Band 
Erster Theil.
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266
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266 Galliani.

Ga 1 1iani (Carl Anton). G. den Art. JosephLhiar», seines Schülers.

— — (Joh. Baptist), geschickter Baumeisterzu Mailand , nach dessen Zeichnungen das Orato-rium St. Catharina 1707. durchaus mit zierlichenArchitecturstücken auffrischen Mörtel bemalt wurde.Oatunst».

Galiazzi (Augustin). S. Galeazzi.

* Galliari (Bernhardin ), Oel- und Fresco-maler aus Piemont, arbeitete in dem X VIII. Jahrh,zu Turin . M-'to/r I.

Gallitra (Pins) malte i 63 g. eines von denWunderwerken des H. Antonius von Padua in einerKapelle dieses Heiligen in der Kirche St. Franciscuszu Tortona. /larto/r II.

Gallinari (Jacob), Maler von Bologna ,arbeitete um 1680. zu Padua und an einigen andernOrten. Er verfertigte eine große Menge Altarblät-ter und Bildnisse; vermuthlich hat er auch eine Ve-nus mit Cupido nach A. Allegri geetzt. Fe/rimr/stt-t»ire III. 2^8.

* — — (Peter) , genannt perino del S>'g-nor Guido Reni , welcher sein liebreicher undwohlthätiger Lehrmeister war; wie man solches ausdieses Malers Lebensbeschreibung sehen kann. Ma/-r-ana II. 70. n. s. f. Gallinari arbeitete in Dien-sten des Herzogs von Guastaüa, und verfertigteviele Gemälde für den Pailast und die Kirchen dieserStadt. Er starb zu Modena 166-j. /eirma prt-tt ice III. 29.

Gallior (I.). S. Galtst.

Calliori (Sebastian). S. Galeotti.

* Gallts (Peter), Maler, vonEnkhuysen ge-

bürtig. Seine Bilder bestehen in Landschaften,Blumen, Früchten, Pflanzen, leblosen Gegenstän-den u. s. f. Er verwaltete zu Hoorn den sogenann-ten Lombard oder Pfandhaus, und st. 1697. 64. I.alt. III. 333 .

Gatli'zzi (Annuntius), berühmter Miniatur-maler von Trient , wurde noch berühmter durch seineTochter * Fedes, die um 1678. zu Mailand gebo-ren ist. Der Ruhm ihrer Kunst gelangte an denkaiscrl. Hof zu Prag, wo Rudolph II. ihre Bilderneben der Arbeit der berühmtesten Meister in denZimmern seines Pallastcs aufstellen ließ. Sie maltefür die Theatinerkirche St. Antonius zu Mailand den H. Carolus Borromäus, der das Kreuz undden H. Nagel in einer Procesflon trägt; in der Non-ncnkirche St. Maria Magdalena dann ist das großeAltarblatt, wo Christus dieser Heiligen als Gärtnererscheint, von ihrer Hand. Viele von ihren Bildnis-sen und andern Gemälden werden in der Galerie Set-tala gezeigt. In der Galerie Borghese zu Rom siehetman eine Judith, und in der Ambrosianischen Bib-liothek zu Mailand das Bildniß eines Laybruders inweißem Gewände, welches sie in ihrem Achtzehntensehr natürlich und bewundernswürdig gemalt hatte.Ihre Werke sind vom guten Colorit, aber etwasschwach in der Zeichnung. Sie hat auch nach einemderCarrachengeetzt.S.M Fltra. 7 o»»-ep 44-u.sf.

Gall0 (Bernhard). S. B. Salomon.

— — (Bernhardin Petri). S. den Art. An-ron Federighi.

— — (da Sän); Beyname der Giamberri.

— — (Jnfante). S-Johann l'Enfanr.

— — (Joseph), Baumeister zu Neapel , wirdvon Sarnelli angeführt.

— — (Wilhelm). S- Berrhelor und Mar-seille .

* Galloche (Ludwig), Maler zu Paris , lernt?bey dem jünger» Ludwig de Boulogne. Er fludirteeinige Jahre zu Rom , und malte nach seiner Zurück-kauft einige Tafeln für die Kirchen zu Paris . DasAltarblalt, welches er für die Kapuzinerkirche zuMeudon verfertigt, macht seinem Genie Ehre Gai-ioche bekam von dem König eine Wohnung und ein

Gambarara.

