Band 
Erster Theil.
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333
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Jacopo.

Jacopo (Andreas di), Beyname des A. Orrgagna.

— — (Horaz di), Maler zu Bologna , lernte

bey Li'ppo Dalmasio. Seine Arbeit, die er von,', 3 o—> 445 . verfertigte, würde mehreres Lob ver-dient haben, wenn er der lieblichen Manier seinesLehrmeisters gefolgt, und die neuere gothische undgriechische Manier, die sich durch einige zu Con,stantinopel gemalte Marienbilder zu Bologna ein«schlich , nicht nachgeahmt hätte. I. 33 .

— — (Paul di), einer der ältesten Maler zuBologna , ist vermuthlich eben der, welcher Ja-cob pauli oder Avanz«' genannt wird.

— — (Peter Franz di). S. Sandro.

— — (Pier» oder Peter di). S. den Art.Andreas Ugolino.

Jacopone, Beyname des I. da Faenza .

Jacovazzi (Dominicus), ein Künstler, vonwelchem sich eines der Seitengemälde der Taufca-pelle in der Kirche St. Andrea delle Fratte zu Rom findet. 77 t«

* I a c q u a r r (Ant. de), Kupferstecher aus Poi-rou, etzte kleine Vignetten von Figuren und gro-tesken Verzierungen u. s. f. Christ führt sein Zei-chen S 83 an.

Jacquin. S Neuf-Chateau.

Ja des, Bildhauer, lernte bey Silanion, undblühete i. d.«« 4 - Olympiade. ^«»««5 XXXIV. 0 . 8.

* Jaeger (Johann und Jacob), zwey be-rühmte Goldschmiede in getriebner Arbeit von Aug-spurg gebürtig Jacob arbeitete lange in Wien ;er reiste auch in Italien und Frankreich , wo manan den vornehmsten Höfen von seinen treflichenWerken siehet. — Ihr Bruder David, und seinSohn * Ellas, waren in gleicher Kunst stark. Da-vid st tbOt. zu Augspurg 3 /. I. alt. — Um 1667.lebte auch ein Georg Jaeger, der daselbst schönegehämmerte Silberarbeit verfertigte. — PhilippJacob Iaeger, machte große und kleine Gold-arbeit, vornehmlich Degengefässe, Stockknöpfe,n.s.f. und st. 1706. 53 . I. alt. von Srerren BriefVM. und IX.

Iager (Gerard de), von Dortrecht, malte See-stücke und kam 1H46. in die dasige Malergesell-schaft. III. §8.

* Iahn (Joh O.uirin), geschickter Geschichts-maler zu Prag , lernte diese Kunst, nebst der Ma-thematik, bey I. Ferdinand Schor . Man findeti» der Vl Bibl. schön. Wissenschaft, u s. w XIX.3 so. mehrere Nachrichten von einigen böhmischenalten Malern und Kirnst ern von Jahns Aufsätze.I. Balzer hat nach seinen Gemälden und Zeich-nungen einige Bildnisse in peizels Werke geetzt.

Iaillor (Simon), Bildhauer von St. Oyande Zoux in Franche-Comls, arbeitete zu Paris ,wo er zum Mitgliede der königl. Academie ange-nommen wurde. Er verfertigte sehr schöne Figu-ren, besonders Krutzifixe aus Elfenbein, in wel-chen man Alles findet, was Kunst und Andachterfordern. Simon starb zu Paris 1681. 48 - Ialt — Sein Bruder * Hubert arbeitete mit gutemErfolge in gleicher Kunst, that sich aber hernachin der Erdbeschreibung hervor, und verfertigte ei-nen neuen Atlas von zwey Foliobänden, den er demKönig zueignete, der ihn zu seinem Erdbeschreiberernannte Er st. 17 «2. Man zeigt in der Spi-thalkirche, Petites Maisons genannt, ein Krutzjfixvon Simons Arbeit, welches Carl le Brun dahinsandte, als er ihn aus unbekannten Ursachen vonder Academie ausschloß. Ein gleiches sieht manin der Bibliothek der Abtcy St. Germain des Pros.ie tonte III. i 85 .

