Band 
Erster Theil.
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250
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25 » Fosse.

man seineZusammenzungenallzuüberhäuft, und zu-weilen plump, seine Gewänder schlecht gefaltet,und seine Figuren öfters allzukurz findet, la Fosseist einer von denen französischen Malern, welche diegute Manier auf frischen Kalk zu arbeiten am Beßtenverstanden. Thomassin, Chatillon, C. Simoneau,Audran, B. Picart, Cochin rc. haben 22. Blätternach ihm gestochen.

* Fosse (Joh. Carl de la), französischer Bau-meister und Lehrer in der Zeichenkunst, erfand eineneue historische Jconologie, die er 1768. in Octavmit 111. Blättern drucken ließ.

— — (de la), ein vermuthlich von Carl de la

Fosse verschiedener Maler, verfertigt« das Blattdes Hauptallars in der Collegiatskirche des H. Pe-trus z» Lilie: Es stellt Christum vor, der die Binde-schlüssel an den Apostel Petrus übergiebt. In der Zu-sammensetzung dieses Gemälds zeigt sich elye großeManier, und im Colorit viele Haltung,

— — ( . . de la), französischer Kupferstecher,arbeitete um 1760. zu Paris . Man hat von ihmverschiedene Bildnisse nach Carmontelz die FamilieCalas, nach eben diesem Meister; einige Blatter zuden Octavausgaben der Fabeln von la Fontaine undOvids Verwandlungen. Lara».

Fokins (Matthäus), berühmter deutscher Bau-meister, baute, wie man insgemeiu glaubt, die stei-nerne Elbebrücke zu Dresden um 1070. Sie hat800- in der Lange, und wird für eine der schönstenin ganz Deutschland gehalten. Man bemerkt anderselben die in Stein gehauene Slatüe des Bau-meisters. Marperger S. 3 u 8 .

Foucau ( ),französischerBildhauer,lernte

bey Joh. Jacob Caffieri. Er erhielt 1767. den zwey-ten Preis in der königl. Acadcmie zu Paris , undim folgenden Jahre den Preis des Ausdrucks, dender Graf von Eaylus gestiftet hat.

* Fouche (Niclans), Geschichts- und Bild-nissemaler zu Paris , wird unter die Schüler des Pe-ter Mignard gezählt. Edelink, Desplaces, I. Fa-bcr, I. Johnson u. s. f. haben nach ihm gestochen.

F 0 nchier (Bcrtrand), Maler von Bergen opZoom , lernte bey Anton Vandyck und bey JohannDilaert. Er reiste in Italien , und studirte vornehm-lich nach Tintoret. Zu Rom war er im Begriffe,unter der Regierung Pabst llrbans VIII welcherdie Künste liebte, sein Glück zu machen, mußte aberwegen eines widrigen Zufalls diese Stadt verlassen.Foiichier arbeitete darauf zu Florenz und auf seinerHeimreise zu Paris . Seine italienische Manier warin seinem Vaterland« nicht beliebt, daher er Brouswcrs wählte, und meistens Gesellschaftsstücke, inwelchen er besonders glücklich war, malte. Fou-chier verfertigte auch viele Glasgemälde, und starbin seiner Geburtsstadt 1674. 65 . I. alt. Der-II. l/,2.

F 0 udrar 1» (Ludwig). S. den Art. F. Eossm.

Foulsn ( ), Bildhauer aus Lothringen ,

wird von Gueudeville III. i 54 > angeführt.

* Fouqleres (Jacob), geb. zu Antwerpen um i 58 o. lernte bey Jost Momper, Johann Breug-hel und P. P. Rubens . Er ward durch seine präch-tigen Landschaften berühmt, und der Churfürst inder Pfalz belohnte seine Kunst; selbst Rubens be-diente sich seiner Arbeit in vielen historischen Ge-mälden. Als er in Frankreich kam, erhob ihn Lud-wig XIII. in den Adelstand; über diese Ehre war erso empfindlich, daß man von ihm sagt: Er habeseither niemals anders als mit dem Degen an derSeite gearbeitet; ja er gieng in seiner thörichtenEinbildung soweit, daß er seine Kunst, aus Furcht,sie möchte seinem Stande nachtheilig seyn, gar ver-absäumte. Allein dieser lächerliche Stolz setzte ihnin so elende Umstände, daß er seinen Unterhalt beyeinem seiner Kunstgenossen, der ihn ohne Enkgeld zusich »ahm, suchen mußte. Die Färbung dieses Künst-lers ist sehr lebhaft; er wußte die Bäume wohl zu

