Gaultier.
* Gaultier (Leonhard), französischer Kupfer-stecher, arbeitete um r 58 o. mit dem Grabstichel nachD. Nabel, A-Caronu. s. f. Unter denselben befindensich die cmbiematischen Theses des Baarfüßcrmön-chen P. Martin Meurisse, nachher Bischofs zu Ma-baure. Gaultier ahmte die Manier des Crispinde Paas nach. Sein Werk wird auf 800. Blättergeschätzt, Christ führt S. 197. sein Zeichen an.
*— — (Peter), ein Mittelmäßiger französischerMaler und Kupferetzer, lernte bey Claudius Gali-mard. Er arbeitete um 1740. zu Neapel nach ver-schiedenen Meistern, vornehmlich nach S. Soli-mena; späterhin aber zu Parma. S- den Art.Joseph Alosa. DoEm'er III. 6^7.
Gausblum oder Goudebloem; Bent-name von Christian Berney.
Gaurier (Heinrich), Baumeister , Ingenieur,und Jnspeckor der Brücken und Damme des König-reichs Frankreich , ward 1661. zu Nismes geboren.Er hat verschiedene Bücher geschrieben; neben An-dern: l'^rt üe lav er, ou nranierc «le peinclrs 8urlepspier, suivantle Ooloris, csu'on en vo)'ü ä IsOour (I.^on 1687. 12°.), undNruitö äes ?ontret Lkaussees (karis 1728.). A. ^»tor-re.
* Gautier-Dagory (Fabian), Kupferste-cher zu Paris , von welchem man viele mit Farbenabgedruckte Platten von anatomischen und in dieNaturgeschichte einschlagenden Gegenständen sie-het. Kenner beschuldigen seine Anatomien der Un-richtigkeit und verschiedener Fehler in dem Colorit.Im I. 1767. gab er mit seinem Sohn * ArnoldEloy, in Gegenwart des Königs, eine Probe seinerKunst, da er das Bildniß dieses Prinzen, welchesaus vier verschiedenen Platten bestand, abdruckte,und in Ansehung des Colorits sehr natürlich heraus-brachte. Er fieng um gleiche Zeit ein Werk an,betitelt: Nc >narcü e srsn^sise, ou ckronolvAiecle tous les koi.8 et Lkefs cles preinieres ksmil-les etc. in 4°. herauszugeben. Lara».
Gayerano oder Gaerano; Beyname vonScipro pulzone.
Ga-»or (Joh. Baptist). S. Buisson.
* Gayrvood (R.), englischer Kupferetzer,lernte bey Wenzel Hollar . Um 1680. sah man vonihm Bildnisse nach Rubens , Vandyck u. s. f. 6a»-chÄ»:.
Gazuolo (Hiacynth da) und Joseph daTrento, Laybrüver des Capuzincrordens, schnitz-ten die Verzierungen der Altäre in der Kirche der Em-pfangniß zu Manlua in Bildhaucrarbeit von Holz
Laäio/r.
Gazzi. S. Garzi.
Gazziul (Thomas), Maler zu Bologna , ar-beitete um -671. zu Mantua , wo er für die KapelkeSt. Jacob der Theatinerkirche einige Gemälde ver-fertigte, welche die Wunderwerke dieses Heiligenabbilden. Er arbeitete Vieles in dieser Stadt, zuNovellara und an einigen andern Orten. Lekmaxrt/i-rre III. sg.
Gazzo (Bartholome), Baumeister zuCremo-na, wo die Kirche St. Sigismund irjüZ. nach seinerZeichnung zu bauen angefangen wurde. Larto/r II.
Gazzoli. S- Go;;oii.
Geardonr. S. Grardoni.
Eeay (Johann le). S. Leger.
Gebhard (Joh. Andreas), MalervonNürn-l erg, lernte bey Johann Münck. Er arbeitete auffrischen Kalk und zierte auf diese Art das Auswen-dige vieler Häuser in seiner Geburksstadt mit schönenErfindungen. Gebhard st. 172b-69, 1 . alt. Dopepelmayr S. 280.
Gebouw (Anton), gebürtig von Antwerpen ,studirte in Italien , und erhielt den Ruhm eines gu-ten Geschick)tsmalers. Er lebte um iböo. A^er-
«E» II. 2lh.
Gedeler, vielleicht Gödeler (Johann),Maler aus Oesterreich , von weichem ein Altarblatt
Geißler. 2^1
in der Kirche zu Nömhild wegen seiner Schönheitsehr gerühmt wild. Er lebte gegen das Ende desXVII. Jahrhunderts.
