Band 
Erster Theil.
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313
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Heerma n >>.

He er mann (Paul), deutscher Bildhauer,lernte bey Dalthasar Permoser. Er arbeitete zuDreSden , wo man in dem churfürstl. Garten einigeStatuen von seiner Hand siehet. Dieser Künstlerlebte um 1720. //«Aeckoc» p. 554.

Heerschap. S. den Art. vuurppl.

He es (P. C. I, holländischer Kupferstecher,gab Bauern und Daurinnen nach P. Polier u. s. w.

Hefele ( ), ein Deutscher, diente unter

den holländischen Völkern die König Wilhelm III.in England begleiteten, wo er dann seinen Abschiederhielt. Er malte Landschaften, Blumen, Insek-ten u. s. f. in Wasserfarben sehr sauber, hatte aberkeine Kenntniß von dem Helldunkel. Er starb zu Lon-don , wie man glaubt um 1710. ^»ecrioter 0/?nüüi»,ss.

Hegewald ( ), lreflicher Bildhauer zu

Dresden, soll um 1616. das in der Sophienkirche dem Baumeister I M. Nosseni aufgerichtete Grab-mal gemeinschaftlich nilt wakrher verfertigt haben.Vleue versuche II» 10,4. N°. 5 .

* Hegias, Maler zu Athen , blühete in der85 . Olympiade. Man rühmt von ihm eine Minerva,einen Pyrrhus u a. /Vüttt» I.. XXX I V. L. VIII.

* Heidelbergs ), Bildhauer zu Gent ,verfertigte das Grabmal eines Bischofs aus der Fa-milie van der Bosch in der Cathedralkirche dieserStadt. Dann auch die Kanzel der Kirche Ct. Mi-chel , die mit ziemlicher Kunst ausgeführt ist. o«/n§e

He 1 er (I.). Kleine auf Kupfer und Holz ge-malte Landschaften werden unter dem Namen dieses»nbekaiinren Künstlers in der Galerie zu EalzdahluMgezeigt. Eberlein.

* Heil (Daniel van), geb zu Brüssel 160.4.erwarb durch seine Landschaften einen ungcmeinenRuhm. Hernach malte er Feucrsbrünstc, die ermit allen ihre» Umstanden und schrecklichen Folgensehr künstlich und natürlich abbildete. Er besaß eineleichte Manier, gute Färbung, und wußte die La-gen seiner Landschaften wohl abzuändern. Oer-camjUL II. 78.

* — (Joh Baptist van), Daniels Bru-der, gib. zu Brüssel 1609. Die Altarblättcr in ver-schiedenen Kirchen seiner Geburksstadt sowohl, alsdie Bildnisse i» Privakhäuscrn zeugen von seiner Ge-schicklichkcit. Er ward für den vornehmsten unterseinen Brudern gehalten und lebte noch 1661.campL II. Ho.

* — — (Leo van), geb. zu Brüssel 160h. warbeyder obigen Bruder, und ein geschickter Miniatur-maler von Thieren, Blumen, Mück-n u. s. f die«r mit allgemeinem Fleiß malte. Er liebte auch diePersvectiv und Baukunst - und war hierin ein erfahr-ner Künstler. Man hat von ihm einige radirte Blät-ter; neben ändern einen kleinen Baucrnkanz nachRubens . La/ärMc-i bec. V. 278.

* HeiImann (H. M ) / Kupferstecher zu Dres-den um 1770. lernte bey Joseph Canale Man hatvon ihmBlatter nach Bollert, lePrince, Verirrt u. s.f.

* — — (Joh Caspar), Maler von Mühl-hausen im Elsaß , lernte bey Deqgcler zu Lchafhau-sen und arbeitete einige Zeit an dem Bischöflich-Baie-lischcn Hofe zu Pruntrur. Er gieng mit dem daselbstverdienten Gelde nach Rom , wo er fleißig studirteund durch einige Copien nach Dominichin bey demCardinal von Tencin, französische» Abgesandten,bekannt wurde, der ihn 1742. mit sich nach Paris nahm. Heilmann bekam daselbst so viele Bildnisse zumalen, daß »das Geschichtsfach mußte liegen las-sen. Gleichwohl malte er zuweilen Küchen- und Ge-sell'chaftsstückc nach Art des Gerard Dow , und Land-schaften. Die Natür blickt überall aus seinen Wer-ken hervor. Seine Farbe ist warm und durchsichtig,sei» Pinsel körnigt und leicht; überhaupt lauft dieWirkung seines Helldunkels auf einen Haupteffecthinaus, welches beständig ftin Zweck war. Er starb

Heinz. Iiz

1760.42. I. alt, da man noch Vieles von feinestTalenten hoffen konnte. Wille, Chevillet, Watson-Mechel u. s. f. haben nach ihm gestochen. FüßlrIII. 196.

