Band 
Erster Theil.
Seite
308
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Zo8 Halle.

* Halle (Daniel), ein guter Geschichtsmalerzu Paris , verfertigte für die Cathcdralkirche die-ser Stadt ein Maigemald, welches St. Johannvor der lateinischen Pforte vorstellt, und für dieCapelle St. Symphorien der Abteykirche St. Ger-main des Pros ein Altarblatt, worauf der Mar-tyrtod dieses Heiligen abgebildet ist. Er st.

G. Edelinck hat nach ihm gestochen.

* — — (Natalis), des Claudius GuidoSohn, kam 1748. in die königl. Academie, undward zugleich Professor adjunctus. Don seinerArbeit sieht man den Plafond einer Capelle in derKirche St. Sulpice; in eben dieser Kirche eineTafel, mit Christus, wie er die Kinder segnet;in der Gerichtskammer des Enquetes, das Bildder Gerechtigkeit; in dem großen Saale des Hotelvon Luxenburg einige Figuren in dem Plafond,und ein großes Eemald, welches er 1767. für dasRathhaus verfertigte. Dieses stellt in allegorischenFiguren den letztgeschloßnen Frieden vor. Hallehat verschiedene Blatter nach seinen eignen Erfin-dungen geatzt; neben andern den Tod des Anlio-chus mit seinem Nebcnstüeke. Patonr, L^ Bounet,u. s. w. haben nach ihm gestochen. — Nach * s).Halle, vermuthlich Natalis Sohn, haben Dupin,P. P. Moles, A. I. Duclos, u. s. w. um 1770.moderne Figuren gegeben. k-Vrmce /itte-aü-e.

Hallier (Niclaus), Bildnißmaler zu Paris ,ward 1I6Z. Mitglied der königl. Academie, undst. 1686. 5 i. I. alt. L»e»i» p. 22h.

* Hals (Franz), Maler von Mecheln , lerntebey dem altern Carl va» Mander. Er malte seineBildnisse mit grosser Aehnlichkeit und Lebbaftigkcitmit einer schönen Manierund vieler Starke. AusserDandyk, der ihn hierin noch übertraf, sind wenige, dieHals zu vergleichen wären. Seine Lebensart aberwar sehr ausschweifend, indem er die meiste Zeitin Schcnkhäuscrn zubrachte; gleichwohl erreichteer ein Hohes Alter, da er 1606. 82. I. alt starb.Edelink, Blootclinq, Mattham, I. van der Delde,vornehmlich aber I. Suydcrhoes haben nach ihmgearbeitet. — Franz hinterließ zwey Söhne: FranzHermann und Johann, die ihm in der Lebensartsowohl als in der Kunst folgten. — huclaus undJohann, Johanns Söhne, übten gleiche Kunst.— * Theodor Hals, Franzens Bruder, lernte beyAbraham Bloemacrt. Er malte sehr gut kleineGeiellschaftsstiicke und Thiere. Dieser Künstler st.i 656 . 68. I. alt. /Incampr I. Z60.

— — (Peter.) S. Halen.

* Halter (Christoph), Maler zu Nürnberg ,lernte bey Georg Gaertner, zeigte viele Geschick-lichkeit in historischen Bildern, und st. 16 ,8. Dc»p-pelmayr S. 22 s.

* Halwache (Johann), Maler aus Oester-reich, lernte bey I. Carl Loth zu Venedig , undarbeitete zu Prag . Andächtige Bilder und Geschich-ten waren seine Gegenstände, in welchen er die Gc-behrden sehr natürlich auszudrücken wußte. DieGewänder malte er nach der Manier seines Lehr-meisters; aber die Schatten indem Nackten sindetwas schwarz geworden. Er lebte noch um 1720.//aAsäoitt p. 297.

Halweg (Adrian, oder Albrecht), nieder-ländischer Kupferstecher, arbeitete um 169». inDiensten des Königs von Dännemark nach Ver-mander, Joachim von Sandrart , D. van der Plaßu s f- — Ein andrer Haiweg gab um 17^0. ver-schiedene Bildnisse von der mediceischen Familiemit dem Grabstichel. 6a»äL/ü',rr.

Ham (van.) S. den Art. S-Dramen, sei-nes Schülers.

Hamberger (Christoph.) S. Amberger.

Hamelau (Joh.) S.denArt.P Marquard.

