Band 
Erster Theil.
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296
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296 Greenwood.

Greenwood (Cornelius), Maler von Rot-terdam , lernte bey Vyg, einem der geschicktestenSchüler des Ritters van der Werf, der ober sehrjung starb, worauf Greenwood den Adrian vander Burgh zum Lehrmeister bekam. Er übte sichseh- fleißig in der Kunst, und zeichnete in Gesell-schaft einiger junger Künstler theils nach Gipsbil-dcrn, theils allerhand Erfindungen, die sie untersich verabredeten. Allein, da einer seiner Ver-wandten, welcher eine große Pflanzstädte in Su-rinam besaß, mit Tod abgieng, ließ Greenwoodsich bereden diesen Gewerb zu üb«rnehmen, konnteaber die heisse Luft dieses Landes nicht ertragen, u.starb zu großem Leidwesen der Seinigen 2726. 28.I. alt. Nr,r 600/ II. 228.

— — (Wilhelm), ein englischer Maler undSchwarzkunststecher, von welchem man einige Ge-sellschaftsstücke und Bildnisse nacb G. Mezu, Ver-koste, u. s. f. kennt. ,,— 'In Greenwood, ar-beitete in gleicher Manier nach Herp, Ekhout,Rembrand u. s. f. LaEr .

— — (Franz), schnitt mit Diamanten aufGlas, und lebte in 1728.

* Greff (Hieronymus), Maler und Form-

schneider von Frankfurt am Mayn, arbeitete zuStraßburg , wo er G20. Cvpien nach A. DürersOffenbarung Johannis gab. Man findet sein Mo-nogramm bey Christ S. 206. 1. Igr.

Grefier. S. Griffier.

Gregherro; wird für den Familienamen vonI. Benedikr Castiglione gehalten.

Gregoire (Achilles Renat-, Maler zu Paris ,lernte bey Johann Restout Er lebte um 1720. undmachte sich durch Ausbesserung alter Gemälde be-rühmt.

* — — (Saint), Bischof zu Tours, ein ge-schickter Baumeister. Er baute um üoo. die dasigeSt. Martinskirche und viele andere. FeMe ».

* Gregor, (Anton). Den Namen dieses un-bekannten Künstlers, findet man als Zeichner aufeinem historischen Titulkupfer von Claudius Me-lans Arbeit, welches das Bildniß der Catharinavon Medjcis, Herzogin von Mantua vorstellt.

* — — (Carl, ein Kupferstecher zu Florenz ,lernte zu Rom bey Jakob Frey. Er arbeitete inseinem Vaterlande nach I. Chamant, Fr. Galli-Bibiena, I. Pignata u. s. w. Eines seiner vor-nehmsten Werke ist die Kapelle von St. PhilippNeri zu Florenz , die er auf r/z. Blatter nach D.Barbatelli radirle. Er arbeitete auch an der Ga-lerie Gerini und an dem Museo Fiorentino. SeineKupferstiche sind die beßten und zahlreichsten in die-sem weitläufigen Werke. Er st. 17Ü9. ü,. I. alt.—Seine Sohne * Ferdinand u. * Amon arbeitetenauch mit vielem Ruhm in dieser Kunst. Der letz-tere gab neben Andcrm den Tod des H. LudwigGonzaga nach einer Zeichnung von I. B- Cipriani.(runse/imi.

* Gregorini (Anton), Italien . Gcschichtsrmaler, von welchem man viele Bilder in den hollän-dischen Cabinetten zu sehen bekommt. rJachrich-ren von Rünstlern II. bü.

— — (Dominicus), Baumeister zu Rom um1720. gab die Zeichnung zu der neuen Beichtcavelleder Hauptkirche zu St. Lorenzo in Damaso. Dick.

— — (Ludwig), erneuerte die Kirche St. Leo-nardo zu Rom . Mr

Gregorio (Johann di) von Pietrafesa in Ca-labrien, soll in der Schule der Earracci gelernt ha-ben , und blühete um 1600. Er malte in dem Klo-ster St. Franciscus der Stadt Potenz« einige Werke,die von den Künstlern selbst gerühmt werden. Do--»enici II 2g6.

Greischer oder Gryscher (M.), deutscherKupferstecher, von welchem man viele Blatter nachverschiedenen Meistern hat. Unter andern nach F.

