Giorgetti.
bett, sind feine Bilder von ungleicher Stärke; viel-mals sind sie unrichtiain Verzeichnung; aber manmußin denselben immer eine ihm eigene freye Behandlungbewundern. Sein Colorit ist von großer Harmonieund Zärtlichkeit; er verstand die Perspectiv gründ-lich, und seine Einbildungskraft ist außerordentlichfruchtbar. Er malte gleich gut in Oel und auf fri-schen Kalk. Einige von seinen Gemälden sind sehrfleißig ausgearbeitet und überaus angenehm. Die-ser Künstler hat etliche Blätter selbst geetzt; die vonF. Bartolozzi, I. Beauvarlet, L. Desplaces, I.Smith, I. Tanje, I. Wagner, H. Winstanleyu. s. w. nach ihm verfertigten sind von geringer An-zahl. DoEm'rr III. ZgH.
Giorg.erri (Anton), römischer Bildhauer,verfertigte die Statue dcs H. Sebastians für die Kir-che dieses Namens. Man findet auch in der KircheSt. Girolamo della Carita und auf der Engelsbrückevon seinen Werken, welche alle Proben seinestreflichcn Genie zeigen. Er blühete um 1670.Westen,out hat den Engel mit dem Schwämme,auf abgedachter Brücke aufgerichtet, gestochen. 7 rti.
* — — (Jacob), Maler von Assis, lerntebey Johann Lanfranc. Man sieht von seiner Arbeitzu Perugia und in einigen andern Städten. Er starbim XVII. Jahrh. 77. 1 . alt. 7 I 7 o,-M p. it>6.
Giorgi (Johann de), genannt Torellino,Maler zu Bologna , lernte bey Felix Torelli. Er stu-dirte rö. Jahre zu Rom , und malte mit einem zierli-chen Colorit, indem er das Nackende nach der zar-ten Manier des Friedrich Barozio behandelte. Inder Zeit aber, da man die beßte Hoffnung schöpfte,daß er ein großer Künstler werden sollte, starb er 1717.in seiner Geburtsstadk, 3 i. I. alt, und ward in derKirche St. Agatha begraben, 0/e»r. II. 88.
— — (Johann). S. Georgs.
— — (Taddäus di DartSlo). Den Namendieses Malers findet man in dem Gesellschaftsbucheder Künstler zu Florenz aufgezeichnet. Baldinu cci(8ec. II. p. Zn.) vermuthet, er sey des BartoloGioggi Sohn gewesen.
Giorgini (Simon). S. den Art. A- Alig-nini. Von ihm sind auch die Statuen der Hoffnungfür die Kirche St. Jgnatius zu Rom .
* Giorgio (Anton di), trcflichcr Civil- undKriegsbanmeister von Settignano , arbeitete anfäng-lich zu Florenz und hernach zu Neapel , wo er beyKönig Ferdinand in solchem Ansehen stand, daß ernicht allein öffentliche Gebäude des Königreichs be-sorgte, sondern auch in den wichtigsten Staatsge-schäften gebraucht und nach seinem Absterben um1)70. aufkönigl. Kosten mit großer Pracht begrabenwürd. S. vasari in des Andreas da Fi'esole Le-bensbeschreibung.
— — (Bernhard da Sän), Maler, arbeiteteum i 56 u. zu Florenz , /.rtter-e L« /a /Ätnra I. iHr.
— — (Eusebius Sän), Maler von Perugia ,lernte bey Peter Vannucci Er malte in seiner Ge-burtsstadt die Altartafel der Kapelle Oddi in derKirche St. Augustinus, welche die Anbetung derWeisen vorstellt; das einzige öffentliche Gebäude,welches man von ihm zeigen kann. Er starb umlüoo. ungefähr 72. I. alt. /ÄLco/r p. 54.
— — (Franz di). S. Martini.
— — (Monsu), ein vermuthlich aus Frank-reich gebürtiger Bildhauer, arbeitete zu Bologna ,wo man in der Kirche Madonna della Grada einKruzifix von seiner Arbeit findet. ^rco§o.
— — (Simon), Bildhauer zu Rom , verfer-tigte die Skatüe des Glaubens für die Kirche St.Jgnatius. Vielleicht ist er S- Giorgini. Diti.
Giorgion; Deyname von Georg Barba-r-ella.
