Band 
Erster Theil.
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291
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G o v e r t s z.

nie als seine ordentliche Beschäftigung getrieben.-Man muß deßwegen einige Nachsicht gegen seineArbeit haben, wenn sie nicht so vollkommen ist;in ihrer Art kann man sie schon nennen, wenn siegleich überhaupt etwas Gezwungnes und Unange-nehmes hat. Sie ist »„gemein fleißig ausgeführt,aber es herrscht keine freye dreiste Hand darinn.Er wählte hauptsächlich Landschaften, die vornMondenschein und vom Lichte der Fackeln erleuchtetsind, und seine größte Kunst besteht, die Wirkungenverschiedener Arten von Licht wohl auszudrücken.Ein Liebestrunk beraubte diesen Künstler seinesVerstandes; in diesem Zustande lebte er um 1626.in seiner Geburtsstadt. Sein Werk aus 9. Blätternbestehend, worunter zwey mit Veränderungen ge-rechnet sind, ward aus des Mariette Kabinet um27». Livrcs verkauft. Sandrarr I. 208.

Goverrs? (Theodor), niederländischer Ma-ler, ist bloß durch zwey geschickte Schüler, nämlichTheodor Kamphuyzcn und Heinrich Verschuuringbekannt.

* Cover. S. Goy.

* Gougeoii oder Goujeon (Johann),treflicher Bildhauer und Baumeister, blühete zuParis unter den Regierungen Franz l. und Hein-rich II. Man glaubt, er habe die Vorderseite desalten Louvre angegeben, weil man an derselben eineschöne Uebereinstimmung der Bau- und Bildhauer,arbeit wahrnimmt. Niemand hat ihn in Basreliefsübertreffen, und nichts ist schöner in dieser Art alsder Brunnen auxJnnocens in der Straße St. Deniszu PariS . Man siehet auch in dieser Stadt »ochVerschiedenes von seiner Arbeit, welches die Kennerin Verwunderung setzt, und die erhabne Einfalt desAlterthums vor Augen stellt, wodurch er mit allemRechte den Namen des Correggio in der Bildhauer-kunst verdiente, den er zwar in einer zuweilen feh-lerhaften Zeichnung, aber auch in der Zierlichkeitseiner Figuren nachahmte. Ein nicht weniger se-henswürdiges Werk desselben ist eine von riesen-maßigen Caryatiden unterstützte Tribune in demSaale der hundert Schweizer des Louvre. Perrault ließ solche zu seiner Uebersetzung des Virruvs vonSebastian le Clerc siechen. Dieser vorzüglicheKünstler verlor sein Leben in dem bekannten Pari-sermord 1072. Lacomüe.

* Goujeon (O ), vielleicht des obigen Ver-wandter, ein treflicher Formschneider, verfertigteeinige Blätter in Andreas Thevers CoSmographie,die 1275. zu Paris gedruckt ist. /ÄxMo» I. 200.

Goulay (Thomas). S. Gousse.

* Goulon (Julius), Bildhauer in Holz, ar-beitete zu Paris , wo er die Urne verfertigte, welchedas Herz des Eardinals von Noaüles und Erzbi-schofs zu Paris einschließt, und die Biidhauerarbeitder Chorstühle in der Cathcdralkirche dieser Haupt-stadt, Goulon arbeitete auch mit Rönne an denschönen Zierathen der Königliche» Bücherschränkezn Versailles , und st. um 1720. /'iAnmo/.

-( ), Miniaturmaler zu Paris , wird

von le Lomre III. 124. angeführt.

Govoni (Anton Maria), Maler von Bologna ,lernte be» Loren; Pasinelli. Man siehet von ihmzwey Altarblätter in der crzpriesterlichen Kirche dellaSelva, welche den H. Abt Anton und den H. Antonvon Padua abbilden, yrttnics III. 127.

Goupel (. . le). S- den Art. von Juliusdu Goulon.

* Goupy (Joseph) etzte mit einer großenLeichtigkeit Landschaften nach Rubens , SalvatocRosa u. s f. und übertraf diesen letzter» in einigenStücken. Seine Ausführung ist reich und derBaumschlag lebhaft, welches dem Salvator fehltAber seine Figuren sind schlecht gezeichnet; manfindet davon mehr als zu viel Beyspiele in denBlättern Porsenna und Diana. Seine Stärkebestehet in Landschaften. Guarienri nennet ihnEoipy.

