2^2 Goyrand.
ter, und Bacheley eine Aussicht von Rotterdam ge-stochen. Auch P. C. Canot, Groensvclt, G. Elliot,Ä P Coulet, C. Ploos, G. Baillie u. s. w. habennach ihm gearbeitet. I.
Goyrand (Claudius), französischer Kupfer-eher des XVIl.Jahrhunderts, arbeitete mit einer sehrnetten Manier. Man hat von ihm Blätter nach A.Quesnel, M. Zaccolim, Ph. Gagliardi, H. Mau-perche, I. Stell«, I. Callot, u. s. f. Va§a».
— (Niklaus) radirte einen großen Planvon der Stadt Rom ; dann nach N. Poussin, u. s. f.
Gozzadini t Claudius), Erzpriester der Ca-thedralkirche zu Bologna um 1680. unterwies denF. A. Pielia in der Architektur und Perspektive.
— — (I-) radirte Verzierungen von Ara-besken, Moreskcn, u. s. w.
* Gozzoli (Benozzo), ein Florentiner, lernte
bey Johann da Fiesole, den er beständig nach-ahmte , und wiewohl er in der Zeichnung nicht festgcnug war, so wußte er doch die Leidenschaftenwohl auszudrücken. In seinen historischen Gemäl-den findet man auch zuweilen schöne Zusammen-setzungen und künstliche Verkürzungen. Er war inFiguren, Landschaften, Bildnissen und Verzierun-gen sehr erfindungsreich. Benozzo arbeitete zuFlorenz, Rom, Sicna, Pisa , u. s. f. und st. indieser letzter» Stadt ungefähr 78. I. alt.
/üirarr 11. so6.
Gra (Marc), sehr geschickter Bildhauer zuMailand , verfertigte für die dasige Cathedralkircheein Basrelief, welches die Hochzeit zu Cana ab-bildet ; ein Bild, welches sehr gerühmt wird.Dieser ist vielleicht Marc Ferrerio, genanntAgraro. lll. 567.
* Graafr (Gottfried), Edelsteinschneider ausDeutschland, bekam zu Rom , wo sein Name schwerauszusprechen war, den Beynamen Tedesco. Erblühete imXVlll. Jahrhundert. 6/ttü'anM p. 65 .
Graasbeck. S. Craesbeck.
* Graar (Bernhards geb. zu Amsterdam 1628.lernte bey seinem Oheim, der unter dem NamenMeister Hans bekannt ist. Grast studirte Land-schaft und Thiere nach der Natur, und bemerktedas Eigene eines jeden Monats und jeder Tageszeit;diesem Fleiße hat man die bewundernswürdige Ver-schiedenheit seiner Gemälde zu danken. Alsdannbetrachtete er auch die beßten italienischen Gemäldeund Kupferstiche, die er in Holland finden konnte,und fieng darauf an, historische Stücke zu malen,welche von seinem erhabenen Geiste zeuge». Graarhielt in seinem Hause eine akademische Schule. Erstarb 1709. Seine erste Manier gleichet des Bam-boccio seiner. Er malte lrefliche Thiere, und seinColorit ist sehr lebhaft. Man hat auch Bildnissevon seiner Hand, und seine Handrisse werden fleißigaufgesucht. Die holländischen DichterD. Scherteund G- Bidlo haben ihn in ihren Versen besungen.M- Pool hat nach seinen Zeichnungen die Dild-hauerwerke des Franz Bossiut, und G Valk eineBatseba gestochen. Deren,»px II.
Gräbst» er; Beyname von Johann Asselyn.
* Gradizl (Peter), Maler von Verona , war
um 1766. Mitglied der Künstleracademie zu Venedig .Man siehet von ihm öffentliche Gemälde in den da-sigen Kirchen St. Et. Philipp und Paul. Dannmalte er auch für den Assembleensaal bemeldterAcadcmie eine Römische Charitas. p. -482.
Grads (Franz de), niederländischer Kupfer-stecher, kam zu Anfang des XVlll. Jahrhundertsgen Neapel , wo er einige gute Blätter verfertigte.Er unterwies seine Söhne Barrholorne und Arch-angelus, wie auch * Philipp, des BartholomöSohn, in dieser Kunst. Philipp arbeitete mitvielen andern Künstlern an dem Museo Ercolano.S. den Art. Joseph Astoja. 6a,rcie/ü'»r II. Z 5 j.
