Band 
Erster Theil.
Seite
332
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ZZ2 Huysum.

* Jacob copi'rte seines Bruders Gemälde sehr wohl.Er starb zu London 17/,o. M. Elgersma hat eineLandschaft nach Johann gcetzt.

* uysum (Julius van), Vater von vier Ma-

lern , lernte bey Niclaus Berghem. Er selbst malteGeschichten, Bildnisse, Feldschlachten, Seestücke ,aber vornehmlich Blumen, und starb zu Amsterdam 1716. 57. F. alt. III. 098.

Hyg, än 0 n; wird von plinius (b,. XXXV.t). 8.) unter die ältesten Maler, welche nur mit Ei-ner Farbe arbeiteten, gezählt.

Hyle (F), englischer Schwarzkunststecher, ar-beitete nach G. Kneller und Andern.

* Hyllus, antiker Edelsteinschneider, von wel-chem man bey Gtosch Nr. 38 . bis 40. den Kopfeines Weltweisen, den der Cleopatra, und dasBild eines Ochsen abgebildet findet, welche Hyl-lus mit vortrefljcher Kunst in Edelstein schnitt.Das letztere Stück wird in der königl. französischen Sammlung gezeigt, und von Marierre in der 42.Platte vorgestellt. Gori muthmaßt, daß zweyKünstler dieses Namens seyen, deren der eine desD'oscordes Sohn, oder wenigstens sein Schü-ler war.

* Hypaeodorus, Bildhauer in Griechen-land ; blühete in der 102. Olympiade.

XXXV. 0 . 8.

* Hyperbius. S. den Art. Euryalus.

Hypsicrares. S. den Art. Anrigonus.

* HyslNg (H), Bildnißmaler zu London umi7jo. John'Faber , P. Pelham, u. s w. habeneinige von seinen Gemälden in Schwarzkunst ge-schabt.

Hyssens (Peter). S. Huyssens.

I

* Jackson (Joh. Baptist), englischer Malerund Formschneider, lernte bey Ekwits, und arbei-tete einige Zeit zu Paris. Er verfertigte zu Vene-dig sehr große, auf drey Stöcke in Helldunkel gear-beitete Holzschnitte nach Hugo da Carpis Manier,in welchen er berühmte Gemälde des Titians, P.Beronese, Tintoret, I. Bassano u. s. f. in 17. Blät-tern vorstellte, die inI D Pasquali Verlage 1745.erschienen. Man findet aber in diesen Blatternweder die Schönheit noch die Richtigkeit in derZeichnung, noch auch das Genaue in AustheilungSchatten und Lichts, welche man in den erste» Holz-schnitten dieser Art bewundert. Jackson hat vondieser Kunst einen Versuch geschrieben, der 1764.4°. zu London mit Figuren gedrukt ist. /ÄMo»1. 027.

* Jacob (Ludwig), Kupferstecher von Paris gebürtig, lernte bey dem jüngern Gerard Scotinund Johann Audran. Man zählt unter seine hetz-ten Arbeiten die Geschichte der Rebecca, und dieaus Egypten ziehenden Jsraeliten, beyde nach P.Beronese Er lebte noch 1760. 64. I. alt. S. denArt. Sebastian Anrenne. Lara». Ein oderzwey alte Formschneider, die ihre Arbeit mit die-sem Namen bezeichneten, werden von Papillon I.i4o. angeführt.

*Iacobello, Bildhauer und Baumeister vonVenedig , lernte bey Augustin und Angelus Sanesc.Er verfertigte iZ 85 . mit seinem Bruder pererPaul veneziano das marmorne Grabmal desRechtsgelehrten Johann da Legnano, welches inder Kirche St. Dominicus zu Bologna aufgerich-tet ist. 1 1Z9.

