Band 
Erster Theil.
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246
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246 Folin.

allein der Pabst starb 27. Tage nach feiner Erhöhung.Fall, selbst st. 1620. 52 . I. alt. B- Capitelli, I.Florine n. s w. haben nach ihm gestochen. La/<ir-««ccr 8ec. IV- k. 5 . P.

* Folin (Barlholome),venetianischerKupfer-stecher , lernte bey Loren; Zucchi. Er befand sich einigeZeit an dem bareuthischen Hofe; von da kam er nachDresden , wo er aus der churfi'irstl. Galerie nachRubens , Vandyk u. s. f. arbeitete. Er lebte um»76b. Biblisch. schön, wlfsensch. XII. 372.

* Folrmar (Christoph), geb. ;u Kopenhagen 1718. ward durch einige Anweisung von seiner Mut-ter und dem Zeichenmeister bey dem Cadettencorpsso weit gebracht, daß er die Miniatur aus sich selbsterlernte, und diese Kunst mit so glücklichem Erfolgübte, daß er 17^8. in königl. Dienste angenommenwurde, wo er alle Arbeit bey Hofe mit vieler Ge-schicklichkeit verfertigte. Er übte sich auch in derSchelzmalerey. Nachrichten von Daneinark(D. I. k. 5. p. 267-).

Folp (Adrian), Geschichtsmaler zu Kopenha-gen , bekam in der niederländischen Künstlergesell-fchaft den Benknainen Zinnebeeld. /formale» II.

344. 8°. 64.

* Fonbonne (Quirln), niederländischer Ku-pferstecher, arbeitete um 1700. nach C. le Brun, N.Pouffin u. s. f. S. den Art Sebastian Antoine-

Fondamenr; Bentname von Raufst.Fondr (Peter) verfertigte auf eine betrüglicheWeise gemalte irdene Gefässe, mit welchen er die-jenigen so man in Campanien , besonders in der Ge-gend um Nola aus der Erde hervorgräbt, nachzu-ahmen suchte. Er hielt sich vornehmlich zu Venedig und zu Corfu auf. Von seiner Arbeit ist manchesStück in Italien geblieben, die mehresten aber sinddoch auswerts gegangen. Man erkennt sie an derSchwere, da hingegen die ächten fein und leicht sind.^r«o III. 197.

* Fonsaga vd. Fonseca (Cosmus), Bild-hauer und Baumeister, von Clusone in dem Gebietevon Brescia gebürtig, lernte bey Peter und I. Lo-ren; Beruhn, Vater und Sohn. Er arbeitete zuBergamo und Rom; hernach ließ er sich zu Neapel haushablich nieder, wo er sehr viele Werke verfer-tigte, wovon die vornehmsten in der neue» KircheJesus gesehen werden. Cosinus ward in den Rit-terstand erhoben, und st. 1678. 87. 1 . alt. A. Mag-liar hat nach ihm einen Obelisc mit der Staküe desH> Januarius gestochen. — Sein Sohn * Carl ar-beitete in diesen Künsten an dem spanischen Hofe, woer in der Blüthe seiner Jahre starb, da er sonst, nachdem eignen Geständnisse seines Vaters, diesen in derKunst würde übertroffen haben. Oonrrurci 111.176.

* Fontaine (Ludolph la), geb. zu Zelle 1706.kernte bey seinem Vater Georg, anfangs fürstlichem,hernach königlichem Hofmaler zu Hannover . Lu-dolph reiste in Holland und England, wo er unterKlet und und Amigoni , zweyen Geschichtsmaler»,studirte. Er kam einigemale »ach Paris , und end-lich rxZL.nach Braunschweig in des Herzogs Dienste,und machte sich dort mit Bildnißmalen berühmt; ne-ben Anderm (1740.) mit denjenigen der Familie desGrafen von Brühl, ersten Ministers des Königs inPolen . Dieser Künstler lebte noch 1768. Doch ar-beitete er nicht mehr. Nachrichten von KünstlernII. ch. — Vielleicht ist ein des Fonraines, Bild-nißmalcr zu Paris um 1720. mit Obigem derselbe.Daull«, C- Dupuis, Schmidt u. s f. haben nachihm gestochen. — John Smith dann hat nach einemGeorg la Fontaine das Bildniß Friedrich, ältestenSohns Georg II. und Vater Georg lll. Königen inEngland, in Schwarzkunst gearbeitet.

* Fonrana (Albert), Maler zu Modena , ar-beitete um i 53 u. in Gesellschaft mit Niclaus dell' Ab-liste. Er war in Friesen, Grotesken und Thierensehr berühmt; und es würde sein Name noch berühm-ter seyn, wenn seine Bilder zu Modena nicht durchRauch und andere Zufälle meistens verdorben wä-ren. /Härmm p. 69.

Fonrana.

