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H i e r o n y m u s.
Hieronpinus (Heinrich von S.) ein Dom!»nicanermönch in Portugal, malte zu Evora , undan verschiedenen andern Orten des Königreichsmit dem Ruhm eines guten Künstlers. Er blü-hete um i 55 » Vasari gedenket in
des Hieronymus da Carpi Leben eines FraterHieronynius, des Domjnicanerordens, von wel-chem man in der Kirche St. Bencdictus zu Man-tua eine sehr schöne Copie von dein berühmtenAbendmal des Leonhard da Vinci sehe. Vielleichtbetrift dieses ebenfalls den unsrigcn.
— — Dieser Name auf alten Holzschnittenbedeutet auch H. Resch.
* Highmore (Z.), geschickter englischer Bild-nissemaler, blühete um 17Z0. I. Smith, I Fa-der, G. Benoit, L. Truchy, u. a. haben nach ihmgearbeitet.
Higienontes. S. Higi'anon.
Hllarius, Maler aus Bithinien, arbeitetemit vielem Ruhme zu Athen , und war in Bild-nissen vortreflich Um A. C. Z60. unter der Re-gierung des Kaisers Valens, ward er mit seinerganzen Familie von den Barbaren im Felde er-schlagen.
Hildebrand. S- den Art. I. G. H. T-Leichner, seines Schülers.
* Hilduard, Benedictinermönch, baute »m117». die St. Peterskirche zu Chartrcs wieder auf.7 >e/ibie» V. 220.
* Hilken (Joh. Friedrich), Joh. ChristianLoch, Stephan Andreas Reinhard, Joh. Hein-rich voigrlander, Rndolph Philipp Wahl , Joh.Christian Weber und Jeremias Balrhasar wii-Helnii, Medailleurs in Deutschland , lernten allebey Christian Wermuth. Hilken war von Nord-hausen gebürtig, und arbeitete eben zu Hamburg . —Heinrich Christoph Hilken, übte diese Kunst zuHamburg um 1700. sVrrmiLm. ür^t. I. Lös.
* Hill (Thomas), englischer Bildnißmaler,lebte um 1717 Er ist durch ein Paar von I Smithin Schwarzkunst nach ihm gearbeitete Blätter be-kannt.
— — ( ), englischer Arzt, etzte einige Blät-ter zu seinem: b.llen; or Lomoleat Kolli ok llar-lleninA. Lveü/».
* Hille (Joh. Christoph), Stahlschneider undMünzmeister zu Wolfcnbürtel. Man kennt von ihmneben Andcrm ein Thalergepräge von 1710. mitdem Brustbilde von Herzog Anton Ulrich von Braun-schweig, u. s. w. Rochier VIII. 25 .
* Hillegaarr bPaulvan), Landschaftsmaler,arbeitete zu Amsterdam , wo er i 658 . starb. Inder Galerie von Salzdahlum findet man von ihmeinen Scharmützel. Er ist auch durch ein auf ihnverfertigtes Trauergtdicht bekannt, in welchem seineKunst gerühmt wird.
Hilliard (Niclaus) Vliclaus, eines MalersSohn von Exeter , studiere nach Holbeins Gemäl-den. Man bewundert in seinen Miniaturstückendie Zärtlichkeit seines Pinsels in Haaren, Juwe-len, Spitzen und andern Zierathen. Er wird fürden ersten Schmelzmaler in England gehalten. Inder Zeichnung der zu seiner Zeit üblichen Kleidungs-stücke war er ungemein genau. Die Königin Eli-sabeth ließ sich verschiedene Male von diesem Künst-ler schildern, und diese Fürstin, auf dem Thronesitzend, ist eines seiner vornehmste» Gemälde. Erst. 1619. 72. I. alt. /Wnßto». — Das BildnißKönig Jacob I. von Johann Faber in Schwarz-kunst gearbeitet, ist laut der Unterschrift von einemFranz Hilyard gemalt.
Hilplus, Maler dessen die fränkische Ge-schichten Meldung thun.
* Hilrs (Joh.), Baumeister von Cölln , arbei-tete zu Straßburg, wo er den 1277. von Erwinvon Steinbach angefangenen Thurm des Münsters
Hire.
iZZg. vollendete. Hilrs starb daselbst iZsg. D-Schadaeus fuhrt S. 19. seine Gradschrift an.
