Band 
Erster Theil.
Seite
323
JPEG-Download
 

Hofma n >i.

pelinavr S. 208. — Ein andrer Hans Hofmannarbeitete «ls Kunstgiesser in Norwegen um i 65 o.

Hofmann (Heinrich), Professor der Mathe-matik zu Jena um » 65 c». zJ. von Jena und sJ.'/zrizmann werden von Jmhof unter die berühm-tste» deutschen Baumeister in Wassergebauden undSchleusten angemerkt.

— — (Jacob), Goldschmied zu Nürnberg ,der im Giessen und in der Punzenarbeit sehr erfah-ren war. Er zeichnete wohl, machte Bildnisseund schnitt Pektschafte in harte Steine, welchesAlles ihm bey großen Herren und Kunstliebhabernviele Hochachtung erwarb. Er st. l 56 g. Doppel-ma^r S. 202.

— — (Johann Benedict), aus Sorau ge-bürtig, ward durch sein großes Genie und uner-müdeten Fleiß in allen Theilen der Malerey vor-treslich. In seinem Colorit findet man eine voll-konimne Annehmlichkeit, und seine optische Werke so-wohl als seine historischen Gemälde verdienen we-gen ihres wohl angebrachten Helldunkels den Vor-zug. Seine Deckenstücke find zierlich und nach dembeßte» französischen Geschmack eingerichtet; seineBildnisse sind ähnlich, und haben gute Stellun-gen. Er setzte sich zu Danzig , wo er 17.45. 77.I. alt starb: — Sein Sohn Joh. Benedicr, wardem Vater im Genie völlig gleich. Er arbeiteteacht Jahre bey dem königl. Hofmaler Mock zuWarschau , begab sich aber wieder in seine Vater-stadt zurück, wo er 1765. arbeitete,

— — (Samuel), Maler von Zürich in derSchweiz , lernte bey Gotkhard Ringgli und stu-diere in der Schule von Rubens , in welcher er eingeschickter Künstler wurde. Hofmann erwarb sicheinen allgemeinen Ruhm in Bildnissen, Geschich-ten und Küchenstücken, wozu er sich fleißig derNatur bediente. Er arbeitete vornehmlich zu Zü-rich, Amsterdam und Frankfurt am Mayn, woman aus dem Rathhause ein großes historischesGemäld von seiner Hand sieht. Er starb daselbst» 648 . 56 . I. alt. Theodor und Conrad Meyerhaben nach ihm geevt. — Seine Tochter Mag-dalena malte Bildnisse, vornehmlich aber Blu-men. Sie starb zu Amsterdam nach 1671. FuessliI. 67. — Unter die Künstler dieses Namens zahltman auch.- » ) E- Conrad, Kupferstecher, arbei-tete nach Goverr Flink, u. s. f. 2.) Joh. Bap-tist, nach welchem I. G. Wolfgang das Bildnigdes Constanlin Feeders gestochen. 3 .) Joh. Mi-chel, Ebelstcinschneider, der um »6gc». zu Wien gearbeitet.

Hofmans (Peter), genannt Ianizer, Feld-schlachtenmaler von Antwerpen , arbeitete eine ge-raume Zeit in der Türkcy, in Gesellschaft einesLandschaftmalers genannt Zanrruyrer. ^so»ü»a-keu >l. 35 ». bio. 4»,.

Hogarrh (Wilhelm), geb. zu London in demKirchspiele von St. Bartholomö 1697. malte Bild-nisse und moderne Geschichten, in welchen er meistdie im Schwang gehenden Laster seiner Zeit mitihren traurigen Folgen auf sehr lebhafte, natür-liche, zuweilen auch sakyrifche und poßirliche Weisevorstellte, und viele davon theils selbst radirte,theils durch andere Stecher ans Licht gab. Be-sonders aber machte er sich einen aroßen Namendurch ein geistreiches Buch betitelt: Zergliede-rung der Schönheit, die schwankenden Be-griffe von den» Geschmacke fest zu seyen.Hogarrh st. 1764. Seine Zeichnung ist unrichtig,und sein Eolorit schlecht; allein er ersetzte dieseFehler durch die Verschiedenheit der Gedanken,durch die Wahrheit und das Leben so er seinenCharakter« gab, durch die Kunst das Lächerlichezu ergreifen und nach der Natur auszudrücken, durchden Reichthum und die Feinheit des Detail, undhauptsächlich durch den wahren moralischen Charak-ter den er seinen Compositionen lieh. Da dieser Malerdas Mechanische seiner Kunst verabsäumte, pflegteer zu sagen: Ich erkenne jedermann zum rechtmäßi-

Holbein . Z2A

gen Richter über meine Gemälde, ausgenommendie Kunstgenossen. I. Faber, Ardell, u s. f. ha-ben einige von seinen Bildnissen in Schwarzkunstgearbeitet. N- Biblisch, d. schön. Wissenschaf-ten II. 162.

