3 i 4 Heinz.
* Heinz (Joseph), Josephs Sohn, machtesich mit malerischen Einfällen von Traumen, Be-zauberungen, Chimären, Verwandlungen u. s. f.die er in kleinen Figuren vorstellte, einen berühmtenNamen, und Pabst Urban VIII. schuf ihn zumRitter des goldenen Sporns. Dieser Maler hieltsich meist zu Venedig auf Unter vielen merkwürdi-gen Bildern, die er in dieser Stadt hinterließ, fin-det man in der Kirche Allerheiligen die H. H Marienbey dem H. Grabe; dieses Gemäld ist mit der Jahr-zahl i 665 . bezeichnet. Die Färbung und die Füh-rung des Pinsels ist in demselben sehr angenehm.Man findet auch seinen Namen in dem Malerzunftrbuche zu Augspurg, wo er sich einige Zeit aufhielt.
p. 62. u. 534 - — Daniel Heinz, seinSohn, malte für die Kirche St. Sophia zu Venedig eine Laufe Christi. p. 510.
Hetnze (Johann), Decan des Domcapitelszu Goßlar, malte i 656 . den H. Christoph so hoch,als die Kirche ist, welches folglich die größte gemalteFigur in der Welt seyn wird. Uffenbach I. 77.
Heinzei (Joh. Ferdinand). S. Hainzel.
Heinzelmann. S. Hainzelmann.
* Heisig (Franz Carl), Kupferstecher undKunsthändler zu Augspurg um 1770. war Mitgliedder dastgen kaiserl. Kunstakademie Schwäbisch .Schriftsteller.
* Heiß (Ellas Christoph) von Memmingen ,Johanns naher Anverwandter und Schüler, warein guter Zeichner, und er würde es vermuthlich inder Maierey weit gebracht haben; er begab sich aberauf die damals bekannt gewordene Schwarzkunst,und verfertigte zu Augspurg, wo er sich verheora-thete, viel schöne Thesen und Bildnisse, da er be-sonders mit den erster» ein großes Vermögen erwarb,woraus er bey Memmingen ein Rittergut kaufte.Er st. 17.31. 71. 1 . alt, nachdem er einige Jahre zu-vor in Ruhe zugebracht hatte. Der Catalog desDufresnischen Cabinets führt S. 5 s. drey Ge-mälde von ihm an. zJ Bibl. der schönen wis-sensch. II. i 65 . — * Göttlich Heiß, sein Bru-derssohn , war gleichfalls stark in der Schwarzkunst,und verfertigte sehr schöne Thesen, womit er eineneignen Verlag anfieng und den Voglischen darzn er-kaufte. Er verfertigte auch etliche sehr große Blat-ter, die aber auswcrts mehr als zu Augspurg be-kannt sind. Gottlieb st. 1740. 54 - I. alt. vonSrerren Br. IX.
— (Johann), Maler von Memmingen ,lernte bey I. Heinrich Schoenfeld . Er malte mitguter Erfindung Geschichten, die er aus kleinen nack-ten und bekleideten Figuren, Thieren, Gebäuden,Landschaften u s. f. sehr verständig zusammensetzte.Johann ließ sich zu Augspurg haushablich nieder.Man sieht daselbst in den Kirchen zum H. Kreuz undzu den Baarfüßern viele große Altarblatter von sei-ner Hand. Er st. i 7 » 4 > 64. I- alt. B. Kilian hatnach ihm gestochen. Sandrarr I. 33 g.
« Hejus, antiker Edelsteinschneider, dessen Na-men in einen Stein eingegraben ist, welcher eineDiana vorstellt. FtonL bS. 56 .
Hek (Martin van den), genannt Hemskerk,Johanns Sohn und Schüler; letztrer war desMartin Hemskerk Neffe, und gab, aus Hoch-achtung gegen diesen Oheim, seinem Sohne obbe-meldten Beynamen. Martin malte, wie seinVater, Landschaften, in welchen er öfters das zer-störte Schloß Egmont vorstellte, kam aber dem Va-ter in der Kunst nicht gleich, van der Heck wardibbH. ein Jahr nach seiner Annahme, Vorsteherder Malergesellschaft in seiner Geburksstadt Alc-maer. II. 8 .
