Band 
Erster Theil.
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295
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Gravis.

chen wurden. Er schrieb den Almanach Icono-Iüj;i0lls von den Jahren 1764. bis 1/69. DieserKünstler st. 177Z.

* Gravis. S. Graf.

Grauw (Heinrich), geb. zu Hoorn in Nord-holland 1627. lernte bey Peter Grebber und beyJacob van Campen. Er arbeitete für den PrinzMoriz von Nassau. I. I. 1648. gieng er nachRom , wo er alte und neue Meister siudirte, u. na-mentlich auch Poußin's Freundschaft gewann Nachseiner Zurückkunft wohnte er bis 1672. bald zuUtrecht, bald zu Amsterdam , hernach zu Hoornund endlich zu Alkmaer, wo er ledig verfföMGrauw malte historische Bilder, Seine Compd-sition ist edel und groß; er war erfindungsreichund geschickt im Colorit. Das Nackte ist beson-ders schön, und die Gewänder zeugen von seinemmeisterhaften Pinsel. Man hat auch von ihm Zeich-nungen mit schwarzer Kreide, die sehr gerühmtwerden. DeLcamxL II. 290.

Gray (Miß), eine geschickte englische Früchte-und Blumenmalerin.

* Graziani (Hercules), genannt Ercolinoda pianoro, ein Maler zu Bologna , lernte beyBartholomö Morelli. Er studierte nach den Wer-ken der berühmtesten Architekturmalcr auf frischenKalk. Graziani erlangte in dieser Kunst einegroße Geschicklichkeit, indem seine Werke sehr gr-ünd und angenehm find. Er arbeitete zu Florenz ,Venedig, Jmola und Bologna . In dieser seinerGeburtsstadt starb er 172b. 70. I. alt. ^cast.< 7 /cm. 1 . 2Z8.

* — — (Hercules der jüngere), geb. 1688. zu

Bologna von armen Eltern, lernte bey Donar Creti.Er war ein geschickter Geschichtsmaler, von wel-chem man in vielen Kirchen und Privathausernseines Vaterlandes und an vielen a. O. Werkefindet, die seines Ruhms würdig find. Man ste-het von ihm ein Bild in der Servitenkirche, wel-ches einen Meß lesenden Heiligen vorstellt Esist schön, sehr angenehm und von zierlicher Aus-wahl in dem Charakter der Köpfe. Die er Ma-ler schien den Albani nachzuahmen. Er st 1761.C- Dianchi, I. Benedetti, V. Franceschini u.s.w.haben nach ihm gestochen. 77e/Lr)ra III. 27b.

— — (Joseph), Maler zu Padua , lernte beyAnton Balestra und setzte sich zu Bassano . Manbemerkt in seinen Bildern ein glückliches Genie,und einen großen Verstand; aber sein Colorit istallzu ausschweifend, und sein Helldunkel nicht wohlausgetheilt Er arbeitete Vieles für die Kirchenund Palläste dieser Gegend, und starb bald nach1720. ^e«-cr 271.

*— — zPaul), Kupferstecher, arbeitete nachM- Rosso, M. A. Buonaroti, u. s. f. für denVerlag von Peter de Nvbilibus, einem berühmtenKunsthändler zu Rom um G80. Qamtie/üm.

* — — (Peter), westlicher Feldschlachtenma-ler von Neapel um 1700. Man siehet in seinenWerken eine erstaunliche Wuth der Fechtenden,und eine große Musterhaftigkeit in Anlegung derFarben. DoEm'ci lll. 17b. Tiri gedenkt einesCiccio Graziani, Malers von Neavel, von wel-chem man zu Rom in der Kirche St- Croce dellaPenitenza eine Maria Magdalena und in der KircheSt. Antonio de Portughest die Predigt St. Jo-hannes des Täufers siehet. Tiri rühmt seine Ge-schicklichkeit in Feldschlachten; man weiß aber nicht,ob er der Vater, oder ein Anverwandter von ob-bcmeldtem perer gewesen ist.

— — (Joh. Paul). S- den Art. G- Ven-turini.

Grazl 0 1 l ( ), Maler zu Pavia , ist durch

ein Altarblatr in der dasigen St. Marcuskirchebekannt. Larto/r II.

Grebber (Anton), Maler, nach welchem P.Soulmann gestochen hat. S den Art. Wilhelmvan Jugen, seines Schülers.

