Band 
Erster Theil.
Seite
319
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Heudelot.

landcs auf dem Hauptportal , nebst andern Kunst-stücken mehr. Sie lebten von 1470. — 1660. Indieser Kunst waren auch Braun und Joh. UlrichHurdrer geschickte Meister. Joseph Furrenbach,Marcus Vogel, und Michel Schrffelts werdenvon Jmbof unter die berühmtesten Baumeister die-ser Stadt gerechnet. Gandrart I. 553 .

Heude! 0 r ( ), französischer Kupferstecher,

lebte um 1770- Man hat von ihm verschiedeneBlatter nach Ostade , Lingelbach, I. van Steen,u. s. f.

Hevlssen (Cornel.), einer der ersten Kupfer-stecher. Christ führt sein Zeichen S. 167. an.

* Heumann (Georg Daniel ), Zeichner undKupferstecher zu Nürnberg , geb. 1691. Er arbei-tete nach des Marees, Kenckel, C- Müller, Be-tau , u. s. f.

Heur (Joseph Cornelius d'), geb. zu Antwer-pen 17«/, lernte bey Peter Sneyers und bey demaltern Johann Horemans. Er malte Geschichteund Gesellschaften. Man verwahrt in einem Zim-mer der Abtey St. Michel zu Antwerpen zweyBilder von ihm, in welchen das H. Abendmal unddie Anbetung der Weisen aufBasreliefart vorgestelltsind. Heur war einer der sechs Directoren, auchProfessor der Architectur und Perspectiv in der Künsi-leracademie seiner Geburtsstadt. p. 70.

*Heus (Jacob de), genannt Afdruck, lerntebey seinem Oheim Wilhelm de Heus, und studirtezu Rom nach Salvator Rosa . Er malte sehr schöneLandschaften mit wohlgezeichncten Pferden, Horn-vieh und Bildern. Heus st. 1701. 44. I. alt.Dieser Mahler übertraf seinen Lehrmeister; seineLandschaften zeigen alles das Angenehme der Na-turreine gute Färbung, leichte Pinselzüge, wohl-gewahlte Lagen, u. s. f. Als eine Seltenheit wirdvon ihm angemerkt, daß er, selbst nach seiner Zu-rückkunft aus Italien , so viel bestellte Arbeit fürdiese Nation zu verfertigen hatte, daß er keine Zeiterübrigen konnte, die Liebhaber seines Vaterlandszu befriedigen. Man hat von ihm einige radirteBlätter von eigner Erfindung. HncampL III. 366 .

* — — (Wilhelm de), geb. zu Utrecht i 638 .

lernte bey Johann Both, dessen Manier er genaunachfolgte. Er hielt sich viele Jahre zu Rom auf,kam aber in seinVaterland zurück, und starb daselbstin hohem Alter. Heus malte mit sehr gutem Co-lvrit. Seine Profpecte, welche, fast alle nach derNatur, Aussichten des Rheinstroms vorstellen,haben gewöhnlich etwas Rechendes. Er wußtedie Oerter da zu wählen, wo sich die Contraste vonselbst fanden. Er staffirte seine Landschaften mitartigen Figuren, Jagden, Festen und Erndtcn.Seine Arbeit, welche meist i» Italien zu sehen ist,wird stark gesucht und theuer bezahlt. Er etzte auchverschiedene Blatter. III. 71.

Heusch (Gabriel de), holländischer Landschafttenmaler; wird in Heymans Catalog angeführt.

— — S. Heirs und Heus.

* Heuvelen (Anton van), niederländischer

Maler, lernte bey Caspar de Cray«. Er arbei-tete zwar nicht so treflich als sein Lehrmeister, hakteaber doch viel Gutes von ihm, wenn die Behand-lung gleich etwas hart ist. Man sieht von seinerArbeit in den Kirchen zu Brüssel , besonders aberzu Gent . Dieser Künstler ist auch unter dem Na-men Don Antonio bekannt. cie Oer-

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^Henrvick (Caspar), geb. zu Oudenaerde um^)6o. Man siehet wenige Gemälde von diesemKünstler außer Italien . Er arbeitete einige Ieitzu Mantna, hernach malte er viele große Stuckefür den Bischof von Barry in Puglia . Seine Ar<beit wird von verinander sehr gerühmt. Der-eamxr I. 214.

