Band 
Erster Theil.
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280
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rgo Giampetron.

Giampetron, Bildhauer von Carrara , lerntebey Peter Tacca, und arbeitete unter seiner Aufsichtbis an dessen Tod, der 1640. erfolgte. Nachherverfertigte Giamperron verschiedene Werke auseigener Erfindung, ^co/r II. 444 -

* Giampiccoli (Julian), Kupferetzer zuVenedig , lebte um 1750. Er radirte nach den Land-schaften des M. Ricci, F Zuccarelli u. s. f. Dannhistorische Blatter nach I. Mannozzi, I. B. Tierpolv; die Lebensgeschichten des sel. Peter PetroniuSvonSicna, eines Carrhäusers von Maggiano, auf16. bis 18. Blättern. 6anäest/»i.

G-an (Maestro). S. M- Jean.

Giana 1 10 (Bernhard oder Bernhardin ). S.Zengle.

Giancarli (Polyphilus). S. Zancarli.

Gianella (Johann) / genannt daSiena,eingeschickter Maler und Baumeister, wird unter dieSchüler des Dominicus Deccafumi gezählt. Zai-ch-Ecr 8eo. >V. Ooc. ». p. 196.

Giannicola, Maler von Perugia , lerntebey Peter Vannucci. Er bildete für die dastge KircheSt. Francistus aufeiner Tafel Christus am Oelberg;in der Kapelle Baglioni, der Kirche St. Dominitus,die Bildnisse aller Heiligen, und in der Kapelle vonCambio einige Geschichten St. Johann des Täufersauf frischen Mörtel. Giannicola starb umungefähr 62. I. all. /Äno/i p. 62.

Giann 0 ne (Onofrius), geb. zu Neapel 1698.lernte bey Carl Garofalo, Paul de Matteis undFranz Solimena . Er legte sich vornehmlich auf dasArchitecturmalen womit er seinen Lehrmeistern inihren Werken an die Hand gie»g. Er arbeitete auchin Mignatur, und war in der Perspectiv wohl erfah-ren. Oowem'rr III. 707.

Gian 0 li (Peter Franz), Maler von Valesia,aus Camverzongo gebürtig verfertigte verschiedenehistorische Bilder für einige Kapelle» zu Varallo .Sac'tcstr ll.

Gianotti (Sylvester), geschickter Bildhauerin Holz, von Lucca gebürtig Er arbeitete zu Bo-logna , wo man von seinen Werken in der Kirche Ma-donna di Galiera und in dem Theatro anatomico sie-het. ^xcoxo.

Gianre (Dominicus), Maler von Florenz um1740. arbeitete mit einigen andern Künstlern an derAuszierung des dasigen Theaters. L'a»/-s--r.

Gianse (Franz), niederländischer Bildhauer,arbeitete zu Rom , wo man einige Zeit in der St.Pererskirche das Modell von einer Statüe des H.Norbertus von seiner Hand betrachten konnte Ver-muthlich heißt dieser Künstler Janses, und ist der-jenige, welcher 1729. zu Bologna studirt hat Erwar von Antwerpen gebürtig, und wird in der Aca-demr'a Elementina I. 88. angeführt.

Grausens, 0 (Johann), Bildhauer von Ant-werpen, arbeitete zu Siena , wo er die Grabmälerdes Cardinals Anton Felix Zondadari und seinesBruders Alexander, Erzbischofs zu Siena , in derdasigen Pfarrkirche St- Georgius, verfertigte, k'eccr.Dieser Künstler heißt ohne Zweifel auch Jansens,wie der vorhergehende F. Gianse.

* Gianslinonl (Niclaus), Baumeister zuRom , lernte bey Matthäus Saffi. Von seiner Er-findung ist der kleine aber zierliche Pallast Bolognetti,welcher, neben dem größern dieser Familie, auf demPlatze der H. H. Apostel steht. Trti.

* Giaquinro (Conrad), geb. zu Molsetta inder Provinz Bari um 1700. lernte bey Niclaus Ma-ria Roffi, Franz de Mura und Franz Solimena ,und studirte auch einige Zeit zu Rom . Er arbeitetean dem kvnigl. Hofe zu Turin . Nach seiner Zurück-kunst nach Rom malte er die Decke der Kirche Buvn-fratelli in drey Abtheilungen, und die Decke derKirche zum H. Kreuze. Giaquanro ward in dieserHauptstadt nebst Sebastian Conca für den beßtenGeschichtsmaler seiner Zeit gehalten. Domenst, tll.722. Hagedorn nennt ihn Giaquero.

Gibson.