G r e u t h e r.

Barozio eine H. Jungfrau Maria mit dem KindeJesus, und St. Josannes in einer Landschaftsitzend. Christ führt sein Zeichen S. 208. an.

Greirer (Christoph). S. den Art. F. JacobGabler.

* Grem ( ), Formschneider aus Picmont

oder Savoyen, arbeitete um 1726. zu Turin . Mansieht von ihm einige wohl geschnittene Stöcke; nebenandern ein großes Wappen des Königs von Sardi-nien , mit zwey Löwen als Schildhaltern und vielenKrjegsinstrumenten geziert. — Er hatte einen Sohnckhfi- Verwandten, der aber diese Kunst mit sehrschlechtem Erfolg übte. /ÄMo« I. Z07.

* Grenee (..dela), geschickter Gcschichts-maler zu Paris , war Professor der königl. Akade-mie und verfertigte große Gemälde für den König.Man bemerkt in seiner Arbeit edle Gedanken, schönePinselzüge, eine richtige Zeichnung und eine großeManier in den Gewändern. Er malte 1767. fürden König in Polen: Septimius , der dem Augustdas Haupt des Pompejus überbringt. ObLe,-vatio»ir

eis Dsi-ckurs etc. — * Sein Bru-der fieng 1771. an, sich durch Gemälde bekannt zumachen, in welchen man eine Manier und Schön-heiten bemerkt, die ihm eigen sind. Seine Zusam-mensetzungen sind sehr geistreich; er besitzt dasWeiche und die Anmuth, welche die Werke desPeter von Cortona auszeichnen. La Grenee ahmtemit gutem Erfolg die große Manier, die Charakterder Kopfe, das liebliche und silberfarbige Colvritdieses großen Meisters nach. Sein St. Paul aufdem Areopag, und seine D'wstellung in dem Tem-pel, die er in obbemeldkcm Jahre in dem Saaledes Louvrc aussetzte, sind die unzweifelhafteste Be-weise seiner Geschicklichkeit. Polctnich, L- Boniietu. s. w. haben nach ihm gestochen, /itte-

raire 1771. dirs. 22. p. 297.

* Grenville oder Granville ( ) ein

englischer Kupftrstecher, arbeitete um i?Jo. an ei-ner Sammlung von Landschaften, die zu London nach Cl. Lorrain, C- Poussin u. s. f. gegeben wur-den. ckaMr.

Greppi ( ). Von diesem Künstler sieht man

ein Gemald auf einem der H. Theresia zugeeignetenAltare der Kirche St. Martins a Monti zu Rom .Dcki.

Greseli (Caspar), deutscher Maler, von wel-chem man nach seinen Einfällen entworfene schöneKöpfe in den Cabinetten der Liebhaber findet. Erarbeitete zu Bcsan<;on, wo er auch starb.

*Grevenbroeck( ), geschickter See-maler auS Niederlanden, arbeitete zu Paris . Erwußte in seinen Gemälden mit großem Verständekleine Figuren anzubringen, indem er die Perfek-tiv, die Abweichung der verschiedenen Fernen, dasHelldunkel, und mit Einem Wort das Wahre derGegenstände genau beobachtete. Man sieht vonseiner Arbeit in einigen berühmten Kunstsammlun-gen. Vermuthlich betrifl es diesen Maler, nachwelchem I. Moyreau die Vorstellung einer gothi-schen Kirche geatzt hat. Dicckommr're IriLtori§l<e/wrtack/.

Greville (Lady Louise), Tochter des Herzogsvon Warwyk, hat einige Landschaften geätzt, dieeinen Platz in den beßten Sammlungen verdienen.Are/r/n.

* Greurber (Joh. Friedr.) desMarrhartsSohn, den er in der Kunst sehr weil übertraf,und mit einem großen Geschmack arbeitete, so daßer unstreitig für einen der bcßren Kupferstecher zuhalten ist. Johann Lanfranc hielt ihn sehr werth,und ließ viele von seinen Gemälden durch diesenvortrcflichen Künstler in Kupfer bringen. Probenseiner Geschicklichkeit siehet man neben Anderm indes s). Ferrari Flora. Er blühete um ibho. DerAbt von Marolles hat sein Werk in 79- Blät-tern gesammelt. Man fii«et sein Monogramm