Geel (Johann van),holländischer Maler, lerntebey Gabriel Mezu. Man hat von ihm Conversartionsstücke, die ihm einen Platz unter den beßten nie-derländischen Künstlern neuerer Zeit einräumen. Etblühet« um die Mitte des XVII. Jahrh. Lemr/p.ho.
Geeraerrs (Joseph Martin), geb. zu Ant-werpen 1707 lernte bey Abraham Godyn Er wareiner der sechsDirecwren dcr Ki'i»stleracademie,und1750. Professor derselben Geeraerrs folgte desJacob de Wit Manier in Nachahmung der Basre-liefs von Erzt, Marmor, Gyps und Holz. SeineBilder wurden im Auslande gesucht. D- Fanti giebtin seiner Beschreibung der fürstl. LichtensteinischenGalerie Nachricht von den Werken dieses Malers,der 1767. noch lebte. p- 72.
Geerrgen ror St. Jan; Beyname vonGerard van Harlem.
Geerirsen (Regner). S. den Art. Johannvan vries, seines Schülers.
Geerirsz (Wilhelm ). S- den Art. Johannvan Espen, seines Schülers.
Geest (Jacob van), Maler zu Antwerpen , lebteum 1600. Von seiner Geschicklichkeit findet mankeine andere Spuren als die Verse des Dichters Von-del, der seine Grabschrift in niederländische Verseverfaßte. I. 2(19..
* — — (Wybrand van), Maler aus Fricß-land, war bey seinen Zeitgenossen in historischen Bil-dern sehr berühmt; auch in Italien selbst hielt manvielaufihn, da ergewönhlich der edleFrießlandergenannt wurde. Von seinem Fleiß im Studirennachden Antiken kann die Sammlung von Statüen, wel-che 1702. zu Amsterdam erschien, zeugen; in dieserhat er eines jeden Meisters Manier genau nachge-zeichnet, und das Ort, wo solche gesehen werden,angemerkt. Er blühet« um 1620. Euyderhoef,Sybes ». s. f haben nach ihm gestochen. — SeinSohussohn, ÜDybrand van Geest, lernte die Ma-lerey bey Anton Coexcie. Von diesem wird vermuth-lich der 1712 zu Leewarden in 8°. gedruckte Lehr-meister von der Schilderkunst seyn. S. denArt. Spbrand van Oeest. Oercamp^ I. ^02.
Geestigheid; Bentuame von Heinrich vander Rabel
Gefslis (Franz), deutscher Baumeister, ar-beitete zu Mantua , wo er den Pallast der MarchesenSordi aufführte. Oaäio/r.
Geiger (Joh. Conrad), Maler von Zürch inder Schweiz , lernte bey Christoph Nüschelcr. Ermalte mit Schmelzfarbe» auf Trink - und Spiegel-gläser von welchen man vielen Fürsten Und HerrnGeschenke machte Als ein geschickter Feldmesserverfertigte er eine sehr große und mit ungcmeinemFleiß in Wasserfarben gemalte Landkarte des Zürch-gebiets, welche von Kennern mit vielem Vergnügenauf der Stadtbibliothek daselbst gesehen wird. Jo-hann Meyer hat dieses schöne Stück auf sechs großePlatten, welche den vierten Theil des Originals be-tragen, in Kupfer geetzt. Geiger st. 167s. 77. I.alt. Füßli.
* Geißler (Christian Gottlieb), geb. zu Aug-spurg 1719. lernte bey Baumeister , einem Miniatur-maler. Er arbeitete einige Zeit zu Nürnberg an demvorcrestichen Regenfußischcii Couchilienwerke. Derberühmte Arzt und Cauonicus Johann Geßnerberiefihn nach Zürch , und beschäftigte ihn neun ganzerJahre, die Pflanzen, die dieser Gelehrte für eingroßes botanisches Werk bestimmt hatte. nach derNatur zu malen und zugleich in Kupfer zu stechen.Von hier gieng dieser arbeitsame Künstler nachGenf ; er übte sich daselbst einige Zeit im Schmelz-maien, legte sich aber darauf gänzlich auf das Ku-pferetzen und stechen; der Schutz, den er sich zu Genf durch seine Kunst erwarb, gab ihm Gelegenheit, sichdaselbst haushablich niederzulassen und zu heyrakhen,