Band 
Erster Theil.
Seite
334
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ZZ 4 Jans.

Jans. S. den Artik. Descombes.

* Jansens (Abraham), Maler von Antwer-pen, Nachahmer und Zeitgenosse des P. P. Ru-bens , welchem er in vielen Stücken gleich kam,und den er vielleicht gar übertreffen hätte, wenner sich nicht an ein lüderliches Leben gewöhnt, unddarüber die Arbeit hintangesetzt hatte. Seine Ge-mäldewurden sehr gesucht und hoch geschätzt. Er hatteeine schöne Manier, in seinen Compositionen fin-det man das Feuer der größten Meister. SeineZeichnung ist voll Geschmacks; die Pinselstriche sindleicht und wohl ausgedruckt, die Gewänder mitguter Wahl angelegt und gefaltet. Die Anordnungseiner Figuren und Gruppen ist wunderschön, undvon einer klugen Austheilung in Licht und Schat-ten wohl unterstützt, welche dann seinen Gemäldeneine besondere Starke geben. Ueber Alle dieses be-saß er ein trefliches Colorit. Man sieht in denvornehmsten Kirchen in Flandern von seiner Ar-beit, und für sein Meisterstück wird die Auferwe-ckung La;ari in der Churfürstlichen Galerie ju Mann-heim gehalten. Man hat die Geschichte des Achil-les in i/j. Blättern nach seiner Erfindung in Kupfergebracht. Jansens blühete um 1620. OercamzorI. 261.

* — (Cornelius), Maler, wird für einenAmsterdamer gehalten. Man rühmt seine schöneManier. Anfänglich sah man von ihm großes undkleines Geschichtliches; die Gewinnsucht aber ver-leitete ihn, Bildnisse zu malen. Er verfertigte inEngland, wo er sich lange Zeit aufhielt, diejenigendes Königs und der Vornehmsten des Hofs, nebsteinigen historischen Gemälden Seine Werke ka-men in Italien und in Frankreich , dahin er auchselbst berufen wurde; allein er kehrte nach Amsterdam zurück und starb daselbst i 665 . Waumans,Hvlsteyn, u. s. w. etzten nach ihm. — Man meint,er habe einen Sohn gehabt, Namens Cornelius,der, in England geboren, seines Vaters Kunstgeübt habe. DercamxL II. 267.

— — (Jost). S. den Art. Simon van Delft.

*— — oder Jans; e n (Peter), Maler vonAmsterdam , lernte bey Johann van Bockhorst undfolgte seiner Manier. Man trifft in Holland ver-schiedene von seinen Fenstergemälden an, die sowohlals seineZeichnungen von ziemlich gutem Geschmackesind. Er st. 1672. 60. I. alt. Man hat von ihmeinige radirte Marienbilder. II. 198.

* — — (Victor Honorat), Maler von Brüs-sel , lernte bey Volders. Seine ungemeine Ge-schicklichkeit brachte ihn an den herzoglichen Hofzu Holstein. Nach einem vierjährigen Aufenthaltgieng er mit Erlaubniß, und einem Wechselbriefevon 1600. Gulden von seinem großmüthigen Be-sördrer in Italien , wo er nach Raphael, den An-tiken und den Gegenden um Rom studirte. Erarbeitete einige Zeit in Gesellschaft des berühmtenPeter Mutier, welches ihm Anlaß gab, daß er sichauf kleine Stücke legte, und darinn den Albaninachahmte. Aber nach seiner Heimkunft mahlte ervon Neuem große historische Tafeln, mit welchenviele Kirchen und Palläste in seinem Vaterlande,zu Wien , wo er kayserlicher Hofmaler wurde, undzu London , geziert sind. M. Neuveforge, Ge-sandter der Provinz Burgund auf dem Reichstagezu Regenspurg, wo er von 1670. bis 1697. sichaufhielt, ließ durch Jansens zehn große Gemäldefür die Cartheuserkirche von Pruell zu St. Veitunweit von Regenspurg verfertigen. Seine kleinereGemälde dann sind von einer angenehmen, na-türlichen und geschmelzten Färbung; sein Pinsel istleicht und fließend. Die Gesichtsmienen habenetwas Feines, Edles und Schönes; seine Zeich-nung ist richtig, und sein Genie fruchtbar. Seinegroße Gemälde sind eben so; außer daß das Co-lorit etwas roh ist, und nach der Palette riecht.Jansei,s st. zu Brüssel 17Z9. 76 I. alt. De§-

IV 60. Es ist nicht zu zweifeln, diesessey eben der Maler, den Weyerman m. 246.ohne Taufnamen ansührt.

