Band 
Erster Theil.
Seite
251
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Fraisse.

Gemalds, welches er in gleichem Jahr in dem Louvreausstellte, und das den Obcrpriester Corebus, dersich selbst, um Callirhoe'n zu retten, aufopferte,darstellt. Charpentier , Desmarteaux, Flipart,Marchand u. s. w. haben nach ihm radirt. Bibl.der schön, wifsensch. XII. 194.

* fraisse ( ), französischerKupferstecher,

gab 17Z6. eine Schrift, in welcher er allerhand Risse,nach persianjscheu, indianischen, chinesischen undjaponesischen Originalen gezeichnet, in Kupferlieferte.

Framo (Lucas). S. Francois.

Francabigio. S. Bigis.

Francart (Jacob). S. Francquart.

* Francavilla (Peter), geb. zu Cambrayum ib 5 o. lernte bey Johann da Bologna. Er durch-reiste viele Länder, und übte sich in der Malerey,Bildhauerkunst, Mathematik u. s. w. König Hein-rich I V. berief ihn nach Paris , wo er mit seinemSchüler Franz Bordoni von Florenz viele Arbeit ver-fertigte, unter welcher sich die vier Basreliefs und soviele Sclaven an dem Fußgestelle der Ritterstalüe ge-dachten Königes, auf der neuen Drücke, nach Lud-wig Cardi's Zeichnungen, in Erzt gegossen, befin-den. Man sieht auch in dem Lustschlosse Pontchar-train, vier Meilen von Versailles , eine von Fran-cavilla 1609. verfertigte Gruppe von zwo Figuren.Dieser Künstler schrieb ein Buch: Miarocosmn,worin er die Zusammensetzung des menschlichen Kör-pers erklärt, mit einigen Blattern von seiner Hand.Er lebte noch 1611. und starb vermuthlich in Frank-reich . Lcrrc etc. Vlll. 19. — Einen andern Bild,Hauer fast gleichen Namens findet man in dem Ar-tikel Franqueville.

* Francesca (Peter della), geb. zu BorgsSt. Sepolcro 1Z94. war in mathematischen Künstenund in der Malercy wohl erfahren. Er schrieb da-von Bücher, welche sein Schüler M. Lucas, einFranciscanermönch von Borgo, auf eine gegen sei-nen Lehrmeister undankbare Weise, unter seinem eig-nen Namen herausgab. Francesca malte gute Bild-nisse; aber seine vornehmste Neigung gieng aufNacht-stücke und Feldschlachte». Unter seinen Bildern wer-den die Geschichten des Kreuzes Christi in der größ-ten Kapelle der Kirche St. Francisc zu Arezzo wegender geistreichen Einfälle, zierlichen und natürlichenStellungen, lieblichen Gewändern, vortreflicherArchitektur, lebhaften Ausdrücken der Leidenschaf-ten u. s. w. billig bewundert. In der Feldschlachtund Flucht des Maxentius findet man eine Gruppein Verkürzung abgebildeter Pferde, welche man, inBetrachtung seines Zeitalters, beynahe allzuschönund allzuvortreflich nennen kanN; Dieser Maler zogauch viele Schüler. Er ward in seinem Sechzigstenblind, und starb um i 58 o. in seiner Geburtsstadk,wo er in der bischöflichen Kirche begraben wurde.

II. 36 Z.

Franceschi' (Franz), Maler zu Venedig um

Man sieht von seiner Arbeit in den dasigenKirchen St. Samuel, St. Job und St. Georgiusd'Alega. L'aurouüro.

— — (Johann Baptist), Kupferstecher, hatnach Raphael u. s. f. gearbeitet.

* — — (Paul), genannt Flamingo, nie-derländischer Maler, lernte zu Venedig bey JacobRobusti, und malte die Landschaften in seines Mei-sters Werke Er arbeitete auch für sich selbst, undverfertigte eine unzählige Menge Landschaften, wo-rin er große Talente besaß. Man findet von ihm inder Kirche St. Nicolo de Frari zu Venedig ein histo-risches, aber schlechtes Gemäld, und ein gleichesm dem großen Rakhssaale des herzogl. Pallastes.Franceschi malte auch zwey große Tafeln für KaiserRudolph ll. Sein Tod, der 17,96. 66. 1 . alt zu Ve-nedig erfolgte, wurde von seinen Kunstgcnossen sehrbedauert. Die Sadelers haben nach ihm gestochen.Zanerri hält ihn mit p. Freschi für den gleichen.

i!. ?z.

Franceschrni. 251

Franceschi, italienischer Baumeister, arbei-tete um 1710. an dem Hofe des Landgrafen von Hes-scncassel. Er baute den unter dem Namen Winter-kasten berühmten Pallasi. Uffenbach I. 6.

