Band 
Erster Theil.
Seite
347
JPEG-Download
 

Klauber.

Hugo i 52 i.. wieder erneuerte. S. den Art. HansLock. Leu.

«Klauber (Joseph Sebastian, u. Joh. Baptist)Gebrüder, führten in ihren Werken den BeynamenEarholici. Beyde waren um i 565 . geschickte Ku-pferstecher in Augspurg (welches besonders von demlektern zu verstehen ist). Sie besaßen einen starke»Künsthandel. von Sterten Brief X.

»Kleemann (Christian Friedrich Carl). S.A. I. Roesel.

* Tlern (Daniel), Maler zu Danzig ; lernte beydem ältern Seemann . Er erlangte einen rühmlichenNamen durch die Kenntlichkeitseiner Bildnisse, undst. 1744. N. Verkoste, P. van Gunst, A. B. Königu. s. w. haben nach ihm gearbeitet. — Sein * ältesterSohn arbeitete mit Ruhm zu Paris . Willehat nachseinen Gemälden die Bildnisse des Dauphins undder Dauphine gestochen. — Der * jüngere Sohn,ein Maler, blieb in seinem Vaterland, nebst einerTochter, die gut in Mignatur malte. Mrc.

Kleine (der) Albert Dürer . S. A. An-dreast.

— — (der) Benedict. S. S- Benezer.

— — (der) Guido. S. L. Baugin.

— — (der) Johann. S. I. Asselyn, I. El-hurcht und I. Vereyke.

— — (der) Moses. S. M- vyrenbroek.

* Kleiner (Salomon) von Augspurg, Churmain-zisch« Baumeister, machte sich durch viele Werke be-kannt. Nach seinen Zeichnungen hat I. AndreasPfeffel die Kirchen, Klöster und Palläste der StadtWien und derselben Gegenden 1724. u. i 725 .invierTheile» und iZ2 Kupferstichen gegeben. Ferner ließÄleiner 1726. durch Joh. August Corvinus die ver-schiednen Aussichten der Favorite, eines Churfürst -lichen Lustschlosses, auf 20. Blattern nach seinenZeichnungen stechen. Er st. zu Wien 1729 5 b. I.alt. von Seerren Brief IX.

Aleinert (Friedrich), ein erfindungsreicherKünstler, war seiner erlernten Profession nach einKunstdrechslek. Er richtete sich ein Preßwerk zu,mit welchem er Mcdaillengcprage in Holz, Elfenbeinund Horn abdruckte. Dieses gab ihm Anlaß, dieKunst in Stahl zu schneiden selbst zu versuchen undglücklich auszuführen, da er etlich und neunzigStücke von der neuern Geschichte ausarbeitete. Erwar von Bartenstein in Preußen gebürtig, und ar-beitete zu Nürnberg , wo er i 7 > 4 - 81 I. alt starb.Doppelmayr S. 009.

* — — (Marc Friedrich), Maler von Nürn-berg ; arbeitete in Diensten des Bischofs von Bam-berg und Würzburg und des Prinzen Sobiesky. Erstarb 1742, 48. I. alt. J.G. Winter, Dernigeroth,I. I. Hayd u. fif. haben nach ihm gestochen.

* Aleinschi»,ied (Joh. Jacob), Kupferste-cher, arbeitete zu Augspurg für dcnJeremias Wölfi-schen Verlag. Er kopirte einige Bildnisse nach Pe-ter Drevet u. s. w. Schwäbische Schriftsteller.

Aleinstett. S-Rlingstett.

*Rlengel, Sparcle, Rarger, Pepelmann,Hase, Bebt, D«"ebier, Fehre und le Plar, wer-den von Imhofslll. 1181.) unter die berühmtestenBaumeister der sächsischen Lande gezählt.

* — — (I. C.) sächsischer Landschaftsmaler,lernte bey Dietrich, und studirte um 177». in derAcademie zu Dresden . C. F. Boetius gab unter demTitel: 8 tuiliurn zuvenlutis I. 0 . X, 20. rgdirteBlatter von diesem Künstler. hJ. Bibliorh. schön.Wissenschaft. XVI. nZ.

Alerk (A.) S- Elerk.

Llerck (Heinrich de), Maler und Dichter, lerntebey Martin de Vos . Seine Bilder, welche man inben Kirchen zu Brüssel findet, sind mit Verstand zu-sammengesetzt. Er malte auch Grau in Grau nachstiues Lehrmeisters Manier, und zierte zuweilen desJohann Breughels Landschaften mit Figuren undreizenden Nymphen. Man bemerkt auch in seinen

Klosse. I 47

Gemälden einen zarten Pinsel und schönes Fleisch.Er blühte um iboo. M. Grcuther, Beckers u. s. fihaben nach ihm gestochen. OenampL I. 27Z.