S. Fiore.

* Jacob, (Johann), von Homburg in derWetterau gebürtig, lernte in seiner Jugend dasSchmiedehandwerk, und kam als solcher zu Paris indes Kunstgiesser Joh. Balthasar Kellers Dienste,der ihn in dieser Kunst unterwies. Jacobs gierigan den Berliner-Hof, und goß 1700 nach AndreasSchlüiters Modelle die hohe Ritterstatüe Chur-

Jacopi.

fürst Friedrich Wilhelms in Erzt. Er starb daselbst1726. 60. I. alt. S. den Art. Martin Bau- >gaerren. Hamburgisches Magazin. (?. XII.),

* Jacoboni (Joh. Baptist), römischer Ku-pferstecher, arbeitete nach Raphael, A. Sacchi,C. Maratti, E- Vicinelli, u. s. w.. Derselbe hatein Paar Bildnisse und einige Anfangsbuchstabenfür die vier Bände von Künstlerbildnissen aus dergroßherzogl Galerie, die von 1762. bis 1762. zuFlorenz gedruckt wurden, gestochen.

Jacobs (Hubert), genannt Grimani, Ma-ler von Delfft, reiste jung nach Italien , und hieltstch zehn Jahre zu Venedig auf, wo der Doge Gri-mani sein Gönner war Seine Kunst bestand imBildnißmalen: Viele Engländer ließen die ihrigenvon ihm verfertigen; als er aber sah, daß ihre Un-geduld ihn verhinderte, die behörige Zeit und Fleißdarauf zu verwenden, erfand er eine flüchtige Ma-nier , die seinen Ruhm und den Werth seiner Ge-mälde um Vieles vermindert. Er starb zu Brielum 1628. II. 36 .

(Hugo), Maler von Leyden , war desLucas van Leyden Vater.

(Lambert), Malerund Prediger zu Lee-waerde um 16Z0 Jacob Backer und Govert Flinck werden unter seine Schüler gezahlt. W van Delfihat nach ihm gestochen.

(Simon), geb zu Gouda um 1620

lernte bey Carl van Dpcrn. Er malie wohlglei-chende Bildnisse mit gleichem Colorü und markig-em Pinsel. Simon verlor ,072 sein Leben beyder Belagerung von Harlem I. iZi.

Iac 0 bsz (Johann", Niclaus Zayker und Ge-raro Bleyker, waren geschickte Landschaftsmalerum die Mitte des X VII. Jahrhunderts- Jacobs;hielt sich lange Zeit in Italien auf. ^oabracLeuII. 124.

* (Jurian, d i. Georg), nach Einiger

Meinung aus der Schweiz, nach Andrer von Ham-burg gebürtig, lernte bey Franz Sneyders zu Ant-werpen . Jacob;, der sich zu Amsterdam hanshab-lich niederließ, malte anfangs, gleich seinem Lehr-meister , Jagden und Thiergefechte; aber er verließdiese Art bald, und legte sich auf die historischeMalercy. Es ist wunderbar, wie Jacobs; in zweyverschiedenen Gattungen so stark seyn konnte. Erwürde auch sein Glück sehr hoch gebracht haben,wenn er nicht in seiner frühen Jugend verstorbenwäre Der Cakalog der Dresdner -Galerie setzt seinSterbejahr in 1686 II. igi.

(Theodor). S. Eornelisz.

Jacomerri (Tarqnin und Peter Paul), Gebrüder, von adelichcr Familie aus Recanan gebür-tig. Der erste lernte bey Aaton Calcagni, undverfertigte 1696. nach sein s Meisters Zeichnungendie metallene Pforte linker Hand der Facade ander Kirche zu Lorekto. j)erer Paul lernte bey sei-nem Bruder und bey Calcagni Von ihm sind diehistorischen Basreliefs von Erzt, welche den Brunnan vorbemeldter Kirche zieren Er lernte auch dieMalerey bey Christoph Roncalli, und arbeitete mitihm zu Lorctto. Er arbeitete auch in diesen Kün-sten für sich selbst in vielen Städten in Italien .Sein Tod erfolgte i 633 . 70. I. alt. Iiu/rim«ccr.

Jacomo (Bernhardin di). S. den Art. A-Federighs.

* Jacone (Jacob genannt"», ein Florentiner,

ward durch vielen Umgang mit Andreas del Sarto ein hurtiger Zeichner. Seine Stellungen sind etwasausschweifend und gezwungen; gleichwohl wußteer zuweilen das Gute nachzuahmen. Seine Ge-mälde sind öfters des Sarto so ähnlich, daß manMühe hat, sie zu unterscheiden. Er verfertigteviele Arbeit für Frankreich, Rom und Florenz .Dieser Künstler st. ihhZ. II. 169.

Jacopi (Matthäus). S. den Art. I daprarovecchio.