Band 
Erster Theil.
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245
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Flyn r.

F o l l i. 245

* FIpnr (P-aul), vermuthlich ein Goldschmied,von 'Nürnberg gebürtig, wo er um 1590 Blattermit dem Punzen oder Spitzhammer verfertigte-Sein Zeichen ist bey Christ S. 268. zu finden.

* §0, vortrefflicher schweizerischer Formschnei-der und Zeitgcnoße Holbeins, hat die schönen Fi-guren zu Conrad C^eßners Naturgeschichte inHolz geschnitten- Dieses Buch ist r 55 i. zu Zürich in Folio bey Christoph Iroschauer gedruckt. /Ä/ni-/<,» I. 216. Der Name dieses Künstlers hat dasAnsehen einer Abbreviatirr.

Foccara oder Focchetta (Johann), einziemlich berühmter Maler; arbeitete um 1480. zuRom , wo er für den Bildhauer Anton Filareredas Bildm'ß Pabst Eugen IV. verfertigte, welchesder Angeber in der Kirche Et. Maria della Mi-nerva setzen ließ, und daselbst sein eigenes Begräb-niß wählte, vasäriin dem Lebcnslauf des Filarere.

Foccio. S. Fuccio.

Focht (Ferdinand), Maler zu Bologna ; lerntebey Dom. Mar. Canuti. Er malte auf frischenKalk viele Figuren in den Pallästen Magnani undBianchlni. 7>ittrrce 111 . 118.

Fochier (Wilhelm), eines TapczereyenmalersSohn, arbeitete in gleicher Kunst, in Wasserfarbe,mit einem seiner Bruder in der Herrschaft Breda.

III. 4«>g.

Fockhezer (Joh, Georg) von Kißlegg , un-weit Lindau am Bodcnscc gebürtig; arbeitete umi)6o. zu Cremona . Er malte mit einer guten aberetwas langsamen Manier Thiere und Geflügel.

Mrc.

Focoso (Bernhard), genannt Fioriti, Bild-hauer, lebte um 1880. zu Rom . Seine Starkebestand in Copirung antiker Köpfe und in Brust-bildern. Diejenigen von Salvator Rosa und Pe-ter Deretini, welche auf ihren Grabmälern zu sehenfind, sind seine Arbeit. Er war wegen seines lu-stigen aufgeweckten Kopfs unter seinen Kunstgenos-sen bekannt und geliebt. /Äno/i II. 1^2. u. 4«l«

Focus (Georg), guter Landschaftsmaler zuParis ; war um 1878. Mitglied der Königl. Aka-demie. Man hat von ihm eine große Sammlungitalienischer Landschaften und Aussichten in Kupfergeätzt. 218.

* Foehrmann (Daniel) Niclaus Georgs»,Daniel Hosliiig, aus Ost- Gothland, und sJ.Vahe, Medailleurs in Schweden , werden vonRochier unter Hedlingcrs Schüler gezählt.

Astronomie von der Hand eines vincenZ Foggini ,und vorgcdachrer I Baptist Foggini verfertigtedes Galilei Brustbild .

Foglierra (Paul), Maler zu Genua 1670.wird von Sopran» in des Joh. Baptist paggsLebensbeschreibung angeführt.

— — (Paul Anron), Franz Lri'spo und Ni-claus Cavacchio, neapolitanische Künstler, wer-den in einer Handschrift des Joh. Anqelus Cristcuolo angeführt. Der erste war ein Maler, undder dritte ein Bildhauer; was aber der zweyte ge-wesen , wird nicht gemeldet. Sie lebten um dasEnde des XV. Jahrhunderts. DoEmcr 1. 129.

" Foix (Ludwig de) Baumeister, von Paris ge-bürtig; lebte um das Ende des XVI. Jahrhun-derts. Er fetzte sich an dem spanischen Hofe ingutes Ansehen, und erhielt von König Philipp II.Befehl, den Pallast und daS Kloster Escurial zubauen, welche unter seiner Aufsicht mit königlicherPracht aufgeführt wurden. Er baute seliges nacheinem Modelle, welches aus 22. andern bestand, diedem Dignola übergeben wurden, um daraus eineszusammenzusetzen, welches von diesem Baumeisterselbst ausgeführt werde» sollte, der sich aber we-gen hohen Alters dessen einschlug Die spanischenSchrifsteller widersprechen diesem Vorgeben sehrernstlich und gründlich. S. den Art Johann deHerrera. Ludwig machte auch seine Geschick-lichkeit in Frankreich bekannt, da er den altenCanal des Flusses Adour bey Bayonne verstopfte,und einen neuen für den dastgen Seehafen errich-tete. Ferner baute er den Leuchtechurm an demEinflüsse der Garonne, weichen man gewöhnlichden Thurm von Cordouan nennt. Lacombe.

