Band 
Erster Theil.
Seite
275
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Gerino.

Holm, gab um «745. viel« Bildnisse von berühm-ten Schweden nach M- Meytens, Arenius, Streng,Schröder, u. s. w.

* Gerino, Maler von Pistoja, lernte bey Pe-

ter Perugino. Er arbeitete mit einem guten Colo-rit, worin er seinen Meister nachahmte, bey wel-chem er bis nahe an dessen Tod verblieb. Nach-her malte er in Gesellschaft mit seinem Freundeund Mitschüler B. Pinturicchio . Endlich arbeiteteer auch für sich selbst, und malte zu Dvrgo S.Sepolcro verschiedene Werke auf frische» Kalk.Er blühete um i 5 Zo. II. 5 oi.

Gerten (F.). In der Galerie des SchlossesSalzdahlum zeigt man von diesem unbekanntenKünstler eine Diana mit zwey Hunden, klein aufHol; gemalt. Eberlein.

Gerlach (Philipp), Schüler des I B. Droe-beS, war Ingenieurmajor und erster Baumeister,mit dem Titel Geheimder Rath, zu Berlin . Erhatte verschiedene Lander gesehen, und baute nachseiner Zurückkunft die große Friedrich-Hofpitals-Kirche, den Glockenthurm der reformirten Paro-chialkirche zu Berlin , und die Garnisonskirche zuPotsdam Er wohnte zu Spandau , starb aber zuBerlin 1748. 69. I. alt. Nachrichten v. Künst-lern I. 47.

* Germann (Samt), Bischof zu Paris , eingeschickter Baumeister, lebte unter der RegierungEhiideberts, und baute auf Befehl dieses Fürsten viele Kirchen und Klöster im Königreiche, /e/iüien.

— — (Peter), Goldschmied und Possirer zuParis , gab schon in seinem Siebzehnten Probenseiner ausnehmenden Gcschicklichkeir, daher erdurch den Staatsminister Colbert und Carl leBrun dem Könige vorgestellt wurde, der ihm aus,trug, die Geschichte seiner Regierung auf goldnePlatte» von getriebner Arbeit zu verfertigen,die zur Auszierung der Bande an den Büchern,welche die königliche Kriegsthaten enthalten, die-nen sollten. Dieses ist in seiner Art das schönsteWerk, so jemals verfertigt worden. Germainward deswegen reichlich belohnt und erhielt eineWohnung in den Galerien des Louvre. Er schnittauch einige Stempel zu Schaumünzen und Zahl-pfenningeu von den vornehmsten Begebenheitender königl. Regierung. Sein übertriebner Fleißund schwächliche Gesundheit verkürzten ihm sei»Leben; er st. 1684. 07. I. alt. — Sein Sohn,* Thomas, verlor den Vater im eilften Jahreseines Alters, erlangte aber nicht nur dessen Kunstgleichsam erblich, sondern vermehrte sie dergestalt,daß er schon in seinem Zwölften tüchtig befundenwurde, seine Studien in Rom fortzusetzen, woer für die Capelle St. Ignatius der Kirche Jesuein großes Basrelief von vergoldtem Erzt verfer-tigte Man siehet auch in dem großherzogliche»Pallaste zu Florenz einige Meisterstücke von ihm.Nach seiner Heimkunft verfertigte er für den Kö-nig ein großes Gefäß von Silber, und für dieCarhcdralkirche zu Paris zwey 25 . Fuß hohe Sie,geszeichen. Der Churfürst von Bayern ließ durchihn einen goldenen Kelch mit erhabnen Figurenbilden. Dieser westliche Künstler übte sich auch inder Architektur; er gab die Zeichnungen zu einerprächtigen Kirche zu Livorno , und die Kirche St.Louis du Louvre zu Paris ward unter seiner Auf-sicht erbaut. Er st. 1748. 75 I. alt, und wardin letztgeoachter Kirche begraben, wo ihm dieChorherren zur Erkenntlichkeit eine Capelle zurElbbcgrabniß für sich und seine Familie einräum-ten. — Sein Sohn perer unterhielt auf eineausnehmende Weise den Ruhm seiner Voreltern,und arbeitete für die vornehmsten Höfe in Europa .Man hat von ihm: Clemens <ie I'Orkevrerie,auf iuo. Blättern in zwey Quartbänden 17/,8.Pasquicr, Baquoi, rc. haben solche gectzt. S.den Art. Anton Cordten.

