34 o Italic.
Italic (Herman d'), Beyname, den man demSchwanefeld giebt.
Ironus, König von Tessalien, wird für denersten gehalten, der Gold und Silber zu schmelzenwußte. Er erfand auch das Münzeprägen. L»ca-»ru l^. VI. V. 4 v 2 .
Itrenze ( ), geschickter Formschneiderum
i 585 . Man hat von ihm ein schönes Blatt, wel-ches ein Weib, das von zwey Männern angefallenwird, vorstellt, nach einer Zeichnung von JacobLigozio.
* Juanez (Joh. Baptist), geb. zu Valenzia
»m war einer der vornehmsten spanischen Maler und Nachahmer Raphaels. Er malte Ge-genstände, meist aus der geistlichen Geschichte,welche klein und selten sind. In allen seinen Wer-ken muß man sein edles und fruchtbares Genie be-wundern, besonders das Colorit, worinn er Ra-phael übertraf, in den übrigen Theilen aber diesemund dem Morales gleich kam. 34.
Iuara. S- Juvara.
In da (Gerard). S. Jode.
Iudichaer ( ), wird von Marperger als
ein geschickter Baumeister zu Kopenhagen ange-rühmt. Er hatte um den Anfang des XVIII. Jahr-hunderts die Aufsicht über die Wassergebäude die-ser Stadt.
* Judkins (Elisabeth), eine Engländerin,arbeitete um 1762. in Schwarzkunst nach I. Rey-nolds, I. Cotes, u. s. w.
* Juge (G. le), etzte das letzte Abendmahl desH. Hieronymus nach L. Carraccio u. s. w.
* Iuillar oder Juliart (Joh. Niclaus),Landschaftsmaler zu Paris , war um 1757. Mit-glied der Königlichen'Akademie, le Veau hat eineAussicht von Gegenden um Rom nach ihm gestochen.
I»le Romain, oder Julius Roma-nus. S. Pipi.
Julianis (Catherina de), trefliche Wachs-poußiererin zu Neapel , verfertigte sehr schöne u. kleineBilder, die man hin und wieder in Kirchen undPrivathäusern siehet und bewundert. Franz Soli-mena hielt sehr viel auf ihre Kunst, und befchenktesie mit einem seiner Gemälde. Sie lebte noch 1740.in hohem Alter. Do-»e»ici III. 621.
Julians (Marc), Liebhaber der Baukunst,ließ um H2«. den großen Spithal der Stadt Ve-nedig auf eigene Unkosten bauen. Le/ibie» V. 216.
Julien (P.) S. den Art. Andreas da Leone.
*— — ( ), französischer Bildhauer, war
des jüngern Wilhelm Coustoux Schüler. Bey sei-ner Abreise nach Rom lieferte er der KöniglichenAcademie zu Paris »768. einen kleinen Amor inMarmor, der mit einer Taube gruppirt ist. Er ra-dirte 1764. ein Paar artige Blätter von Köpfen.Lara».
Julienne (Johann de), französischer Lieb-haber, der durch seine berühmte Sammlung vonGemälden aus allen Schulen, und andere selteneund merkwürdige Stücke, die er bey seinem Ablei-ben 1766. hinterließ, sehr bekannt ist. Er hat aucheinige wenige Blätter nach Tenier, Wateau, u. s.f.radirt. Lara».
Julius, italienischer Maler und Schüler vonJohann da Udine. S. den Art. Alexander.
* Iuncker (Justus), Maler von Mainz , lerntezu Frankfurt bey dem ältern Schlegel. Er malteanfangs Bildnisse, und machte hierin große Fort-schritte, weil er des David le Clcrc Gemälde fleißigkopirte; nachher aber begab er sich, ebenfalls mitgutem Erfolge auf häusliche Gegenstände, Küchen-stücke u. s. f., in welchen er einiger Massen desThomas Wyks Manier nachahmte, indem er allesnach der Natur malte. Er arbeitete einige Zeit inEngland; hernach setzt« er sich zu Frankfurt , wo
Juvara.
er 1767. 64. I. alt starb. Auvray hat nach ihmgearbeitet. As§ecio>» p. üb».