*Gtaqu,nto (Joh. Thomas), Maler zu Nea-pel, lernte bey Lucas Giordano . Er malte in derdasigen Kirche St. Dominicus die Wunderthatendes 1712. zum Heiligen erklärte» Pabst Pius V. ineinigen Medaillons, und starb in blühenden Jahrenum 17,4. 111.

Giardini ( ), italienischer Baumeister,

gab die Zeichnungen zu dem Pallaste von Bourbon,welcher an dem Ende der Stadt Paris , an derSeine, den Tuilleries gegenüber, liegt. Er ward1722. angefangen. Afiurance, und nach ihm Einbriel, führten den Bau vollends aus. Nach demAbsterben der Herzogin von Bourbon kaufte Lud-wig XV. diesen Pallast, und bestimmte ihn zur Woh-nung der außerordentlichen Gesandten. Lrrce.

— — vielleicht Giardoni (Johann), ge-schickter Kunstgicßer zu Rom um »720. Man siehtvon seiner Arbeit in der St. Peterskirche. JosephLimpach hat vermuthlich nach den Zeichnungen diesesMeisters roo. Blatter von Goldschmieds-Zicrathenradirt. Sieerschienen 17,4.zuerst,undhernachneuer-dings in zwey Bänden in Folio zu Rom . Dri.

Giardoni (Franz), Kunstgießer zu Rom , ar-beitete für verschiedene Kirchen dieser Stadt nachden Modellen der beßten Bildhauer seiner Zeit. Erverfertigte um ,740. die lebensgroße von Silber ge-hämmerte Statue des H. Felicianus, Pabsts undMärtyrers, für die Domkirche zu Macerata . DieVerguldungen sind an derselben sehr wohl angebracht.Er fitzt auf einem Throne, dessen Verzierungen vondem beßten Geschmacke sind. Hinter ihm ist ein Bas-relief, welches den Märtyrtod dieses Heiligen abbil-det, von Adolfs, einem Engländer. ?)ti. Dieserletztere Künstler gleichet sehr dem Adolph Gaap.

* Giaroka od. Gierst« (Anton), genannttsoppa, Maler von Verona, lernte bey Guido Reni ,und blieb beständig bey dessen Manier. Ersetztesich in seinem Vaterlande, wo er viele Altarblättermalte, durch welche er sich berühmt machte, undden Ritterstand erhielt. Maivasia, der ihn Ge-kola nennt, berichtet (!I. 266.). Franz Albani habeihn bey dem Herzog von Mantna als Hofmaler an-gebracht. Man findet in der Kirche St. Bernhardzu Bologna ein Gemäld von seiner Hand. DieserMaler st ibü 5 . /'oLLo 99.

* Gibbon«, Gibson, Guibbons od.Eibber (Grinlin oder Gabriel), BildhauerundBaumeister, von Antwerpen oder aus dem Herzvg-thum Holstein, arbeitete um 1680. in England Erverfertigte zu London dce Basreliefs an dem soge-nannten Monument: Die Ritterstatüe König Carl II.auf der Börse, und viele andre Bildhauerarbeit.Gibbons baute die St. Martinskirche zu ThefildSim Geschmacke eines griechischen Temvels. Er wareiner der beßten Baumeister in England, und Ver-fasser von einem guten Buche über die vornehmstenGebäude dieses Königreichs, welches aus i 5 o.Blättern besteht. Ora--röe>'/ai».

* Gibbs (Jacob), englischer Baumeister, hak1747. die Bibliothek Radiciiffe zu Oxford in Formöiner Rotunda erbaut, und davon eine Beschreibunggegeben. Vielleicht gehört die unter G- Gibbon»Art. angeführte Gt. Martinskirche diesem I. Gibbs.sikona/ärnr p. 4»2.

Gibson (Richard), Bildnißmalerin England,lernte bey Franz C>eyn. Er malte in Qel, vornehm-lich aber in Miniatur, vervollkommnete sich auchmeist durch fleißiges Copiren nach P. Lely, und er-langte einen großen Ruhm. Man erzählt, daß,als eines feiner Gemälde, den guten Hirten vorstel-lend , König Carl II. vorgewiesen worden, dieserFürst dasselbe sehr bewundert habe, wodurch der Todseines Malers Vander Dort veranlaßt worden sey.Er malte zu verschiedenen Zeiten das Bildniß vonOlivier Cromwell , und hatte die Ehre, die beydenPrinzessinnen, Maria und Anna, nachher Königin-nen von England, im Zeichnen zu unterrichten. Die-ser Künstler war auch wegen feiner kleinen Staturmerkwürdig; er war nicht höher als Z' ro", und.