* — — ( ) französischer K'upferetzer, von

welchem man nach eignen Erfindungen, andere

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nach A. van Ostade Zeichnung, radirte kanbschaf»ten kennt. Er lebte um 1760. Lara» 8uppl.

Germr sonst (Franz), Maler zu Rom , wel-chem Titl das Altarblatt der Kirche S. S. Ni-kolaus und Blastns zuschreibt. Man siehet aberin den Malerbriefen V. 6. daß der beßte Theildieses Gemäldes dem Ritter Dcncfial gehört -»Germisoni lebte um 1710. S. den Art. M Be-nefial.

— — (Philipp), römischer Maler, lernte beyCarl Maratti. Er malte mit Saftfarben auf Tü-cher, welche zu Tapezereyen gebraucht werden konn-ten. Dieser Maler lebte um 1700. /^co/r l. 128.

Germyn (Simon), geb. zu Dortrecht umi 65 o. lernte bey Gottfried Schalken und bey Lud-wig Sinits. Er ward ein geschickter Blumen- undFrüchtemaler, verließ aber diese Arbeit, und be-gab sich auf die Handlung mit Gemälden. Eest. 1719. III. 187.

Gerola (Anton). S. Giaroka.

— —- (Johann), Maler von Reggio , lerntebey Anton AUegri. Diese Nachricht fuhrt Grlan-di aus einem gcsiochnen Bildniß dieses Künstlersan. Man sicher auch Kupferstiche von Gerolanach seines Lehrmeisters Werken. Er levre um

Gerrez (Heinrich). S. den Art. Engels;.

Gerrgen ror S. Jan; Beyname von Gerrard van Harlem .

* Gervais oder Gervase (Carl), geschick-ter Bildniß- und Figurenmaler, blühete um 1720.zu London . Er wird im XXVI. Brief der LadyMonrague, und in Pope's Werken angeführt.

Gervaise (Jacob), Bildnißmaler von Or-leans, arbeitete zu Paris , wo er 1667. Mitgliedder königl. Academie wurde. Es find einige vonseinen Gemälden in dem königl. Pallaste der Tuil-lenes. Dieser Künstler starb »670. 5 o. I. alt.6ne,-i». 169.

* Gesell (Georg I, Maler von St. Gallen inder Schweiz, lernte bey Anton Schoonjans zuWie». Er malte Geschichten und Bildnisse, undarbeitete zu Amsterdam und hernach zu Peters-burg , wo er 1740. 69. I. alt ftard.

'lad. 3«.

Gesse (Ludwig). S. den Artik. HeinrichG'isey.

* Geßi (Franz), geb. zu Bologna i 588 lernteanfange bey Dionysius Caloacc und bey I. Bap-tist Cremonini; weil er aber von einem allzuunru-higen Narurel war, jaaten fle ihn aus ihren Schu-len; gleichwohl beruhigte er sich hernach unter derAufsicht des Guido Rein, und wußte seine Un-terweisung so wohl zu benutzen, daß niemand dieliebliche Manier seines Meisters so gut nach-ahmte als er; daher Guido diejenige Arbeit, welcheer nicht selbst fertigen konnte, diesem auftrug,oder ihn in seiner Gesellschaft arbeiten ließ. DesGeßi Gemälde sind zart, zierlich und angenehm.Diese Gefchicklichkeit aber verlor er nach und nachdurch seinen ererbten Reichthum, und die darausentstandenen Streithändcl, welche ihm viel Zeitraubten. Er st. 1620. aus Eigensinn, wril er demRath seiner Aerzte nicht folgen wollte. Mr/EiaII. 5 A

— — Beyname von Jacob peracci und I.Baptist Ruggieri.

* Geßner (Salomoni, Verfasser des TodesAbels und verschiedener andrer unsterblicher Ge-dichte, die in Zürich , seinem Vaterlande, seit 1780.von ihm erschienen sind. Derselbe etzte verschie-dene Landschaften von seiner Erfindung, in wel-chen man ein sehr verständiges Studium der Na-tur und nach den Werken der berühmteste» Land-schaftsmaler, eines Cl. Lorrain, C. Dughet, H.Echwanevelt, A- Waterloo, F. Meyer, u. s. f.bemerkt. Wiewohl er ein bloßer Kunstliebhaber

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