F 01» ta n a(?lngcius Maria), Maler zu Bologna ,wird in der Felsina Oirrrice III. iZg unter dieSchüler des Loren; Pasinelli gezählt.

— — (Anton), Bildhauer zu Rom , verfer-tigte einige Statüen von Stein, welche die Vorder-seite der Kirche St. Maria in Monte santo zieren.Er blühete um 1H60. 74 tr.

* — — (Baptist), Maler, Kupferstecher undFormschneidcr zu Verona , lebte um rhxö. und ar-beite meist außer seinem Vaterlande. Man hat vonihm einige Blätter aus Virgils Eneide von seinereignen Erfindung; den Tod des H. Peter Martyrund die Schlacht bey Cadore zwischen den Kaiser-lichen und den Vcnetianer», nach Titian ; einigeStücke nach P. Vcronese, Parmesan u. s. f. Erstarb in kaiserl. Diensten. /'oL.rw 58 .

— (Carl), Baumeister von Brucciato dkComo, lernte bey Joh. Loren; Bernini . Er warddurch dessen Unterweisung so berühmt, daß er dieAufsicht über die vornehmsten öffentlichen Gebäudezu Rom bekam. Carl starb daselbst 1714. 80. I alt.Man hat von ihm eine Beschreibung der St.Peters-kirche, welche 1694. zu Rom mit 79. Foliokupfernvon Alexander ^pecchi gedruckt ist; einige andrevon P. S. Dartvli und H. Frezza gectzte Blatter, diemit seinem Namen bezeichnet sind, findet man in Bornanni's II. 'I'. V. Dcßglcichen einen Aufsatz vomfiavianischen Amphitheater. — Sein Sohn Franzkam ihm an Geschicklichkeit in der Baukunst völligbey. Er erneuerte unter seiner Aufsicht einige öffent-liche Gebäude; andre führte er ganz von Grund auf.Er starb aber 1708. erst 45 . I. alt, und hinterließeinen Sohn Lllaurus, der von dem Großvater zurBaukunst gezogen wurde. Carl unterwies auch indieser Kunst zwey seiner Bruderssöhne, Carl Ste-phan und * Hieroymus Fonrana. Carl Ste-phan erneuerte die Celestinerkirche St. Eusebius zuRom . A.Westerhout hat nach Franzens Zeichnungdie fcyerliche Eröffnung der Cathedralkirche St. Pau-lus zu Rom i/nu. gestochen. /ÄLco/r II. 542.

* Fonrana (Dominicus), geb. zu Mili amCoinersee - 543 . studirte zu Rom die antike und mo-derne Baukunst, nebst des Michelangelo Werken.Er war hierin so glücklich, daß Pabst Sixt V. wel-cher ihn schon als Cardinal zu seinem Baumeisterangenommmeu hatte, ihn nach seiner Erhöhung indieser Stelle bestätigte. Fonrana richtete auf des-sen Befehl die Obelisce bey der St. Peterskirche,Et.Johann von Lateran, St. Maria maggiore undbey der Pforte del Popolo wieder auf Er bessertedie beyden Säule» der Kaiser Trajan und Antoninus aus, und vollendete die Wasserleitung Felice, wel-che Matthäus von Citta di Castcllv angefangen hatte.Wegen seiner Verdienste ward er in den Adelstanderhoben und zum Ritter des güldenen Sporns ge-macht. Man muß billig über die außerordentlicheFähigkeit und Arbeitsamkeit dieses großen Manneserstaunen, wenn man liest, wie viel Gebäude anPallasten, Kirchen, Kapellen, Straßen u s. f. erüber oberzählte, wahrend der kurzen Dauer einerfünfjährigen Regierung Pabst Sixt V. zu Standgebracht habe. Dann erzählt man einen sehr schönenZug von der Großmuth dieses Künstlers: Er habenämlich auf Befehl seines Gönners, damals nochCardinals von Monkalto, den Bau einer Kapelleangefangen, der aber wegen Geldmangels eingestelltwerden sollte; um nun diesen Bau fortzusetzen, habeDomrmcus 1000. Scudi, die er kurz zuvor in seinVaterland gesandt hatte, zurückgefedert und hierzuverwendet. Nach des Pabsts Tode gieng er miß-vergnügt von Rom nach Neapel , wo er sofort zumkönigl. Baumeister angenommen wurde, und vieleangefangene Gebäude vollführte. Daselbst starb er1607. und ward in einer Kapelle der Kirche St. Annader Lombarder begraben, wo man sein mit einemBrustbild geziertes Grabmal findet. I. Guerrahat die Ausrichtung des vaticamschen Ovelisces inKupfer geetzt, und Fonrana hat die Beschreibunggegeben. A. Specchi dann etzte nach seiner Baukunstden Springbrunnen Felice. Man findet auch in sei-nem Werke die Palläste von Neapel , die A- Magliar,