Band 
Erster Theil.
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260
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260 Füßli.

das Bnndniß des Frcysiaats Venedig mit beydenCantons, Zürich und Bern , welches in der großenRathsstube in Zürich beschworen wurde; das andredas Rathhaus seiner Geburtsstadt mir den umliegen-den Gebäuden perspektivisch vor. Füßli zeichneteauch 720. Tafeln zu der Scheuchzerischen Bibel, undst. 17Z6. 5 g I. alt. Füßli 1 . 220.

* Füßli (Matthias), Maler zu Zürich , lerntebey Gotthard Ringgli, und studirte zu Venedig . Ermalte aus eigner Erfindung Feldschlachten, See-stürme und nächtliche Feuersbrünste, wodurch ersich berühmt machte. Als er einst die äußerste Be-stürzung recht natürlich ausdrücken wollte, lief ermit bloßem Degen in das Nebenzimmer, wo seineSchüler arbeiteten, und that, als wollte er sie allezu Schanden hauen, worauf es ihm auch gelungen,daß er ihre Gebehrde» sehr genau ausgedrückt. Erst. i66j. 66. I. alt. — Sei» * Sohn und Sohns-sohn, gleiches Namens, wurden geschickte Bild-nißmaler. Füßli.

* Fuga (Ferdinand), pabstlicher Baumeisterunter der Regierung Clemens XII. und BenedictXIV . Unter seiner Aufsicht und nach seinen Zeich-nungen wurde» sehr viele öffentliche Gebäude derStadt Rom theils neu aufgeführt, theils ausgebes-sert. Der Pallast Corsini, der nach seinen Zeich-nungen erbaut worden, ist einer der schönsten inRom . Der Ritter Fuga arbeitete seither in Dien-sten des Königs beyder Sicilien. I. Vasi, B. Gab-buggiani u. s. f. haben nach ihm gestochen. Trtr.

Fugiui. S. Foggini.

Fulberrus, Bischof von Chartres , bauteum 1020. die dasige Hauptkirche, welche schon zumdrittenmal durch Feuer vom Himmel abgebranntwar, sehr prächtig wieder auf, wozu viele Fürstengroße Summen darschossen; ste ist auch wörtlicheines der schönsten Gebäude dieses Zeitalters. Fuk-bere lernte die Baukunst bey Gilbert, Abt vonFleury sur Loire, Le/stne» V. 210.

* Fulcari (Sebastian), Kupferstecher zu Rom ,wo er von 1612. bis itVzo. arbeitete- Man findetvon ihm Blätter in Larutr 8iclUa etc. Christ ver-wechselt ihn mit G- Furck.

Fulcini (Joh. Baptist), Maler von Bologna ,lernte bey Lorenz Garbieri. Er würde sicher schöneMerkmale seiner Kunst hinterlassen haben, wenn ihnnicht um 16Z0. ein frühzeitiger Tod hingerissen hatte.,I?-r/Eür II. Zoj. — Dominicus Fulcini, Ku-pferstecher , wird mit seinem Zeichen von ChristS. 2gr>. angeführt.

Fulden (Theodor van). S. Thulden.

Füller (Jsaac), englischer Geschichts-undBildnißmaler, hielt sich viele Jahre in Frankreich auf, und studirte unter Franz Perrier. Er bekameine Neigung zu anatomischen Figuren, die er aberzuweilen ziemlich hart ausdrückte. Seine histori-schen Gemälde sind nur mittelmäßig, die Erfindungund Anordnung unbedeutend, das Colorit roh undungleich; hingegen hatte er in seinen Bildnissen einenkühnen und meisterhaften Pinsel. Man sieht vonseiner Arbeit;» Oxford eine Auferstehung in der Ka-pelle des Aller Seclen-Collegiums; in dem Theaterder Anatomie ein Bild, welches die Muskeln desmenschlichen Körpers sehr natürlich ausdruckt, undin dem Wadhams-Collegium ein historisches Ge,mald, welches man unter die guten Stücke zählt.Er st. 1676. /M/»Zton.

Fullmaurer (Heinrich). S. den Art. v.R Speckle.

Fulrer (Joh. Ulrich). S. Hurdter.

Fulvius, placidianus und Ruruba,drey schlechte Maler, werden von Horaz (I.. XI.8at. 7.) angeführt.

— — (Sebastian). S. Folli.

