Arr Hoefler.
Demant. Er starb nach 16Z0. S. den Art. Li-rago. Doppelmayr S- 220.
Hoefler (Johann Philipp). Goldschmied zuNürnberg , machte sich durch getriebne Arbeit be-rühmt. Er starb in seinem Vaterlande 1722. 5 g.I alt. Doppelmayr S. 27Z.
* Hoefnagel (Georg), geb. zu Antwerpen
lernte bey Johann Bol. Er zeichnete alleAussichten die ihm etwas malerisch vorkamen, undmalte Thiere und schöne Landschaften. Hoefna-gel arbeitete an den baieriich-insprukisch-und magi-schen Höfen; für den Erzherzog Ferdinand ein Meß-buch mit zierlichen Anfangsbuchstaben und kleinenFiguren, und für den Kaiser Rudolph II. fünfBücher von allerhand Gattung Thieren. Dabeywar er ein gelehrter Mann, der viele Gedichte inlateinischer Sprache schrieb. Der ErdbcschreiberAbraham Orkclius war sein vertrauter Freund. Erstarb zu Prag 1600. und hinterließ zwey Söhne* Ja ob und Johann, beyde gute Maler. Ja-cob etzte 1^92. in seinem Siebenzehuten ein Buchvon Blumen, Früchten, Insekten, u. s. f. nachseines Vaters Zeichnung auf 52. Blättern. Manhat auch von ihm Stiche nach seinen eignen undandrer Meister Erfindungen. 1. 180.
Hoegener. S. Hoekner.
* Hoehn (I.), deutscher Stahlschneider, ar-beitete um 1680 zu Beilin, und machte sich durcheine Schaumünze auf G'vrg Freyherr von Derf-linger. GenerabFeldmarschall in Diensten des Chur-fürsten von Brandenburg rühmlich bekannt. Roch-ier 111. 121. giebt davon einen Stich.
Ho ei. S. Hose.
Hoekgeest (Cornelius), Kuvferstecher, ver-fertigte Friesen, Kriegsstärke, Verzierungen zurBaukunst u. s. w. <?a»ste//inr.
— — (Joachim), ziemlich guter Bikdnißma-lcr im Haag , war um 1626. Vorsteher der dasigenKünstlergesellschaft, r-a» 600/. 1 l. 5 » 8 .
* Hoekner oder Hoegener (Johann Wil-helm) , Stahlschneider zu Dresden 1700. RochierXll. 27». giebt einen Stich von dem BrnstbildeWolfgang Theodors, Grafen von B'ichlingen,Großkanzlers des Cburfü.stenthums Sachsen, nachdieses Künstlers Arbeit.
Hoekle (Albert van der), Formschneider, geb.zu Regenspurg i 5 >o. Sein Bildniß hat Aldegrerver 1ÜZ8 in gr 4"- gestochen.
Hoellen-Breughel, Beyname desjüngernperer Breughel.
H 0 erde (van). S. Ampringer.
Hoeren oder van Doren (Melchisedechvan), einer der alten Formschneider, wird vonPapillon I. rög angeführt.
Hoerld (Friedrich). S. den Art. BenebletHerz.
* Hock <Kerard), geb. zu Bommel i6j8.lernte die Anfange der Zeichcnknnst bey seinem Va-ter, einem Glasmaler; damals arbeitete Wcrnhervan Rysen in dieser Stadt, welches Hoer Gele-genheit gab, die Malerey bey ihm zu erlernen;er genoß aber dessen Unterweisung nicht langer alsein Jahr, denn sein Vater starb, und Gerard wardgenöthigt, zum Unterhalt seiner Familie die Glas-malerey mit seinem Bruder zu treiben. Bey demEinfalle der französischen Kriegsvölker flüchtete ersich nach Haag, wo er, ungeachtet der kurzen Lehr-zeit , und da er die Oelmalerey so lange unterlas-sen hatte, Werke verfertigte, die wegen ihrer zier-lichen Ausarbeitung hoch geschätzt wurden. Ver-schiedene Reisen, die er hin und wieder that, wa-ren für sein Glück unfruchtbar; endlich setzte er sichzu Utrecht , .hier suchte er, wiewohl vergeblich,eine von der Obrigkeit besoldete Akademie; daherhielt er wiche in sisinem eigenen Hause. Hoer be-gab sich 1714. jn Haag, wo er ungeachtet >eines Al-
Hofmann.