Hogenberg. S. Hooghenberg.

H 0 g e n e r (I. G ). S. Hoegener.

* Hohenberg lJoh. Ferdinand von), Di§

rector der Architektur in der kaiserliche» Akademiezu Wien 1770. erwarb sich einen großen Ruhmdurch Lheatermalerey und in der Baukunst DieserKünstler hak auch Zeichnungen, als Regeln, Lichtund Schatten zu vertheilen, geliefert. C. Schützhat nach ihm ein Paar Kirchenverzierungen geetzk.Frankfurt , gelehrte Anzeig. 1775. 34.

* Hoje (Niclaus van), geschickter Geschichts-

und Bildnißmaler von Antwerpen , ward nach demTode des kaiserlichen Kammermalers Franz keuxan dessen Stelle in Dienste genommen. Er zeich-nete und radirte einige Blätter in Teniers Ca-binet W. Kilian, F. van Stecn, u. s f habennach ihm gearbeitet. Sandrarr l. 323 . Es scheinteinige Aehnlichkeit zwischen ihm und Johann vanHoeck zu seyn. ' /

* Holdein (Hans), der altere, Bürger zuAugkpurg und kreflicher Maler, dessen Namen indem Geiellschaftöbuche dieser Stadt eingeschriebenist; man findet auch von ihm einige Gemälde aufdem dasige» Rachhanse und in einigen Prirathäu-sern. Holdem begab sich nach Basel , wo er dreyseiner Söhne, *Anibrosius, *Bruno und *Hansin dieser Kunst unterwies, von welchen aber derletztere allein berühmt wurde. Er zeigte schon infrüher Jugend Proben seines vorzüglichen Genie,indem er sehr schöne Bildnisse und Geschichten inOel und Wasserfarben malte, die sowohl auf demdasigen Raihhaufe und der Stadtbibliotbek als ineinigen Privakhausern mit Aufmerksamkeit betrach-tet zu werden verdienen. Um 1)26. gieng Hol-dem mit Empfehlungsschreiben von Erasmusan den Kanzler MoruS nach England. Dorterhielt er sogleich durch seine Talente die GnadeKönig Heinrich VIII Ein Beweis dessen ,st diebekannte Geschichte eines vorncbmen Lords, dersich. Mit Gewalt in sein Zimmer eindringen wollte,den er die Treppe hüiuntcrstieß: denn als dieserdrohete sich zu rächen , ward ibm fflches bey Ver-meidung der königlichen Ungnade scharf verboten.Dieser Künstler verfertigte für den König eme er-staunliche Menge Arbeit, welche zum Theil nochin dem Pallaste von Whikchal gesehen wird. Erstarb zu London »554 5 g. I. alt. Hoibein besaßeinen guten Gcschmwk, der keine» von den Man-geln der deutschen Manier an sich Karte Manbemerkt in seinen Bildnissen viel Wahrheit, inseinen Zusammensetzungen eine lebhafte und erha-bene Einbildungskraft, und eine schöne Ausarbei-tung. Sein Eolor.t ist kräftig, die Carnakion leb-haft und seine Figuren sind so erhoben, daß ste dasAug auf eine angenehme Weile täuschen; nur ta-delt man die schlechten Falten seiner Gewänder.Erarbeitete mit der linken Hand, und that solchesmit gleicher Geschicklichkeir in Miniatur Del - undWasserfarben. Er hat Vieles für die GoldschmiedeKupferstecher und Formschneider gezeichnet; manhat davon mehr als 100. Blätter, von welchenW. Hollar 6». Bl. geetzk hat. Christ fuhrt seinMonogramm an verschiedenen Orten an. DerArzt Carl Patin hak das Leben dieses Künstlersseiner Ausgabe von Erasmus km-omium iuor»Nvorgesetzt. S. den Art Bock. Füeßli I. 10.

* — — (Siegmnnd), des ältern JohannsBruder, ein Goldschmied; hat Vieles i» Kupferund Holz gearbeitet. Man hat von ihm in Holz-schnitt ein großes Alrhabeth in Folio, welches sehrfein gearbeitete Geschichten aus dem alten undneuen Testamente vorstellt. Seine Blatter werdenvielfältig mit seines Nefen, des jünger« H. Hoi-beins seinen verwechselt. /Ävr'//o» I. » 65 .

S s 2