Hage n.
zahlt. Seine beßten Stücke sind von i 65 o. — :66s.
III. 25 .
Hagen (Ioh. Baptist), ein unbekannter Ma-ler, von welchem man in der prächtigen Lichten-steinischen Galerie zu Wien zwey schöne Seestückezeigt, die sowohl wegen der Zeichnung als der An-wendung und Ausarbeitung einer Menge sehr klei-ner Figuren sehenswürdig sind. Das Colorit istzierlich und angenehm, die Fernnngen wohl aus-gedrückt, und Alles ist mit der größten Genauheitund Musterhaftigkeit gemalt. Nach des v. Faun'Urtheil hat dieser Künstler keine Gemeinschaft mitobbemeldtem Joharu» van Hagen .
— — (I- C.), Bildhauer zu Potsdam , ver-fertigte viele Statuen, die sowohl daselbst als zuBerlin gesehen werden. Er st. 1768. Beschrei-bung von Berlin S- 084.
— — (Lambert van). S. Haven.
* Hagens (Christoph), holländischer Kupfer-stecher , lebte um 1660. arbeitete zu Amsterdam nachBcrckmanns, Dubordieu, Tilmann, u. s. f.
Hager ich von <shur i 5 / 8 . Diese Worte stehen,nebst vier alt-deutschen Versen, hinter dem Hochal-tar der Antonitcrkirche zu Isenheim in Ober-Elsaß.Der Altar ist >«it Flügeln versehen, durch welchedas Mittelbau, welches von der ersten Schönheitdes XVl. Jahrhunderts ist, eingeschlossen wird.Weil aber unter dem angezeigten Namen noch vieralt-deutsche Verse mit dem Namen Abel Stimmerzu lesen sind, so wird hiedurch ungewiß, welcheraus beyden das Allarblatt, oder welcher die Flü-gel, die gleichfalls viel Verdienste haben, gemalthabe. Da indeß Abel Stimmer bekanntlich einGlasmaler war, so ist zu vermuthen, daß er diein dieser Kirche befindliche sehr schöne Fensterge-malde verfertigt, und nur wegen dieser Arbeit sei-nen Namen hinter das Altar gesetzt habe.
* Hahn (Hermann), ein erfindungsreicher
Künstler in historischen Gemälden. Sein Coloritist natürlich und angenehm; die glänzenden Lich-ter auf den zweyfärbig seidenen Stoffen seiner Ge-wänder machen seine Werke sehr lebhaft und we-gen ihrer Kraft sehr schätzbar. Er blühete in demXVII. Jahrhundert, — Wilhelm Hahn,
Baumeister, arbeitete um 1690. zu Maynz.
Haid- S. Hapd.
Hainaulr ( ), malte um iSv- Landschaf-
ten in Wasserfarben, im Geschmacke von Pastel.Er war Mitglied der Academie von St. Luc zu Pa-ris . ^7/nmnnc/r a'e§
Hain;. S. Heinz.
Hainzel (Ioh. Ferdinand), Geschichtsmalerzu Auqspurg, lernte bey Gottfried Strauß. (Dop-pelmayr sagt, bey Paul Juvcnel). Er hielt sichlange in Italien auf. Der Pfalzgraf Carl Gustav,nachher König in Schweden , zahlte ihm 1649. für«in Gemäld, welches den alten Tobias vorstellte,600. Gulden. Hainzel st. 1H71. 5 o. I. alt. vonSrercen Brief VIll.
* Hainzel mann (Elias und Johann), Ge-brüder, Kupferstecher von Augspurg, lernten dieseKunst in ihrem Vaterlande und hernach zu Paris bey Franz Poilly. Sie arbeiteten daselbst nachS. Vonrdon's und Anderer Werken, womit siesich berühmt machten. Johann verheyralhele sichzu Paris ; nachdem er aber Wittwer worden, ginger als.Hofkupferstecher nach Berlin , wo er auchgestorben ist. Er zeichnete nach Nanteuil's ManierBildnisse mit Pastelfarben, nach welchen er in Ku-pfer arbeitete; auch übertraf er seinen Bruder Eliasin der Kunst. Dieser arbeitete in seinem Vaterlande,und seine Werke bestuhnden in Thesen und Bild-nissen. Man beschuldigt ihn, daß er in Verzeich-nung nicht gar fest gewesen; ein Fehler, der vie-len Kupferstechern neuerer Zeiten vorzuwerfen ist.Dessen ungeachtet hat man von ihm recht schöneBildnisse. Er starb rhgo. 55 . I. alt. Basan führtdie beßten Blätter dieser Bruder an. — Humberr
zählt auch noch einen Daniel Heinzelmanti un-ter ihre Verwandte und Kunstgenossen.
