Band 
Erster Theil.
Seite
281
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Gibso n.

was noch sonderbarer war, so heyrathete kr eineFrau von gleicher Größe. Richard st. 1890. 75. 1 .alt- /Mir-Ata».

* Gib sott (Thomas), geschickter Bildnißmalerzu London , blühcteum ,730. G.WHite, C-Bock-man, I. Simon, Ionston, I. Fader u. s. w. habenverschiedene Blatter nach ihm in Schwarzkunst ge-arbeitet.

Gienalio. S. Zenale.

Gieri. S. Geri.

Gierola. S. Gi'arola.

Giesettis. S. Ziesenis.

Giesse (Benjamin), Bildhauer und Gießer,zu Berlln, verfertigte für den König verschiedeneStatuen von Bley, ganze metallene Figuren vonOefen, und allerley Basreliefs zu Lhürstiicken, welcheman in den Pallasten zu Sanssvucy und zu Potsdam siehet. Giesse starb in dieser letztem Stadt 1/55- 5 o.I. alt. rIachrichren von Bünstlern I. 4?>

Giessi. S. Gessi.

^Gierkeughen (Joseph). S. den Art.Hubert Golzius.

* Giffard (Peter Franz), französischer Ku-pferstecher und Buchhändler zu Paris um 1710. Erarbeitete nach Mignard, B- Picart, S. le Clerc u. s. f. Man hat auch von ihm die Bildnisse derHerzogen von Savoyen nach F. de I'Ange Zeichnun-gen z die Medaillen des königl. Cabinets aus demabendländischen Kaiserthum (kasLinpirs) auf 3 b.Platten; das Titelblatt von des P. Monrfaucon?alöo^rgph,a ^rssaa; das Bildniß des Cardinalsb'Etrees, Vignetten u. s. w. 6anckeWm.

Gigl10 od. Gikee (Claudius). S. Gelee.

— — (Domiuicus), einer der beßten Zeichnerin der Schule von Paul de Matteis, dessen akade-mische Haudrisse an Fremde und Einheimische fürdie Arbeit seines Lehrmeisters verhandelt wurden,wogegen aber seine Gemälde sehr schlecht geriethen.Er lebte um , 7j». /-oE»ire III. 54 g-

Gignani. S. ssignatti.

* Gignoure (Anton Christoph), einer dergeschicktesten Catunfabrikanten, von Augspurg ge-bürtig, war ein vortreflicher Zeichner in Landschaf-ten. C. van Mecbeln hat verschiedene davon zu Pa-ris , wo sich Gignoure damals aufhielt- gestochen.Um ,7b5.war er in Wien . von Srerren Br. X.

* Gil de Mena (Philipp), geb. zuValla-

dolid 1604. lernte bey Johann van der Hamen. Ermalte sehr wohl in Oel und auf frischen Kalk, auchwohlgleichenbe Bildnisse mit gutem Colorit undtref-lichcr Zeichnung. Dieser Künstler st- 1674. SeineHaudrisse wurden von den Erben in hohem Preiseverkauft, i5s.

* Gilardi (Peter), Maler von Mailand ,lernte bey Friedrich Dianchi, Paul Cazzaniga, M.A. Franceschini und I. Joseph dal Sole. Er arbei-tete mit einer richtigen Zeichnung und gutem Colorit ,und starb um 1700. ungefähr 5 v. I alt. 6»arre«ti.

* Gilardini (Melchior), Maler von Mailand ,lernte bey I. Tapt. Cröspi, seinem Schwiegervater,erbte dessen schone Sammlung von Kunstsachen, undvollendete seine unausgearbeiteten Gemälde. Mansieht in vielen Kirchen seiner Gcburtsstadt Werke vonseiner Erfindung nach der Manier seines Lehrmeisters.Callots Arbeiten gefielen ihm so wohl, daß er vieleFeldschlachten auf diese Art in Kupfer etzte; er ver-fertigte auch einige Blätter nach P. Beretino, G.Nein u. s. f. V. Capirelli hat nach Gilardini ge-stochen. Er st. 167b. und hinterließ einen Sohn,der in Figuren und Fcldschlachten berühmt wurde.Vielleicht hat dieser die Himmelfahrt Maria an derDecke einer Kapelle in der Jesuitcr NoviciatskircheZu Paris gemalt. ieuti.

