Gambarelli.
geschah 1628. Man findet in des Louisa Sammlungein Blatt nach ihm, das obiges Gemäld des großenRathssaales abbildet. Fr'stoA II. 206.
Gambarelli (Crescentius) malte fünf histo-rische Tafeln und einige Genien in der Kirche St.Bernhard!», und das Gewölb der Kirche St. Roccoin Valcrozzi, beyde zu Siena . /hcci.
* Gambarini (Joseph), Maler zu Bolog-na , lernte bey Hieronymus Negri und bey Loren;Pastnelli, und arbeitete unter BartholomeGennari.Hierauf besuchte er-Rom und Venedig , von wo er,mit einer schönen und starken Manier versehen, nochHause zurückkehrte. Man sieht von seiner Arbeit inder Kirche St. Petronius zu Rom ; in dem PallasteLassoni zu Ferrara u. s. f. Er st. 2726. 45 . 1 . alt.Oeurentr»« I. Z86.
— — (PeterHieronymus), Ornamentmalerzu Bologna , arbeitete mit vielem Ruhm in verschie-dene» Kirchen dieser Stadt. ^LroLo.
Gambasio; Beyname von I. Gonelli.Gambello oder Camelio (Victor), Bild-hauer , verfertigte für die dasige Kirche St. Stepha-nus die Monstranz des hohen Altars aus kostbaremMarmor und mit vielen Statuen. Er wird auch un-ter die Medailleurs seines Zeitalters gezählt. Bo-nann, (bl. ?. ii.) giebt unter den SchaumünzenSiftlV. der den päbstl. Stuhl von 1/^1—1484.besaß, N°. 4. eine von der Hand dieses Künstlers.S. den Art. Johann Cavino. 6«a, renti.
Gambera S. Gambara.
Gambarelli ist der Familienname von An-ton und Bernhard Rossellino.
Gamma (Franz), Maler zu Bologna , lerntebey I. Joseph dal Sole, und malte die Bilder derH. H. Jacobus della Marca und Franciscus Solairfür die Kapelle Gozzadini in der Kirche dell' Annun-ziata. Er lebte um 1720. ^coro.
— — (Sebastian) stellte in einem Gemälde,welches er für das Oratorium der Kirche St. Corlombnno verfertigte, die Verbrüderung vor, welchedie dasige Gesellschaft des Schutzengels mit einerähnlichen Gesellsch ft zu Rom gestiftet.
Gamodia, Tamodia oder Zamodia(Heinrich), deutscher Baumeister, arbeitete zuMai-land, wo er iZ88. das Fundament zu der Haupt-kirche legte. Er baute auch die Kirche der berühm-ten Karthause zu Pavia . Latrmsta.
* Gamp erl in (Ad»), einer der alten deutschenFvrmschneider, dessen Hclzschnilte 1H07.U. i 5 > 8 . zuGtraßburg, und Gig. zu Basel gedruckt sind. Manfindet auch von ihm sehr schone Zeichnungen, welche,nach Christs Meinung, seine Holzschnitte übertref-fen. /Äpillorr I. iZ4-
* — — (V.), Formschneider, dcßen ZeichenChrist S. 270. anführt.
Ganassini (Martius) malte das Altarblatteiner Kapelle der Kirche St. Maria in Araceli zuRom. -«ei.
Ganassoni (Jacob), Maler zu Brescia , ver-fertigte für die Servilenkirche zu Venedig zwey Ta-feln von den Geschichten des H. Philippus Benjzzi,Stifters dieses Ordens.
Ganciioni. S. Gangiolini.
Gand. S- Gent.
Gandensis od. Gandese; Beyname vonRoverr Audenaerr.
Gand INI (Franz), Maler von Bologna,ward >72 >. nach Dresden berufen, um die Gemälde dervaflgen churfürstl. Galerie für die Kupferstecher abzu-zeichnen. Stephan Torelli nahm ihn 1769- wit sichnach Lübek, und vermuthlich auch nach Petersburg .