* Blesse cker (Justus), Bildschnitzer von Min-den , verfertigte Bilder und Kruzifixe von Elfenbein.Man sieht auch viele große Figuren von seiner Arbeitin der Hauptkirche zu Bamberg . Seither fetzte ersich zu Frankfurt am May«. Sandra« I. 352 .

Blet S- den Art. Ludolph la Fontaine, sei-nes Schülers.

B l i n> m (Hans), Goldschmied zu Nürnberg , ver-fertigte wohlgezeichnete Bilder von getriebner Ar-beit in Silber. Erübte sich auch im Kupferstechen,und stand bey Albert Dürer in gutem Ansetzn.Blimm starb um i 55 n. Doppelmayr S. 194. —Ein andrer HansLiimm arbeitete als Formschnei-der zu Jena und zu Wittcnberg i 5 go. und i 6 c> 3 .

I. 271.

* Rlingstet (C. G.), treflicher Miniaturma-ler von Riga in Liefiand, aus einer guten Familiegebürtig. Nachdem er von seinem fünfzehnten Jahrean unter den schwedische» Truppen fünf, und infranzösischen Diensten zwölf Jahre zugebracht hatte,gab er schon 3 Z. I. alt seiner Neigung, die er vonJugend an für die Malerey gehabt, nach. Lling-sterr erfand die Manier, seine Gemälde überall, dasFleisch ausgenommen, mit chinesischer Dinte zu ma-len. Seine Arbeit ist im Ausdruck der Leidenschaf-ten ungemein schön, und ob er gleich weder in derRichtigkeit der Zeichnung »och in der Erfindung eineHohe Stufe erreichte, so findet man doch Verschied-nes von seiner Composition, das ziemlich schätzbar ist.Aber viele von seinen leichtfertigen und hochstärgerrlichen Tabaksdosen - Stücken brachten ihn bey derEhrbarkeit in lHeln Ruf Er arbeitete zu Paris , undstarb daselbst 111 sehr schlechten Glücksumständeni 7 ö 4 - 77 - I- alt. B- Picart hat zwey Blätter nachihm gestochen,

* Block (Cornelius). S. den Art. WelcherLrabech-

— — (Heinrich). S. den Art. Johann vanGoyen , seines Schülers.

* Lloeckner (David), geb. zu Hamburg 1629.war schwedischer Legations - Secrelar bey demFriedenocongreß zu Münster . Nach geendigten Ge-schäften legte er sich, seiner Neigung zufolge, aufdieMalere», die er bey Georg Jacobs zu Amsterdam er-lernte ; woraufer wieder nach Schweden zurückging,und bey der Königin Eleonora Hofmaler wurde.Carl Gustav ließ ihn eine Reise in Italien machen-wo er die Manier des Peter Beretini wählte, und1661. nach Schweden zurückkehrte. Er malte da-selbst meist Bildnisse und Thiere. Sein Meister,stück, worin er sich selbst gleichsam übertraf, ist dasGemäld der Krönung Carl XI, welches man in demkönigl. Schlosse von Drottningholn, sieht. Er wardin den Adelstand erhoben, bekam den BeynamenEhrenstral, und starb zu Stockholm 1699 Grignon,van Schuppen, de Blois, I. Boulanger, I. Falk,I. von Sandra«, Padtburgge, Siinoneau, M.Küsse! u. s. w. haben nach ihm gestochen. DieseBlätter sind meist in S. Puffendorfs Leben CarlGustavs zu sehen. — Seine beyden Töchter, AnnaMaria warrrang und Sophia Elisabeth Bren-ner, zeigten Proben ihrer Geschicklichkeit in derZeichenkunst durch Kupferstiche, welche den Titelführen: Nullebris lnrlustriso iNAsnügue Monu-ments. Sandra« I. 334.

Blooft ermann. S. Lloftermann.

* Bloß. S. den Art. Brecheisen.

* Blosse (Johann Bartel) von Würzburg , kamnach Prag und arbeitete drey Jahre bey Carl Screta.Er ward in die Brüderschaft der Altstadt«-Mal«aufgenommen. Man findet nur ein Älkarblakt vonihm zu Prag Es ist bey Markabozia zu sehen, undstellt den gekreuzigten Heiland, nebst Maria, Johan-nes und M. Magdalena in ellehohen Figuren vor.Sie sind gut gezeichnet, die Gewänder wohl gewor-fen, die Gesichtsbildungcn vortreflich ausgedrückt-

Xx 2