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* Goupy (Ludwig), Maler zu London , ko-pirte mit »»gemeiner Geschicklichkeit die Gemäldegroßer Künstler mit Wasserfarben, und wußte ihreManieren im Zeichnen und Malen sehr wohl undungezwungen beyzubehalten. Er lebte um 17-jo.G. White hat nach ihm in Schwarzkunst gearbeitet./Lohnet z,. 92.

-( ) Baumeister, arbeitete um 1748.

zu Paris , und schrieb einen Commentar über desDssgoders: I.orx lies katimens.

-( ), Formschneider, ist ln dem Art.

Adam zu suchen.

Gourde (Franz), Augustinermönch, malteum cögo. Landschaften zu Paris . ^r§K»ro/.

Gourgongini (Michel Angelusi, genanntda volrerra, ein sehr geschickter Maler auf fri-schen Kalk, arbeitete zu Paris , wo er 1676. starb,/e Oonrte III. r6Zi

* Göurm ont (Johann de), Formschneider,von welchem man einige Äerzierungsstücke, die sau-ber in Holz geschnitten sind, findet. BaMo« 1.1Z6.

* Gournay (C.) radirte zu Paris ein großesKruzifix, an welchem der ganze Leib aus Buchstabenund Zahlen zusammengesetzt ist, nur den Kopf, dieHände und Füße ausgenommen, die auf gewöhn-liche Art schraffirt sind. tTan-ie/imr.

Gousse (Thomas), Maler zu Paris , lerntebey seinem Schwager Eustachius le Sueur. Bonihm kennt man, nach der Erfindung seines Lehr-meisters, den Marlyrtod des H. Gervais für dieKirche dieses Namens. Stephan Gantrel hak da-von ein Blatt geliefert. Gousse half auch seinemSchwager an den berühmten Gemälden der Kar-tha»se, welche das Leben des H. Bruno abbilden.Er lebte um rb 5 c».

Gourhier oder Gorrier ( ), Maler

zu Brüssel , von welchem man in den Kirchen Et.Jacobs und NotreDame des Victoires sur le SablonBilder findet, woran die Ausführung und das Co-lorit gelobt werden. rie

* Gouvoen (Wilhelm van der), holländischerKupferstecher, lebte um den Anfang des XVlII.Jahrhunderts, und verfertigte nach B. Picarts,seines Lehrmeisters, Zeichnungen einige Blätter zuvau der Marks Bibel. Dann arbeitete er auchnach A- Houbraken, D. van Plas u. s. f. AnE.

* Goy (floh. Baptist , Pfarrer der Kirche St.

Margaretha in der Vorstadt Et. Antoine zu Paris ,malte drey historische Tafeln, und verfertigte einBasrelief, zu Auszierung seiner Kirche. Er st. 1738.7». I. alt. >7r-t5. — Don einem

'"Bildhauer dieses Namens, oder vielleicht von ebendiesem, findet man in dem Königlichen Garten zuVersailles die Gruppe Marsias und seines SchülersOlympus, nach dem Antiken kopirt.

* -oder Gois (N.) französischer Bild-

hauer, war um ,762. Mitglied der KöniglichenAcademie zu Paris .

* Goyen < Johann van der), Maler zu Leyden ,lernte nach einander bey Conrad Schilperoort, Jo-hann Claes, Johann de Man, Heinrich Klok, Wil-helm Geeritz, und endlich bey Esajas van der Beide.Er arbeitete in Haag, und starb daselbst 1626,bo. J.alt. Seine Landschaften sind sehr verschieden,und stellen meistens Flüsse vor, die mit Schiffen,von Fischern und Marktleuten belade», angefülltsind; in den Gründen siehet man meist holländischeDörfer und Flecken In allen seinen Gemäldenherrscht ein leichter und fertiger Pinsel, und Allesist der Natur ähnlich, die er auch überall zu Rathzog Sein Colorit fallt ein wenig ins Graue, wel-ches einer Farbe, die man Harlemerblau nennt,und zu seiner Zeit stark gebraucht wurde, zuge-schrieben wird. Man hat von ihm einige geetzteLandschaften von seiner eignen Erfindung. I. deVisscher hat nach ihm ein Dutzend angenehme Blät-

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