Band 
Erster Theil.
Seite
331
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Hurtrelle.

nen die Kraft, Lieblichkeit, Glanz, Mattigkeit,u. s. f. die zur Vollkommenheit des Ganzen nöthigwaren. Sein Werk wird in des Abts von Ma-rolle« Catalog auf 420. Blatter geschätzt. Er st.»670. 60. I. alt. Mctn sieht in der Capelle derEnthauptung Johann des Täufers der Cathedral-kirche zu Paris , eine auf die vertäfelte Wand ge-malte Himmelfahrt Mariä , die vermuthlich vondieses Meisters Hand ist. Larcio» II. 294.

* Hurtrelle (Simon), Bildhauer von Ve-rhülle , studierte - 4 - Jahre zu Rom nach den An-tiken und den Werken des Ritters Bernini . Nachseiner Zurückkunft nach Paris arbeitete er für denKönig und verfertigte mit perer Mazelme dieRitterstatüe Ludwig XI V. von Erzt, welche auf demgroßen Platze zu Montpellier aufgerichtet wurde,und das Grabmal des Herzogs von Crequi bey denCapuziuern zu Paris . Man sieht auch von seinerArbeit in der Kirche von St. Gervais das Grab-mal des Kanzlers le Tellier; auf der äußern Bal-lusirade der Jnvalidenkirche die Statuen der h. H.Hieronymus und Augustinns, wie auch einige Stückein den königlichen Garten zu Versailles und Marly.Der Churfürst von Sachsen hat von ihm eine Ledain Marmor. Dieser Künstler ward 1707. Profes-sor der königlichen Academie. Er st. 2724. 76. I.alt, zu Genvilliers in den Gegenden von Paris .6«a»-re»tr.

Husford. S. Hugford.

Hussey ( ), ein Engländer, war zu Rom

und durch ganz Italien für den beßten ausländi-schen Zeichner, der jemals dahin kommen, gehal-ten. p. Z27. k§ot. (x).

Hurers (Simon), Schriftsteller, und, wieMan glaubt, Formschneider, verfertigte ein Buchmit deutschen Versen und 48. Holzschnitten, welcheSchlachten vorstellen; Hurers eignete dieses WerkKaiser Carl V. zu. Christ führt sein Monogrammp. 029. an. /kzMo» I. 192.

* Hurin (Carl), geb. zu Paris i 7 t 5 . lerntebey Franz le Moine und Sebastian Slodtz. Er ge-wann, erst 21. I. alt, in der königl. Academie denersten Preis in der Malerey, gicng auch als könig-licher Pensionair in gleichem Jahr nach Rom , woer sich sofort entschloß, die Bildhauerkunst zu erler-nen, welches unter Slodz Aufsicht geschah, wie-wohl die antiken Statüen seine beßten Lehrmeisterwaren. Hurin ward 1747« Mitglied der königli-chen Academie zu Paris . Hierauf gieng er nachDresden , wo ein Altarblatt und der Plafondeiner Capelle in der neuen katholischen Kirche zeig-ten. daß der Meister seine Talente in der Malereynicht geschwächt habe. Er ward 1764 Professorund Director der neueingerichteten Malerakademiezu Dresden . Hurin st. 1776. Man hat von ihmeine Sammlung, betitelt: kt-cueil cis «jiüerens8 uists composes et Zraves pur 6 . Hutin en

1763. Sein Bruder * perer Hurin, ein schätz-barer Bildhauer und Kupferetzer, lernte bey Wil-helm Coustoux, und begleitete seinen Bruder Carlnach Dresden . Er hat einige Blatter nach denGemälden der Graf-Brühlischen Galerie geetzt. Alsder Krieg alle Künstler aus Sachsen verjagte, be-gab sich P. Hukin zu dem Grafen von Calenbergin seine Herschaft Musca in Oberlausnitz, wo er1763. gestorben ist. ^aAeiko»-» p. 44.

* Hurinor (Ludwig), Bildhauer zu Paris ,

ward 1667. Mitglied der königl. Academie Mansieht von seiner Arbeit in des Königs Garten zuVersailles . Er st. 1679. 5 c>. I. alt. Hurinorhatte zwar genügsame Talente; aber er lebte in ei-nem Jahrhundert, welches an großen Männern all-zufruchtbar war, als daß er sich darin hatte hervor-thun können. p. 122.

Hurrel. S- Hurtrelle.

