Griglielmelli.
Fußwaschung von ihm a». Er schnitt auch einigeStempel unter den Regierungen Clemens X. undInnocenz XI.
" GliglielmeHl (Archangelus) war nichtallein ein guter Baumeister, sondern übte sich auchin der Malercy und Bildhauerkunst zu Neapel . Erbaute das Kloster und die Kirche Rosariello dellePigne außer der Pforte St. Januarius dieser Haupt-stadt, und die schöne Nonnenkirche del Giesu in ge-dachter Stadt. Dieser Künstler blühete um 1670./)omr,rrcr III. ZgI.
Guglielmi (Alexander), Maler zu Neapel ,lernte bey Franz Solimena und Sebastian Conca .Er war ein guter Zeichner und legte sich auf die Mi-niatur, in welcher er es sehr weit brachte. Sein ersterLehrmeister ließ ihn so eines seiner Gemälde copirenund beschenkte damit die Königin in Spanien , wel-ches von derselben sehr wohl aufgenommen wurde.Er lebte um 1740. ÖoMem'cr III. 718.
* — — (Gregorius), Malervon Rom, lerntebey Franz Trcvisani. Er malte große historischeBilder, welche hin und wieder in Rom zu sehen sind,>,nd war Professor der Academie St. Lucaü. Gug-lielmi arbeitete in den I. 17Hz. u. 175/,-zu Dresden und gieng von da nach Wien , wo man seine Arbeitin dem großen Saale der Universität und in der Ga-lerie des kaiserl. Lustschlosses Schönbrunn bewun-dert. Seither arbeitete dieser geschickte Künstler auchz» Turin, zu Berlin , zu Augspurg, und endlichgieng er 1772. mit Sophonias Derichs nach Peters-burg , wo sie beyde auf Einen Tag 1778. an einembösartigen Fieber starben; Guglielmi 29. I alt.I» seinen Composilionen sieht man den Geist desJohann kanfranc, mitwclchcm erdierichtigeZeich-nung der römischen Schule verknüpfte. A. Tischlerhat nach ihm geetzt. //nAesto»-« p, 35 .
— — (Simon) malte die Verzierungen au derDecke der Sakristey in der Kirche St. Martinus zuVenedig auf frischen Mörtel; die Figuren sind vonAnton Zanchi.
* Guiard ( ), französischer Bildhauer,
lernte bey Edmus Bouchardon. Er kam um 1720.nach Rom , wo er mit großem Ruhm arbeitete undviele van den berühmtesten antiken Statuen copirte.Nachher ward er erster Bildhauer des Herzogs vonParma und Professor der dortigen Küustleracademie.
üi'rnr en /ter/ie V. 269.
Guibal (Niclaus), Barrholome, eines ge-schickten Bildhauers Sohn von Nismes, der inDiensten Königs Stanisiaus von Polen und Her-zogen von Lothringen stand. Dieser Fürst ließ ihn172Z. die Etatüe Ludwig des XV. in der Pro-portion von 12^ in Er; verfertigen, welches Gui-bal in einem einzigen Guß ausführte. Sie wardauf dem königl. Platze zu Nancy aufgerichtet. Erst. 1727. 28. I. alt. — Sein Sohn * ssliclaus,geb. zu Lüncville 172h. bezeigte Lust zur Malerei),die er bey Claudius Charles erlernte. In seinemEeckszehnten kam er nach Paris , wo er unter CarlNatoire siudine; er ward 1745. Penstonnair derkönigl. Academie und gewann 1748. den zweytenPreis. Wegen einigem Verdruß verließ er dieseStadt und begab sich nach Stuttgard, wo mandamals das neue Schloß baute, und malte daselbstvier Bilder, gieng aber nach 12. Monaten nach Rom .Hier hatte er das Glück, die Freundschaft des RittersMengs zu gewinnen, der ihn an seine Kost nahmund ihm alle Gelegenheit verschaffte , seine Studienfruchtbar fortzusetzen. Guibal blieb daselbst vierJahre; in dieser Zwischenzeit kam der Herzog vonWürtemberg nach Rom , der ihn mit einem Gehaltevon 720. Gulden in seine Dienste nahm. DieserKünstler that 1722. seine Rückreise in Deutschland in dem Gefolge des Markgrafen von Bayreuthundkam mir seinem Principalen nach Stuttgard. Ge-dachter Fürst ernannte ihn zu seinem ersten Malerund Direclor seiner Kunstgalerie. Guibal malteeinige Deckeustücke in die Zimmer der neuen Residenz,wovon sechse durch eine Feuersbrunst zu Grunde gieri-gen; keines cnrgieng diesem Unfall, als die Decke
Guidoni. Zoz
der Haupttreppe. Er malte auch in dem Lustschlosseauf dem Berge nahe bey Stuttgard die Decken desgroßen Saals, und einiger Zimmer. Dcr Tempelder Verschwiegenheit und der Betrachtung, sammtder Decke in der Kapelle dieses Schlosses, von Sruc-caturarbeit, sind von Guibals Erfindung. Er malteauch große Stücke für den Churfürsten von der Pfalz,und zwo Tafeln für die Hauptkirche St. Ursus zuSolothurn in der Schweiz . M-c.