Jahrgeld. Er starb als Rector und Kanzler derkönigl Academie 1761. 91. I. alt. I. Cherean,Herisset u. s.f. haben nach ihm gestochen. 6na»-re»tr.

Galluccio^ Beyname von parenrucci.

Gallus (Bernhardus). S. B. Salomon.

— — (Peter), ein vermuthlich französischerFormschneider, von welchem man einen sehr schönenHolzschnitt im Helldunkel nach des Marc Pino Zeich-nung verfertigt siehet. — Job. Gallus malte nachgleichem Meister, und schnitt in gleicher Arbeit: Per-seus mit dem Haupt der Medusa bewaffnet, /kxii-/o»r l. HoH.

Galluzgi (Andreas), geschickter Maler undBaumeister von Piacenza , lernte bey Franz GalliBibiena, und war Ehrenmitglied der Academia Cle-mentina zu Bologna . Er lebte um 17^0. zu Man-tua, wo er die Stelle eines kaiserlich-königlichenBaumeisters bekleidete. LVe,». II. 329.

Galftruzzi oder Galtstruzzr. S. Gal-lestruzzi.

Galrerius (Leonhardus). S. Gaulner.

Galrieri (Alexander), Maler zu Neapel ,lernte bey Jacob del Po. Er copirte die Gemäldeseines Lehrmeisters, und lebte um 1726. Dome-»ici 111. 5 i 6 .

Galvan (Johann), Maler von Loesia in Ar-ragon, hatte einen treflichen Geschmack. Die Zier-lichkeit und ein gutes Colorit waren in seinen Gemäl-den vereinigt; diese bracht ihm eine Reise in Ita-lien zuwege. Er starb zu Sarragossa i 638 . 60. I.alt. Die Kuppolen der Kirchen St Justa und St.Nufina daselbst, wie auch die Tafel der H. Drey-einigkeit in der Karmeliterkirche, sind von seiner Ar-beit. /^e/arco iv 3 .

Galvano (Alexander), ein Paduaner, maltefür die dasige Dominicanerkirche St. Augustin einesehr schlechte Copie von dem vortrcflichen GemäldeTitians, welches den Tod des H. Peter Martyrsvorstellt. /?oL§ettr.

Gamard oder Gamare ( ), Baumei-

ster zu Paris um i 63 o. Nach seinen Zeichnungensind die Kirchen St. Andreas des Ares und desHospitals des Jncurables, auch die Portale derAbtey St. Germain des Präs und des Hospitals,Hotel-Dieu genannt, erbaut. I. Marot hat obbe-meldtes Portal von St. Germain des Präs gesto-chen. Arice.

* Gambara od. Gambera (Lactantiuü),genannt Cremonese, Maler von Brescia , lerntebey Anton Campi zu Cremona . Er arbeitete in demVaterlande beyseinemSchwiegervaterHieronymusRomanino. Lancranrius malte in einem gelehrtenund edeln Styl, auch mit einer angenehmen, leich-ten und reichen Manier, glänzendem Colorit undguten Verkürzungen, in welchen man das Große,und die zierlichen Stellungen Raphacls bemerkt. DieStädte Brescia, Venedig, Parma und CreMona besitzen seine bewundernswürdigen Gemälde, unterwelchen man vorzüglich einer Geburt Christi in derKirche St. Faustinus zu Brescia gedenkt. Er blü-hete um i 565 . und starb, wie man glaubt, an einemFall, den er von einem Gerüste that, 32 . I. alt.

I. 269.

* Gambaracci (Cosmus), ein Künstler zuParma , von welchem man in den Cabinetten derLiebhaber historische Zeichnungen findet.

* Gambarara oder Gambararo (Hie-ronymus), Maler zu Venedig , lernte bey JosephSalviati, der ihm einen guten Geschmack beybrachte.Er arbeitete mit Jacob Palma in dem großen Raths-saale, wo er über der zweyten Thüre, welche in dasZimmer Quarantia civil nuova führt, ein Gemäldverfertigte, in welchem die Ankunft des Pabsts, desKaisers und des Doge von Venedig in dem Seeha-fen von Ancona abgebildet sind. Aus Geiz verkaufteer seine Gemälde und Zeichnungen an einen Kunst-händler für einen geringen Preis, welches ihn nach-her gereut«, und ihm sein Leven verkürzte; dieses