Moyreau hat nach seiner Zeichnung das Titelku-pfer zu Wouwernians Werke gestochen. Cochin,Lardieu, u. s. f. haben auch nach ihm gearbeitet.
* Jouffroy ( ), Maler zu Paris um 1760.
machte sich durch Bildnisse, die er aus Glas malte,berühmt. Man bewunderte in denselben, nebst derAehnlichkeit die Anmuth und Zärtlichkeit seinesPinsels. Bibliorh. d. schön. Lvissensch. VI. 166.
* Joullain (Franz), geschickter Kupferetzerund Kunsthändler, arbeitete um I/Zn. zu Paris nach C. Coypel, F. Desportes, A. Wateau, N.Laueret, u. s. f. Man sinket auch zwey Blättervon seiner Arbeit in Crozat's Sammlung. Sara»8nppl.
* Jouvenet (Johann), Maler von Rouen ,lernte bey seinem Vater Lorenz. Er zeichnete imGroßen mit einem sehr guten Geschmacke, undarbeitete für die Königlichen Palläste. Die Ge-mälde, die er für die Kirche St. Martin des Champsverfertigte, wurden sehr schön in Tapeten nachge-macht. Er starb als Rector der Königlichen Aka-demie 1717. 7Z. I. alt. Drey Jahre vor seinemTode ward er von dem Schlag getroffen, der ihmdie rechte Hand lahmte; er malte noch mit derlinken die große Tafel der Heimsuchung Maria ,welche mit Bewunderung in dem Chöre der Haupt-kirche zu Paris gesehen wird. Jouvenet kamniemals in Italien ; eine Krankheit die ihn überfiel,als er im Begriffe war dahin zu reisen, hielt ihndavon ab. Er bildete sich, bloß durch fleißigesEtudiren nach der Natur, einen starken, richtigenund verständigen Geschmack in der Zeichnung. SeineFiguren sind stark erhoben und voll Bewegung, derAusdruck lebhaft, die Stellungen natürlich, dieGewänder wohl gefaltet, und die Figuren von glück-lichem Contraste. Er war vornehmlich in großenMaschinen vortreflich, und behandelte Geschichte,Fabeln, Allegorien und Nebenumstände mit gutemErfolge; verfertigte auch schätzbare Bildnisse. Seinfester und kräftiger Pinsel, seine reiche Composttion,seincgroße Manier, belustigen und setzen den Zu-schauer in Erstaunen, ob er gleich das Colorikversäumte. Voltaire behauptet, Jouvenet habefast alle seine Gegenstände darum gelblich gemalt,weil er, wegen besonderer Organisation seines Au-ges dieselben so gefärbt angesehen habe. Jouve-ner ließ die Architectur in seinen Gemälden durchfremde Hände verfertigen. Algarotti zeichnetJouvenet« Kunstcharacter ganz anders als d'Ar-gensville: Nach des Italieners Urtheil ist seineZeichnung schlecht gewählt, die Composttion ge-zwungen, und ohne Genie, seine Figuren habe»gewöhnlich die Stellungen derjenigen Personen diein Frankreich auferzogen werden, keinesweges aberdie natürliche Anmuth, die allen Völkern und allenZeiten gemein sey. Sein Colorit wäre allzugelb-licht. Man hat ungefähr 40. Blätter nach ihmverfertigt. — * Sein Bruder, ein Bildhauer, ar-beitete für die Königlichen Lustschlösser Versaillesund Marly. — * Franz Jouvenet, JohannsNeffe und Schüler, Bildnißmaler von Rouen ,ward 1701 Mitglied der Königlichen Academie zuParis .
— — (Natalis), französischer Maler, arbei-tete um 1684. zu Padua , wo er neben Anderin dieBildnisse des berühmten Carl Patin, seiner Ge-mahlin und zweyer Töchter auf eine Tafel malte,die von Joseph Juster geetzt wurde. Jouvenerward wegen seiner Geschicklichkeit an den Herzogl.Braunfchweigischen Hof berufen, /'atm« p. Z02.
Ipenaer (Joh.), geschickter Geschichtsmalervor, Mainz , ist als der Lehrmeister von Joh. Bap-tist de Ruel bekannt.
