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ist, seine Talente allein seinem Genie zu dankenhat, und nur seine müßigen Stunden auf dieseArbeit verwendet, findet man gleichwohl in sei-nen Blattern die Vollkommenheit eines ausgelern-ten und originellen Meisters, sowohl in der Vor-trcflichkeit des Geschmacks und in Führung derRadiernadel, als in einer wohl überlegten Zusam-mensetzung seiner Gegenstände. Er malte auchmit gleichem Verstände Landschaften von beträcht-licher Grüße in Wasserfarben. Man liest einenmerkwürdigen Brief von ihm in der Vorrede desdritten Theils von Füeßlrns Schrveizermalern,worin er den Lauf seiner Studien sehr lehrreichund umständlich beschreibt. Leuan.
Gest. S. Gdest.
Geftro (Baptist del), Maler, wird von Bvrg-hini unter die Schüler des Angelus Bronjino ge-zahlt. Er arbeitete um i 565 . zu Florenz , wettere5» /a I. i ju.
*Geuslain( ), geschickter Bildnißmarler zu Paris um 1670. Cornelius Vermeulen hatnach ihm das sehr schone und seltene Bildniß Lud-wig XIV - gestochen. — Ein andrer Geuslain,vielleicht des vorigen Sohn, ward 1720. Mitgliedder königl. Akademie. C. Dupuis, G. F. Schmidtu. st w. haben nach ihm gearbeitet.
Geyger. S. Geiger.
* Geyn oder Ghepn (Jacob van), geb. zuAntwerpen i 565 . lernte bey feinem Vater Johann,einem sehr geschickten Glasmaler, der 1082 starb.Jacob übte nebst der Malerey die Kupferstecher,kunst, dir er bey Heinrich Golzius erlernt hatte.Er ward hierin einer der beßten niederländischenKünstler; sein Grabstichel ist ungemein reinlicht,fest und zierlich, aber etwas trocken. Seine Blät-ter werden auf 170. geschätzt; man findet darinVieles nach C. van Mander, H. Golzius, A.Bloemaerk, B. Sprangcr, u. s» f. In der Do-minicanerkirchr zu Brügge zeigt man von ihm einGemäld, welches die H. Helena mit dem KreuzChristi vorstellt. Dieses Bild ward von Jacobin 1611. gemalt; es hat viel Gutes, besondersim Colorit; überhaupt aber ist es hart und trocken.Er malte auch sehr schöne Blumenstücke und Fi-guren in Miniatur. Jacob st. 1615.
I. 249. — * Wilhelm van Geyn, vermuthlichsein Sohn; arbeitete als Kupferstecher zu Paris nach G. Reni, Cl. Vignon, m st w.
* — — (Johann de), Formschneider undBuchdrucker von Lütkich; gab ein Werk von denKleidungen, Gebräuchen und Ceremonien verschie-dener Völker. Er ist vielleicht Jacobs Vater.
l. 27Z.
*Geyser( ), Kupferstecher zu Leipzig um1770. arbeitete nach Ferg, Pynaker, Knupfer,u. s. f.
GhäglNt. S. Gagini.
Gheest (Jacob van). S- Geest.
* Ghelli (Franz), genannt il vecchio daMedicin«, war einer von Franz Albani's Schü-lern. Er malte schone Landschaften und arbeiteteum 1680. zu Bologna , wo man in den PallästenTanara, Rakta u. s. w. Vieles von seiner Arbeitstehet. Fein»« xrttn'ce III. 262.
Ghellin» (P. Joseph), Dominicaner vonVicenza . Man siehet in der Kirche St. Augusti-nus zu Padua ein Gemäld von ihm, in welchemman des Franz Zanella Manier bemerkt. Aonetti.
* Gbendr (B. de), ein junger niederländi-scher Kupferstecher, lernte zu Paris bey F. Alia-met, und arbeitete um 1765. daselbst. Man hatvon ihm verschiedene Blätter nacti Vernet und an-dern Meistern; dann für eine neue Ausgabe vonVvids Verwandlungen.
* Gherardi (Anton), Maler von Rieti ,lernte bey P. F. Mola und bey P. Beretino. Ermalte viele historische Tafeln für die Kirchen und
G h e r a r d 0.
