Grafton.
Grandi.
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*Grafron, englischer Kupferstecher, von wel-chem man verschiedene Blatter in Echwarzkunstkennt.
Grab am (Johann) war zwar von London gebürtig, hielt sich aber seine meiste Lebenszeit inHaag auf, wo er die Mahlerey bey MatthäusTerwesten und bey Arnold Houbraken erlernte.Alsdann ging er nach Antwerpen , und von da inItalien, wo er sich einige Jahre zu Rom, Bo-logna , und in andern Städten aufhielt. Nachseiner Zurückkunft arbeitete er eine Zeitlang zuParis und zu London ; endlich setzte er sich inHaag, wo er viele Häuser mit Deckenstücken undhistorischen Gemälden zierte. Er blühete um i/ho.ra» 600/ II. 276. — Usfenbach gedenkt III.ZZo. eines Heinrich Graham, der um den An-fang des XVIll, Jahrhunderts zu Rotterdam an-tike und neue Schaumünzen voctreflich mit derFeder zeichnete.
Grab! (Joh. Friedrich), königl. preußischerHofbaumeistcr, geb. zu Schwebt an der Oder 1708.lernte bey M. Heinrich Boehm, dessen Stelle erauch in seinem Neunzehnten erlangte. Er bauteeinige öffentliche und Privathäuser: Allein da derneue Thurm der St, Peterskirche, wiewohl ohneseine Schuld einstürzte, mußte er viele Verdrieß-lichkeiten ausstehen, so daß ihn der König einigeZeit, als bloßer Soldat zu dienen, anhalten ließ.Der Markgraf Friederich von Bayreuth , der seineTalente kannte, bat sich ihn alsdann von demMonarchen aus; aber Grab! starb bald nach sei-ner Ankunft an dem Hofe dieses Prinzen, vermuth«lieh aus Verdruß über das was er in Berlin hatteleiden müßen. Vtachrichren v. Lünstlern I. /,8.
Grable >1 (Conrad), Kupferstecher und Form-schneider zu Leipzig , lebte zu Anfang des XVll.Jahrhunderts. Christ liefert sein Zeichen S. r si.
Grale ( ), Stahlschneider, verfertigte um
i7»o. einen schönen Medaillon mit dem Brustbildsdes Herzogs Georg Wilhelm von Braunschweig-Celle . Man findet davon die Abbildung bey Loch-ner V. Z6i.
Gram. C. den Art. Vliclaus Earon.
Gramiccia (Lorenz), Maler, von welchemman in den Kirchen St. Maria liberatrice undSt. Dorothea zu Rom historische Tafeln siehet.Trtr.
Gramignolr (Hieronymus), Bildhauer zuRom um 170». Von ihm kennt man verschiedeneArbeit für die Kirchen dieser Stadt. S. den ArtikelAnron Aiigninl. Dtr.
* Grammati'ca (Antiveduto), Maler zu
Rom , studierte die Werke Raphaels, wodurch erin Geschichten und Bildnissen ein geschickter Mei-ster wurde. Man kennt von ihm viele sehr gefällgeWerke für den Cardinal del Monte, und der AbtTiti führt verschiedene von seinen Gemälde» inden Kirchen zu Rom an. Er starb daselbst 1626.56 . I. alt. Einer von den Gallen, C- Malleryu. s. w. haben nach ihm gestochen. — Sein SohnJMperialis war schon ein guter Maler, als er26. I. alt starb. y. 181.
* Gran (Daniel), geb, zu Wien um 169h.lernte bey Pancraz Ferg und bey Wernle. DerFürst von Schwarzenberg ließ ihn eine Reise inItalien thun, wo er sich die Schulen des Seba-stian Ricci zu Venedig und des Solimena zuNeapel wohl zu Nutze machte. Bey seiner Zurück-kunst malte er in dem Gartenpallaste seines Gön-ners den großen Saal auf frischen Kalk: die Kir-chen St. Anna und St, Carolus Borromaeus unddie Decke der kaiserlichen Bibliothek. I. Sedelrmayr hat diese auf etliche große Platten vortref-lich in Kupfer geätzt. /suFecioi-ir ^äöit.
* Grana; ein verderbter Name von Cranach.S- Lucas Müller.