Heimsch (Joh Georg)- Maler aus Schle-sien - verließ nach einiger Zeit den geistlichen Standund machte sich 1678. als Maler auf der Altstadt zuPrag anlaßig. Er suchte nicht nur den Carl Scretanachzuahmen, sondern auch zu übertreffe». Dasgroße Altarblatt bey den Jesuiten auf der Neustadtzeigt, daß er nicht so gut als jener zu componirenwußte. Dieses Gemäld ist dergestalt von Figurenüberhäuft, daß man die Hauptperson darin suchenmuß. Er zeichnete Alles nach der Natur, daher manzu Prag viele von seinen Zeichnungen findet; Eini-ges ist auch nach ihm gestochen worden. Er st. 171Z.an der Pest. N- Bibl. schön. Mrssensch. XIX. 228.

* Heince oder Heins (Zachgrias), Malerund Kupferstecher zu Paris , verfertigte in den I.1624. und M 5 . zwey Maygemälde für die Cathe-dralklrche dieser Stadt. Heince gab mit FranzBignon i 655 die Bildnisse der Galerie in dem Pa-lais Royal , welche die berühmtesten Männer desKönigreichs in ganzer Statur vorstelle», auf 23.Platten nach S Vouet. /e Comte 1. 222

He,necken (Calharina Elisabeth), geb. zuLübeck 168 ). malte aus besonderer Neigung für dieseKunst und zu ihrem Vergnügen sehr schone Blumenund Bildnisse. Sie lebte noch 172h. Mit ihrer Fa-milie in Sachsen . Dics^Dame malte und cyte auchdas Bildnjß ihres Sohns Christian Heinrichs Hei-necken, eines gelebrtcn Kindes, das von ,721.bis 172b lebte. — Sei» Vater * s). Heinecken,Maler, ist durch ein von C- Fritsch <u Hamburg ar-tig radirtes Dildniß bekannt. Man liest darauf:Eatk. lilisab. Hemselrvn p. /Lee»:/ p. 80.

* Heinischeck I ), geschickter Goldstickervon Bayreurh, zierte mit seiner Arbeit den Audienz-saal des königl. Schlosses zu Potsdam . Die Zeich-nung ist gut und voller Geschmack. Dieser Künst-ler starb vermuthlich um 1720. in seiner Gcburts-stadt. Oert-rreicü.

Heinricus ( ). Don diesem Maler siehet

man in der Galerie zu Salzdahluin eine Hirschjagvvon mittelmäßiger Gtöße. Eberiein.

Heinsius ? Joh. Ernst , Hofmaler zu Wei-mar um 1776. Man hat von ihm Bildnisse und Ge-schichten. Anhang zur allgein. deutsch. Bibl.XIII-XX1V. B. I. Abth. S. 479.

Heinz (Daniel) S- den Art Joseph Plepp -seines Schülers. — Ein andrer Daniel Heinz, desjünger» Josephs Sohn; siehe dessen Artikel.

* — — (Joseph), Maler von Bern in derSchweiz , wo er um i 56 .>. geb. ist arbeitete neben HJohann van Achcn, Barkholbmö Spranger, Jo-hann Breughel, Roland Savery und Egidius Sasveler uM 1290. zu Prag an deiti Hofe Kaiser Nurdolph II. der ihn nach Italien sandte- die schönstestantikeü Sratüen abzuzeicynen, und die beßten Ge-mälde zu Rom , Vene. ig, Manlua u. s f. zu copi-

ren, welches er zu beßter Zufriedenheit dieses Für-sten verrichtete und von ihm eine stattliche Vermeh-rung seines jährlichen Gehalts erlangte. Er ver-fertigte an diefem Hofe sehr viele historische Gemälde,von welchen die Sadelers, L. Kilia», I. Majoru. s. f. die vornehmsten auf 18. Blätter gestochen.Heinz starb zu Wie» und ward in der St Johanns-kirche begraben. In seiner Arbeit ahmte er den Cor-reggio nach. Seine Köpfe, besonders die weiblichen,sind überaus angenehm. Seine Färbung ist zart-natürlich und von trcflicher Harmonie. Diele vonfeinen Bildern werden in verschiedenen Cabinetternin Deutschland , neben andern in des Markgrafenvon Bayreuth aufbehalten. Eine Tafel von seinerHand, welche in der churfürstl Galerie zu Dresden gefunden wird, ward eine Zeitlang für des JuliusRomanus Arbeit gehalten, und ohne einen Kupfer-stich von Sadelcr würde man vielleicht niemals vondiesem Irrthum zurückgekommen >eyn. Füßli l.h-a-R r