Jctinus.

Jansens ( ), geschickter Bildhauer von Brüs-sel , verfertigte die Statüe eines erzürnten Nep-tuns , der 177V. auf dem Brunnen der neuenStraße dieser Stadt aufgerichtet wurde.

— — (Franz). S. Gianse.

* Janson (I.), holländischer Landschaftsma,ler, von welchem man in dem winklenschenKabinette Nr. z,z. ein Gemäld beschrieben findet.

— — S. Jansens.

— — van den Bosch (Ludwig). S. Bos.

Jans;, Beyname des Lucas de Wael .

* Zansze (Claes). S. den Art. walrhtzcLraberh.

Janszen (Peter). S. Jansens.

Ja neus (Ant.), Kupferstecher, arbeitete nachF. Primaticcio, u. s. w. Sanäe/ÜM. Er istvielleicht A- Fanruzzr.

Januarius. S. Gennaro.

Januensis (Luc.), Deyname vonL-Cambiafi.

Japelli (Ludwig), Baumeister, studirte dieWerke des Angiolini, Torregiam und Civoli, undlernte hierauf die Malerey in der Schule des Ste-phan Orlandi. Japelli machte seine Geschicklich-keit in verschiedenen Häusern zu Bologna bekannt.Er führte ein frommes und gottseliges Leben, st.aber schon 17)4. 5 Z. I. alt. /ntt»-ice 1 ll. 200.

*Iardin(Carl du), genannt Bocksbart,Maler von Amsterdam, lernte bey Paul Potter ,oder bey Niclaus Berghem. Er ward ein trefli-cher Künstler, der in seinen Bildern römischeMärkte, Quacksalberbühnen, Plünderungen, Rau-bereyen und allerhand Thiere vorstellte. SeineZeichnung ist von gutem Geschmacke, richtig undgeistreich; seine Zusammensetzungen sind ausgesucht,das Colorit ist hell und angenehm. Du Jardinverstand die Zergliederungskunst der häuslichenThiere besser, als irgend ein andrer Meister. Ercopirte die Natur genau, ohne ihr Sclave zu seyn,und stellte nicht nur die Figur, sondern den gan-zen Charakter eines jeden Thieres vor. Fast alleseine Gemälde sind Schäfergeoichke; alles ist da-rinn Ruh' und Friede. Er arbeitete anfangs inseinem Vaterlande; aber, unter dem Verwand,einen Freund, der nach Livorno verreisen wollte,zum Schiffe zu begleiten, setzte er steh mit darauf,und that eine Reise nach Rom , wo er sich dieübrige Zeit seines Lebens aufhielt, und 1678. 42 -I. alt starb. Man hak von ihm ein Werk von 62.großen und kleinen Kupferstichen, welche Landschaf-ten, Figuren und Thiere vorstellen: Sie sind 16^2.erschienen und mit eben so viel Verstand als Ge-schmack und Richtigkeit geetzt. Johann Bischerhat acht Blätter nach ihm geetzt. W- Vaillant,Chedel, Watclet, Boethius u a. haben nach ihmgearbeitet. II Z78. — Julian du

Jardin, Maler zu Amsterdam , lebte um r 65 o.Er war des I. Heinrich Roosen Lehrmeister.

* Jardinier (Claudius Donat), geb. zuParis 1722. lernte bey Philipp le Bas und beyNiclaus Dupuis. Man hat von diesem Stechereine Madonna mit dem Kinde Jesus, nach C.Maratti , und den Genius der Ehre und desRuhms, der durch eine Figur, welche Kronenträgt, abgebildet ist, nach Hannibal Carracci .Diese beyden Blätter gehören in die Sammlungder Gallerte zu Dresden . Lnu».

Iardins (Martin des). S. Baumgaerren.

Jaruas ( ), englichcr Maler, nach wel-

chem I. Faber und I. Simon das Bildniß Johann,Herzogs von Rutland, in Schwarzkunst geschabt-

Jason (Jost). S. Jansens.

— — Bentname von Jacob Torenvliet.

Jctinus, einer der berühmtesten Baumeister

des Alterthums, lebte um die 84. Olympiade. Er