Iuucosa (Joachim), geb. in Catalonien i6Zi.malte viele geist- und weltliche Geschichten, ehe erden Carthäuser-Orden annahm. Nach diesem ar-beitete er in der Kirche seines Klosters zu Barcel-lona, und stellte in vielen Tafeln die Thaten undWunder Moses vor, die schon allein würdig sind,daß das Gedächtniß seines Namens fortgepflanztwerde. Er st. 1708. 224.
Jüngling. S. Iongeling.
* Jungwierrh (Franz Laveri), Kupferetzeraus Bayern , blühete um 174». Man hat von ihmeine Menge Fantasienköpfe nach I. B. Piazetta.Er gab auch roo. Platten, welche die Gesinnungeneiner bußfertigen Seele über den Psalm Misererevorstellen. Christ führt S. 182. sein Monogram an.
* Juni (Johann de), wird für einen Nieder-
länder und des Michel Angelo Schüler gehalten,welches man aus seiner kecken Manier, Geschmackund richtiger Zeichnung schließt. Er arbeitete zuValladolid unter der Regierung Philipp >H- undverfertigte sehr schöne Bildhauerarbeit. Juni st.1614. 60. I. alt. Die Begräbniß Christi in einemBasrelief von lebensgroßen Figuren, die man vonihm in der Hauptkirche zu Segovia siehet, hat sehrrührenden Ausdruck. 52.
* Iuste (Johann), Bildhauer von Tours, lebteum i 5 ic>. Seiner Arbeit wird ein Theil des inder Abteykirche zu St. Denis befindlichen präch-tigen Grabmals König Ludwig XII . und seiner Ge-mahlin zugeschrieben. Der andere und größereTheil ist von l)aul Ponce. Fs/räie».
— — (Monsu), Beyname von I-Susterman.
* Juster (Joseph), Kupferetzer, arbeitete um1690. zu Venedig . Man findet von seinen Blät-tern in der Catharine Patin Vsbulis selectis Lrc.welche einige der berühmtesten Gemälde zu Venedig ,Padua , u. s. f. meistens ziemlich schlecht vorstel-len. N. R. Cochin, Martial Desbois, I. Lhour-neiser und H. Vincent haben die übrigen Blättergestochen. Lara» 8uxpl.
Justinar ( ), Bildniß- und Geschichts-
maler zu Paris um 1715. Das einzige öffentlicheGemälde, welches man von ihm ausweisen kann,ist in der Kirche S- Leu zu sehen: Es ist eine Ge-lübdstafel und stellt Ludwig X V. in seiner Kindheit,mit dem Herzogen von Orleans , Regenten vonFrankreich , der Gubernantin Herzogin von Ven-tadour und dem ganzen Hofe vor. I. Langloishat das Bildniß des Edmus Baugier nach ihmgestochen. Lrice.
Justus; Maler aus Deutschland , von wel-chem man iil der Kirche St. Maria die Castello zuGenua die Verkündigung auf frischen Kalk gemaltfindet, mit der Unterschrift: cie
/,i»-rit 1451. Er hatte ein liebliches Colorit, wel-ches sich seit dieser langen Zeit gut erhalten hat,und eine fleißige aber trockne und scharfe Manier.Lox»-a»i p. 267. Dieser Künstler ist in der deut-schen Malergeschichte ganz unbekannt.
—- — S. Giusto.
* Juvanis (Franz), römischer Maler, lerntebey Carl Maratti. Er gab einige Blatter; nebenAnderm eine Anbetung der Hirten, nach seinesLehrmeisters Erfindung. La-a».
* Juvara (Philipp), Baumeister von Meßina ,lernte zu Rom bey Carl Fontana. Er arbeitete zuTurin , wo er neben Andern die Kirche Superba,nahe bey dieser Stadt auf einem Berge erbaute.Juvara ward in Portugal berufen, um daselbstdie Zeichnungen zu verfertigen, nach welchen derKönigliche Pallast zu Lisabon erbaut werden sollte,wofür er eine Belohnung von -jooo. Dublonen er-hielt. Seither ließ ihn der König von Spanien nach Madrid berufen, um den dasigen Königlichen