* Huyberts (C.), holländischer Kupferste-cher, arbeitete in Friedrich Ruyschen anatomi-sche und chirurgische Werke, die »707. zuAmster-

Huysum. zzr

dam gedrukt find. Er gab auch das Titelblatt zudes Gerard Lstresse Zeichenbuch «. s. w. 6 a»-

cie/iim.

* Houys (Franz), etzte Friesen und Verzierun-gen von Architekturen, Waffen, u. s. w. 6a»se/ü«r.

* (Peter), ein vermuthlich holländischerFormschneider, lebte um die Mitte des XVI Jahr-hunderts ; gleichwohl arbeitete er noch in dem go-thischen Geschmacke. Johann Liefrink gab seineWerke heraus. E. den Art rssiclaus Romans,tsl. Bibl. schöner Wissenschaft. XVItl. 2L».

* Huyemann (Cornelius), Maler von Andwerpen, lernte bey Caspar de Witte, und bei, Ja-cob von Arlois zu Brüssel . Er folgte dieses letz-tem Manier, die er nachher verbesserte, und füreinen der beßten Landschaftsmaler in den Nieder-landen gehalten wurde. Franz van der Meutensuchte ihn unter Vortheilhaften Bedingnissen nachParis zu bringen, welches er aber ausschlug Ermalte selbst die Figuren und Thier« in seine Land,schaften. Die Gebäude, Bäume, Lüfte, Fernun-gen, alles ist lebhaft und sehr natürlich darin vor-gestellt. Er st. 1727. 79. I. alt. G. Schutz hatzwey Landschaften nach ihm gestochen. Oncam^Llll. 241.

oder Houseman (Jacob),GeschichtS-und Dildnißmaler von Antwerpen , lernte bey Bak-kereel, Rubens Schüler. Allein, da Bakkereel we-gen einige» satyrischen Versen, von den Jesuiten verfolgt, entfliehen mußte, begab sich Huysmannnach England, wo er nach einiger Zeit m:l Lelyum den Rang stritt Er selbst hielt das Bildnißder Königin Catharina von Portugal für sein Beß-res. Das Altarblatt in der Königin Capelle zu St.Jacob und einige Cupidons von seiner Arbeit, wer-den mit allem Rechte bewundert. Er st. 1696. 40.I. alt.

Huysman (Niclaus), geb. zu Mecheln r 656 .war in Landschaften ein geschickter Meister. SeineManier ist leicht, und die Färbung ist von der nie-derländischen ganz verschieden. Er brachte groß«Vertiefungen und weite Aussichten in seinen Ge-mälden an, und zierte sie mit geistreich gebildetenFiguren und Thieren. S den Art. Balchasarvan den Bosch. Kemzf p. 49.

* Huyssens oder Hyssens Peter), Je,suiker-Laybruder und Baumeister von Brügge , bautedie Vorderseite der Kirche dieses Ordens zu Ant-werpen nach Rubens Rissen Johann de la Darre,ein Glasmaler, hat sie gestochen. Man zeigt inder Bibliothek daselbst den Riß und das Bildnißdes Rubens, von Huyssens mit der Feder gezeich-net. le Oomte ll. 3 d 3

* Huysum -Johann van), geb. zu Amsterdam 1682. lernte bey seinem Vater Justus. Er über-traf alle seine Vorfahren in der K unst Blumen undFrüchte zu malen, und seine Arbeit kam in solchenRuf, daß niemand als Fürsten und die reichstenPrivatpersonen im Stande waren, seine Gemäldezu kaufen; denn man bezahlte ihm 1000 igoo.Gulden für jede Tafel Er starb in seinem Vater-lande 1749 Der zärtlichste Geschmack, das glän-zendste Colorit, der markigte Pinsel, samt der voll-kommensten Nachahmung der Natur, geben denWerken dieses Künstlers einen unendlichen Werth.Er malte anfangs mit gutem Erfolge Landschaf-ten, und er kann in dieser Gattung mit großenMeistern verglichen werden; in der Kunst, Blumenund Früchte zu malen, hatte er vollends keinen Sei-nesgleichen. Das Matte und Pelzigte der Früchte,das Glänzende der Blumen, das Durchsichtige derLhautropfen, und die lebhafte Bewegung die erseinen Jnsecien zu geben wußte Alles ist in sei,nen Gemälden entzückend. Welche Zierlichkeit,welche Natürlichkeit findet man nicht in demelben! Von seinen drey Brüdern war LJi.laus seinSchüler, und brachte es auch in dieser Kunst sehrhoch. Justus ward in Feldschlachten berühmt,starb aber schon in seinem Zwey und Zwanzigsten.

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