Band 
Erster Theil.
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315
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Helst.

und sei» Pinsel markigt. Er malte mit gleicherGeschicklichkeit Bildnisse, kleine historische Stückeund Landschaften. Bey alle diesem besaß er dieKunst, seine Bildnisse wohlgleichend herauszubrin-gen ; er wurde von niemand hierin als von Vandyckiibcrtroffcn, und zwar mit einem geringen Vortheildieses letztern. Das Meisterstück des van der Helstist auf dem Rathhause zu Amsterdam , wo er arbei-tete und starb. A. Blooteling, C. Gregor!, H.Dar» u. s. w. haben nach ihm gestochen. — SeinSohn ivar auch ein guter Bildnißmalcr. Aer-cam/>§ H- igg.

Helst (Egidius ver). S. verhelst.

* Helr- Srockade (Niclaus van), geb. zu

Nimwegen um 1612. lernte bey seinem Stiefvater,vcm ältern David Rykaerr. Er hielt sich fast seineganze Lebennszeit zu Rom und zu Venedig auf. Bey-nahe alle europäischen Fürsten begehrten von seinenGemälden. Er verfertigte große historische Tafeln;seine Figuren sind mit Geschmack angebracht. Einmeisterhafter Pinsel und gute Färbung sind zweyseiner vornehmsten Eigenschaften. Seine Bildnissesind sehr schätzbar. ll. 21«.

Helrvig (Michel), Bildhauer von Braun-schweig , verfertigte um 1710. zwey Grabmäler,von welchen das eine in der Universitäkökirche zuHelmsiädt, und das andere zu Königölutter zu sehenist. Uffenbach S- 188 u. 268.

— — ( ' ) Maler von Svangenberg in Hes-

sen gebürtig, lernte bey einem mittelmäßigen Mei-ster und studirte zu Rom . Er malte Bildnisse in Müniatur und arbeitete an dein Hofe zu Casscl, wo eri/i 5 . Fö. I- alt starb. ji.

Heize! (Bonaventura) hat nach I. B Castig-lione die Reise der Jsraelite» in das Land Canaanauf einer sehr großen Platte mit einer vorkrestichenManier in Kupfer geetzt und dem Prinzen von Lich-tenstein zugeeignet. S- den Art. C. Macee.

Hembrecker. S. Helmbrecker.

Henrel, d. i. Himmel; Ventname von Bern-hard Baillen.

Hemmelink (Hans ), Maler von Dammeunweit Brügge gebürtig , lebte um ig/o. Er begabsich in den Soldatenstand und kam im äußerstenElend in den St. Johannsspithal zu Benage, wo ersein Talent bekannt machte, und zur Erkenntlichkeitein sehr schönes Gcmäld von der Geburt Christi hin-terließ. Man sieht auch in gedachtem Spikhal undanderswo noch mehrere historische Bilder von seinerHand. Er wird den Gebrüdern van Eyk gleich ge-schätzt, und überiraf sie beyde in einigen Theilen derKunst, Ungeachtet die Oelfarbe» schon lange vorihm bekannt waren, malle er dennoch mit Was-serfarben. DenaMxL I. 12. S Aus oder Hansvon Brügge.

* Hemsen (Johann van), Maler von Ant-

werpen , der Albert Dürers Manier nachahmte,«nalte ganze und halbe Figuren mir guter Zeichnungund schönem Colorit. Er setzte sich zu Harlem , woer um ihZo. blühcte. Guarienri berichtet, er habezu Lissabon einen H. Hieronymus, mit dieses Künst-lers Namen bezeichnet, gesehen. — Seine Tochter,Carharina, «nalte in Miniatur, und ward wegenihrer Geschicklichkeil von der Königin in Spanien «mit einem Jahrgelde begnadigt. ämr 1.886.

Mosmer nennt diese Künstler Hemessein.

* Hemekerk (Egbert), genannt der altere,ist, ungeachtet seiner Talente, bey den Schriftstel-lern über die Geschichte der Kunst überall unbekannt,da doch sonst kaum ein Maler in allen Theilen Eurospens bekannter ist als er. Egbert entlehnte alle seineGegenstände aus der Natur; in dieser Absicht be-suchte er alle öffentlichen Gesellschaften, Gasthöfe,Weinkeller, Spiclhäuser, Märkte, Kirchmessenund andere Lustbarkeiten Vermittelst dessen erwarber sich eine ««»gemeine Fertigkeit, jeden launigtenVorfall auszudrücken. Seine Zeichnung ist richtig,das Colorit ungemein natürlich und glänzend, und

