Band 
Erster Theil.
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284
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2 g 4 Giovanni.

welche die Propheten vorstellen Und in eben dieserKirche verfertigte er eine von den zehn Sybillenvon Vildhauerarbeit. /Vccr.

Giovanni (Bernhardin di Sän), Maler vonBologna , lernte bey Peter Facini. Er verfertigtefür die Pfarrkirche St. Sebastian daselbst eine Ta-fel, auf welcher er das DUdniß des H. Pabst undMartyr Cornelius vorstellte. Eine andere malte erfür die Kirche St. Joseph auf dem Markte. Erlebte um r6oo. 1. H68.

— — (Bruno di), Maler zu Florenz ; ein un-zertrennlicher Freund seiner Mitschüler, Nello diDino und BonaMico Buffolmaco, welchen er zuAusführung allerhand spaßhafter Streiche half.Bruno beklagte sich einst gegen diesen letzter», seineFiguren hätten kein so lebhaftes Aussehen als desBuffolmaco; dieser gab ihm hierauf scherzweise denRath: Er sollte dieselbe mit aus dem Munde gehen-den Worten abbilden - und Bruno folgte seinemRathe. Diese Lapperey blieb hernach bey schlechtenMalern lange Zeit in Uebung, und fand bey demunverständigen Pöbel großen Beyfall. Bruno wardiZZo in die Künstler-gesellschaft seiner Gcburtssiadteingeschrieben. La/äimicci II. 22.

— — (Gerard da Sän). S. Hartem.

— — (Hercules di). S Maria.

— — (Johann di Sän). S. den Art-^soren;Gandolfo. Es ist auch der Beyname von JohannMano;;i.

— — (Leonardinvdi Sän), Maler und Schü-ler von Guido Reni . Von diesem sonst unbekanntenKünstler siehet man in der großen Galerie des Pal-lastes Spada zu Rom eine Judith und eine Lucretia .Aomn nuticn e moster-m.

— — (Leonhard di Ser), treflicher Gold-

schmied und Punzenarbeitcr zu Florenz um 12/0.lernte bey M. Cione. Er verfertigte für die KircheSt. Jacob zu Pistoja einen Altar und die dazu die-nende Tafel Silberblech , an welcher viele Geschich-ten von getriebner Arbeit zu sehen waren, unterwelchen das mehr als Fuß hohe Bild dieses Heiligenbewundert wurde. 1. 109.

— — (Lucas di), Bildhauer von Siena , blü-hete um 1Z70. Da/sti-weci heo. II. p. 8u.

-r- — — (Matthäus di), des BenvenuroBruder, ein treflicher Maler zu Siena , lebte umund erfand die Kunst, den Marmor mit Schat-ten und Licht einzulegen Von dieser Arbeit findetman einige Geschichten auf dem Fußboden der dasi-gen Hauptkirche , und nach diesem Muster arbeitetenachher Dominicus Beccafuini den übrigen undmehrern Theil dieses Bodens mit großer Kunst aus.Es ist hiebey anzumerken, daß die Nachrichten vondiesem berühmten Werke verschieden sind: Einigebehaupten, die Schattirung der Figuren bestehe bloßaus groben in den weißen Marmor cingegrabenenSchraffirungen, welche mit einer schwarzen Farbeausgefüllt sind, so daß sie großen Kupferstichen glei-chen. Hingegen berichten andere, die Schattendieser Figuren seyen mit mehr oder weniger grauemMarmor ausgelegt. Es ist glaublich , des D Bec-cafumi Arbeit bestehe aus diesen beyden Gattungen.Auf diese Weise beschreibt sie auch der Marquis d'Ar-gens in seinem Lvnmerr cr-itiyne p. 190. wovon aberMarterte das Gegentheil in den Malerbriefe»IV. Z ',4. behauptet. Man findet auch in angeführ-tem Buche (I. Zog.) von diesem Werke Nachrichten.G den Art. Johann di Paolo, des Matthäusdi Giovanni Vater.

— — (Sigmund Sän), sehe erfahrner Bau-meister zu Neapel , lernte bey I. Franz Mormando.Er verfertigte die Kuppel der dasigen Kirche SHGeveriuus. Diese Kunst verstand St. Giovanni sehrgut, ob sie gleich zu seiner ZeitAoch ganz neu waren.Er starb um ibHo. Domemci II. g8.

— — (di); Veyname des perer Lianori.