ters, mit dem Feuer und der Lebhaftigkeit einesJünglings arbeitete und endlich 170Z daselbst starb.Die Talente dieses Künstlers sind den Liebhaberndurch ganz Europa bekannt Er componirte mitvielem Genie; seine Werke zeigen eine weitläufigeGelehrsamkeit an, vornehmlich hatte er die Ge-bräuche und Gewohnheiten studirt. Seine kleinenBilder haben sehr feine Züge; der Schmelz seinerFarben und sein gelinder Pinsel vermehren dasKostbare derjenigen Werke, die er in dieser Artverfertigte. Die größer» Gemälde, die er mit ebenso vieler Leichtigkeit verfertigte, hätten dem Ansetznnach ihn abhalten sollen, kleinere Tafeln mit sovielem Fleiß und Geduld, als in der Manier einesPoelemburg und eines du Jardin, die er hierinnachahmte, auszuarbeiten. Man bewundert in denKirchen und Pallästen in Holland die lebhafte Ein-bildungskraft dieses Meisters, mit welcher er eineMenge Deckenstücke und andere große Arbeitenmit guter Harmonie der Farben und einer voll-kommnen Kenntniß der Gegensätze von Schattenund Licht verfertigte. Diese sel ene Geschicklichkeitgeben Hoer den Rang eines der größten Meisterin Holland , welches kein geringes Lob ist Seinlebhaftes Genie und sein trefliches Gedächtniß ver-leiteten ihn, daß er öfters nicht nöthig fand, dieNatur in seinen Werken zu Rath zu ziehen; ererfand, componirte und führte zu gleicher Zeit sei-ne Gemälde aus; eine Manier, die manchem an-dern Künstler sehr gefährlich seyn würde Die V.Bücher Mosts und das T telolatt des N Testamentsin van der Marks Bibel, sind nach seinen Zeich-nungen gestochen. Er selbst etzte einige Landschaf-ten nach Ioh. ^i-anz Miller. P. van Gunst, G.Valk, u. s. f habe» verschiedene Bildnisse und Bo-dart ein Zeichenbuch nach ihm gestochen.li l. 2Z2. — Sein Sohn Gcrard, malte anfangsBildnisse, nachher begab er sich auf das Kutschen-malen; weil er aber niedrere Neigung zu der Kennt-niß guter Gemälde verschiedener Meister bey sichfand, legte er sich auf diesen Handel, womit er sichbey den Liebhabern im Haag beliebt zu machenwußte. Man hat von ihm Anmerkungen über vanGools Schllderbuch. Die Beschreibung seinesKunstcabinets ist 1762. in zwey Octavbänden ge-druckt. — Heinrich Ja ob, Gerards zweyterSonn, malte Gesellschaftsbilder, auch Früchte undBlumen, in welchen er den Jan van Huyium nach-zuahmen suchte. Er starb zu Utrecht 1722. 4 ». I.alt. p. /,o.
Hoeven (Wilhelm van der). S. den Art.Heinrich Street, seines Schülers.
Hoey (D.), holländischer Kupferstecher, lebteum 1610. Christ führt S. 164. sein Zeichen an.
— — (Johann). Maler von keyden; kam nachParis , wo er Oberanfteher der königlichen Ge-mälde und Kammerdiener bey Heinrich I V. ward.Er st. i 6 > 5 . 7«. I. alt. Man siebt von ihm inder obern Capclle des königlichen Schlosses zu Fon-tainebleau zwen Gemälde welche die Himmelfahrtund die streitende Kirche vorstellen. Er war desLucas van Leyden Tochtersohn. S. den Art.Lucas Dames; l. 180
— — (Riclaus van). S- Hose.
— — (Wilhelm) Maler zu Paris , arbeiteteum 1H40. mit Eustach du Bors u. a. an eini-gen Auszierungeii des königlichen Schlosses znFon-tainebleau, auf die Ankunft Kayser Carl V. Reü-br'en III. 11g.
* Hofer (Andreas), Kupferstecher zu Nürn-berg , arbeitete um i75o in den M Enqelbrechtl-schen Verlag nach P. Decker, I Wachsmulh,u. s. w.
Hofmann (Hans), von Nürnberg , maltrThiere, Blumen, Pflanzen, u. s. f. mit Gummisfärben und in Miniatur, covirte auch sehr wohlnach Albert Dürer . Er arbeitete an dem kaiser-l chen Hofe und starb zu Prag »m 16:10 Papilslon zählt ihn auch unter die Formschneider. Dop»