* Granacci (Franz), Maler von Florenz ;lernte bey Bertoldo und Domr'nicus Ghi'rlandajo
und war ein Mitschüler des M. A. B>wnarot , derihn hernach in der Malere») so wohl unterwies,daß er in der Annehmlichkeit, Zeichnung, genauerAusarbeitung und Colorit alle seine Mitarbeiterübertraf. Granacci war auch in Erfindung vonMasaueraden, Triumphbogen und Schauspielenbey öffentlichen Einzügen und fürstlichen Beyla-gen vortreflich. Er malte auf Lucher Glas undMauern. Dieser Künstler starb um i 54 a- O7. I.alt?und ward in der Kirche St. Ambrosius zuFlorenz begraben. La/ch-mccr 8eo. IV. 212.
* Grand (Johann le), Baumeister zu Paris um 1660. führte den Bau der königlichen Stern,warte daselbst, nach des Claudius Perrault Zeich,nungen und unter desselben Aufsicht.
— — (German Peter le), Baumeister zu Pa-ris um 1760. gab die Zeichnungen zu dem neuenWasserfall des Gartens zu St. Cloud.
*— — (Ludwig le), geschickter Kupferstecher
zu Paris , blühete um 1760. Man hat von ihmeinige Vignetten nach Gravelot, Eisen u. s. f Erhat auch einige Platten zu einer neuen Ausgabevon Ovids Verwandlungen, einige kleine Aussich-ten der Gegenden von Paris, Bildnisse nach Char ,din u. s. w. gestochen.
— — (>e), Frescomaler, arbeitete in demRathhause zu Amsterdam .
» Grandhomme (Jakob), Kupferstecherund Kunsthändler zu Heidelberg , arbeitete um 1600.bey Theodor de Bry zu Frankfurt am Mayn. Manhat von ihm eine Sammlung von Bildnistcn derKetzer auf 17. Blattern. Gandellmr behauptetmit wenig Wahrscheinlichkeit, er sey mitJ. G-vanvlier derselbe. Christ führt sein Zeichen S. 260 a».
— — ( ), Baumeister, lebte zu Paris um
17^8- Vwuclei.
* Grandi (Carl), Kupferstecher zu Rom um1767. arbeitete nach F. Lreviiani, u. s. w. Manfindet Vieles von seinen Blättern in Büchern dieum bcmeldte Zeit dort gedruckt wurden. <TaMr//rm.
* — — (Hercules) genannt Ferrarese oderdaFerrara, lernte bey Lorenz Costa, unter wel-chem er bis an dessen Tod arbeitete, obwohl erihn übertraf, auch an verschiedene Orte berufenwurde. Hernach verfertigte Hercules viele öffent-liche Gemälde, welche hoch geschätzt wurden. SeinName würde auch vermuthlich noch berühmter ge-worden seyn, wenn er sich nicht dem Wein allzu-sehr ergeben hätte. Er st. i 5 äi 4 I- alt. DieKreubigung Christi in einer Capelle der KircheSt, Perronius zu Bologna zeigt, daß dieser Ma-ler die Gemüthsbewegungen und Verkürzungenwohl verstanden habe. Man erzählt, daß, als erin dieser Kirche gearbeitet, einige ihm aussätzigeMaler bey Nacht seine Cartons, Skizzen, Zeich-nungen u. s. w. weggestohlen, worüber er ausVerdruß diese Stadt plötzlich verlassen habe. A.Parigini, C. Ruina, C. David, u. s. f. habennach ihm in Holz und in Kupfer gearbeitet. S.den Art. Lorenz Gankolfo» Lottm-r II. tTruntaZtz.
— — (Joh. Baptist), Baumeister zu Rom -Von seiner Zeichnung soll die trefliche Galerie desPallastes Colonna seyn, die hernach von Hierony-mas Fontana ausgebaut wurde Andere schreibendiese Arbeit dem I. Paul Schor zu. 7 'iti.
— — (Joh. Hieronymus), geschickter Bild-hauer, Edelstcinschneider und Punzenarbeiter inSilber und Gold zu Padua . Er starb daselbsti 56 o. 52. I. alt und ward in der Kirche St. Au,gustinus beerdigt. — Sein Vatersbruder vincen;,der in gleichen Künsten berühmt war, ließ ihmein Grabmal aufrichten, von welchem LstemeizS-29h. die Aufschrift anfuhrt. ^»Lrettr.