— — (di Sän); Beyname von Gerard vonHarlem, Johann Mannozzi und Hercules diMaria.

G i r a r d 0 n.

Giovanni (Eigner). Unter diesem Namenwar Johann Achelom an dem großherzogl. Hofezu Florenz bekannt.

Giovannini (Jacob Maria), Maler zuBologna , lernte bey Joseph Roli. Er arbeitete an-fangs für Kirchen und Pallaste; neben Andcrm fürdie Kirchen St. Nicolo degli Alberti und dellc Con-verkitc; in dieser letzter» sind die Verzierungen vonAnron Boli gemalt. Giovannini bekam hernachLust zum Kupferetzen, und gab verschiedene Werke,als: Die Gemälde der Carracci in dem Kloster St.Michele del Bosco bey Bologna auf 20. Blattern;die berühmte Kuppel der Domkirche zu Parma , nachCorreggio , auf 12. Blattern; das zahlreiche Münz-cabinet des Herzogs von Parma, in verschiedenenFolianten; er etzke auch nach M. A. Franceschini,M- A- Merigi, F. Albani u. s. f. und starb zu Par-ma 1717. 20. I. alt. — Sein Sohn, Carl ffesar,geb. zu Bologna 1695. malte in der Carmelitcrkirchezu Parma auf eine Altartafcl den Martyrtod des H.Quirinus, in welcher die Stärke des Colorits unddie Meisterhaftigkeit in der Zeichnung bemerkt zuwerden verdienen. Dieser Künstler malte auch fürdie Kirchen seiner Geburtsstadt u. s. w. und besaßeine besondere Geschicklichkeit in Ausbesserung altervcrdorbnerGeniälde. Erst. 17)8.— Seine Schwe-ster Bianca malte Bildnisse; so z Bi ihr eignes fürdie großherzogl. Galerie zu Florenz . Diese Malerinst. jvrttt'ice III. 122.

— — ( ) Gebrüder, Architecturmaler von

Varese, arbeiteten in vier Kirchen zu Asti in Pie-mont, Meist in Gesellschaft von Anton Milvcco,einem Geschichtsmaler. I.

Giovannino. S. den Art Domenico.

— — d t p io; Beyname des Johann Bo-nari.

— — Lambecti; Dcyname des JohannHoward.

Giovannone da Forli ; Beyname desJohann perrelli.

Girandole (dalle); Beyname des B> I.Bonralenri.

* Girard (Ludwig), französischer Künstler,nach welchem Gregor Huret in Kupfer gestochen.Es ist vielleicht der gleichfolgende Baumeister.

* — — ( ) , Obcraufseher der Gebäude

des Herzogs von Orleans, Bruders König LudwigXlV. baute einen Theil des Lustschlosses zu St. Eloudnach seinen eigenen Zeichnungen. Man sieht auchin dem Hotel de Vic zu Paris eine schöne und wohl-eingcrichtete Treppe von seiner Erfindung. Girardrabirte einen Theil von des Ä- des Goders antikenGebäuden. Er lebte um 1680.

— — ( ) geschickter Blumenmaler, arbei-

tete zu Paris um 17Ü7.

Girard ini (Melchior). S. Gilardini.

* Girard on (Franz), berühmter Bildhauerund Baumeister von Lroye i» Champagne, lerntebey Loren; Manier und bey Franz Auguyer. Er be-kam von dem König ei» Gnadengelb von rvoo. Tha-lern, damit er eine Reise in Italien unternehmenund sich daselbst mehr vervollkommnen könne Ererlangte durch seine Geschicklichkeit einen großenRuhm, und bekam, nach Carl le Druuö Absterben,die Aufsicht über die Bildhauer welche für den Konigarbeiteten, dem sich der einzige Peter Puget nichtunterziehen wollte, sondern nach Marseille gieng.Diese beyden Wetteiferet- waren einer des andernwürdig, puget brachte mehr Ausdruck in seineFiguren und Girardon mehr Zierlich keit. Die Werkedieses letzter» sind vornehmlich bewundernswürdigwegen der richtigen Zeichnung und der schönen An-ordnung. Die berühmtesten sind: Das prächtigeGrabmal des Cardinals von Richelieu in der Sor-bonne; die Ritterstatüe Ludwig XIV. aufdemPlatzevon Vendome; die Entführung der Proservina unddie treflichen Gruppen des Apollvbades in den Gar-ten zu Versailles . Allzusehr beschäftigt, um seine