G-osafatti (Joseph), geb. zu Ascoli Mi.lernte bey seinem Oheime, Lazarus Morelli. Er ver-fertigte in den Bau- und Bildhauerkünsten viele Ar-
Giovanni. rgz
bett in seiner Geburtsstadt, zu Rom , in der Markvon Ancona und in der neapolitanischen ProvinzAbruzzo . Giosafarti st. 1721. II. -jön.
Gi 0 si (Ambrosius). S. den Art. Cintio Ber-nascoiri.
Grorrino; Beyname von Tbomas da Lapo.
* Giotto , dessen eigentlicher Name Angelusdl'Bondone soll gewesen seyn; Maler, Bildhauerund Baumeister von Vespignano in dem florenkini-schen Gebiete, hüthete in seiner Jugend der Schaa-fen und zeichnete sie zum Zeikvertrieb in Sand undauf Steine ab. In solcher Verrichtung ward er vonCimabue angetroffen, der sogleich sein malerischesGenie entdeckte, und ihn, mit Bewilligung seinesVaters, nach Florenz führte, und in der Kunst un-terwies. Giorro malte viele geistliche Bilder fürdie Kirchen zu Florenz und zu Assis Er schilderteden Poeten Dantes, dessen Lehrmeister Brunekto u. a.mehr, welche so kenntlich Miethen, daß sie alsWunderwerke angesehen wurden. Er war der erste,der seine Figuren verkürzt, in Bewegung, auch mitschönen und natürlich gefalteten Kleidern vorstellte;daher er der Schüler der Natur genannt wurde.Pabst Bonifaz VIll. ließ eine Zeichnung von ihmfedern, und Giorro machte mit dem Pinsel vonfreyer Hand einen vollkommnen Circul, welchesdamals für so sonderbar gehalten wurde, daß einSprüchwort daraus entstand. Er arbeitete für die-sen Pabst in den, Vatican und erhielt für seine Werkeviele Gnadenbezeugungen und große Belohnung.Seinen Nachfolger Clemens V. begleitete er nachAvignon ; von da kam er nach Floren; zurück, warddaselbst Stadkbaumeister, und bekam ein Jahrgeldvon der Regierung. Giorro ward auch in viele an-dre Städte von Italien berufen, besonders nachNeapel , wo er sich sowohl durch lustige Einfälle undscharfsinnige Reden als durch seine Kunst bey demKönig Alphons beliebt zu machen suchte. Er starblääb. 60. 1 . alt, und ward in der Kirche St. Ma-ria bel Flore zu Florenz begraben, wo ihm die Re-gierung durch Benedict da Majano eine Skatüe auf-richten ließ. Giorro unternahm große Werke, dieer in Leimfarben, auf frischen Kalk und in Musivverfertigte. Das St. Petersschiff, ein großes Ge-mäld von Musivarbeit. welches ob dem Hauptpor-tal der St. Petcrskirche zu sehen ist, wird für seinMeisterstück gehalten. S. den Art. Horaz Ma-nenri. Dieser Künstler muß seine Kunstverdienstewohl ersannt haben; denn er pflegte seinen Namenmit goldenen Buchstaben aufseine Gemälde zu schrei-ben. N. Beatricetto, I. B. de Cavalleriis u. s f.haben nach ihm gestochen. Unter die Schüler die-ses merkwürdigen Künstlers zahlt man auch einenseiner Söhne, genannt Franz di Giorro. Lot-tnrr I. ) 1.
— — (Goro di), Bildhauer von Florenz , ar-beitete an der Domkirche zu Siena . /Vccr.
Giovane (Franz), KupferetzerzuRom, etzteneben Anderm eine Geburt Christi nach C. Maratti,ein Bild aus der pabstl. Galerie auf Montecavallo.
— — italienischer Name von Gabriel leJeune.
Gi 0 vanelli (Benedict), verfertigte auf Be-fehl Pabst Alexander VII. die Zeichnung zu der schö-nen Vorderseite des Oratoriums bey dem Waysen-hause der adclichen Töchter von St. Remond zuSiena . TVrrr.
— (Bonaventura), von Montreals ge-bürtig, erneuerte die Gemälde, welche HieronymusMutian in der Kirche St. Maria in Ara-Coeli ver-fertigt hatte, aber so, daß sie ganz neu, und nichtmehr von des ersten» Hand zu seyn scheinen. Trti.
Giovannes (Johannes). S. Iuanez.
Giovanni (Benedict di). S. Monrepul-ciano.
— — (Denvennto di Maestro) malte »§82. ander Kuppel dcr Cathedralkirche zu Siena Zo. Figuren
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