* Hakkerr. S. Hackere.
H a l (Jacob van) von Antwerpen , malte um 1760.Geschichte in einer sehr angenehmen Manier, mitguter Färbung und fester Zeichnung. Man siehetzwey von seinen Bildern in dem daflgen Jesuiter-kloster. III. 54g. — zJ. von Hal,
welchen Deftamps IV. 1Z2. anführt, ist vermuth-lich kein anderer als dieser Jacob; er ward 1668.geboren. Seine Gemälde bestanden in Nymphen,Genien, u. s. f. mit welchen er des Hardime undeiniger andrer Blumenmaler Werke zierte. Seineletzte Arbeit ist in keiner Achtung, und der frühernnicht zu vergleichen.
Ha las (Franz). S. Hals,
*Halbauer (Christian), Miniaturmaler undKupferstecher zu Augspurg, dessen Talente beson-ders auf Insekten, Sommervögel, u. f. f. giengen,lebte um 1765. Er atzte nach I. B. Cignarolidas Bildniß des H. Ludwig Gonzaga. v. Ster-ken, BriefX.
* Halbou (Ludwig), ein junger Kupferstecherzu Paris 1765. arbeitete nach Murillo, dem alternEisen, Schenau, Wille, Aved, u. s. f. LaEr ..
* Haien (Arent. d. i. Arnold van), holländi-scher Schwarzkunststecher, arbeitete um 1700. zuAmsterdam nach A. van Boonen, u. s. f. Er be-zeichnete seine Blätter mit den Worten:sc-ulpsir, womit er auf seinen Taufnamen anspie-let , der in holländischer Sprache eben das bedeu-tet, was Aqui'Ia in der lateinischen. La§Mr 8uppl.
— — (Peter van) von Antwerpen , malte Land-schaften mit kleinen Figuren nach Claudius GeleeManier. Er war in den Geschichten und Baccha-nalien, die er in seinen Werken anbrachte, zierlichund von seltenen Einfallen. Man sieht aber we-nig von seiner Arbeit. Er lebte um i6öo.
-ieutr p. 455 . Vielleicht ist es der, welchen Des-ca,nps in seinen Reisen p. Hals nennt. DieserSchriftsteller führt weder diesen, noch obigen, un-ter seinen niederländischen Malern an.
* Hall (John), geschickter englischer Kupfer-stecher, gab um 1765. verschiedene Blätter mit demGrabstichel nach West, Dance, u. s. f. Sein PabstClemens XI. nach Carl Maratti, ist ein Meister-stück. Lara» 8 uppl.
*— — ( ), treflicher schwedischerSchmelz-und Miniaturmaler, arbeitete um 1770. zu Paris .Er bemühte sich, sein Colorit gegen Sonne und Luft(welche sonst die erkünstelt« Farben, besonders dieaus Säften gezogen werden, in kurzer Zeit aus-löschen) dauerhaft zu mache».
* Hallo (Abraham und Claudius.) S. den Art.j)onrheron.
* — — (Claudius Guido), Maler zu Paris ,lernte bey seinem Vater Daniel. Ohne baß erje ausser sein Vaterland gekommen war, malte ergroße historische Werke für den König und eineziemliche Anzahl Altarblätter für die Kirchen zuParis und an andern Orten. Man rühmt an derArbeit dieses Meisters eine glückliche und reiche Com-position und anmuthige Köpfe. Seine Zeichnungist richtig, die Färbung angenehm, die Ausarbei-tung leicht: Schatten und Licht sind in seinen Ge-mälden mit vielem Verstand angebracht. Wie seineLebensart, waren auch seine Werke, sittsam undniemals ausschweifend. Seine Verkündigung inder Cachedralkirche zu Paris ist von einem so an-genehmen, natürlichen und westlichen Styl, daß sieaus der Schule des G. Rein zu seyn scheint. Erstarb als Director der königl. Academie 1706. 85 .I. alt. Edelink, C. Simoneau und Thomaßinhaben ungefähr 4 o. Blatter nach seine» Zeichnun-gen gestochen, welche meist aus Titelblättern undVignetten bestehen. st'^,-FenLvr'//e.
O. q 2