Guibbons. S. Gibbons.
Guibertl. S. Gbiberri.
Guidabombarda (Joh. Baptist), Bau-meister zu Mailand . Nach seinen Zeichnungen wurdedie Kirche St. Maria della Fontana nach dorischerOrdnung erneuert und aud beyden Seiten mit etli-chen Kapellen geziert.
Guide ( le). Unter diesem Taufnamen ver-steht man G Reni.
Guiderri (Josephs, Maler von Bologna ,tvird, in der Lebensbeschreibung des Augiistin Car-racci in dem Musco Fiorentino, unter dessen Schü-ler gezählt. Er lebte um 1600.
* Guidi (Dominic 's), Bildhaner von Massadi Carrara, lernte zu Rom bey Alexander Algardi.Er machte sich durch viele Werke, die er rnr Kirchenund Palläste dieser Hauptstadt verfertigt hatte, sehrberühmt. Doiinnicus arbeitete auch in Frankreich ,wo er nach le BrunS Erfindung die Statue desGerüchtes, welches die Geschichte Ludwig Xi V. be-schreibt > verfertigte Dieses Werk ist in dem königl.Garten zu Versailles aufgerichtet. Guidi starb zuRom 1701. 72. I. alt. A. Westerhout, S- Tho-mafsin u. s. f. haben nach ihm gestochen. /ħco/iI. 262.
* — — (Jost Lhydisius), Maler zu Rom ,zeichnete um ikiöo. die Statuen und andere Antikender berühmten Galerie des Prinzen Justinian!, wel-che C- Bloemacrt u. s. f. gestochen haben. S. denArt. Lran ; Luonamini.
— — (Michel), malte für die Kirche St Do-minicus zu Siena die Tafeln des H. Martinus undeiner Madonna del Parto . /Scci.
— — (Paul), Architektur- und Ornament-maler von Pisa , lernte bey Anton Roli. Er arbei-tete zu Bologna und in feinem Vaterlands, wo er170Z. starb. ( 7 ua»-ie»tr.
— — (Rainald), Maler, wird unter denSchülern des Johann Viani angeführt.xüttnce III. 167.
* — — (RaphaeV, Kupferetzer von Florenz ,arbeiteteum ibio.zuRom, wo er 'chöne Werke nachI Cesari, F. Barozio, F. Vanni, P. Caidara, A.Tempesta, I. B. Paggi u s. f. verfertigte. — SeinSohn Michelangelus arbeitete in gleicher Kunst.
Guido. S. die Art.Anrichissuno, r>eniundGenese.
— — ne i L 47 a rmi; so nennen die Italie-ner den Alexander Algardi, weil seine Statuenmit dem sanften Ausdrucke und der feinen Zeichnungdes Guido Reni übereinkommen.
* Guidoboni (Dominicus), Maler von Sa-vona, arbeitete zu Turin im königl. Pallaste undfür einige Kirchen dieser Stadt. — Sein Bruder* Barrholomö ist unter dem Namen pirere di Gu-vona bekannt, und arbeitete in gleicher Kunst in be-meldtcr Stadt. Darto/r I.
Guidolini (Paul), Ornamentmaler von Vi-cenza, blühete um 17(10. Er arbeitete zu Padua ,wo er mit Johann Mingardi die Decke der KircheSt. Andreas malte. Kokette.
Guid 0 ne ( ), treflicher Frescomaler zu
Rom , lebte um i 58 o. Er arbeitete mit Matthäuspere; de Alesio in der pabstl. Kapelle des Vati-cans. Gandrarr I. S- -92. Er ist vermuthlichder ssarl Guidorro.
Guidoni (Thomas Marchese), ein Mode-