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seine Gemälde thun wegen der richtigen Behandlungdes Helldunkels eine starke Wirkung« Sein Pinselist frey, fest und voll Geist, und sein Ausdruck un-vergleichlich. pilkingro» beschreibt das Zimmereines kranken Frauenzimmers als ei» in allen Thei-len der Kunst trefliches Gemald dieses Meisters. —Der jüngere Egbert Heinskerk lernte zu Hartembey Peter Grebber, ahmte aber Brouwers und desältern Hemskerks Manieren nach. Er verließ feinVaterland und ließ sich zu London nieder, wo seineComposttionen eine lange Zeit sehr hoch geschätztwurden, ungeachtet sie nun i» ihrem Werthe tiefhinunter gesunken sind. Er hatte ung mein vielHumor, eine lebhafte und seltsame Phantasie; da-her kam es, daß er gern wilde, seltsame und aben-theuerliche Gegenstände bearbeitete. Z. B. nächt-liche Zusammenkünfte von Hexen, Gespenstern undTeufeln, Bezauberungen, die Versuchungen des H.Antonius. Dergleichen Gegenstände arbeitete Eg-berr mit einem freyen Pinsel und einer geistreichenZeichnung aus. Es war seine Gewohnheit, beyPossenspielen und Conversationsstücken «'ein eigenBildniß hineinzuinalen; daher stellte er allzeit einenkleinen Spiegel neben seine Stafelcy. Er st. i/oH.69 I alt. I. Smith, I. Gole, Richards, I.Beckers, I. Earlom, B. CloweS u. s. f. haben nachihin gearbeitet.

* Hemskerken (Martin van Been genannt),Maler, lernte bey Cornelius Willenis, Johann Lu-cas und Johann Scoorel, den er so wohl achsahmte, daß Scoorel auf ihn eifersüchtig wurde undihn aus seiner Schule verbannte, «vorauf er nachRom gieng. Hier studirte Martin nach den An-tiken und nach Michelangelo . Von den Zeichnun-gen, die er nach den alten Bildhauerwerken und denschönsten Aussichten dieser Stadt verfertigt hatte,besaß Mariette ein ganzes Buch. Hemskerkenkehrte mit einer verbesserten Manier in sein Vater-land zurück. Nachdem er 22. Jahre zu Hart m setzeviele historische Gemälde für Kirchen und Priva--personcn verfertigt halte, starker daselbst >5N. ?6.I. alt. Seine Manier zu zeichne» ist leicht und ver-ständig; sie wird von kairessc für die Zuverläßigkeitund Festigkeit der Umrisse seinen Schülern angeprie-sen. Er zeichnete sehr wohl mit der Feder und coiu-ponirte eben so gut; aucy war er ein garer Baumei-ster, welches man aus den Gründen «einer Gemäldesehen kann. Seine Figuren hingegen sind etwastrocken und hart; seinen Köpfen mangelt es an An-muth. Vasari führt diesen .«runstler in des BapnstFranco Leben an, wo er melde- : Hemskerken,oder Martin Tedesco, wie er ihn nennt, habe zuRom auf den Einzug Kaiser Carl V. mit ungemei-ncm Fleiß und Fertigkeit «o schöne Gran in Graugemalt, daß sie von seinen italienischen Mitarbei-tern selbst bewundert wurden, «vor» der gute grie-chische Wein, den mau ihm und «einen deutschenGehilfen im Ueberfluß gereich«, vieles zu Unterhal-tung des malerischen Feuers beygetragen habe. Dienach seinen Zeichnungen in Kupfer gebrachte Werkebelaufen sich auf 58 u. Blätter. Er selbst hat dieSchlachten Kaiser Carl V. geetzt, ausgenommen,daß die Gefangennekmung König Franz l. von Cor-nelius Bos ist. Christ führt sein Zeichen S. 2Z0.und 208. an. /)r§rnmx>5 I. 60.

— — Beyname von Martin Heck.

Hendriks; (Govert). S. den Art. JacobCaan.

Hennares. S. den Art. ). de Arellano,seines Schülers.

* Henriet Claudius), Glasmaler von Cha,Ions in Champagne, geb. i) 5 i. Man schä te seineArbeit sowohl wegen der Zeichnung als guter Zube-reitung der Farben sehr hoch. Der Herzog Carl II.berief ihn 1696. nach Nancy wo er bis an seinen Todverblieb und bey den Baarfüßern begraben wurde.— Sein Sohn * Israel arbeitete zu Rom unterAnton Lempesta, und zu Paris unter Duchesne.Er zeichnete und radirte nach Callots Manier gabauch im Zeichnen Unterweisung, womit er nachher

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