* Gandino (Anton), Maler zu Brescia ,lernte bey Paul Caliari und Jacob Palina. Er maltein Oel und Freöco trefijche Werke in den Klösternund Kirchen seiner Vaterstadt. Gandino verliebte
Garafaglia. 267
sich in des Franz Vanni Manier, welche er zuwei-len mit der Manier seiner Lehrmeister vereinigte. Erst. 1620. — Sein Sohn* Bernhardin folgte seinenFußstapfen; ob er gleich seine GescliiMichkeit nichterreichen konnte, ward er dennoch ein guter Maler,und hinterließ schöne Merkmale seiner Kunst in dcnKirchen zu Brescia ; wie z. B- in St. St. Fausti-nus, Zeno, Julia, den Karmelitern und de Mira-coli. Er st. i 65 i. und hinterließ einen Sohn, CarlAnton, der sowohl feine Kunst als seine Güter erbte.
OoL-raucio y. n«>.
Gandolfi (Cajetan und Ubaldo) werden un-ter des jüngern Hercules Graziani Schüler gezählt.Cajeran etzte eine Geburt Christi nach N. dell' Abbate.
Gandolfo (Hieronymus ), berühmter Bau-meisteraus dem Thale Oneglia, arbeitete zu Genua ,wo er ib57. an derPeststarb. S. den Art. I.Bap-tist Ehiso. ä'oxrani p. ZZ6.
— — (kor ), Joh. da Milans, Franz Ban«dinellivonJmola, JohannBorghefivonMefstna,Geminian da Modena, Bartholome da Forli ,Joh. Maria da Castelfranco, Joh. Emilius daModena, Johann de Pavia, Alezander da Carpi,Niclaus Pirogenrile von Citta di Castello, Nico-luccio Marrice, genannt Calabrese, Ludwig daParma, Johann da Sr. Giovanni, Trich Track),Zanobio, panigo, Guido Ruggisri, VirgilBarrun oder Bruni, Zardo, Bucchini, Franz pal-mieri, Jacob Russi, Hannibal dal Er, HerculesGrandi, Ludwig Malino, genannt Mazzolino,und Dosso Dossi (diese drey letztcrn von Ferrara ),und viele andere, lernten alle die Malere» bey Lo-ren; Costa. I. 60.
* Gandi (Jacob), englischer Maler, der, un-geachtet seiner großen Talente, doch sehr wenig be-kannt ist. Er war Vandycks Schüler, und seineWerke sind ein hinlänglicher Beweis, wie sehr ersich den Unterricht und das Beyspiel dieses großenMeisters zu Nutze gemacht habe. Die vornehmsteUrsache, warum Gandy beynahe völlig unbekanntgeblieben, ist, weil er die meiste Zeit seines Lebensin Jrrland in Diensten des alten Herzogs von Or«mont zugebracht. Man findet noch in diesem König-reiche von ihm Bildnisse, die im Ausdrucke sowohlals im Coloric und der Würde Vandycks Bildnissenwenig nachgeben. Verschiedene seiner Copien nachletzterm sind für Originale verkauft worden. Erstarb1689 70. I. alt. M. van der Sucht hat nach ihmgestochen. />üLr'«§to».
Gang, (Zioppo di), Maler, von welchemman in dem Collegio der Jesuiker zu Palermo und inder Kirche des Benediktinerklosters St. Martin»,sieben Meilen von dieser Stadt, einige Gemäldefindet. Sein Pinsel ist sanft aber unbestimmt undohne Feuer und Stärke; viel Licht und wenig Schat-ten. Riedesel S-10.
Gangiolini (Bartholome) Maler von Fano,lernte zu Bologna bey Peter Facini. Er lebte um1600. Mr/lMia. Guarientl nennt ihn Ganciioni.
Ganibasi oder Gambasio. S.JohannGonelli.
Ganieres. S Gagnieres.
Ganses (Paul), niederländischer Seemaler,stellte in seinen Tafeln meistens Mondscheine vor.Er arbeitete um 1700. zu Neapel . DoEmci litt 567.
* Ganrrel (Stephan), geschickter Kupfer-stecher und Kunsthändler zu Paris um 1690. Er ar-beitete nach Pouffln, Mignard, le Sucur und an-dern berühmten Malern. , Basan zeigt in seinemDictionair die beßten Blätter dieses Künstlers an.
Garafaglia (Carl), ein sehr sinnreicher Bild-hauer von Mailand , schnitzte das Sacramentsge,Haus auf dem hohen Altare der Kirche St. MariaBeltrade aus Holz; er gab auch die Zeichnungen zudem Hauptaltare und der Kanzel in der Collegiats»kirche St. Laurentius- Fast alle öffentlichen Ge-bäude dieser Stadt sind mit vortresticher ArbeitL l s