Iamazas; Name, den man auf einem ge-schnittenen Edelsteine findet, worauf eine Bacchanteauf einem Centaure knieend vorgestellt ist, dem sieden einen Fuß in den Hintern stößt; ein schönes

Jans. ZZZ

Stück., Eine gleiche Vorstellung sieht man unterden Blattern des Museo Ercolano . Murr.

Iamberrus. S. Gamberri.

Ja messn (Georg), genannt der schottlandi-sche vandyk, nicht nur weil er alle seine 2ands-leute in Bildnissen übertraf, sondern auch weil seineArbeit öfters für dieses seines Mitschülers bey Ru-bens gebalten wurde Iameson war von Aber-deen gebürtig. Er malte Bildnisse in Oel und inMiniatur, wie auch Geschichte und Landschaften.Man zeigt von ihm eine 1623. gemalte Tafel, dieihn selbst, seine Frau und seinen Sohn darstellt.Alexander Jameson, einer von seinen Nachkom-men, hat 1728. dieses Bild in Kupfer nachgesto-chen. ^Eciotec o//Är-rt«'«F, etc.

Jamieli. S I. Miel

Jamin (Franz), französischer Baumeister, ar-beitete um 1600. unter der Regierung Heinrich IV. in dem Schlosse zu Fontainebleau . L-rvirour äe/Trrü.

* Jamizer oder Iamnizer (Wenzel),Goldschmied von Nürnberg , machte sich durch dieZeichnung, Bildformen und Goldarbeit, die er fürKaiser, Könige und Fürsten verfertigte, berühmt,und st. » 586 . 78. I. alt. Er har eine Perspectivvon reguläre» Körpern geschrieben, die r 58 b. zuNürnberg mit Jost Ammanns Figuren in Foliogedruckt ist. — Sein I rüder 'ilberr arbeitete ingleichen Künsten und st. rögo — * Christoph, Gold-schmied und Kupferetzer, gab 1610. einige Grotes-ken von seiner Erfindung, und st. 1618. Dop»pelmayr.

Jampicoli. S. Giampicoli.

Jan mer de Ronst; Bcyname von I.weeninx.

Jan (totS.),Beyname von G van Harlem.

Janella (Octavian ), Bildhauer vonAscoli,verfertigte sehr kleine Figuren, Geschichten, Feld-schlachten u. s. f. in Buxbaum und Klrschensteine,die man schwerlich ohne Vergrößerungsgläser be-trachten kann. Nachher lernte er bey Johanna Gar-zoni die Miniatur, welche er mir nicht geringermFleiß übte. Er st. ibbr. nur 26. I. alt. 77 r§cc>/r.II. 452 .

Jan er; Deyname von Franz Clouer.

* I a n e r a oder I a n 0 r a ( >, geschickter

Kupferstecher zu Wien um 1770. reiste und studirteauf Kosten des Fürsten von Lichtenstein in Italien ,der ihn nach seiner Heimkunft nach den Gemäldenseiner Galerie arbeiten ließ. Runstz. 1770. S. 28.

Janitzer, d. i. Janirschar; Beyname vonperer Hofmans.

* Janiver (Fr.), französischer Kupferetzer,ahmte C. Ploos Manier mit Farben zu drucken um1775. glücklich nach. Man sieht von ihm Blätternach P. A- Wille, S. Freudcnbergcr, u. s. w.

* Janneck (Franz Christoph), geb. zu Gräz1703. lernte bey Matthias Vangus. Er malle kleineGeschichten, vornehmlich aber Freudenfeste, dieer bald mit Landschaften bald mit schöner Archi,tcctur anszierte. Man hat auch kleine Bilder vonihm, in welchen er Maler - undBildhauerwerkstattemit sehr kenntlichen Bildnissen der Künstler vor-stellte. Er arbeitete zu Wien , wo er Assessor derkaiserl. Künstleracademie war /faZe-ior« p. 5 o 8 .

Jannez (Ferdinand). S. Fannes.

Janni (Maestro), treflicher französischer Bild-schnitzler, arbeitete schon in den ältesten Zeiten,nach Wiederherstellung der Künste zu Floren,, woman in der Kirche della Nunziata eine lebensgroßeaus Lindenhol; verfertigte Sratue des H. Rochusvon seiner Hand findet, die noch heut zu Tage dieBewunderung aller Kenner verdient. /^rrar«(E. IV.Introäu2.)

Jans (Ludwig). S. I. Ludwig de Los.