— — (Niclaus van der), Maler von Alc-maer, lernte bey Johann Nagel. Er malte vielehistorische Stucke und sehr schöne Landschaften.Seine Manier zu componiren ist groß und verstän-dig, sein Colorit gut, und er verstand das Hell-dunkel gründlich. In i 65 i. hals er die Gesellschaft
Helst.
der Maler in seiner Vaterstadt aufrichten.camM I 3 /, 6.
Held (Niclaus). S. Helt.
Heldt (A), malte Früchte, todte Thiere,Federvieh u. s. w. Man sieht von seiner Arbeit inder Galerie zu Salzdahlum . Eberlein.
Helena, Timons Tochter, eine geschickteMalerin, arbeitete mit vielem Ruhm in Egypten.Der Kaiser Vespasian ließ eines von ihren Gemäl-den, welches denJßischen Krieg vorstellte, indemFriedenstempcl zu Rom aufstellen. /Notin I.. IV.
. * Helic 0 n. S. den Art. Asceseus.
Helin ( ), französischer Baumeister, stu-
dirte als königl. Pensionnair zu Rom . Er machtedie Zeichnung und führte den Ban der Nonnenklorsterkirche de la Visitation der Straße du Bacq in derVorstadt St. Germain zu Paris , wobey die Köni-gin ( 3 . Weinmonat 177b) den ersten Stein legte.
Heliodorus. S. den Art. Barron.
Hellas. S. den Art. Ariftomenes.
Helle (Ferdinand). S. Elle.
Hellemonr. S. Helmonr.
* Hellen od. Hellenis, antiker Edelstein-schneider , schnitt das Brustbild des Harpocrates ineinen Carniol. ö?o5c/r 37.
* Helmbrecker (Theodor), Maler vonHar-lcm, lernte bey Peter Grebber. Auf seiner Reise inItalien arbeitete er in dem Hause eines RathsherrnLoredano zu Venedig, und zu Rom für die Jesui-ten . Er brachte sein ganzes Leben in dieser Stadtzu, und st. 1694 70. I. alt. Helmbrecker malteöfters nach deö Bamboccio Manier; zuweilen auch,besonders zuletzt, mit einem helbrn Colorit als die-ser. In kleinen Gemälden war er glücklicher als ingroßen. In Allem, was er malte, herrscht einevortrefliche Harmonie der Farben und des Helldun-kels Die Natur ist darin getreu beobachtet. SeineLandschaften sind wohl ausgearbeitet, von vielerVerschiedenheit und guter Auswahl. Seine Figu-ren sind gut gezeichnet, geistreich und mit Kunst zu-sammengesetzt. Bald malte er H. Geschichten, baldJahr und Bauernmärkte, bald Landschaften. Der-canr/iL 1l. ZZ7.
* Helmhack (Abraham), von Nürnberg ge-bürtig, übte, neben dem Glaserhandwerk, als sei-ner ordentlichen Begangenschaft, das Glas- undKrügemalen. Er brachte auch das rothe Glas zuFenstergemalden, dessen Zubereitung seit lange füreine Verlorne Kunst gehalten wurde, wieder zuStande. Helmhack st. 1724. 70. I. alt. Dos»pelmayr S. 3 i 3 .
Helmonr ( Lucas Gassel van). S. Gassel.
* — — (Scgres Jacob van), Maler vonAntwerpen , lernte bey seinem Vater Marrbäus,einem Schüler des jüngern David Tenicrs, welcherKrämerbuden, Werkstücke der Chymisten,und Märktein italienischem Geschmacke malte, von denen Eini-ges in der Sammlung des Königs von Frankreich seyn soll. Segres Jacob war von so schwächlicherGesundheit, daß er niemals außer lein Vaterlandkam; gleichwohl war er einer der beßten niederlän-dischen Geschichtsmaler. Er componirte seine Werkeedel und verständig; seine Manier ist schön, dasColorit ziemlich natürlich; die Zeichnung richtig.Viele Kirchen und öffentliche Gebäude zu Brüssel ,wo er sich haushablich niederließ, und in andernStädten, sind mit seinen Werken geziert. Er starb1736. 63 . I alt. van Helmonr hat einige Blat-ter nach seinen Zeichnungen geetzt B. Picart hatauch nach ihm gestochen. OcnampL IV. 236 .
Helsemerz (Adam). S. Elzbeimer.
* Helft (Bartholome van der), geb. zu Har-tem 1610 war ein großer Maler. Er componirteseine Werke mit einer vortreflichen Manier. DieFiguren sind wohl gezeichnet, die Gewänder groß,die Färbung ist unvergleichlich, dieZeichnung richtig