Graffi one.
Graef (Timotheus de). S. den Art. Ja>.obUppel, seines Schülers-
— — (Josua de). S. Grave.
Gcaesbeck. S. ssraesbeck-
* Graevin(D.M.). S. den Art.I.A.Graf.
* Graf (Anton), geb. zu Winterthur 17Z6.lernte bey I.Ulrich Schellcnberg, und malte währendeinem Aufenthalt von achtJahren zu Augspurg eineMenge schöner Bildnisse. Der Ruhm seiner Talentebrachte ihm einen Ruf an de» churfürstlichen Hof genDresden zuwege, wo er 1766. hingieng. Edle Züge,und eine richtige Zeichnung in seinen Köpfen, schöneFormen der Hände, und eine glänzende und starkeFarbe sind die Vorzüge, welche die Werke dieses ebenso bescheidenen als geschickten Künstlers schätzbarmachen. Baust, I. E. Üayd, Geyser, u. s. w. habennach ihm gestochen. Fneßli 111. 2/jn.
* —- — (Hans), Maler zu Wien , lernte beyvan Älen. Er verfertigte meistens Bilder, in wel-chen er eine Menge kleiner Figuren und Pferde aufgroßen Plätzen vorstellte. Graf blühete um 1690.und st. in seiner Geburtsstadt. I. V. Kauperz hatnach ihm gestochen. — Sei» Sohn wolpert wardein mittelmäßiger Maler. LrZecko»» p. 200.
* — — (Joh. Andreas) von Nürnberg , lerntebey Leonhard Haeberlin und Jacob Moreel . Er malteBildnisse, Architektur, Thiere, Früchte und Blume».Graf starb in seinem Vaterlands 1701. 6s. I. alt.I. V. Kraus hat nach seinenZeichnungen die schens-würdigsten Aussichten der Stadt Nürnberg auf , 3 .große Blatter gestochen. — Dieser Maler eqeugtemit seiner Ehefrau, der berühmten M. S- Merian,zwey Töchter: "Dorothea Maria , geb. 1678.Sie malte zu Amsterdam Blumen in Miniatur.Johanna Helena , geb. 1668. begleitete ihre Mut-ter auf der Reise in Surinam , und arbeitete mitihr in gleicher Kunst. Doppelmayr.
— — (Maria Sibilla ). S. Merlan.
— — (Salomon). S. den Art. C. Dorsch.
— — (Nrs), Goldschmied undMünzeisen-schneider von Basel , war auch einer der alten Form-schneider. Man findet von ihm Holzschnitte, mit,.s 85 . datirt. Die öffentliche Bibliothek der StadtBasel verwahrt bey 90. Handrissen, größtentheilsmeisterhafte Blätter von diesem Künstler. Manfindet seinen Namen auch: Vis Graf und Urs-graf geschrieben. S. den Art.H.Been. MucrshZürnbergische Kunstgeschichte V. 28.
Grafagnin 0; Beyname von Joseph porra.
Gra ffa r r. S. den Art. Stephan de Riviere.
Graffi (Joh. Baptist) malte in der KapelleGraffi der Kirche dell Annonciata zu Bologna Verzierungen und Laubwerk, welche die ItalienerArabeschi nennen. ^rcoro.
* Graffico (Camillus), Kupferstecher vonFurlo im Frioul, verfertigte mit Franz Villamena, 5 o. Blätter zu der neuen römischen Kirchenordnung,welche Pabst Clemens VIII. in röcp. drucken ließ,Graffico machte sehr künstliche kleine Springbrun-nen aus Kupfervon seltener Erfindung, und Wasser-werke, welche 24 Stunden in Einem fort spielten,das ausgespritzte Wasser wieder sammelten, ver-mittelst eines verborgenen Triebwerks von Neuemin die Höhe brachten, und in GaUerien und auffürstliche Tafeln gesetzt wurden. Er starb zu Rom in blühendem Alter. La§üo»i p. 27h.
Graffione, Maler zu Florenz , lernte benAlexius Baldovinetti. Er war ein ausschweifenderKopf, der eine wunderliche Lebensart führte, dabeyaber ein sehr geschickter Zeichner. Graffione hieltöfters geistreiche und seltsame Gespräche mit Loren;von Medicis , welche vasari II. 38 i. anführt.Dieser Künstler blühete um , 5 cm.