* Fumaccini od. Samacchini (Horaz ),Maler von Bologna , lernte bey Pellcgrin Tibaldi.Er malte zu Rom über die Thüre des sogenanntenkönigl. Saales in dem vaticanischen Pallaste ein

Furt end ach.

sehr schönes historisches Bild auf frischen Mörtel.Fumaccini zierte zu Bologna viele Altare mit vor-treflichenGemälden. Erst. 1277. C. Cork, D. Ti-baldi und A. Carraccio haben vier selten gewordeneBlätter nach seinen Zeichnungen gestochen,rmna I. 207.

* Fumiani (Joh. Anton), Maler zu Venedig ,lernte bey Dominicus degli Ambrogi. Er verfertigteseine Bilder mit einer leichten und besondern Manier,welche des Paul Caliari einiger Maaßen gleichet.Ein Gemald von ihm in der Kirche St. Rochus,welches die Austreibung der Verkäufer aus demTempel vorstellt, ist mit vielem Feuer und Genie zu-sammengesetzt, wohl gruppirt, von einer starke»und großen Manier, und eine Nachahmung Tinto-rets. Fumiani machte seine Figuren gern über Le-bensgröße. Er lebte in seinem Vaterland, und hatteviele Anläße seine Geschicklichkeit bekannt zu machen.Dieser Künstler starb daselbst 1710. 67. I. alt, undward in der Kirche St. Pantaleon begraben. P. Mo-n"co hat die Geschichte der Susanna nach ihm gesto-chen. Luar'ienti.

* Fumicelli (Ludwig), Maler von Treviso ,

war ein großer Zeichner und guter Colorist. Er maltenach Titian in Oel, und Grau in Grau, wurdeaber noch berühmter durch die Dienste, welche er alsKriegsbaumeister der Republik Venedig leistete, in-dem er nach dem lombardischen Kriege ihre Festungenausbesserte. Er blühete um i 5 Z 6 . I. 216.

Fum0 (Niclaus),BiidhauervonNeapel,lerntebey Cosinus Fonsaga. Er arbeitete in Marmor,Gyps und Holz. Fumo verfertigte sehr viel bestellteArbeit für die Königreiche Neapel und Sicilien, vor-züglich aber für Spanien . Die Werke, welche manvon diesem Künstler zu Neapel siehet, werden vonDomenici (III. 188.) umständlich beschrieben. Erst. 1725. 80. I. alt.

* Fungei (Bernhardln), Maler von Siena ,von welchem man in dem Chöre der dasigen Servi-tenkirche eine Krönung der H. Jungfrau siehet, /^cci.

Funsaga. S. Fonsaga.

* Furck (Sebastian), deutscher Kupferstecher,arbeitete um 16^0. zu Frankfurt am Mayn. SeineArbeit besteht meistens IN kleinen Bildnissen, unterwelche man den sechsten Theil der kibliotüeca cüal-coAi-Lplücn rechnet. Von ihm kennt man auch eineCopie von des Michel Angelo jüngstem Gerichte.Christ führt sein Zeichen S. Z 58 . an.

* Furini (Philipp), genannt pippo Siame^

rone, Maler von Florenz , lernte bey DominicusPassignano, und legte sich auf das Bildnißmale» —Sein Sohn Franz, geb. 16Z0. lernte auch bey Mat-thäus Rosselli, und malte mit einer überaus ange-nehmen und lieblichen Manier. Man steht Vielesvon seinen Werken in den Pallästen Vitelli, Ridolfiund Corsini zu Rom . Der Charakter seiner Köpfeist schön; seine Mitteltinten sind stark, und seineSchatten schwarz. Er trat Ho. I. alt in den geist-lichen Stand, und ward Pfarrer zu Mugello, woer 1649- starb. Der Marchese Gerini hat seine Ge-mälde in den untern Zimmern des Pittischen Palla-stes stechen lassen. Iuo,e»ti»o III. 57.

Furli. S. Forst.

Furnio (Franz), Goldschmied und Edelstein-schneider zu Bologna um i 5 oo. wird von Pompo-ponius Gauricus, in Ansehung dieser letztemKunst, mit den besten Meistern des Alterthumsverglichen. Man vermuthet, er verstehe unter die-sem Furnio den Fr. Ralbostm, genannt Francia.

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— — (Peter Jalhea>, Kupferstecher um 1670.arbeitete nach seinen eignen Zeichnungen, nach M.Hemskerk u. s. w. Er wird von Christ S. 18Z.angeführt.

Furten dach (Joseph), gebürtig von Leut-kirchen, war des Raths und Stadtbanmeister zuUlm , wo er 1667. 86. I. alt starb. Seine Hrcki-tectura universalis, civilis, navalis et martia-