* Fokke (Simon), Kupferstecher zu Amster-sterdam, geb. 1712.lernte bey I. Caspar Philipps.Er arbeitete für die Dresdner -Galleric, wie auchnach B. Picart, C. Troost, de Beyer, u. s. f.Dieser Künstler besaß ein schönes Cabinet von Ge-mälden , Zeichnungen und Kupferstichen. — SeinSoh» Johann lernte und übte des Vaters Kunst.Nachrichten von Lünstlern II. 44.

* Foler (Anton), ein wohlgeübter aber mittel-

mäßig studirker Maler zu Venedig , war mehr ausMuth, als aus gründlichen Begriffen von seinerKunst, hurtig. Er arbeitete in Oel und auf fri-schen Kalk. Eines seiner bcßten Bilder ist die Stei-nigung Stephanus in der Kirche und auf dem Al,tar dieses Heiligen. Er st. 1818. 88. I alt, soarm, daß man ihn nicht aus seiner Derlassenfchastbeerdigen konnte. II. 146.

Foggini (Jacob Maria), flcrentinischer Bild-hauer; lernte bey Anton Novell!. Er arbeiteteeinige Zeit in Marmor, begab sich aber hernachauf das Schnitzen in Holz, aus welchem er vor-treffliche Werke mit großem Verstand und guterErfahrung, in allem, was die Bildhauer - undBaukunst angeht, verfertigte. Dieser Künstler st.i68Z. La/äi-rucci Xec. V. 352 .

— — (Joh. Baptist), geb. zu Florenz 1652.lernte bey Jacob Giorgi, Jac. Maria Foggini,Ludwig Ealvetti, Hercules Ferratta und Ciro Ferri .Er ward durch die Unterweisung so vieler geschick-ter Lehrmeister ein fertiger und herzhafter Bild-hauer, der viel schöne Werke für Kirchen verfer,tigte Man siehet von ihm in der Carmeliterkirchedrey große Basreliefs und in der Kapelle St. An-dreas Corsini den Sarg dieses Heiligen. Er ko-pierte einige antike Statuen für den Grosherzogvon Toscana und für den König von Frankreich ;verfertigte auch einige Basreliefs für das Grabmaldes Herrn Franciscus Laverius zu Goa, u. s. f.Foggini ward Baumeister der Kapelle St. Lau-rentius und der großherzoglichen Galleric, und ar-beitete Vieles auch in dieser Kunst. — JuliusFoggini machte die Zeichnung zu dem prächtigenGrabmale des Galileo Galilei , welches ihm 1787.in der Minoriterkirche St. Croce zu Florenz auf-gerichtet wurde. An demselben ist die Stalüe der

F 0 ley ( ), englischer Auditor und Kunst-liebhaber; baute um 1710. ein sehr schönes Land-haus und zierliche Gärten in der Grafschaft Here-ford. 400.

* Foligno (P. Humilis da), Franciscaner-mönch; malte die Lribuna der Kirche St. Mar-garetha zu Rom auf frischen Mörtel. Dtr. -

* Folkema (Jacob)., Kupferstecher von Do»kum in Friesland gebürtig; lernte bey seinem Va,tcr Job. Jacob, einem geschickten Goldschmied.Der Sohn setzte sich um 1720. zu Amsterdam , woer Vieles »ach B. Picarts Zeichnungen arbeitete.Man hat von ihm vier Blätter von MeleagersGeschichte nach C. le Brun; einige andere in derHistorie der Jncas, Könige in Perou ; in desArzt Ruyschen anatomischem Werke u. s. f. Manfindet auch ein Blatt von seiner Hand in der Samm-lung von der Galerie zu Dresden . Er st. 1767.75. I. alt. — Seine Schwester Anna, erlangtedurch Miniatur einigen Ruhm; sie verfertigte asschverschiedene Stiche und st. 1788. 70 I. alt. kJächrrichten von Lünstl. II. 45 .

* Folli (Sebastian), Maler und Baumeistervon Eiena; verfertigte in seinem Vaterland« einigeGemälde in Oel und Fresco. Hierauf begab ersich nach Rom, wo er für Pabst Leo XI. arbei-tete, und war im Begriffe sein Glück zu machen;