Frä NceschieUo; Deyname von F. Mura.

* Franceschlnr (Balthasar-, genannt Vol-terrano, lernte bey Matthäus Roselli. Er studirtenach Anton Allegri und andern lombardischen Ma-lern. volrerrano malte vier vortrcflich schöne undgroße Tafeln mit zierlicher Anlage der Farben undangenehmer Manier in dem großherzogl. Landpal-laste Petraja, in welchen er die Thaten Cosmus I.und Ferdinand II. abbildete. Sie wurden um 1760.gestochen. Ferner drey Kuppolen in der Kirche St.Nunziata, und eine in der Kirche St. Croce , welchealle andern übertrifk. Man sieht auch von seinenWerken in den Pallasten zu Florenz , und viele andrewurden in verschiedene Lander gesandt. Er starb1689. 78. I. alt. Man sieht in der Galerie Gerüstdrey Blätter »ach ihm. Er selbst radirre einen Chri-stus der seine offne Seite zeigt. Fro»-. 111. 95.

— — (Dominicus), Kupfcretzer von Verona ,arbeitete um 17cm. zu Rom , wo er das FlavianischeAmphitheater, und die Kirche welche auf diesen Platzgebaut werden sollte, nach des Carl Fontana Zeich-nungen radirle- Dieses Werk besteht aus 26. Platten.

* — — (Marc Anton), berühmter Maler zuBologna, lernte bey Joh. Maria Galli-Bibiena undbey Carl Cignani, bey welchem er ein solches Coloritsich eigen machte, daß Franceschini für eine» derbeßten Nachahmer dieser schönen Manier gehaltenwird. Nicht allein sein Vaterland, sondern auchDeutschland, Frankreich, Spanien und verschie-dene Städte in Italien besitzen von seinen Bildernin Del, auffrischen und auf trocknen Mörtel . Seinevornehmsten Werke sind: Das Gewölb und etlicheAltarblätter in der Kirche Corpus Donstrst; dasGewölb nebst acht großen Stücken, welche die Tha-ten des H. Philippus Neri abbilden, in der Kirche desOratorii, beyde zu Bologna ; der große Rathssaalzu Genua ; endlich einige große historische Cartonszu dcr Mustvarbcit der St. PcterskirchezuRom, dieer auf Befehl Pabst Clemens XI. verfertigte. We-gen seiner Verdienste ward er von gedachtem Pabstemit dem Christusritterorden beehrt. Dieser Malerst. 1729. 81. 1 . alt. Sein Genie gieng vornehmlichauf das Angenehme und Niedliche: Er gab seinenFiguren Leben und Bewegung, wußte auch seinenGemälden alle Zierlichkeit zu geben, welche mannur wünschen konnte, indem er ei» sehr starkes Co-lorit mit einer lieblichen Gelindigkeit verband. Nachdem Nrtheil einiger Kenner schien Franceschim dieAntiken, Raphael und Poussln, aber mit ungewis-sem Schritte Nachzuahmen. Seine fertige Manierzu arbeiten machte ihm seine- Kunst zu einem ange-nehmen Zeitvertriebe, und die Kenner bemerken inallen seinen Compositionen eine große Belesenhcit,da eine beständige Uebung ihm jederzeit das Wahr-scheinlichste an die Hand gab. Nach seiner Meinungkann ein Maler nicht anders als durch eine genaueNachahmung des Schönen in der Natur und durchrichtige Ausdrücke der Leidenschaften vortrcflich seyn.Giovannini, R. Audenaert, Bettoli, Ghezzi, Me-loni, Mattioli u. s. f. haben einige Blätter nach ihmgestochen. — Sein Sohn * Jacob copirte des Va-ters Werke sehr wohl. Er malte auch aus eigner Er-findung, wovon die Altartafel der H. Cecüia in derKirche St. Maria dell'Jncoronato zum Beweis die-nen kann. Dieser Künstler war Chorherr der KircheSt.Maria maggiore zu Bologna , ^caä C/em. 1 .519.

* — — (Matthias), Maler zu Turin , ver-fertigte viele Altarblätter für die dasige Kirche; dannzu Racconigi und Rivoli Er lebte um 1746. S.den Art. F. A Euniberti — Von seinem SohnePhilipp Anton sieht man ei» Altarblatt in der Kir-che des Narrenspilhals zu Turin . Amto/r 1 .

*— — (Vincenz), Maler und Kupferstecherzu Florenz um 1700. Er arbeitete nach C Allen,P. Nelli, Campiglia u. s. f.

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