Gi karre (Matthäus), Maler von Valence ,lernte bey Franz Ribalta. Er arbeitete zu Murcia ,wo er sich haushablich niederließ. Gilarre malte

Gillot. 2gl

mit einer richtigen Zeichnung und vortrcflichcm Co-lorit auf nassen Kalk und in Oel- Die Schlacht beyLepante ist eines seiner Meisterstücke. Er st. 1706.53 . I. alt. 2 13 .

* Gilberg ( ), Maler und Kupferstecher

zu Stockholm um 1760. etzte nach Arenius, Schrö-der, Scheffel, Lundberg u. s. w.

Gilb err, Abt von Fleury an der Loire , jetztSt. Detroit für Loire genannt. Ein geschickter Bau-meister , blühete unter der Regierung König Roberts,der sich von ihin in der Kunst unterweisen ließ. Fe-/rbre».

Gikdenaisel, Bildnißmaler, der in seinerArbeit den Vandyck wohl nachahmte, wird von Ri-chards«),, I. 64 - angeführt. Diesen Namen triftman sonst nirgends in der Malergeschichte an, aus-ser, daß er einige Aehnlichkeit mit dem Spotk-Bent-name eines deutschen Malers zu haben scheint, denHoubracken II. 357 - N°. 89. anfuhrt. Er bekamnämlich bey seiner Aufnahme in die niederländischeKünstlcrgcsellschaft zu Rom den Beynanien Ezel;und da er sich darüber beschwerte, und um einenweniger anstößigen Namen anhielt, auch seine Bittemit einem ansehnlichen Stücke Geld, zum Schmause,zu unterstützen suchte, veränderten sie aüs Schalk-heit diesen Namen in Goudenezel. Beyde Schrift-steller verschweigen , vermuthlich aus Bescheidenheit,seinen eigentlichen Namen.

Gr'lia ( ), MalerinzuTurinum 1760. Sie

arbeitete für den König von Sardinien . Man siehtin ihren Gemälden schöne leichte Blumen mit einemreizenden Colorit, und in schönen Gruppen. Einesihrer Bilder, wo die Sonne ihren Glanz auf einenHaufen Blumen wirft, thut eine vortrefliche Wir-kung.

Gili 0 1 i (Hiacynth), Maler zu Bologna , lerntebey den Carracci . Er malte für die. Kirche St. St.Cosma und Damianus das Bildniß des H. Romual-dus, und für die Nonnenkirche St. Matthias denTod des H. Josephs. Gilioli lebte um den Anfangdes XVII. Jahrh. l. 57g.

Gilkarre. S. Gilarre.

Gillemans (Joh. Peter), Maler von Ant-werpen , dessen Geschicklichkeit ihm vielen Ruhm er-warb. Die Früchte und Blumen, welche man inden Gemälden des Maas , Rore, Eykens, Rys-braeck und anderer Künstler seines Zeitalters siehet,sind fast alle von seiner Hand. Er gieng 17,3. nachAmsterdam , um sich daselbst haushablich niederzu-lassen, fiel aber in dem ersten Jahre seines dasigcnAufenthalts bey einem dichten Nebel in einen Kanal,und ertrank, 70. I. alt. p. 3 b.

* GilIer ( ), Bildhauer von Antwerpen ,

von welchem man in der Abteykirche St Petrus znGent einige gutgerathene Skaküen von Marmor undStein findet. cke Denam/n.

Glllt. S. Gelee.

Gillinger. S. N)iH,nger.

Gillis. S. GeUig.

* Gillot (Claudius), eines Malers Sohn vonLangres , lernte zu Paris bey ). Baptist Corneille.Et formirte sich eine eigne und ganz besondere Ma-nier, die er nach den italienischen und französischen Schaubühnen studirte welche auch, samt Faunenund Satyren, die Gegenstände seiner meisten Ge-mälde waren: Gleichwohl gelang es ihm zuweilenauch in ernsthaftern und historischen Vorstellungen,weswegen er ,71b. in die königl. Academie aufgenom-men wurde. Er st. ,722. 49. I. alt. Gillor zeich-nete mit vielem Verstand und Geschmack, aber un-richtig ; von gleicher Art sind auch seine Kupfersti-che: Diese haben einen ganz besondern Charakter;seine Sylvanen haben schielende Mienen. Sonst sinddie Erfindungen dieses Meisters angenehm, undseine Zusammensetzung ganz gut. Er arbeitete miteiner flüchtigen Hand, womit man die schlechte Zeich-nung entschuldigen muß. Gersaint schätzt seineBlatter auf 38 o.; unter diese zählt man die Fabeln

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