Band 
Erster Theil.
Seite
336
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zz6 I m parato.

"Impararo (Franz), Maler zu Neapel ,lernte bey I. Philipp Criscuolo und I BernhardLama. Er besuchte zu Venedig Titians Schule,bey welchem er eine trefliche Composition, und einstarkes und lebhaftes Colorit erlangte. Impararoarbeitete für Kirchen und Privatpersonen seinerVaterstadt, und blühete um 1565. — Sein Sohn* Hieroiiynius, lernte auch bey Franz Curia. Erstudirte zu Rom nach Rapha-I, und in andernStädten Italiens , die berühmtesten Werke ihrerKünstler. Hieronpmus selbst wird unter diegrößten Meister seiner Zeit gezählt, und hatte dasGlück, seine Geschicklichkeit in den vornehmstenGebäuden öffentlich zeigen zu können; dagegenaber machte ihn die große Einbildung, die er vonsich und seiner Arbeit harte, indem er sie mit sei-nem Namen in großen Buchstaben bezeichnete, beyseinen Kunstgenossen verhaßt. Er starb in hohemAlter um 1620. II. i/j8. u. 212.

* I inperiale (Hieronymus), ein edler Genue-ser, lernte bey Julius Denso. Er studirte zu Parma nach Anton Allegri und Franz Mazzuoli. Impe-riale malte kleine Geschichten und etzte einigeWerke in Kupfer. Er starb im Königreiche Nea-pel um die Mitte des X Vll. Jahrhunderts. äo-

piaur p. igo.

IINperlall; Beyname von Franz Fernands.

Impiccari (degli), Deyname von Andreasdel Eastagno.

Inconrrs (Ludwig), von Volterra , lernte beyJohann Evccapani und bey Julius Parigi, der ihnin der Zeicheukunst, Mathematik, Civil- und Kriegs-baukunst unterwies. Er diente in Spauien, undletztlich zu Florenz , wo er 1678. starb.

* Jndaco (Franz und Jacob bell), Gebrüder,Maler zu Florenz . Franz übertraf seinen Bruderin der Malere» und im Bildformen Er verfer-tigte auf den Einzug Herzog Alexanders Statüen,Gemälde und Ehrenpforten auf Unkosten der Re-gierung )u Arczzo. Seine schönste Arbeit ist einSchreibkastgen, welches er für die EroßherzoginMargaretha von Oesterreich aus Stucco mit vie-len Verzierungen so schön ausarbeitete, daß manes selbst aus Silber kaum so sauber hätte verfer-tigen können. — Jacob lernte bey DominicusGhirlandajo. Er arbeitete zu Rom mit Bernhar-ds Pinturicchio; man findet aber wenige von sei-nen Werken, indem er die meiste Zeit bey'Michelan-gelo zugebracht, den er mit lustigen Einfallenergötzte. Er starb 68. I. alt. Diese Künstlerblüheten um die Mitte des XVI. Jahrhunderts.

II. 5 s 4 -

Indelli (Niclaus), Maler zu Neapel , lerntebey Onophrins Loth. Er war ein guter Kopistund geistreicher Erfinder, würde auch vermuthlichein großer Künstler geworden seyn; allein seineArmuth und beschwerte Haushaltung zwangen ihn,sich der Geschwindigkeit zu befleißen, so daß eröfters zehn Tücher, jedes von 4' in Einem Tagefür die Kunsthändler fertig malte. Er lebte um1720. /)o»remci III. Zoo.

* Indra (Tullius), Maler von Verona , ward

in Bildnissen, in Kopien nach großen Meisternuud in Friesen von Thieren und Laubwerk auffrischen Kalk für einen geschickten Künstler gehal-ten. — Sein Sohn * Bernhardin übertraf ihnin der Kunst. Er malte sehr viel auf frischen Kalkund in Oel für Kirchen und Privatpersonen seinesVaterlandes. Die Geschichte der Ehebrecherin,ein Gemald, welches die Grafen von Bevilaquazu Verona von Berichardin besitzen, zeigt, daßer zwar kein großer Zeichner aber ein starker Co-lorist gewesen sey. Beyde lebten im XVI. Jahr-hundert. 76.

Indocus (Judas ), verderbter Name vonIost van wingben.

Ingegno; Beyname von Andreas Luigi.