Palläste zu Rom , und starb dort 1702. 58 . I. alt.Den Martyrtod der H. Martina hat er auf sechsverschiedene Manieren geetzt. Hinwieder hat F.Spierre nach ihm gestochen, /'arco/i III. 287.
*Gherardi (Christoph) , gen. Doceno, Ma-ler von Borgo S Sepolcro, lernte bey Raphaeldal Colle. Er that eine Zeitlang Kriegsdienste,vertauschte aber bald nachher den Degen an denPinsel, und ward in verschiedenen Gattungen derKunst geschickt. Er malte nämlich Figuren, Land-schaften, besonders aber Früchte und Thiere, wo-rin er alle seine Zeitgenossen übertraf. Doceno arbeitete zu Rom, Neapel, Perugia und Florenz ,und starb in seinem Vaterlande i 556 . ungefähr 56 .I. alt. III. ^ 58 .
— --- (Consigliv). S. den Art. L Gucci.
— — (Franz) Maler, arbeitete in Gesellschaftmit Franz Cozza und einigen andern Künstlern,in dem Kloster St. Andreas alle Frate zu Rom .D'ti.
— — (Marc). S. Gerard.
— — (Philipp) Maler von Lucta, lernte beyseinem Vater Stephan Gherardi und bey PeterBeretino. Er stiftete eine so genaue Freundschaftmit Johann Eoli seinem Mitbürger und Schul-kamerade, daß beyde an den gleichen Gemäldenarbeiteten. Sie hielten sich sieben Jahre zu Ve-nedig auf und studirten fleißig nach den veßtenGemälden dieser Stadt, arbeiteten auch in der Bib-liothek zu St. Giorgio maggiore. Ihr Lehrmei-ster berief sie nach Rom , um das Gewölk derKirche St. Maria in Campitclli zu malen. Nachdem Tode seines Freundes arbeitete Gherardi inder dasigen Kirche St. Pantaleo. Er malte fürdie Kirche St. Petrus Cigoli zu Lucca die Wun-derwerke der H. Maria Magdalena Pazzi. Ghe-rardi st. 1704. 61. I. alt. I. Barri hat nachihm in Kupfer geetzt, und D. A. Ercole hat einfliegendes Blatt über das Gemäld der obbemeld-ken Kirche S. Pantaleo, welches i6gc>. fertig ge-worden, gegeben. S«a,rr»tr.
* Gherardini (Alexander), Maler von Flo-
renz , lernte bey Alexander Rost. Er arbeitete mitgroßer Fertigkeit, war auch beherzt in Erfindun-gen und im Colorit, besonders an Deckenstückenund Gewölbern auf frischen Mörtel, wie solchesbey den P. P. Augustinern, in Oel aber, undmit noch mehrerer Geiiudigkeit, an den Rundun-gen der Kirchen S. Marcus, der Cisterzienser u. cnrvielen andern Orten seines Vaterlandes zu sehenist. Gherardini starb zu Livorno 1726. 68. I.alt. Man siehet nach ihm in der Galerie Gerrini eine Verkündigung. I. ?. s.- p. 7.
* — — (Johann), italienischer Kupferstecherarbeitete um 1669. nach G. Reni, A. Sacchi, P.Beretini, u. s. f. — Er oder ein andrer * JohannGherardini, Maler zu Bologna , lernte bey Ange-lus Michel Colonna, welchem er gegen das Endseines Lebens mit der Arbeit an die Hand gieng.
/nttrice III. Zo.
— — (Melchior). S. Gilardini.
* - (Stephan), des Joseph GambariniSchüler, malte historische Blätter für die KircheMadonna delle Rondini und Madonna della Li-beri« zu Bologna . Er lebte um 17Z0.
* — — ein um 1760. etwa 40. bis 5 o. jäh-riger florentinischcr Künstler, malte BasreliefsGrau in Grau. Des Grafen Ugolino Geschichte,in Figuren von zwey Fußen, ist von ihm in demwahren Geschmacke Raphaels und der Antiken ab-gebildet. Vbkc.
* Gberardo^ ein Florentiner, des Barthorlomö della Gatla Schüler, war ein treflicher Ma-ler in Miniatur - und Wasserfarbe, Kupferstecherund Musivarbeiter; er hinterließ in allen diesenKünsten an vielen Orten sehr schöne Merkmale.In seinen Blattern ahmte er die Werke des M.