Hilyard (Franz), S. Hilliard.
Himmelrorh ( ), ein Deutscher, malte
Architecturstücke. Vielleicht ist es Emelrar.
* Himpel (Abraham ter), ein Landschafter,von welchem man getuschte Zeichnungen in denCabiiietten der Liebhaber findet. -Mr.
Hinderhausel (Friedrich), Kunstgießer vonNürnberg . Man siehet daselbst verschiedene mitvieler Geschicklichkeit verfertigte Grabmäler undBilder von seiner Arbeit. Er st. 1708. 72. I, alt.Doppelnrapr S. 3 o 6 .
* Hinz ( ), berühmter Maler von leblosen
Gegenständen, arbeitete zu Hamburg um 167h.Sandrarr ll. 78.
H10 s ( ), Maler von Elbing , lebte um i6/jo.Man findet von diesem Meister in der Galerie zuSalzdahlum einen Kindermord, der lange Zeit fürTimvrets Arbeit gehalten wurde. LrZeäorn p. 168.
Hippeus, ein Atbenienser, machte sich durchkünstlich verfertigtes Hausgerälh berühmt, ^tüe-«ser» H. XI. C. 6.
Hippias , ein Weltweiser, Redner, Baumei-ster, Bildhauer und Maler, verfertigte einen Nep-tun und eine Victoria, die seiner Zeit berühmtwaren. Er war deü Phidias Lehrmeister, undwird von Lncian wegen geschickter Anaebuug deröffentlichen Bader sehr gerühmt. Am»«.?.
Hippodamas von Milcto, baute das Pi-raeum zu Athen . /farpocrsü'o».
Hirarn', ein Künstler von Tyro, verfertigtealle gegoßne Arbeit für den Tempel Salomons zuJerusalem I. 7. v. lZ.
* Hire (Lorenz de la), geb. zu Paris 1606.Sein Vater, * Stephan, ein guter Maler, warsein Lehrmeister. Lorenz erwarb sich in jungenJahren einen großen Ruhm durch ein Gemäld inder Kirche St. Jacques de haut Pas, welchesden Martyrtod des H. Bartholomäus abbildet.Man sieht auch von ihm viele andere Gemäldein den Kirchen dieser Hauptstadt. Er war einerder ersten Professoren der königl. Academie undstarb zu Paris iö 56 . de la Hire war der erste,der sich von dem Geschmacke von Vouets Schuleabzuweichen unterstand. Diese Neuerung, die ermit seiner Geschicklichkeit unterstützte, that bey denKennern eine gute Wirkung. Sein Colorik ist un-gemein lebhaft, und die Farben seiner Gründe sindso wohl in einander geschmelzt, daß sie sich wieein Dunst über das ganze Gemäld ausbreiten;ein Kunstgriff den er von Desargues erlernt. SeinePinselzüge sind leicht und correct, seine Composi-tion ist verständig und wohl überlegt seine Aus-arbeitung sehr fleißig; aber man tadelt an ihm dasUnedle seiner Charaktere, und daß er die Naturnicht genugiam zu Rath gezogen habe. Er war inder Architcctnr und Perspectiv wohl erfahren. SeineWerke bestehen in Geschichten, Landschaften, Bild-nissen und Cabinetstücken, die wegen ihrer schönenAusarbeitung sehr kostbar sind. Er hat auch nachseinen eignen Erfindungen geetzt. Hinwieder habenF. Chauveau, M. I'Asne, I. Boulanger, A. Bosseund andere Kupferstecher »ach ihm gearbeitet. SeinWerk wird auf 120. Blätter geschätzt,
* — — (Philipp de la), Lorenz Sohn undSchüler, verließ die Kunst frühzeitig und begab sichauf die Astronomie, i» welcher er sehr berühmtwurde, Er ward 1699. Prosestor der konigi Dau-meisteracadcmie von der ersten Ordnung, und st.17-8. 78. I. alt. — Sein Sohn "Lorenz, einArzt, war gleichsam zur Malerei) erkoren, wandteauch alle von seinen Berufsgcschäftcn übrige Zeitdaraufan, Landschaften und Figuren nach des Wat-teau Manier mit Wasserfarben zu malen. Dieserst, 1719. 42. I. alt.