IngeIrainne; französischer Baumeister, blü-hete um den Anfang des Xlll. Jahrhunderts. Er

Joanello.

führte den Bau der Hauvtkirche u. L.F. zu Rouen ,und verbesserte die Gebäude der Abte» du Bec inder Normandie , an welcher er inner anderthalbJahren einen großen Theil zu Stande brachte.

/e/iür'e».

Ingen (Wilhelm van), genannt der Erste,ward um 1600 zu Utrecht gebohren, und lerntebey Anton Grebber. Er studirte zu Rom unterCarl Maratti, und malte einige Altarblätter fürKirchen und Kapellen dieser Stadt Auch arbeiteteer zu Venedig und zu Neapel . Nach seiner Heim-kunft zog er Amsterdam seiner Geburtsstadt vor.Er malte daselbst große Geschichtsbilder. SeineTalente werden sehr gerühmt. III.

i 5 Z.

* Ingolr (Matthäus), genannt Ravenare,lernte zu Venedig bey Ludwig Benfatto. Nachdessen Absterben folgte er des jünger» Jacob PalmaManier, und studirte zugleich die Baukunst. Jn-goli arbeitete zu Venedig und in den Gegenden die-ser Stadt. Er st. 1601. 44 - I alt. -?rsto//r II. 262.

Ingonr (Donino), Bildhauer von Modena ,arveitcte für den Vicekönig zu Neapel , und hernachfür den König in Frankreich Er verfertigte andiesen beyden Höfen schöne Arbeit, und kam reich-lich belohnt in sein Vaterland zurück, wo ihn derHerzog zu seinem Mundschenk annahm. Er st. 160g.y. 128.

* — — (Joh. Baptist), geb zu Modena

1528. Aus dieser sehr alten Familie entstandenviele trefliche Männer in allerley Wissenschaften.Insonderheit ward Joh. Baptist in der Maleeeyberühmt, indem er die Leidenschaften sehr eigentlichabbildete, seinen Figuren zierliche Stellungen gab,und sich eines angenehmen Eolorits bediente. Erst. 1608. p. 117.

* IngoufiF. R- und P. C-), Gebrüder, Ku-pferstecher zu Paris , lernten bey Flipart Siearbeiteten um 1760 nach Grenze, de Lorme, Guil-let, dem jnngern Wille, u. s. f. Lara».

* Ingram (Johann), englischer Kupferste-cher , arbeitete um 17H0 zu Paris . Man hat vonihm kleine Blatter nach Bradley, Boucher und an-dern Meistern. Er radirte nach Soubeyrans Zeich-nung eine sehr schöne Vignette für das IeaurarPcrspecliv. Ingram hat viele Jahre für die Aka-demie der Wissenschaften gearbeitet. Lasa«.

Inkelmans oder Insel man (Elias). S.Hamzelmann. ^

* Inrernari (Joh. Baptist), römischer Ma-ler und Schüler des Ritters Bencfiale, ward um1700. nach Dresden berufen, um einen Theil derchurfürstlichen Gemälde für die Stecher abzuzeich-nen. Er besaß eine besondere Geschicklichkeit inCarricaturen, wovon M. Oesterreich und I. Ca-nale viele gestochen haben. In 1766. gieng er mitdem Hofe nach Warschau , wo er Bildnisse malte;legte sich aber mehr auf die Chymie, Alchymie undChiromantie, und st. in dieser Stadt 1761. sJach-richten von Lünstl. 1. 217.

Innre« (Anton), ein edler Genueser, lerntebey Dominicus Fiasella, und malte schöne Bild-nisse, worinn man eine geschickte Zeichnung undBehandlung des Colorits bemerkt. Er blühete umdie Mitte des X VII. Jahrhunderts. äVpram p. 2Z8.

* Joachims (J-), geschickter Bildnißmaler,arbeitete um i 65 o. zu Wien , Er malte das histo-rische Bildniß von Joh. Rudolph Schmied, Bür-ger von Stein am Rhein , Freyherr» von Schwar-zenhorn, welcher einige Jahre als KaiserlicherBotschafter an dem Türkischen Hofe residine. Vondiesem Bildnisse hat man ein großes Blatt vonEllas Widemann, das sehr selten geworden ist.

Joanello; einer der berühmtesten Baumeisterin Spanien. Nach dessen Zeichnungen ließ PhilippII. einen großen Theil des Königlichen Pallastes