen u. s. f. habenungefähr i 5 . Blätter nach ihm geliefert. Deren,»prII. 228.
Flaman. S. den Art. Adam.
Flamand. S. Flamingo.
Flamel (Niclans), ein guter Maler, Dichter,Philosoph und Mathematiker zu Pontoise ; lebte umden Anfang des XV. Jahrhunderts zu Paris , woer sich vornehmlich auf die Alchymie legte, mitwelcher er anderthalbe Millionen Thaler soll ge-wonnen haben. Andere hingegen behaupten, erhabe diesen unglaublichen Reichthum durch denIudcnraub und die Königlichen Gelder, an wel-chen er mit Theil gehabt, an sich gebracht, undaus Furcht, er dürfte deswegen zur Verantwor-tung gezogen werden, die Alchymie zum Verwändegebraucht. cir« Lre «i / ^»tigriiteL lle Da, ir.
Flamen (Alb.), niederländischer Kupferätzer,lebte um i 65 o. Man hat von ihm Landschaften,Slussichken, Thiere, Vögel, Fische, n. s. f. jedeGattung in kleine Sammlungen abgetheilt. Fer-ner zwey Sammlungen von Sinnbildern in 100.Blattern; alles von seiner eignen Erfindung. DieVögel sind nichts besonders; von Fischen hinge-gen hat man nichts Besseres in der Kunst auszu-weisen. Man siehet auch Zeichnungen von seinerHand, welche die Stadt Paris vorstellen. Da-a».
— — (Anshelm), Bildhauer von St Omer in Artois ; lernte bey Caspar Marcy. Er arbeitetezu Paris , wo er 1701. Professor der KöniglichenAcadcmie wurde. Flamen starb daselbst 1717.70. I. a. Man findet von seiner Arbeit in demKöniglichen Garten der Tuileries die Gruppe Ori-thia und Boreas; in der St. Paulskirche dasGrabmal des Herzogs von Noailles, und in derInvalidenkirche einen Engel der die Oelflasche trägt.Sein Sohn Anshelm ward 1708. Mitglied ge-dachter Akademie. Von diesen beyden Künstlernfindet man verschiedene Bildhauerstücke in den Kö-niglichen Gärten zu Versailles , Marly und la Meute.
6rm,'ie»rti.
— — (Ioh. Baptist), Bildnißmaler zu Paris um das Ende des XVll. Jahrhunderts. N. Pi-thau, Mathey, u. s. w. haben nach ihm gestochen.
— — (Stativs), Kupferstecher und Kunst-händler aus Flandern, setzte sich zu Rom . Erarbeitete nach F. Barozio, F. Zucchcro, u. s. w.Man vermuthet, sein eigentlicher Name sey I.Scanus. Sa»cke//r,ri.
Flameur (Melo). S. Barrholomö deMelo.
Flaminiarori. S. Flamimus Torre.
Flair der. S. Flamingo. .
Flavia (Anton), Edelmann und Maler zuEalsa jn Catalonien, von welchem man in dengasigen Kirchen historische Gemälde fiudcs. Erst. i6ög. D. §i,/ 72.
Flora. 24z
Flegel (Georg), aus Mähren gebürtig; malteFrüchte, Fische, Glaser, Gefäße von allerhandMetallen u. s. f. Seine Bilder sind wegen ihrernatürlichen Abbildung und fleißigen Ausarbeitungstark gesucht. Er setzte sich zu Frankfurt am Mayn,wo er iliZü. starb. Sandrarr I. 297.
Fleischberger (Ioh. Friedrich). S. denArtikel (6. D- Rorenbeck, seines Schülers. Eretzte neben Anderm einige Bildnisse.
Flemael. S. Flamael.
Flent (Paul). S. Flynr.
Flepp. S. Plepp.
Fleshiere. S. den Art. Marcel Laroon,feines Schülers.
Fletscher ( )^ Kupferstecher, der nm 1700.
lebte. Man hat von ihm verschiedene Aussichtender Stadt Rom , nach den Zeichnungen des B.Canaletto . Daran.
Fleur (Niclaus la). S. Florä.
Flinck (Govert), geb. zu Eleve 1616 lerntebey Lambert Jacobs und bey Paul Rembrand ,dessen Manier er in Bildnissen gänzlich folgte. Erarbeitete für den Churfürsten Friedrich Wilhelmvon Brandenburg , den Prinzen Moritz von Ora-lsten und andere große Herren,^ die ihn ihrer Gunstund Hochachtung würdig schätzten. Die Bürger-meister zu Amsterdam bestellten bey ihm 8 großeund 4 etwas kleinere historische Gemälde für dasdasige Rathhaus. Allein Flink starb mitten indieser Arbeit 1660. Dieser Künstler sammelte einkostbares Kabinet von Gemälden, Statüen, Bas-reliefs, Zeichnungen, Waffen, u. s- w. nach Ru-bens Geschmacke. Seine Kupferstiche und Hand-risse allein, wurden nach dem Tode seines Sohnsfür 12000 Gulden in England verkauft. — Die-ser hieß ^ziclaus Unron, und hat ebenfalls durchseine künstliche Gemälde vielen Ruhm erlangt.Van Daten, Bartsch, A. Dlooteling, C. Ploos,G. F. Schmidt, E. C. Hoffmann, u. s. f. habennach Govert gestochen. Dercam/>r II. 246.
Fliparr, (Ioh. Jacob)., geb. zu Paris 1718.lernte bey Aveline und Cars. Er war ein geschick-ter Kupferstecher, arbeitete nach den beßten Mei-stern seiner Zeit, als Natoire , Dien , Vernet,Grenze, u. s. w. und war Mitglied der königlichenAkademie. — Ioh. Carl und Joseph Fliparr,arbeiteten auch in dieser Kunst; der letztere hieltsich um 1740. zu Venedig auf, wo er als Schü-ler von Joseph Wagner für seinen Verlag nachP. Longhi u. f. f. arbeitete. Daran.
Flisc» (Thomasa). S. Fiesta.
Floding (Peter), ein junger Schwede; ar-beitete um 1760. zu Paris und war nebst Charrpentier der Erfinder einer neuen Weise, nach ge-tuschter Manier auf Kupfer zu zeichnen. Derselbehat sich durch ein allegorisches Blatt besonders be-kannt gemacht: Es stellt die vier Stände des Kö-nigreichs Schweden vor, welche dem König dieKünste und Wissenschaften empfehlen. Cochi» istder Erfinder dieser Platte. Floding arbeitete auchnach Boucher und andern Meistern. Darm,.
Floeener (Peter), ein berühmter Bildschnitz-ler zu Nürnberg ; schnitzte auf ein Kühhorn noGesichter von Mann- und Weibspersonen, auchsehr kleine Figuren von Corallen. Er verfertigtemeistens Bildnisse, Figuren und Historien in Stech«stein, deren sich die Goldschmiede zu ihren Wer,-ken bedienen. Floerner st. 1H46. DoppelmaprS. 192.
Fl 0 quet ( ),. französischer Baumeister;
gab 1746. den Plan zu dem neuen Canal in Pro-vence . A. ^ntoiue. — Ein mittelmäßiger Geschichtsrmaler dieses Namens verfertigte zwey Tafeln für dieS. Michaelskirche zu Gent . Do^a§e cie Derca»«pr;
Flora, vul§c» la Fleur (Nikiaus Wil-helm a) Blumenmaler in Miniatur und Stickwerk,aus Lothringen gebürtig; arbeitete zu Rom , wo er
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