Greenhil. 295

* Grebber (Peter), geb. zu Hartem um röoo.lernte bey seinem Vater Franz perer, und beyHeinrich Golzius. Man weiß zwar nicht, ob erzu Rom gewesen ist, aber man urtheilt aus seinererhabenen Manier, daß er auch erhabene Mustervor Augen gehabt habe. Er war sowohl in histo-rischen Bildern als in Bildnissen vortreflich. Mansiehet Vieles von seiner Arbeit zu Hartem an öffent-lichen Orten und in Kabinetten perer hatte vieleSchüler, die ihm Ehre machten. Er hat auch inRembrands Geschmack eine Samariterin nach sei-ner eignen Erfindung geatzt. Lynhoven, C- Bloe-maert, A Riedcl, Matham, u. s. f. haben nachihm gearbeitet. — Sein Vater, Franz perer,geb. um ib79. lernte ben Roland Saveri. Carlvan Mander meldet von ihm, daß er in Historien,auch groß und kleinen Bildnissen vortreflich gewe-sen sey. — Maria Grebber, Franz Perers Toch-ter, verstand die Baukunst und Perspekriv ungemeinwohl. DescamxL I. ZZZ. und II. 42.

Greca (Felix della), Baumeister zu Rom ,baute die Kirche dell' Angel» Custode, und vollen-dete den prächtigen Pallast Gbigi, welchen Jacobdella porra angefangen und Carl Madernifortgesetzt harren. 7 'ckr.

* — — (Vincenz della), treflicher Baumei-ster zu Rom , lernte bey Joh. Baptist Montano.Einen Beweis seiner Kunst sieht man an der schö-nen Kirche S. Domeuico »el Monte Magnano-poli, die unter der Regierung Urbans VIII. auf-geführt wurde. 7 'iri.

* Grecchi (Marc-Anton) von Siena , ätzteum 1590. eine Abnehmung vom Kreuz und einentaufenden H. Ansano, nach Gemälden von Ale-xander Casolano. Man hat auch von seiner eig-nen Erfindung einige Heiligenbilder. SamiMm.

Greco (Januarius ) wurde wegen seines häß-lichen Angesichts Mascacorra genannt. Er stu-dirte die pcripektivischcn Schriften des Jesuiten Andreas Pozzo, und begriff dessen Regeln ohnefernere Unterweisung so wohl, baß er in dieserKunst sehr schöne Gemälde verfertigte. Grecostritt mit Franz Saracini hierin um den Vorzug,da denn dieser gestehen mußte, er habe in dieiecArt keinen seines Gleiche». Als er 1717. die Deckeeiner Kirche zu Neapel malen sollte, fiel er unglück-licher Weife vom Gerüst und starb 5 o. I. alt —Sein Sohn vincenz folgte seiner Manier, starbaber in der Blüthe seiner Jahre 17Z7. 7 )o,»e-

rrici III. ZHZ.

— — (Michel Angelus), Baumeister zu Mai-land , erneuerte auf Befehl des Cardiuals Fried-rich Borromeo die Kirche St. Skefano di Bor-gogna. Er lebte um ibäo. /.air-alla

— — (Paul). S. den Art. Halvaror Rosa,seines Schülers.

— — Beyname von Alexander Cesari, Beli-sar Correnzio und DominicuS Teoscopoli.

* Grecolini (Anton) S. Dricolini.

Green (Hans Bälde). S. Gruen.

* — — (Val. . und Benjamin), zwey eng-lische Kupferstecher, lebten um die Mitte d. X Vlll.Jahrhunderts. Man hat von ihnen viele in Schwarz-kunst gearbeitete Blatter nach G Sludbs, F. Co-tes, Falconet, Gilpin, Kettle, Lauranson. West,Kauffmann, Zoffani, u. s. w. Unter andern kenntman von val. einen St. Johann in der Wüste,der ein Lammchen herzet, nach Murillo.

8uppl.

* Greenhil (Johann), ein englischer Edel-mann von Salisbury gebürtig, besaß sowohl inder Malerey als in der Dichtkunst große Talente.Die wenigen Bildnisse, welche man von seinerHand sieht, verdienen den Beyfall der Kenner. Erlebte um r68o. und war einer der beßten Schülerdes Peter Lely , starb aber in der Blüthe seinerJahre G. Faithorn, P. van Gunst, u. s. w. ha-ben nach ihm gestochen. aH§e«wi//e.