Fragonard.

behandeln, malte auch sehr gute Figuren, und warsowohl in großen als in kleinen Stücken vortreflich.Man tadelt an seinen Landschaften eine allzusehrüberhäufte Composition und den allzustarken Ge-brauch der grünen Farbe. Fouquieres malte inden Galerien des Louvre verschiedene Aussichten derkönigl. Pallästc. Er starb zu Paris 1659. P. undA. Jode, A. E. Voet, Montagne, Morin u. s. f.haben nach ihm gestochen. chÄ-ZnuMe.

Four (CarlNiclaus du), französischer Kupfer-stecher , von welchem man einige kleine Landschaftenund Aussichten nach Weirotter, Vernet, I. Ph.Loutherbourg u. s. w. hat. Er arbeitete um 1766.zu Paris . 8uppl.

— — (Peter du), französischer Maler, vonwelchem man in der Theatinerkirche St Laurentiuszu Turin eine Geburt Christi siehet. Larto/r I.

* Fourdri nier (P.), Kupferstecher, arbei-tete um die Mitte des XVIII. Jahrhunderts zu Lon-don . Man hat von ihm sehr sauber radirte Archi-tektur- und Decorationsblätter; neben Anderen dieTrümmer von Palmyra und Balbec nach I. Borra.

8upp1.

,* Fournier (Esajas), König Heinrich IV.Hofmaler und Kupferstecher zu Paris , biühete um1600. Thomas de Leu hat auch nach seinen Werkengestochen.

— — (G-), Kupferstecher, arbeitete unter derAufsicht Carls Errard.

— — (I.), französischer Maler, lernte beyFranz de Troy und einigen andern Meistern. Erarbeitete einige Zeit zu Amsterdam und hernach imHaag, wo er für den Hof des Prinzen Statthaltersund andere Standespersonen Bildnisse malte. Erlebte um die Mitte des XVIII. Jahrh, damals un-gefähr 5 o. I. alt. /^rn 600/ II. 492.

(S- P.), der jüngere, Buch-händler zu Paris , schrieb eine Abhandlung über denUrsprung und Fortgang des Formschncidens und derBuchdruckerey (8°. 768.), und übte auch selbst diesebeyden Künste.

— — ( ), Bildhauer, arbeitete mit Carl

Rebille an Verzierung der Kirche der Petits PercSa la Place des Victoires zu Paris .

Foy> S. den Art. Mclaus Earon.

Fraca; Beyname von Franz S'neraldi.

Fracalanza (Ricinus), Maler, arbeitete inder Kirche St. Johannes della Bcverara zu Verona ,und blühete im XVI. Jahrhundert. Z6.

* Fracanzano (Cesar und Franz), Gebrü-der, Maler zu Neapel , lernten bey Joseph Ribera.Eesar malte die Empfängniß Mariä für die Kircheder P. P des Oralorii zu Neapel . Er arbeitete um1660. zu Paris . Man hat von ihm einige Blätter.Franz malte für die Kirche de PeUegrini den Toddes H. Joseph; ein Bild von großer Manier, rich-tiger Zeichnung und vonreflichcm Colorit. Es wirdfür eines der beßten Gemälde zu Neapel gehalten.Franz st. 1657. — Michel Angelus, CesarsSohn und Schüler, lernte auch bey seinem Oheim.Er vertauschte frühzeitig die Malerey an die Schau-bühne, und ward deswegen in Frankreich berufen,wo er ein starkes Jahrgeld von dem Könige genoß.Er starb zu Paris i 685 . in hohem Alter, öome-mcr III. 82.

* Fragonard (Honorat), französischer Ma-ler, studirte um 1760. auf königl. Unkosten in Ita-lien . Seine Zeichnungen sind voll Feuer, und wer-den von den Kennern geschätzt. Der Abt von St.Non, welcher derer auf Zoo. besaß, hat viele davonim Geschmacke von getuschter Arbeit geetzt; undeben so Fragonard «elbst vier Bacchanalien vonseiner Erfindung und viele andere Blätter nach ver-schiedenen schönen italienischen Gemälden. Er ward1765. in die königl. Academie zu Paris aufgenom-men , und erhielt allgemeinen Beyfall wegen eines