* Heyden (Jacob van der), Kupferstecherund Kunsthändler zn Straßburg , war in seiner

Hier». Zrg

Kunst sehr geschickt, und daher auch bey hohenPotentaten in gutem Ansetzn. Man hat von ihmeine Menge kleine Bildnisse. Er blühte um 1600.Sandracr I. 3 oa.

* Heyden (Joh van der), geb. zu Gorkum 1637. malte antike und moderne Gebäude von Kir-chen, Tempeln , Pallasten und Bauernhütten, mitschönen durchsichtigen Bäumen, nnd stellte diesesAlles mit unbeschreiblichem Fleiß und Natürlich-keit vor. Adrian van der velde zierte seineGemälde mit kunstreichen Bildern. Man kann sei-nen Verstand, die Harmonie in der Färbung, seineKenntniß in Her Perspectiv und westliche Äusar,beitung seiner Werke nicht genug bewundern. Erwird auch für den Erfinder der Schlauchfeuerspri-tzen gehalten, und schrieb darüber eine Abhandlung,die 1690. in Folio gedruckt und mit eigenhändigenschönen Kupferstichen geziert ist. van der Hevrden starb zu Amsterdam 1712. II.

Z81. — Ein * vanderheyden, der von Obigemverschieden zu seyn scheint, verfertigte einige Ge-mälde für die Kirchen zu Brüssel . cke

OercampL.

Heplbruch (Michel), Maler und Kupferste-cher von Gent, arbeitete zu Verona mit allgemei-nem Beyfall, der ihn auch in den Ritterstand er-hob. He/lbruch erreichte ein Alter von etwasmehr als hundert Jahren; gleichwohl arbeitete erbis an wenige Wochen vor seinem Tode, der 1765.erfolgte, ohne einige Schwierigkeit und ohne Dril-len, an kleinen Bildern. Unter seinen Blätternkennt man den Tod der Dido nach Geb. Bourdon,mit 1712. datirt. Deffenrliche Bk.

Heylen (Gonzales van), sehr guter Form-schneider zu Antwerpen . Man hat von ihm »inkleines Alphabeth mit Heiligen geziert; ein kleinesGebetbuch u. s. f. Er st. um -720. /ÄMo« I. 3 o 6 .

Heynemann (Wcymar). S. den Art. F.I. Toedrebeer.

Heynhorveck (Remold, oder Rombout),Kupferetzer zu Antwerpen um die Mitte des X VII.Jahrhunderts. Er arbeitete meistens nach Rubens und Cornelius Schul. Basan giebt ein Verzeich-niß von seinen vornehmsten Blättern.

Heynmüller ( ), deutscher Bildhauer,

arbeitete in königl. Preußischen Diensten, und starbzu Potsdam . II/.

*Heyendorf (Joh. von), Landschaften- undBildnissemaler aus Deutschland , lernte bey FranzBrich, dessen Manier er in Landschaften sehr wohlnachahmte. Er arbeitete um 1730 zu Neapel .Oomemcr III. 618.

Hicanus. S- den Art. Barron.

Hien (Daniel), geb. zuStraßburg 1725. lerntebey C- Männlich, und harre Gelegenheit nach denGemälden des ehemals berühmten Klinglischen Ca-biners zu studiren. Es reiste gegen Ende des Jahrs17^9. nach Mailand , wo er aber nur einige Wo-chen des A. M. Crivelli Unterweisung genießenkonnte Seine meiste Kunst hatte er Oudry inParis zu verdanken. Dieser Maler arbeitete seit1766. an dem Hofe zu Zweybrücken; er malte zahme,besonders aber wilde Thiere, Federwildpret, Ge-flügel, Fische u. s. f. Doch gieng seine vorzüg-lichere Neigung auf Früchte, Küchenstücke, Kräu-ter und Blumen. In ersterer Gattung hält maneine Fuchshetze für sein Meisterstück; die Lebhaftig-keit und die genaue Anatomie der Hunde, und einegut gewählte Haltung, werden darin vorzüglichbewundert. Er malte aber an jenem Hofe meistzahmes Vieh und Schäferscenen. M-c.

Hier (Loren; la). S. Hire.

Hiero, antiker Wachspossirer von Cybara,arbeitete mit seinem Bruder Tlepolemus, einemMaler in Diensten des Verres, der damals dierömische Provinz tyrannisch beherrschte. O-er»I,. IV. .