H a men > Johann van der), Sohn und Schü-ler eines niederländischen Malers, geb. zu Madrid 1094 Er war in verschiedenen Gattungen derMalerey vortreflich, als in Geschichten, Bildnis-

Hand mann.

sen, Landschaften, Tabaks - und andern Gesell-schaften , besonders aber i» Blumen und Früchten.'Dieser Künstler bildete sich nach dem niederländi-schen Geschmacke. Sein Pinsel ist geiind undsaftig, und seine Manier überhaupt erhaben. Erstarb in seiner Geburtsstadt 1660. /Äa§co m.

Hamerani (Albert) von Hermannskirchen,arbeitete als Medailleur zu Rom in päbstlichenDiensten unter Alexander VII. und starb um 1670.— Sein Sohn Johann folgte ihm in der Kunstsowohl als in der Bedienung. Er starb 1705. undhatte nachfolgende Kinder: * Beatrix, die 17c»;.sh. I. alt starb. Bonannt (X. U. II.) zeigt unterden Schaumünzen Jnnocen; XII. Nr. lä. eine,die er dieser Künstlerin zuschreibt. * Hermemgil-dus, geb. 1680. bekam seines Vaters Stelle.

* Drro, geb. 169-j. st. 1768. Diese alle arbeite-ten mit ungemeinem Ruhm, und verfertigten einegroße Menge sehr schöner Medaillen - und Münz-gepräge. Lochners V. Band, Vorrede.

Hamers. S. den Art. Alexander van pa<penhoven.

* Hamilron (Jacob von), ein Schottländerund trcflicher Maler in leblosen Gegenständen;begab sich unter Cromwels Regierung nach Brüs-sel . — Er hatte drey Söhne * Ferdinand, * Joh.Georg und * Carl Wilhelm. Der erste maltesehr schöne Pferde i» Lebensgröße und arbeitetezu Wien , wo er unter der Regierung und in Dien-sten Kaiser Carl VI. starb. — Sein Bruder *Joh.Georg, malte mit einer sehr fleißigen und ausge-suchte» Manie allerhand Thiere und Geflügel. Erward von Friedrich I. von Wien aus nach Berlin berufen; »ach dessen Tod aber gieng er wieder dort-hin zurück, und starb in hohem Alter um 173z. —

* Carl Wilhelm, malte mit ausnehmender Na-türlichkeit und Fleiß Disteln, Erdschwämme, Bö-get, Thiere, Insekten, u. s. f. Er setzte sich durchseine Kunst in großes Ansehen, wie er sich dennsehr theuer bezahlen ließ. Hamilron war des Bi-schofs von Augspurg Kammerdiener und Cabinetrmaler, und st. 17H4- 86 . I. alt. von StertenBrief VIII. — *GavinHamilron, ein englischerMaler von 4 ». Jahren; war um 1760. einer derbeßlen Geschichtsmaler zu Rom , der die Antikenmehr als die meisten studirt zu haben scheint; mansetzt aber an seiner Arbeit ein allzuschwaches Co-lorit aus. In 1770. gab er zjne Sammlung vonStichen unter dem Titel 8ckola Italic» UicturseanS Licht. — * Johann Hamilron, Pferdemaler,ist vermuthlich Ferdinands Sohn. — * Anron Jg-na; Hamilron, Gefingelmaler von Wien gebür-tig, trat in Dienste König August III. und lebtenoch 1769. in hohem Alter zu Hubertsburg. wink-ler S. üä.

Hamon (Peter), ein Hugucnot von Blois ,ward König Carl IX. Schreibmeister, der ihn zuseinem Secretair machte. Hamon gab 1267. einin Holzschnitte verfertigtes Schriftenbuch. Aberer mißbrauchte seine Kunst und sein Glück so sehr,daß er seines Herrn Unterschrift fälschlich nach-machte, wofür er 1269. den Strang zum Lohne bekam. I. hsZ.

Hamster k. S. Hemskerken.

* Handerior (Franz), Kupferstecher zu Paris, gab nach C. le Drun den H. Johannes, derin die Höhe gehoben wird, um in einen Kessel vollsiedendes Oel gestürzt zu werden. Er arbeitete auchzu Rom. 6a»äe/üui.

* Handmann (Eman.), geb. zu Basel 1718-lernte um 17Z6. zu Schaffhauseu bey I. UlrichSchnetzler; zu Paris studirte er in Johann RestoulSchule. Er reiste darauf nach Rom , wo er unterder Anführung des Ritters Denefial seine Studienweiter fortsetzte. Handmann malte zu Neapel aufBegehren des Marschalls von Tschudi ein Alkar-blatt, welches die H. Jdda vorstellt; ferner zuJmola und Piacenza Bildnisse und Geschichten.Nach einem vierfährigen Aufenthalt in Italien kam