Iph irrstes, antiker Bildhauer; verfertigtedas berühmte Bild einer Löwin ohne Zunge, wel-ches die Athenienser einer Sängerin zu Ehren auf-richten lassen, weil sie sich selbst lieber die Zungeabbeissen, als ein Geheimniß entdecken wollte.Ki»i«r H. XXXIV. C. 8.
Italia. 339
Iphion von Egine, Zeitgenosse des Polycle-tus, malte das Bild der Ephyra, einer Tochterdes Oceans, welches mit einem Sinngedichte be-ehrt wurde. ^rrt/ro/oZs« H. IV. 0 . 6 .
Iphis, antiker Maler, ward durch einen Nep-tun und eine Victoria berühmt. H. III. e n.
Ipsem, Martin le Thudesque. S. M.Schoen.
Irace (Severus), Maler zu Neapel , lerntebey Marc Cardisco. Man siehet in der Kirche St.Nunziata ein Altarblatt von seiner Hand, welchesmit seinem Namen und 1534. bezeichnet ist. L>o-Em'cr II. 61.
Irene, Schülerin ihres Vaters Cran'nus,malte neben Andern» das Bildniß eines jungenMädchens. I.. XXXV. 0. 11.
* Iriare (Jgnatius de), geb in der spani-schen Provinze Biscaya um i 635 . malte allerhandseltsame Einfälle; besonders war er ein großer Land-schafter. Sein Geschmack, seine Manier, seinGenie und seine Erfindung sind von anderer Malergänzlich unterschieden. Er arbeitete meist für Pri-vatpersonen zu Sevilla , und starb daselbst - 685 .
181.
* Isaac (Caspar und Claudius), Vater undSohn, Kupferstecher und Kunsthändler zu Paris um i6on. Der Abt von Marolles drückt sich überdie Verschiedenheit ihrer Talente so aus: Das beßteWerk, welches Caspar hinterließ, war sein SohnClaudius, der seinen Vater in der Kunst weitübertraf. Dieser lebte noch um 1660.
— (Peter), genannt Frans;, geb. zuHelvezor 1669. lernte zu Amsterdam bey CorneliusKettet und hernach bey Johann van Achen. Ermalte einiges Geschichtliches, vornehmlich aberBildnisse, in welchen er sehr geschickt wurde. SeineKöpfe waren wohlgleichend, und die Hände sindrichtig gezeichnet. Er ahmte Atlas und andereStoffen mit großer Natürlichkeit nach, und arbeitetemeist zu Amsterdam . I. Müller, I. van Beide,Saenredam , Matham u. s f. haben nach ihm ge-stochen; aus diesen Blättern zeigt sich, das Isaacdes Königs in Dänemark Hofmaler gewesen sey,und vermuthlich daselbst gestorben ist.
I. 229.
* Iselburg (Peter), Kupferstecher von Cölln ,begab sich um 1600. nach Nürnberg , und brachtedurch seine Geschicklichkeit diese Kunst ins Aufneh-men.; er unterhielt auch eine gute Zeichenschule.Man hat von ihm die zwölf Apostel nach Rubens ,einige Blätter nach G. Weyer, u. s. f. Er starb zuNürnberg nach -6Z0. Doppelmayr S. 22.
Isidoro (der Ritter), Beyn. von I.Bianchk.
Isidorus, antiker Bildhauer, wird wegender Statüe eines Hercules gerühmt. /Mir» HXXXIV. L. 8. — * Zwey andre Isidori, beydeBaumeister, arbeiteten zu Cönsiantinopel. Derjüngere von diesen baute in Gesellschaft eines Jo-hann von Milero, die Stadt Zenobia in Syrien .S. den Art. Anthemius. /^ocop/«5.
Isigonus, pyromachus, Stratoni-cus und Anrigonus, alles antike Bildhauer,stellten in ihren Werken die Feldschlachten von Ma-lus und Eumenes gegen die Gallier vor. Sieblüheten um die i2dste Olympiade. /Amr» h..XXXIV. c. 8.
Ist«an. S- Eismann.
Isnard. S. den Art. Caron.
Isola d' 0 r 0 (Monaco des). S. Cibo.Israel. S. Henrier, Mecheln , Silvestre.Isselburg. S. IselburgIralia (Salomon), vermuthlich ein Jude, hatein Bildniß geetzt mit der Aufschrift: LstiFiesviri «locti8smi et clarissimilucobilebusce, Heo-nis Hebrsei, ^uctoris 8tructurss templi 8ala-monici, kscti do, 164Uu 2